Herren
Knappe Niederlage gegen Hannover


Weidens Wasserballer wieder ohne Glück.

Mit 10:11 dem Aufstiegsaspiranten FS Hannover knapp unterlegen.

Gutes Spiel bleibt ohne Belohnung.

 

(prg) Die Wasserballer des Schwimmvereines Weiden bleiben auch nach ihrem zweiten Spiel in der 2. Bundesliga ohne Punkte. Nach einem Spektakel in der Weidener Thermenwelt vor guter Kulisse trennten sich am Samstag der Aufsteiger aus der Oberpfalz und Aufstiegskandidat aus Niedersachsen mit einem knappen 10:11 Endergebnis.

 

Guter Beginn.

Die Gastgeber, eingeheizt von der Tanzgruppe MCG´s der Tanzschule "Gedreit" begannen die Begegnung überraschend stark. Gleich die erste Überzahl wurde verwandelt, Alex Schäfer war der Schütze des ersten Bundesligatores der Geschichte im Weidener Schwimmbad. Die darauffolgende Unterzahl konnte abgewehrt werden, ehe Rico Horlbeck nach einer Soloeinlage den zweiten Treffer einlochte. 2:0 Zwischenstand nach neunzig Sekunden !!! Zu dieser Zeit staunten nicht nur die Zuschauer, die Akteure selbst offensichtlich auch, denn sie verpassten zu dieser Spielphase noch zwei bis drei Treffer draufzulegen und ließen den Gegner sich von dem Schock zu erholen. Die Niedersachsen verkürzten zuerst auf 2:1, der Kapitän der Weidener beantwortete rasch mit einem frechen Treffer aus der zweiten Linie mit dem nächsten Tor der Hausherren zum 3:1. Gegen Ende des ersten Spielabschnittes gaben die Oberpfälzer das Heft aus der Hand und kassierten nach numerischen Unterzahlen noch zwei Treffer zum 3:4 Zwischenstand zur ersten Pause.

 

Schweres Stück Arbeit.

Das zweite Viertel begann hoffnungsvoll mit einem Strafwurf-Treffer von Thomas Aigner, der sich nach Aussagen des Trainers zu einem rassigen Mannschaftskapitän entwickelt. Beide Mannschaften vergaben je eine Überzahl, bevor die Gäste einen Treffer vorgaben, der jedoch schnell vom Centerverteidiger Dominik Fries egalisiert wurde. Über den 5:5 Gleichstand konnten sich die 120 begeisterte Zuschauer jedoch nicht lange freuen. Noch vor der Halbzeitpause musste der Weidener Torwart, Florian Modl zwei mal hinter sich greifen. Die Teams wechselten mit 5:7 die Seiten.

 

Gute zweite Halbzeit. Ein Quäntchen Glück zu wenig.

Während die junge Tanzgruppe mit modernen Tanzeinlagen die Besucher amüsierte, debattierte Trainer Luczak über die weitere Marschroute mit seinem Team in der Umkleide.

Die Früchte wurden rasch geerntet. Alex Schäfer verkürzte auf 6:7, Paul Kosiba jagte den Ball bei einer Überzahl zum 7:7 in die Maschen. Ein ähnlicher Verlauf, wie zum Anfang des Spiels und auch hier konnte die jüngste Mannschaft der Liga die entscheidende Chancen nicht nutzen, sondern musste einem 7:9 Rückstand hinterher schwimmen, wobei beide Treffer nach einer Unterzahl fielen. Kurz vor Ende des dritten Viertels verlor die SV-Mannschaft ihren besten Centerverteidiger, Dominik Fries nach seinem dritten persönlichen Foulfehler, damit wurden die Erinnerungen von vor einer Woche wieder wach. Die Geschichte des unglücklichen Spiel gegen Laatzen in Hannover (9:10) drohte sich zu wiederholen. Es war schon wieder der Kapitän, der es mit seinem dritten Tor zum 8:9 Spielstand zur letzten Pause richten musste.

Ein schneller Gegentreffer dämpfte die Gemüter in der Halle, verunsicherte jedoch Florian Bronold nicht, der mit seinem ersten Bundesligator zum 9:10 verkürzte. Die Weidener vergaben die Chance, mit einer Überzahl auszugleichen und vermissten zudem viel Glück in dieser Spielphase. Spielerisch überzeugend agierten die im Schnitt über sechs Jahre jüngeren Hausherren in der spielentscheidender Phase.

"Mit mehr Erfahrung oder einfach mit ein Bisschen Glück hätten wir das Spiel in dieser Zeit für uns entscheiden können. Die Truppe spielte einen guten Wasserball, wurde jedoch dafür nicht belohnt. Zwei Pfostentreffer und eine vergebene Hundertprozentige wurden mit einem Gegentreffer bestrafft, dann war es zu spät, das Spiel noch umzubiegen" äußerte sich der Trainer Luczak direkt nach dem WTW - Krimi.

In der Tat, war die SV-Mannschaft spielerisch überlegen, kassierte jedoch drei Minuten vor dem Abpfiff den elften Treffer zum 9:11. Sichtlich unbeeindruckt "Das fasziniert mich an der Truppe" (so der Trainer) spielten die Max-Reger-Städter weiter und belohnten die Zuschauer mit einem dramatischen Endspurt. Eine Überzahl wurde sträflich vergeben, die zweite funktionierte besser, Sven Luczak erzielte den Anschlusstreffer zum 10:11. Eine Minute hatten die Gastgeber zu spielen, um noch einen Punkt zu retten. Der Ball konnte nicht rechtzeitig erkämpft werden, dafür kassierte ein Weidener eine Zeitstrafe. Diese Unterzahl konnte abgewehrt werden, eine Hinausstellung auf der gegnerischen Seite folgte. Zehn Sekunden reichten jedoch nicht mehr um den Ausgleichstreffer landen zu können, zumal der SV-Coach keine taktische Auszeit mehr zur Verfügung hatte.

 

Zufrieden aber nicht glücklich.

Auch im zweiten Saisonspiel hatten die Luczak-Schützlinge kein Glück auf ihrer Seite. Überraschen jedoch immer mehr mit einer runden, soliden Bundesligaleistung.

Nach Aussagen der Verantwortlichen habe man es sich so nicht vorgestellt. Man dachte nicht, mit diesen Teams überhaupt mithalten zu können.

"Jetzt sehen wir, dass wir uns auf der gleichen Augenhöhe befinden. Ich bin mit der Leistung und Moral der Mannschaft äußerst zufrieden. Glücklich bin ich dennoch nicht. Mit wenig Glück eben, wären wir jetzt nicht vorletzter sondern sensationell zweiter oder dritter in der Tabelle, so eng liegen Glück und Realität in einer Liga beieinander" sprach Luczak und betonte, dass man sich auf dem richtigen Weg befinde. Die folgende Serie der schweren Auswärtsspiele sollte für die Weiterentwicklung und Erfahrung der Mannschaft dienen, bevor die Heimspielserie im März mit der geplanten Formspitze für die Punkte sorgen soll.

 

SV Weiden - FS Hannover

10:11 (3:4, 2:3, 3:2, 2:2)

 

Zeitstrafen:

Weiden 8

Hannover 9 (1 Ausschluß mit Ersatz) + Strafwurf

 

Schidsrichter:

Kellermann und Gruß

 

Zuschauer:

ca. 120

 

Torfolge:

1:0 Schäfer, 2:0 Horlbeck, 2:1 Bracke, 3:1 Thomas Aigner, 3:2 Covaci, 3:3 Ghita, 3:4 Butikashvilli, 4:4 Thomas Aigner, 4:5 Schill, 5:5 Fries, 5:6 Covaci, 5:7 Ghita, 6:7 Schäfer, 7:7 Kosiba, 7:8 Roth, 7:9 Covaci, 8:9 Thomas Aigner, 8:10 Ghita, 9:10 Bronold, 9:11 Ghita, 10:11 Luczak Sven.

 

SV Weiden-Team:

Florian Modl und Julian Wirth im Tor.

Thomas Aigner, Simon Fijalkowski, Sven Luczak, Dominik Fries, Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner. Rico Horlbeck, Serkan Dogdu, Andreas Jahn, Florian Bronold und Alex Schäfer.

 

Trainer: Irek Luczak

Betreuer: Bernhard Müller und Ottmar Fries

 

Ergebnisse des Spieltages:

SV Brambauer - Aqua/Wedding 6:3
Würzburg 05 - SV Ludwigsburg 10:5
Rhenania Köln - SV Poseidon Hamburg 9:8
SV Weiden - FS Hannover 10:11
 

 

Tabelle:
1. Würzburg 05 2 23:11 4:0
2. SSV Esslingen 1 11:7 2:0
3. SV Duisburg 98 1 10:8 2:0
4. SpVg Laatzen 1 10:9 2:0
5. Rhenania Köln 1 9:8 2:0
6. SV Ludwigsburg 2 17:18 2:2
7. SV Brambauer 2 14:15 2:2
8. FS Hannover 2 17:23 2:2
9. SV Krefeld 72 1 8:10 0:2
10. Aqua/Wedding 1 3:6 0:2
11. SV Weiden 2 19:21 0:4
12. SV Poseidon Hamburg 2 15:20 0:4
 


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