Herren
Doppelspieltag in NRW


Richtungsweisendes Wochenende

Wirth für Modl ins Tor. Bartek Luczak vielleicht in Köln dabei.

 

Weidener Bundesliga-Wasserballer mit wichtigem Doppelspieltag in NRW

 

(prg) Langsam wird es ernst: Trotz teilweise sehr guten Leistungen stehen die Wasserballer des Schwimmvereins Weiden nach 5 Spieltagen in der 2. Wasserball-Bundesliga mit noch keinem Punkt auf dem letzten Platz und haben bereits vier Punkte Rückstand zum Vorletzten SV Brambauer 50. Auf genau diesen sowie den SV Rhenania Köln treffen die Luczak-Schützlinge am Samstag und Sonntag in zwei Auswärtsaufgaben in Nordrhein-Westfalen.

 

Trotz der prekären Tabellensituation ist jedoch für die Oberpfälzer noch alles drin: Durch die enorme Ausgeglichenheit der Liga, die die Reger-Städter durch drei Niederlagen mit nur einem Tor an eigener Haut erleben mussten, fehlen dem Aufsteiger zwar vier Punkte zum Elften, jedoch auch genau so viele zum neunten Platz, den der SV Ludwigsburg 08 inne hält. Da kommt das "Kellerduell" beim Vorletzten SV Brambauer 50 am Samstag für die Spieler um Kapitän Thomas Aigner genau richtig. Die Südwestfalen, die am zweiten Spieltag etwas überraschend den Favoriten Aqua/Wedding Berlin schlugen und durch zwei Remis gegen Poseidon Hamburg und die SpVg Laatzen ihr Punktekonto auf vier Zähler verbessern konnten, unterlagen am vergangenem Spieltag dem SV Würzburg 05 mit 9:19, der bisher höchsten Niederlage der Saison. Genau dieses Tief der 50er will die Weidener Mannschaft um Trainer Irek Luczak nutzen: "Wir stehen in diesem Jahr eigentlich in keinem Spiel unter Druck, da wir relativ überraschend den Aufstieg schafften, und niemand etwas von uns verlangt. Dennoch ist vor Allem das Spiel am Samstag beim SV Brambauer 50 eines von den Partien, in denen man sich etwas ausrechnen kann. Es wird ein harter Kampf." Äußerte sich der Inhaber der Trainer zum Spiel. Zuletzt standen sich beide  Mannschaften im Juli vergangenen Jahres gegenüber, als dem SVB 50 beim Relegationsturnier zur zweiten Bundesliga nach einem packenden Spiel ein 7:7 Unentschieden zum Klassenverbleib reichte. Nachdem die Oberpfälzer im Nachhinein doch noch in die DWLII avancierten, wollen sie sich nun in der Liga revanchieren.

 

Nach einer Übernachtung in Köln treten dann die Balljäger von der Raiffeisenstraße am Sonntag beim SV Rhenania Köln an. Der SVR steht derzeit nach Siegen gegen Hamburg, Berlin und Hannover etwas überraschend auf dem sechsten Rang und damit auf einem der Plätze, der am Ende der Saison zur Relegation zur 1. Bundesliga berechtigt.

Wenn das Spiel am Sonntag um 13 Uhr im Sportleistungszentrum angepfiffen wird, gibt es auch ein Wiedersehen mit einem ehemaligen Weidener. Torhüter Philipp Endrulat, der 2001 vom SV Gera in die Reger-Stadt kam, wechselte 2004 zum Bundesliga-Team nach Köln und wird am Sonntag gegen seine ehemaligen Mannschaftskollegen antreten. Auch gegen den achten der Vorsaison ist für den SV Weiden ein Sieg realistisch, zumal der Coach bei derzeitigem Stand der Dinge auf alle Feldspieler zurückgreifen kann und mit seiner besten Mannschaft nach Nordrhein-Westfalen reisen wird.

Allerdings muss Torwart Florian Modl zuhause im Training bleiben. Aufgrund seines Trainingsrückstands und schlechter körperlichen Verfassung entschied sich Trainer Luczak, den 16-jährigen Julian Wirth zu Nummer eins am kommenden Wochenende zu machen. Die Mannschaft hofft auf einen gelungenen Einstand des Nachwuchstorhüters.

 

Der geplante Einsatz des Trainersohnes Bartek Luczak scheint geplatzt zu sein. Aufgrund der Personalsorgen seines Klubs, Bayer Uerdingen wird er wahrscheinlich nicht vom Spitzenspiel gegen SV Cannstatt befreit werden und kann seine SVW Hose mit den "alten" Kameraden vor dem Spiel gegen Brambauer nicht schnüren. Seine Teilnahme im Spiel gegen Rhenania Köln muss noch geklärt werden, denn am gleichen Tag auch die "zweite" des Werkklubs im Einsatz ist. Bartek besitzt nur den Zweitstartrecht für SV Weiden, beide Vereine vereinbarten Pririorität für die Einsätze in der DWL I.

 

Die Schulterbeschwerden, an die im Laufe der Woche Rico Horlbeck klagte, wurden durch eine hervorragende Leistung des Arztes Peter Dehling und Physio Andreas Ehmann (Gesundheitshaus Vitalis) aus der Welt geschafft.

Rico pausierte zwar am Donnerstag im Training, ist aber schmerzfrei.

 

Weiterhin zeigt er sich höchst zufrieden mit dem Trainingseinsatz seiner Mannschaft und betont: "Es macht Spaß mit den Jungs zu arbeiten". Wahrscheinlich noch mehr, wenn die Wasserballer am Sonntag mit vier Punkten aus NRW in die Reger-Stadt zurückkehren...

 

Die Weidener Mannschaft am Wochenende:

 

Julian Wirth im Tor, Thomas Aigner, Simon Fijalkowski, Sven Luczak, Dominik Fries, Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner, Rico Horlbeck, Serkan Dogdu, Andreas Jahn, Florian Bronold, Alex Schäfer und Bartek Luczak.

  

Deutsche Wasserball-Liga II

8. Spieltag, Samstag, 11. Januar 2005

 

SV Brambauer 50 - SV Weiden (14.00 Uhr)

SpVg Laatzen - Duisburger SV 98

Rhenania Köln - SV Krefeld 72

Aqua/Wedding Berlin - SV Würzburg 05

SV Ludwigsburg - SSV Esslingen

Poseidon Hamburg - FS Hannover

Rhenania Köln - SV Weiden (Nachholspiel, Sonntag, 13.00 Uhr)

 

 


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