Herren
Mit der roten Laterne in die Winterpause


Pechvogel der Liga
Weidener Wasserballer überwintern nach drei Ein-Tor-Niederlagen mit der roten Laterne - Esslingen und Duisburg noch ungeschlagen
 
(prg) Eigentlich sind die Verantwortlichen beim Wasserball-Zweitligisten SV Weiden nach den ersten vier Spielen vor der Winterpause der zweiten Wasserball-Bundesliga zufrieden. Die Luczak-Schützlinge legten von Spiel zu Spiel einen guten Wasserball an den Tag und sind mit Mannschaften ebenbürtig, die man vor der Saison als unerreichbar eingestuft hätte. Zufrieden sind die Verantwortlichen aber eben nur eigentlich: Was fehlt sind Punkte. Der 9:10 -Auftaktniederlage gegen die SpVg Laatzen folgte eine 10:11 -Heimpleite gegen die FS Hannover sowie ein 6:15 gegen den SV Wüzrburg 05 und eine erneut unglückliche 10:11 -Niederlage beim SV Ludwigsburg 08. Damit überwintern die Wasserballer des SV Weiden als noch einzige Mannschaft ohne Punktgewinn auf dem letzten Tabellenplatz, blicken jedoch optimistisch in die Zukunft.
 
Am anderen Ende der Tabelle rangieren der SSV Esslingen und der Duisburger SV 98 als die beiden einzigen noch ungeschlagenen Mannschaften auf Platz Eins und Zwei und konnten bislang auch alle ihre Partien erwartungsgemäß gewinnen, wen auch nicht selten sehr knapp. Und die Liga zeigt sich in dieser Saison ausgeglichen wie selten zuvor. Vertretend dafür wirkt der 8:7 -Heimsieg des Aufsteigers aus der Regionalliga West SV Krefeld 72 gegen den Absteiger aus der 1. Bundesliga und haushohen Favoriten auf die Meisterschaft SV Würzburg 05. Ebenso aussagekräftig sind die beiden Auftakt-Niederlagen des letztjährigen Vize-Meisters SC Wedding Berlin gegen den SV Brambauer 50 und Rhenania Köln. Eben durch diese beiden Pleiten stehen die hoch eingeschätzten Berliner nun "nur" auf Platz 5 der Tabelle, die durch einige Spielausfälle während dem Wetterchaos etwas ungerade ist.
Derzeit stehen neben Esslingen und Duisburg auch der SV Würzburg 05 und die SpVg Laatzen auf den direkten Aufstiegsrängen, während Wedding Berlin, der SV Ludwigsburg, Rhenania Köln und die SV Krefeld 72 durch den Ligenumbruch über Umwege in die deutsche Eliteklasse aufsteigen könnten.
 
Als bester Schütze der Weidener Bundesliga-Wasserballer entpuppte sich mit zehn Toren der erst 20jährige Kapitän Thomas Aigner, der die jüngste Zweitligamannschaft aller Zeiten bislang bravourös führte. Center Alex Schäfer kam auf acht  Treffer in vier Spielen. Trainer Irek Luczak, der bislang vier gute Spiele seines Teams verfolgte, sieht keinen Grund zur Beunruhigung: "Wir werden noch punkten! Die Leistung stimmt, da werden auch die Punkte kommen!" gibt er sich zuversichtlich.
 
Nach der Weihnachtspause greift der SVW am 21. Januar beim SSV Esslingen wieder in den Liga-Alltag ein und muss dann noch ganze fünf Partien auswärts absolvieren. Weidens Wasserballfans können also ihre Mannschaft erst wieder am 11. März 2006 vorantreiben, wenn der SV Weiden den Meisterschaftsanwärter Duisburger SV 98 in der Weidener Thermenwelt empfängt.
 
Die Tabelle der Deutschen Wasserball-Liga II:
 
1. SSV Esslingen 3 35:22 6:0
2. SV Duisburg 98 3 39:29 6:0
3. Würzburg 05 4 45:25 6:2
4. SpVg Laatzen 3 26:28 4:2
5. Aqua/Wedding 4 36:27 4:4
6. SV Ludwigsburg 4 32:37 4:4
7. Rhenania Köln 4 32:41 4:4
8. SV Krefeld 72 3 28:29 3:3
9. SV Brambauer 4 36:38 3:5
10. FS Hannover 4 37:45 3:5
11. SV Poseidon Hamburg 4 31:44 1:7
12. SV Weiden 4 35:47 0:8
 


zurück