Herren
Niederlage in Berlin / Horlbeck fällt 3 Wochen aus


Weidener Wasserballer verlieren in Berlin.

Niederlage kein Drama. Rico Horlbeck fällt drei Wochen aus.

 

(prg) Am Vergangenen Samstag mussten die SV Weiden-Wasserballer ihre achte Saisonniederlage in der 2. Bundesliga einstecken. Im Weddinger Kombibad verloren die Oberpfälzer gegen den Aufstiegsaspiranten SG Aqua-Wedding mit 11:4 (1:0, 5:2, 3:1, 2:1) Toren und stehen nach wie vor ohne Pluspunkt am Tabellenende der DWLII.

 

Gegner einfach cleverer.

Die Niederlage kam jedoch nicht überraschend. Nicht nur in der Tabelle, sondern auch zwischen den Saisonzielen beider Teams, liegt beinahe das ganze Ligafeld.

Die Weddinger, die in der letzten Saison knapp den Aufstieg in die Bundesliga verpasst haben, in dem sie in der Relegation am Altmeister RE Hamm gescheitert sind, galten als klare Favoriten schon vor der Begegnung. Noch vor einer Woche fertigte die Nummer drei Berlins die favorisierten Würzburger glatt ab, was sichtlich einen neuen Schwung in die Truppe brachte. Der Druck war schon vom Anfang des Spiels groß, die Gäste aus der Oberpfalz wehrten sich jedoch respektabel und nur wegen eigener Abschlussschwäche mussten sie mit 0:1 in die Pause gehen. Im zweiten Abschnitt zeigten die Hausherren ihre Klasse, überzeugten mit cleveren und schnellen Aktionen.

Über zwischenzeitliches 1:2 von Rico Horlbeck und 2:5 von Thomas Aigner, je nach einer Überzahl, trennten sich die Kontrahenten mit deutlichem 6:2 zur Halbzeitpause.

Trainer Luczak versuchte die Defizite in der Pause auszuräumen, der Gegner bewies bis dato Clevernis in dem er das Umkehrspiel deutlich besser verstand und viel schneller auf Spielsituationen reagierte.

Nach der Pause mussten die Max-Reger-Städter den siebten Treffer hinnehmen, obwohl das Spiel besser lief, die Ursachen lagen jedoch wo anders.

 

Horlbecks Nasenbeinbruch.

In einem fairen Zweikampf bekam der Weidener Rico Horlbeck einen Schlag in die Nase, die Verletzung behinderte ihn weitere Verteidigungsarbeit zu leisten, ein Wechselversuch eines Mitspielers misslang, führte zum Strafwurf und 7:2 Rückstand. Die stark blutende Verletzung Horlbecks brachte Verwirrung ins Spiel der Oberpfälzer. Auch nachdem Rico mit Nasenbeinbruch ins Krankenhaus abgeliefert wurde, wirkten seine Mannschaftskameraden stark mitgenommen.

Das Spiel, das schließlich mit 11:4 Toren durch die guten Unparteischen abgepfiffen wurde, war nicht mehr zu drehen und geht absolut gerecht an die Gastgeber.

 

Drei Wochen Pause.

Ausgerechnet eine Woche vor dem wichtigen Tabellenkeller-Duell in Hamburg fällt ein Stammspieler aus. Nach Aussage der Ärzte, muss Horlbeck nach seinem OP (Dienstag) noch mindestens drei Wochen pausieren. Sogar sein Einsatz in Weiden am 11.03.06, gegen Tabellenführer Dusiburg ist fraglich. Trainer Luczak äußerte sich verärgert zu diesem Schicksalsschlag: "Die Niederlage in Berlin ist doch kein Drama, der Ausfall Ricos jedoch mehr als ärgerlich und das ausgerechnet eine Woche vor Hamburg. Man kann dafür niemand einen Vorwurf machen, so etwas passiert Mal im Zweikampf eben. Ich hoffe, er ist bald wieder einsetzbar."

 

Julian Wirth, ein starker Rückhalt.

Dass die Spielabschnitte drei und vier "nur" mit 3:1 und 2:1 an die Hausherren gingen,

haben die SV-ler einzig und allein ihrem neuen Nr.1 zu verdanken. Der 16jährige Torhüter, Julian Wirth, der erst sein drittes Spiel in der Männerklasse absolvierte, glänzte mit mehreren Aktionen.

Die besten Schützen der Liga scheiterten nicht selten an dem äußerst gut aufgelegten Jungtalent. Julian nutzt die Gunst der Stunde, nachdem Florian Modl immer noch mit seinem Trainingsrückstand zu kämpfen hat.

 

Schiedsrichter

Christian Landmann und Carsten Klitz

 

Torfolge

1:0 Kohfahl, 2:0 Scekic, 2:1 Horlbeck, 3:1 Scekic, 4:1 Kleemann, 5:1 Scekic, 5:2 Aigner Thonas, 6:2 Kohfall, 7:2 Scekic, 8:2 Stachowiak, 8:3 Dogdu, 9:3 Schmitt, 9:4 Schäfer, 10:4 Stübert, 11:4 Mischur

 

Zeitstrafen

Wedding 10

Weiden 7+Starfwurf

 

SV Weiden

Julian Wirth im Tor, Thomas Aigner, Simon Fijalkowski, Sven Luczak, Dominik Fries, Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner, Rico Horlbeck, Serkan Dogdu, Andreas Jahn, Florian Bronold, Alex Schäfer

 
Anbei Bilder (privat):
Rico Horlbeck fällt drei Wochen aus

 

Torwart Julian Wirth nutzt die Gunst der Stunde

 


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