Bartek Luczak
Deutscher Wasserballmeister mit Uerdingen


Ein Weidener Deutscher Wasserballmeister

Bartek Luczak gewinnt mit seinem neuen Verein den Meistertitel um die Deutsche Jugend-A Meisterschaft

 

Der erster Meistertitel der Deutschen Wasserballmeisterschaft für einen Weidener

 

(prg) Die Mannschaft des SV Weiden ist vor den Ferien zwar im Halbfinale der Deutschen Jugend-A Meisterschaft ausgeschieden, eine Goldmedaille geht aber trotzdem in die Oberpfalz. Das Weidener Wasserballgewächs Bartek Luczak, das vor einem Jahr zum SV Bayer 08 Uerdingen wechselte, gewann den Titel am vergangenen Wochenende in Berlin.

 

Vierte Medaille aus der Deutschen

Nachdem Bartek noch mit SV Weiden und seinem Vater Irek als Trainer im Jahr 2000 Silber und 2001 Bronze in der C-Jugend und 2003 erneut Bronze mit der B-Jugend holte, gelang ihm jetzt der Coup, die vierte Medaille seiner Laufbahn von einer deutschen Jugend-Meisterschaft und diesmal in Gold. 

 

Ungeschlagen ging die Bayer Mannschaft des Jahrgangs 1986 und jünger durch die Saison und schlug im Finale überraschend deutlich den Titelverteidiger WF Spandau 04 Berlin mit 12:5 Toren. Bartek Luczak trug zu diesem Erfolg mit seinem engagierten und gelungenen Einsatz bei, obwohl er kein Tor in dieser Partie erzielte.

Der Bayer-Stammspieler aus der Oberpfalz leistete mehrere Torvorlagen und sorgte für das schnelle Konterspiel der Uerdinger, gewann zudem jedes Anschwimmen. Die geschlossene Mannschaftsleistung bewies die Dominanz der Mannschaft in Deutschland in diesem Jahrgang und schloss ihre Jugendlaufbahn ungeschlagen ab.

Luczak bleibt noch ein Jahr in der Jugendklasse A und strebt mit seinen Mannschaftskollegen die Titelverteidigung im Jahr 2006 an. Die größten Rivalen dürften schon wieder die Spandauer und auf jeden Fall die Mannschaft des SV Würzburg 05 werden.

 

Einsätze für Weiden in der DWLII geplant

Für die Weidener bleibt Bartek auch noch mit seinem Zweitstartrecht ein Jahr lang erhalten und kann damit die 2.Bundesliga-Mannschaft der Oberpfälzer, neben seinen Erstligaeinsätzen, unterstützen. Die Mannschaft und der Trainer rechnen mit seiner Hilfe, die mit der Leistung des vergangenen Wochenende auf jeden Fall eine Verstärkung bedeuten würde. Die Vereinbarung mit den Verantwortlichen des SV Bayer 08 sieht jedoch vor, dass der Einsatz in der DWL1 Vorrang hat.

Bei terminlichen Überschneidungen wird der Trainersohn in der Weidener Mannschaft demnach fehlen.

 

Dritte Meister-Generation

Der Erfolg scheint in den Genen zu liegen. Der gebbürtige Pole ist ein Wasserballer der dritten Generation der Familie Luczak. Sein Großvater Richard führte als Trainer sein Team "Stilon" Gorzow in den Jahren 1974 bis 1991 ganze 15 Mal zum Polnischen Meister, Vater Irek war als Spieler 8 Mal dabei. Auch der Bruder des Großvaters, Heinrich konnte gemeinsam mit seinem Sohn Siegmund (jetzt auch Trainer beim SV Weiden) einen polnischen A-Jugend-Titel im Jahr 1980 für den Verein "Polonia" Beuthen einfahren, bevor er mit seiner Familie ein Jahr später nach Deutschland ausreiste.

 

Bild: privat
Der Weidener Bartek Luczak mit seinen Mannschaftkollegen Tim Baran und Dominique Fabich beim Meisterfoto (von links)

 

 

Ergebnisse und Tabelle der Endrunde in Berlin
Rote Erde Hamm - WF Spandau 04 6:10
SV Bayer 08 Uerdingen - SC Magdeburg 19:10
SG Neukölln - SV Würzburg 05 4:8
Rote Erde Hamm - SC Magdeburg 8:6
WF Spandau 04 - SG Neukölln 13:7 
 SV Würzburg 05 - SV Bayer 08 Uerdingen 8:9 
 SG Neukölln - SC Magdeburg 9:7 
 SV Würzburg 05 - WF Spandau 04 3:9
SV Bayer 08 Uerdingen - Rote Erde Hamm 11:7 
 SV Würzburg 05 - Rote Erde Hamm 4:6 
 SG Neukölln - SV Bayer Uerdingen 9:14 
 SC Magdeburg - WF Spandau 04 5:15 
 Rote Erde Hamm - SG Neuköln 5:5 
 SC Magdeburg - SV Würzburg 05 9:11
WF Spandau 04 - SV Bayer Uerdingen 5:12

Endstand
1. SV Bayer 08 Uerdingen 10:0
2. Wasserfreunde Spandau 04 8:2
3. SC Rote Erde Hamm 5:5
4. SV Würzburg 05 4:6
5. SG Neukölln 3:7
6. SC Magdeburg 0:10


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