Herren
Reform der Bundesliga


Wasserball-Bundesligareform beschlossen

Erste Bundesliga auf 16 Mannschaften aufgestockt - Weiden definitiv nicht drittklassig

 

(prg) Die 14. Saison der zweiten Wasserball-Bundesliga (DWL II) mit ihren zwölf Mannschaften wird vom 19. November bis 17. Juni 2006 zugleich deren letzte sein. Das ist das Ergebnis einer Bundesligareform, die bei der DSV-Herbsttagung von Fachsparte und Fachausschuss Wasserball in Weinheim mit großer Mehrheit beschlossen worden ist. Die beiden höchsten Gremien der DSV-Wasserballer folgten damit den Vorstellungen ihres Vorsitzenden Ewald Voigt-Rademacher (Dielheim), der sich für seine Weichenstellung zuvor im September "grünes Licht" bei der Düsseldorfer Zusammenkunft der Bundesligavereine geholt hatte.

Die Abschaffung der Spielklasse bedeutet nach den Vorstellungen des 50jährigen eine Aufwertung für die dann von zehn auf 16 Vereine vergrößerte (erste) Bundesliga. Deren Unterbau sind dann die vier jetzigen Regionalligen, deren Bezeichnung nach dem Vorbild der DMS-Schwimmwettkämpfe ebenfalls durch Mehrheitsbeschluss vom Herbst an dann auch offiziell "Zweite Wasserball-Bundesliga" heißt. In der zweithöchsten deutschen Spielklasse würden demnach auch Reserveteams mitwirken, was mehr Möglichkeiten bei der Nachwuchsförderung bieten soll.

Die Auf- und Abstiegsregelung für den Wegfall der DWL II bringt neun von zehn Teams der DWL I und den besten Vier der DWL II die Eingruppierung bzw. den Aufstieg in die erste Liga, während der Tabellenzehnte der DWL I und der Fünfte der DWL II eine Relegationsserie um den 14. der 16 Startplätze bestreiten. Der Verlierer dieses Duells, die Mannschaften auf den Rängen sechs bis acht in der DWL II sowie die Vertreter der vier Regionalligen treffen sich vom 14. bis 16. Juli in einem dreitägigen Spielmodus mit Vor-, Hoffnungs- und Endrunde zu insgesamt zehn Spielen für die Ermittlung der beiden letzten Aufsteiger.

Nach diesen Beschlüssen soll die 16er-Liga ab der Saison 2006/2007 Wirklichkeit werden, die dann in Form des sogenannten "italienischen Modells" (Vorrunde, danach zwei leistungsmäßig getrennte Achtergruppen sowie Play-offs/Play-downs) zur Austragung kommen soll. Dieses trifft auch den Wunsch der DWL-Vereine, die sich zuvor bereits für schnellstmögliche Durchführung der Ligareform im Jahre 2006 ausgesprochen hatten. Doch wurden von zwei Klubs auch juristische Bedenken im Hinblick auf die abgeänderte Ausschreibung vorgetragen, was einen Aufschub um ein Jahr nach sich ziehen könnte. 

Für den Zweitliga-Aufsteiger SV Weiden ergibt sich demnach folgende Situation: Sollte man unter die ersten Acht der DWLII kommen, so hat der Club aus der Oberpfalz zumindest theoretisch die Chance in die erste Bundesliga aufzusteigen. Nehmen die Balljäger um Trainer Irek Luczak in der Endtabelle einen Platz zwischen neun und zwölf ein, so spielt man auch in der kommenden Spielzeit in der zweiten Wasserball-Bundesliga, dann jedoch auf süddeutscher Ebene. 


 


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