Herren
Neue Regeln


Mit neuen Regeln in die DWLII

Bundesliga-Tagung in Düsseldorf gibt neuen FINA-Regeln grünes Licht - Bereits nächste Saison "2. Bundesliga Süd"?

 

(prg) Die Weidener Wasserballfans werden ab November in der neuen Spielzeit nicht nur erstmalig Bundesliga-Wasserball in der Thermenwelt und im Schätzlerbad erleben können, auch werden einige Regeländerungen zum neuen Spektakel beitragen.

Wie von der Bundesliga-Tagung in Düsseldorf beschlossen, werden auch in den beiden höchsten deutschen Spielklassen die neuen FINA-Regeln angenommen. Hauptpunkte: Anstatt vier mal neun Minuten reiner Spielzeit (Regionalliga zuvor vier mal sieben) wird ab der Saison 2005/2006 nun vier mal acht gespielt und die Viermeter- (Strafwurf) sowie Siebenmeterlinie (direkter Freiwurf) verschmelzen zu einer Fünfmeterlinie.

 

Nachdem bei der Schwimm-Weltmeisterschaft in Montreal bereits der Weltverband FINA diese neuen Regeln beschloß, stimmten am vergangenem Wochenende auch die Mitglieder der Bundesliga-Tagung in Düsseldorf, unter anderem mit SV-Coach Irek Luczak, für diese Regeländerung.

 

Spieldauer

Neben der Spielzeitverkürzung auf vier mal acht Minuten reiner Spielzeit werden nun auch die Pausen anders gestaltet: Während es noch letzte Saison zwischen dem ersten und zweiten sowie dritten und vierten Spielabschnitt je zwei Minuten Pause gab und zwischen dem zweiten und dritten Viertel 15 Minuten, wird ab der kommenden Spielzeit die Halbzeitpause fünf Minuten betragen, wobei die anderen Pausen bei je zwei Minuten bleiben.

 

Angriffszeit

Ebenso wird die Angriffszeit von 35 auf 30 Sekunden gesenkt, um das Spiel schneller zu machen.

 

Eckbälle

Eckbälle werden nur bei Torhüterabwehr und absichtlichen Spiel ins Aus zuerkannt, bei einer Abwehr des Verteidigers gibt es Torabwurf.

 

Verteidigung/Strafen

Auch bereits ab der neuen Spielzeit wird ein Abwehrversuch mit beiden Händen mit einem Strafwurf (im Fünfmeterraum) oder Ausschluß geahndet.

Noch in der vergangenen Saison mussten Spieler bei einer brutalen Handlung mit einem Ausschluß bis Spielende ohne Ersatz rechen, was die betroffene Mannschaft unheimlich schwächte. Wie von der FINA entschieden, wird es nun einen sofortigen Strafwurf und den Ausschluß des Spielers bis Spielende geben, der jedoch nach vier Minuten von einem Mitspieler ersetzt werden darf.

 

Neuer Strafraum

Als gravierendste Regeländerung wird jedoch das Verschwinden der für den Wasserballsport so typischen Viermeterlinie gehandelt. Strafwürfe werden nun von der Fünfmeterlinie ausgeführt und ein direkter Freiwurf ist bereits ab fünf, anstatt wie bisher ab sieben Metern, möglich.

 

 

Wasserballspiel wird schneller

Als Absicht und Konsequenz dieser Regeländerung wird ein schnellerer und attraktiverer Wasserballspot erwartet. "Jetzt werden mehr denn je schnelle und flinke Spieler gebraucht" sind sich die Experten einig. Wie die Weidener Wasserballer mit diesen Regeländerungen zurechtkommen bleibt abzuwarten, sicher ist nur, dass der SVW eher zu den schwimmerisch starken als physisch überlegenen Mannschaften gehört.

 

Neue Bundesliga ?

Ebenso wesentlichen Anteil bei der Bundesliga-Tagung in Düsseldorf hatten Diskussionen um das Spielsystem. Angestrebt ist die Abschaffung der nationalen 2. Bundesliga und eine Aufstockung der 1. Bundesliga (DWLI) von 10 auf 16 Mannschaften, die nach italienischem Spielsystem zunächst in vier Vierergruppen spielen und sich dann in zwei Gruppen teilen soll. Einige Vereine wollen dieses Spielsystem bereits zur Saison 2006/2007, was ganze sechs Absteiger aus der 2. Bundesliga mit sich ziehen würde. Demnach gäbe es vier Ligen, die das Prädikat "zweithöchste deutsche Spielklasse" verdienen würden und wohl als "2. Bundesliga Nord/Ost/Süd und West" firmieren würden. Um diese Idee jedoch bereits zur Saison 2006/2007 durchzubringen, muss der Vorschlag noch durch den Fachausschuß.

 

Von all dem unbeeindruckt bereiteten sich die Weidener Wasserballer bereits seit 14 Tagen, 7-8 Mal wöchentlich auf die DWLII (Deutsche Wasserball-Liga II) vor. Die Schützlinge um Trainer Irek Luczak trainieren hart und gut und sind bereits jetzt, zwei Monate vor der ersten Bundesliga-Partie, heiß auf das erste Anschwimmen, dann aber bereits nach neuen Regeln.

 

EPSAN-Pokal schon am 01.10.05

Mitten in der Vorbereitung muss das SV-Team in der ersten Runde des Deutschen-Wasserballpokals 2006 (EPSAN-Pokal), am 01.10.05 nach Potsdam reisen, um dort gegen den Regionalligisten OSC Potsdam um den Einzug in die zweite Runde zu streiten.

"Wir befinden uns in dieser Zeit mitten in der Vorbereitung zu der langen und schweren Bundesligasaison und müssen das Spiel direkt aus dem Training bestreiten. Auch unter diesen Umständen müssen wir klar kommen. Wichtig ist für uns, den ersten Test der neuen Regeln zu nutzen" äußerte sich der SV-Trainer. 

 

Auftakt in Laatzen, erstes Heimspiel am 26.11.05

Nach dem vorläufigen Spielplan müssen die DWL-Neulinge am 19.11.05 zu ihrem Auftaktspiel nach Hannover reisen, um dort gegen die SpVg Laatzen anzutreten. Das erste Heimspiel der Weidener findet am 26.11.05 in der Thermen-Welt statt. Als Gast werden Freie Schwimmer aus Hannover empfangen. Danach kommen Sage und Schreibe sieben Auswärtsspiele auf die Debütanten zu, bevor man zum zweiten Heimspiel der Saison

am 11. März 2006 einlädt. Der Gegner heißt dann SV Dusiburg 98.

Der gesamter Spielplan der Weidener für die DWL-Saison wird Ende September, nach der Bestätigung durch Ligaleitung veröffentlicht.


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