Jugend C/B (Jahrgang `87 u. jüng.)
DSV-Ländervergleich
4. Ingulf-Nossek-Gedächnispokal
vom 30. Mai bis 01. Juni 2003 in Esslingen


Bayerns U16 -Wasserballer holen Silber bei Ländervergleich
8 Würzburger und 5 Weidener scheitern knapp im Endspiel

(prg) Zum 4. Ingulf-Nossek-Gedächnispokal 2003, dem DSV-Ländervergleich der Jahrgänge 1987 und jünger, reiste die Bayernauswahl um den Weidener Trainer Irek Luczak und dem Würzburger Betreuer Stefan Langguth vom 30. Mai bis 01. Juni nach Esslingen.
Im Vorfeld kristalisierte sich eine Mannschaft heraus, die lediglich aus den zwei führenden bayerischen Vereinen aufgebaut wurde, dem Deutschen Meister dieses Jahrgang SV Würzburg 05 und dem 3. Deutschen Meister SV Weiden.
Aus Würzburger Seite waren dies Dominik Krüger, Julian Fleck, Maxi Müller, Matthias Dornblut, Matthias Försch, Maxi Angerpointer, Julian Lannguth und Wolfgang Kraus.
Aus Weiden wurden Christian Meßner, Florian Bronold, Bartek Luczak, Simon Fijalkowski und David Werdow nominiert.
Nach den zweiten Plätzen von 2000 und 2002 wolten die Luczak-Schützlinge diesmal den Pott in den Freistaat holen.

Die 8 Mannschaften spielten zunächst in 2 Gruppen zu je 4 Mannschaften.
Mit Hamburg, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg erwischten die Bayern die etwas leichtere Gruppe.
In der Gruppe B spielten Berlin, NRW, Niedersachsen und Sachsen um die Plätze.

In der Eröffnungspartie traf der Bayrische Schwimmverband auf Baden-Württemberg. Die Mannschaft aus Bayern begann stark und setzte sich im ersten Viertel bereits mit 4:0 ab. Auch das zweite Viertel entschied der BSV mit 5:1 für sich. Im dritten Spielabschnitt ließen dann die BSV-Spieler etwas locker und Baden-Württemberg erzielte 2 schnelle Tore, doch Bayern war konsequenter in der Chancenverwertung und so endete das Viertel mit 3:2. Im Schlußviertel (1:1) gab sich Bayern dann keine Blöße mehr und gewann die Partie souverän mit 13:4.
Dennoch stimmte in diesem Spiel die Harmonie noch nicht ganz im Bayern-Spiel. Viele Chancen wurden ausgelassen und das Zusammenspiel sollte noch nicht zufriedenstellend sein.

In der vorletzten Partie des ersten Turniertags trafen die Bayern auf Sachsen-Anhalt. Der Bayerische Schwimmverband erzielte früh die Führung ehe Sachsen-Anhalt zum 1:1 ausglich. In diesem Viertel tat sich die Luczak-Truppe unnötig schwer. Mit der Schlußsirene des ersten Viertels traf Bayern zum 1:2 Pausenstand. Im zweiten Viertel glich Sachsen-Anhalt gleich zu Beginn auf 2:2 aus, doch Bayern dominierte danach das Spiel und erhöhte den Vorsprung auf und zog durch 5 Treffer auf 3:9 davon. Im letzten Viertel ließ Bayern vom Druck her nach und ermögliche Sachsen-Anhalt so einige Torchancen. Der Schlußabschnitt endete 2:2 unentschieden und die Partie somit 5:11 für Bayern.

Am Samstag fand dann die letzte Begegnung der Vorrunde zwischen Bayern und Hamburg statt. Bayern ging als klarer Favorit in diese Partie vergab aber im ersten Viertel zu häufig eindeutige Tormöglichkeiten und so endete der erste Spielabschnitt nur 2:0. Im zweiten Viertel agierte Bayern konzentrierter und zog mit 5 Treffern auf 7:0 davon. Im dritten Spielabschnitt schwanden Hamburg endgültig die Kräfte. Bayern kontrollierte nun die Partie und erhöhte mit schnellen Konterangriffen auf 12:0. Auch den Verlauf des letzten Spielabschnitts (4:0) prägte die Mannschaft aus Bayern und gewann die Partie souverän mit 16:0.
Somit standen die Bayern mit 6:0 Punkten und 40:09 Toren auf Platz 1 der Gruppe A und trafen somit im Halbfinale auf den Zweiten der Gruppe B, den Berliner Schwimmverband.

In dieser Halbfinalbegegnung zwischen Bayern und Berlin lagen die Vorteile im ersten Viertel klar auf seiten Bayerns, was diese auch in einer 2:0 Führung am Ende des Viertels verbuchen konnten. Berlin fand erst im zweiten Viertel richtig ins Spiel und konnte sogleich auch den Anschlußtreffer zum 2:1 erzielen. Keine der beiden Mannschaften bekam das Spiel so richtig unter Kontrolle und so lautete der Halbzeitstand 3:2 für Bayern. Im dritten Spielabschnitt erhöhte Bayern seine Offensivbemühungen, aber Berlin konnte dagegenhalten und so hieß es lediglich 6:4 zu Beginn des letzten Spielabschnitts. Im Schlußviertel mobilisierten beide Teams noch einmal alle Kräfte, aber die Auswahl aus Bayern nutzte die sich bietenden Chancen effektiver aus und gewann am Ende verdient mit 9:5.
Damit schafften die Mannen aus dem Freistaat zum zweiten Mal in Folge den Sprung ins Endspiel des Ländervergleichs und traf dort, in der Neuauflage des letztjährigen Finalspiels auf die Auswahl Nord-Rhein-Westfalens.

Am Sonntag, dem letzten Turniertag fand dieses Endspiel um den Ingulf-Nossek-Gedächtnispokal zwischen Bayern und NRW statt. Beide Teams gaben von Beginn an alles, NRW war jedoch im Angriff konzentrierter und zog bis zur Mitte des ersten Viertels auf 0:3 davon. Bayern gelang jedoch kurz vor Ende des ersten Spielabschnitts der Anschlußtreffer zum 1:3. Den zweiten Spielabschnitt begann NRW ebenfalls mit viel Tempo, war im Abschluß aber zu nachlässig und ermöglichte es so Bayern mit zwei Treffern in Folge auf 3:4 bis zur Halbzeit heranzukommen. Auch im dritten Viertel schenkten sich beide Mannschaften nichts und gingen aggressiv aber fair in die Zweikämpfe. Die Bayern waren die mindestens gleichwertige mannschaft, vergab jedoch zu oft wichtige Chancen oder schloß im ungünstigen Momenten ab. NRW vergrößerte den Abstand auf 4:6. Im letzten Viertel gelang dann den Bayern der Anschlußtreffer zum 5:6.
Spannung kam nocheinmal auf. Die Bayern hatten noch genügend Möglichkeiten den Ausgleich und somit die Verlängerung zu erzwingen. Zwei unglückliche Pfostenschüße in den letzten Minuten verhinderten jedoch den bayerischen Ausgleich.

Somit stand die Mannschaft erneut als Zweiter da, obwohl im Finale ein Sieg mehr als möglich gewesen wäre. Hätte der BSV die vielen Chancen genutzt und andererseits nicht so oft unklug abgeschloßen, so wäre die Premiere drin gewesen.

Damit sicherte sich die Auswahl aus NRWs zum zweiten Mal in Folge Platz 1 vor den Bayern, die zum dritten Mal "nur" Platz 2 einnahmen.
Platz 3 ging an den zweimaligen Gewinner Berlin, die sich Bronze durch einen 8:6 -Sieg gegen den Gastgeber Baden-Württemberg sicherten.
Die untere Hälfte des erstmaligen Achterfeldes bildeten Niedersachsen auf Platz 5, die Sachsen-Anhalt mit 10:0 auf Platz sechs verwiesen, sowie Sachsen auf Platz 7, das sich gegen Hamburg mit 5:4 knapp durchsetzen konnte.

Spitzenreiter der Torschützenliste wurde der Hammer Marc Mennes aus den Reihen des Turniersiegers vor den beiden Bayern Julian Fleck (SV Würzburg 05) und Bartek Luczak (SV Weiden), die zehnmal trafen. Ebenfalls zehn Tore erzielte für Niedersachsen der frühere Plauener Stefan Prägler (jetzt Waspo Hannover-Linden).

Das Bayern-Team:
Matthias Försch, Matthias Dornblut, Maxi Müller, Dominik Krüger, Julian Fleck, Maxi Angerpointer, Julian Langguth, Wolfgang Kraus (alle SV Würzburg 05), Florian Bronold, Bartek Luczak, Christian Meßner, David Werdow und Simon Fijalkowski (alle SV Weiden)