Bayern-Team (Jahrgang '87 und jünger)
Itze-Gunst-Pokalsieger 2005


Die Auswahl des Bayerischen Schwimmverbandes verteidigt den Itze-Gunst-Pokal.
Weidener Beteiligung beim Bayerns Turniersieg in Magdeburg.




(prg) Der Itze-Gunst-Wanderpokal bleibt auch 2005 in Bayern.


Die inoffizielle Deutsche U-18 Wasserball-Ländermeisterschaften gewann das Freistaats Team zum zweiten Mal in Folge und auch diesmal beteiligten sich die Wasserballer und der Trainer des Schwimmvereines Weiden an diesem Erfolg.

Das Turnier fand am vergangenen Wochenende in Magdeburg statt. Der ursprüngliche Spielplan und Aufteilung in zwei Gruppen wurde durch die kurzfristige und unverständliche Absage der Auswahl Niedersachsens unmittelbar vorm Turnierbeginn geändert. Der Turnierleiter, Jugendsachbearbeiter des Deutschen Schwimmverbandes, Dietmar Niechcial stellte einen neuen Spielplan im Modus jeder gegen jeden auf. Es entstand eine Spielterminfülle und eine enorme körperliche Belastung der Mannschaften, die innerhalb 48 Stunden sechs Spiele in voller Länge zu absolvieren hatten. Die Aussagekraft dieses Turniers verliert ein wenig an Bedeutung, wenn man die Mannschaftsaufstellungen berücksichtigt. Durch die Terminüberschneidungen mit Bundesligabegegnungen musste die bayerische Mannschaft an den ersten beiden Tagen auf drei ihrer Leistungsträger aus Würzburg verzichten, außerdem mussten drei Weidener aus gesundheitlichen Gründen das gesamte Turnier absagen. Die Auswahl der Nordrheinwestfallen schickte sogar eine U-16 Truppe, nachdem sie auf die besten 7-8 Spieler verzichten mussten, die von den Bundesligavereinen nicht freigestellt wurden.

Die Bayerische Mannschaft, betreut durch den Landestrainer Irek Luczak (Weiden), den Betreuer Stephan Langguth (Würzburg) und Schiedsrichter Christian Däumler (Nürnberg), begann das Turnier mit einem klarem 10:4 Sieg gegen Sachsen-Auswahl am Freitag Abend. Der Samstag begann für den Titelverteidiger weniger erfreulich. Die 8:9 Niederlage nach einem typischen Frühmorgenspiel gegen Brandenburg reduzierte die Chancen auf die Titelverteidigung. Im zweiten Spiel des Tages setzte sich das weiß-blaue Team gegen die junge NRW-Truppe mit 6:5 Toren und ließ den Turnierverlauf noch offen. Die Samstags Abendsbegegnung gegen die Nachbarn von Baden-Württemberg wurde mehr zur Formsache und der 10:3 Sieg sicher eingefahren. Ergänzt durch die Würzburger Leistungsträger, Matthias Försch, Maxi Müller und Dominik Krüger, die noch am Samstag Abend nach ihrem Bundesligaeinsatz in Magdeburg nachkamen, trat das Bayern-Team dem Gastgeber Sachsen-Anhalt im seinem vorletzten Spiel gegenüber. Sichtlich motivierter und wie beflügelt machte die neusortierte Mannschaft mit 11:2 alles klar und stellte damit das Finalspielcharakter der letzten Turnierbegegnung Bayern gegen Berlin dar. Das Spiel wurde durch die Regelung des direkten Vergleichs bei zwei punktgleichen Mannschaften zum richtigen Finale. Das Team der Hauptstädter, um den Trainer Dirk Hohenstein konnte bis dato alle Spiele überzeugend gewinnen und witterte Revanche für die Niederlage vom Vorjahr in Hagen-Hohenlimburg. Vor Augen des Bundestrainers Hagen Stamm und des Bundesnachwuchstrainers Henry Thiedke (beide aus Berlin) sowie des Wasserballswartes des Bayerischen Schwimmverbandes, Florian Kolb (Coburg) kam es zu einer spannenden Finalbegegnung. Die vorzeitige 2:0 Führung der Berliner kam ein wenig überraschend für die Würzburg-Weiden-Augsburger Mischung, konnte aber noch vor der ersten pause egalisiert werden, 2:2 zur ersten und 3:3 zur zweiten machten das Spiel zu einem Krimi. Das dritte Viertel gewannen die Berliner mit 2:1 und stellten die Spielstandanzeige auf 5:4 zu ihren Gunsten. Ein frühes Berliner-Tor zum 6:4 Anfang letzten Viertels schien vorentscheidend. Dennoch rauften sich die Bayern zusammen, erzielten drei Tore in Folge und gewannen schließlich nicht unverdient mit 7:6 das Spiel und damit das gesamte Turnier. Eine Weiterentwicklung der Berliner Auswahl gegenüber letzten Jahres war dabei nicht übersehbar. Zwei gleichwertige Mannschaften bestritten ein schönes Wasserballspiel, das laut Aussage des Nachwuchstrainers auf einem finalwürdigem Niveau ablief.



Nächstes Jahr gilt es den Pokal zum zweiten Mal durch die Bayern zu verteidigen, diesmal mit U17 Team, Jahrgang 1989 und jünger. Eine Aufgabe, die allein aufgrund der Stärke der NRW-Mannschaft alles andere als einfach erscheint.



Das Team Bayern spielete mit

Matthias Försch, Wolfgang Kraus und Simon Huth im Tor,

Maxi Müller, Matthias Dornblut, Julian Fleck, Julian Langguth, Dominik Krüger, Maximilian Angerpointner (alle Würzburg), Simon Fijalkowski, Thomas und Stefan Kick, Simon Luczak (alle Weiden) und Roland Schiesser (Augsburg)


Die Ergebnisse
Freitag, den 27. Mai 2005
Nordrhein-Westfalen - Brandenburg 12:7
Bayern - Sachsen 10:4
Sachsen-Anhalt - Berlin 5:15
Baden-Württemberg - Brandenburg 8:13

Sonnabend, den 28. Mai 2005
Bayern - Brandenburg 8:9
Nordrhein-Westfalen - Sachsen 12:11
Berlin - Baden-Württemberug 14:1
Sachsen-Anhalt - Brandenburg 10:5
Nordrhein-Westfalen - Bayern 5:6
Sachsen - Berlin 1:15
Sachsen-Anhalt - Baden-Württemberg 12:6
Nordrhein-Westfalen - Berlin 7:21
Bayern - Baden-Württemberg 10:3
Sachsen - Sachsen-Anhalt 7:3

Sonntag, den 29. Mai 2005
Sachsen - Brandenburg 9:5
Nordrhein-Westfalen - Sachsen-Anhalt 6:3
Brandenburg - Berlin 4:9
Baden-Württemberg - Nordrhein-Westfalen 8:13
Bayern - Sachsen-Anhalt 11:2
Sachsen - Baden-Württemberg 15:3
Bayern - Berlin 7:6


Endtstand
1. Bayern 52:29 10:2
2. Berlin 80:25 10:2
3. Nordrhein-Westfalen 55:56 8:4
4. Sachsen 47:48 6:6
5. Sachsen-Anhalt 35:50 4:8
6. Brandenburg 43:56 4:8
7. Baden-Württemberg 29:77 0:12

Anbei Mannschaftsbild (privat)