Herren
Regionalliga-Saison 2002/2003
05.04.03
SV Weiden - SK Neptun Leimen


SV Weiden

 vs.

SK Neptun Leimen

5:5

Ein Punkt aus zwei Krimis ist zu wenig
Weidens Wasserballer verschenken leichtfertig drei Punkte

(luc) Vier Punkte war die Vorgabe von Trainer Irek Luczak vor dem Doppelspieltag.
Nach zwei spannenden und knappen Spielen stand der SV, der ohne Kapitän Hans-Christoph Aigner antreten musste, letztlich jedoch nur mit einem da.

Am Samstag gegen den SK Neptun Leimen zeichnete sich schon zu Beginn ab, das es ein enges Spiel werden würde: Nach dem 1:0 durch Dominik Fries zogen die Leimener zunächst mit 2 Toren davon. Nach einer Überzahl lochte Christian Meßner zum Ausgleich ein, ehe Florian Bronold erneut in Überzahl die 3:2 -Viertelführung erzielte.
In den zweiten sieben Minuten konnte Serkan Dogdu bereits nach 36 Sekunden den Treffer zum 4:2 einlochen. In Überzahl verkürzte Neptun auf 3:4. Die Reger-Städter kamen nun sichtlich besser ins Spiel, doch der Ausschluss bis Spielende gegen Serkan Dogdu in der 13. Minute wegen unsportlichen Verhaltens zerbrach den Spielfluss.
Nach dem Seitenwechsel konnte dann der SKNL per Strafwurf auf 4:4 ausgleichen.
Dies sollte dann auch das letzte Tor in diesem Spielviertel bleiben: Die Luczak -Schützlinge vergaben ganze 4 Überzahlen. "Wenn man sich so viele Überzahlen erarbeitet, und diese dann nicht wie eingeübt ausspielt, dann kann man kein Spiel gewinnen", kommentierte der Coach nach dem Spiel.
Mit dem Gleichstand ging es dann in das letzte und entscheidende Spielviertel. Nach einer erneut ungenutzten Überzahl, polierte Daniel Ohainski wenigstens etwas die Quote auf, als er in numerischer Überlegenheit zur 5:4 -Führung einlochte.
Doch wie auch schon in den vergangenen Spielen bewies der SV Weiden in der wichtigsten Phase keinen Biss: In Unterzahl kassierte SV-Torhüter Florian Modl den 5:5 -Ausgleich und Endstand.

Am nächsten Morgen stand schon das nächste Spiel an. Diesmal im Duell der beiden einzigen Aufsteiger zwischen dem SV Weiden und der Bundesligareserve des SV Ludwigsburg, die am Vortag auf Grund einem Ausschlußes ohne Ersatz in Nürnberg mit 0:18 unterlag.
Das Spiel begann mit einem unüblichen Abtasten beider Mannschaften. Vorallem die Weidener verschenkten einige Großchancen und somit ging Ludwigsburg zur ersten Pause mit 1:0 in Front.
Nach 3 Minuten im zweiten Spielabschnitt legte der SVW einen wahren Zwischenspurt hin: Dominik Fries in Überzahl und Florian Bronold in Überzahl und am Center besorgten die zwischenzeitige 2-Tore-Führung des letzjährigen Oberligameisters, die im 3. Spielviertel durch ein erneutes Tor von B-Jugend-Center Florian Bronold und seinem Hattrick sogar auf 3 Tore ausgebaut wurde.
"Bei einem Spielstand von 4:1, hätten wir den Sack zumachen müssen. Zwei bis drei weitere Tore wären wichtig gewesen.", so Irek Luczak nach dem Abpfiff.
Doch es kam anders: Nach dem 4:2, und der erneuten 3-Tore-Führung durch Serkan Dogdu kamen die Stuttgarter Vorstädter, die mit 3 Bundesligaspielern anreisten, in der 18. Minute  bis auf 4:5 ran.
Zwar jagte Thomas Aigner den Ball zum 6:4 in die Ludwigsburger Maschen, doch bis zur letzten Pause glichen diese auf 6:6 aus.
Der Trainer verlangte in der letzten Viertelpause von seinen Spielern endlich auch in den letzten Momenten ein Spiel zu gewinnen und forderte vollen Einsatz.
Dominik Fries brachte die 7:6 -Führung, die jedoch 2 Minuten später von den Gästen egalisiert wurde.
Nach einer vergebenen Überzahl, fiel dann sogar der Führungstreffer für die 08er, die diese in Überzahl sogar noch auf 9:7 ausbauen konnten.
Doch die Weidener gaben sich nicht auf: Paul Kosiba beorgte mit einer schönen Einzelaktion den 8:9 -Anschlußtreffer.
Diesen Sieg ließen sich die Baden-Württemberger jedoch nicht mehr nehmen und entschieden dieses Aufsteigerduell wenn auch knapp mit 9:8 für sich.


"In den wichtigsten Momenten können wir nicht nachsetzen oder haben gar Aussetzer. In beiden Spielen war ein Sieg möglich." bedauerte der SV-Coach nach dem Spiel.
38% Überzahlausbeute in beiden Spielen seien grundsätzlich zu wenig um ein Spiel für sich entscheiden zu können.
Besonders die Niederlage gegen den direkten Tabellennachbarn Ludwigsburg ist bitter.
Mit derzeit 2 Siegen und 2 Unentschieden aus 10 Spielen stehen die Aufsteiger aus der Oberpfalz mit 6:14 Punkten auf dem 8. Tabellenplatz, vor Schlußlicht SSV Esslingen II.
Die Weidener werden sich nun am kommenden Freitag auf die Reise nach Polen machen um sich bei einem einwöchigen Trainingslager beim polnischen Rekordmeister auf den Endspurt in der Liga vorzuberieten.

Die Mannschaft:
Modl Florian und Klein Christopher im Tor,
Aigner Thomas (kein Tor gegen Leimen/ 1 Tor gegen Ludwigsburg), Hoyer Patrick, Ohainski Daniel (1/-), Fries Dominik (1/2), Kosiba Paul (-/1), Luczak Sven, Bjick Patrick, Dogdu Serkan (1/1), Meßner Christian (1/-), Luczak Bartek, Bronold Florian (1/3)
Trainer Irek Luczak


Die Spiele in der Statistik:

SV Weiden - SK Neptun Leimen  5:5
(3:2, 1:1, 0:1, 1:1)


Weiden: Modl -
Aigner T., Hoyer, Ohainski, Fries, Kosiba, Luczak S.,
Bjick, Dogdu, Meßner, Luczak B., Bronold, Klein

Leimen: Tinelli -
Kuhnle, Schwarz, Voigtländer, Diener, Weber, Becker,
Pfister, Wulfgram, Heintschel, Hollwegs, Licha

Tore:
1:0 (2.) Fries, 1:1 (2.) Wulfgram, 1:2 (4.) Weber, 2:2 (5.) Meßner, 3:2 (7.) Bronold
4:2 (8.) Dogdu, 4:3 (13.) Wulfgram, 4:4 (16.) Becker, 5:4 (25.) Ohainski, 5:5 (26.) Licha

Schiedsrichter: Grünenthal, Bott (beide Stuttgart)
Zeitstrafen: Weiden 5 + Strafwurf + Ausschluß mit Ersatz, Leimen 8 + Ausschluß mit Ersatz



SV Weiden - SV Ludwigsburg II  8:9
(0:1, 3:0, 3:5, 2:3)


Weiden: Modl -
Aigner T., Hoyer, Ohainski, Fries, Kosiba, Luczak S.,
Bjick, Dogdu, Meßner, Luczak B., Bronold, Klein

Ludwigsburg: Huberstock (15. Paur; 22. Huberstock; 23. Paur) -
Nagel M., Frank, Hoffner, Wöhrle C., Nagel S., Wöhrle S.,
Schlaich, Gscheidle, Klaus, Köhler

Tore:
0:1 (2.) Hoffner, 1:1 (12.) Fries, 2:1 (13.) Bronold, 3:1 (13.) Bronold,
4:1 (16.) Bronold, 4:2 (17.) Köhler, 5:2 (17.) Dogdu, 5:3 (18.) Gscheidle, 5:4 (18.) Wöhrle S., 6:4 (18.) Aigner T., 6:5 (19.) Gscheidle, 6:6 (20.) Gscheidle, 7:6 (22.) Fries, 7:7 (24.) Nagel M., 7:8 (26.) Hoffner, 7:9 (26.) Gscheidle, 8:9 (28.) Kosiba

Schiedsrichter: Grünenthal, Bott (beide Stuttgart)
Zeitstrafen: Weiden 3 + Starfwurf, Ludwigsburg 4

Das Hinspiel