Herren
Auch in der kommenden Saison Bundesliga-Wasserball


Auch 2007 Bundesliga-Wasserball in Weiden

Bundesligareform erweitert erste Bundesliga - "Zweite Bundesliga Süd" der Unterbau

 

(prg) Derzeit geht es nicht nur sportlich bergauf: Nach dem ersten Saisonsieg bei Poseidon Hamburg (11:8, wir berichteten) scheint es auch der Ligaausschuss gut zu meinen mit den Wasserballern des Schwimmvereins Weiden. Wie länger angedeutet und nun beschlossen wird die Deutsche Wasserball -Liga I (1. Bundesliga) bereits zur neuen Saison von zehn auf 16 Teams erweitert. Dafür wird die bisherige nationale Deutsche Wasserball -Liga II (2. Bundesliga) aufgelöst und durch vier regionale "Zweite Bundesligen " (Nord, Ost, Süd, West) ersetzt. Da für den SV Weiden der Aufstieg in die neue 1. Bundesliga sehr unwahrscheinlich ist, können die Verantwortlichen wohl schon jetzt mit den Planungen für die "Zweite Bundesliga Süd" beginnen und damit auch über diese Saison hinaus Bundesliga-Wasserball in Weiden zeigen.

 

"Unser Saisonziel für diese Spielzeit ist und bleibt eine Platzierung unter den ersten zehn Mannschaften. Damit hätten wir den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga geschafft. Durch die Abschaffung der DWLII können wir zwar sicher davon ausgehen, dass wir in der kommenden Spielzeit in der Zweiten Bundesliga Süd spielen, das ändert aber nichts an unseren Zielen und unserer Einstellung. Wir wollen so spielen als ginge es tatsächlich um den Abstieg und wollen noch einige Punkte holen in dieser Saison" äußerte sich SVW-Coach Irek Luczak nach Bekanntgabe der einschneidenden Entscheidung.

 

Damit eröffnet sich jedoch in der sehr ausgeglichenen 2. Bundesliga ein heißer Kampf um die vorderen Plätze. Der Erst- bis Viertplatzierte schafft den direkten Aufstieg in die deutsche Elite-Klasse, während das Team auf Platz fünf mit dem letzten der 1. Bundesliga (10., derzeit BW Bochum) um einen weiteren Platz kämpft. Der Verlierer dieser Partie, die Plätze sechs bis acht der 2. Bundesliga sowie die vier Meister aus den Regionalligen kämpfen dann in mehreren Turnieren um die letzten zwei der 16 Plätze in der neuen 1. Bundesliga. Damit eröffnet sich in diesem Jahr den Regionalligisten (3. Liga) die einmalige, jedoch sehr schwer zu realisierbare Chance, aus der dritten direkt in die erste Liga aufzusteigen.

 

Für den SV Weiden geht es damit rein theoretisch im Laufe der Saison damit noch um die Frage, ob der achte Platz erreicht und somit die Chance auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga gewahrt werden kann.

Ewald Voigt-Rademacher aus Dielheim, Fachsparten-Vorsitzender Wasserball im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) begründete die Bundesligareform im Sinne "einer Konzentration der Spitze und der Stärkung des Unterbaus": "Das war bei dieser Entscheidung unser primäres Ziel. Vorbild ist das italienische Spielsystem, das die Spitze in zwei Leistungsgruppen einteilt und dadurch zusätzlich die Attraktivität der 1. Bundesliga steigern soll."

Diese soll zuerst eine Vorrunde in vier Gruppen zu je vier Mannschaften darstellen. Die jeweils ersten Beiden dieser vier Gruppen spielen dann in den "Top 8" eine Hin- und Rückrunde, die jeweils Dritten und Vierten eine eigenständige Runde für die Plätze neun bis 16. Den Abschluss bilden für Meisterschaft und Abstieg eine Playoff- und eine Playdown-Runde.

"Die Bundesligareform bietet uns natürlich die Chance auch längerfristig Bundesliga-Wasserball in Weiden betreiben zu können. Zunächst möchten wir jedoch noch eine tolle Saison in der nationalen 2. Bundesliga spielen. Wir freuen uns auf die nächsten Aufgaben und wollen nun endlich mit weiteren Siegen auch in der Tabelle nach oben klettern." so Luczak.


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