Herren
Weiden hofft auf Punkte gegen Laatzen


Kantersieg im "Hexenkessel Thermenwelt"
Weiden siegt 12:4 gegen Laatzen - Sprung auf Platz 10
 
(prg) Gänsehautstimmung in der Weidener Thermenwelt: Die Wasserballer 
des Schwimmvereins Weiden siegten vor einer zum wiederholten Male 
ausverkauften Weidener Thermenwelt in ihrer dritten Heimpartie in der zweiten 
Wasserball-Bundesliga mit 12:4 Toren (2:0, 4:2, 3:1, 3:1) gegen die 
Sportliche Vereinigung Laatzen und sprangen damit von Platz 12 auf den 
zehnten Rang der Tabelle. Kapitän Thomas Aigner zeichnete sich in einer 
Partie, "in der wir hätten auch höher gewinnen können" (Luczak), mit vier 
Treffern aus.
 
Es war wie ein Wasserballfest in der Oberpfalz: Die junge Weidener 
Mannschaft legte eine absoluten Spitzenleistung hin und gab den Gegner aus 
Niedersachsen von Beginn an nicht den Hauch einer Chance. "Die Jungs 
haben genau das umgesetzt, was ich von ihnen gefordert hatte: Wir haben 
die Gäste von Beginn an unter Druck gesetzt und unser Spiel 
durchgezogen. Besonders herausheben möchte ich unseren Centerverteidiger Dominik 
Fries, der eine souveräne Leistung ablieferte und fast fehlerfrei 
verteidigte. Thomas Aigner wiederum gab dem Spiel in der Offensive Akzente." 
äußerte sich ein überglücklicher Coach Irek Luczak nach dem Abpfiff.
 
Bereits nach den ersten acht Minuten reiner Spielzeit lagen die 
Aufsteiger durch Tore von Thomas Aigner (5.) und Alex Schäfer (8.) in Front 
und machten mit einem 4:2 im zweiten Spielabschnitt und einem 6:2 
-Pausenstand bereits zur Halbzeit alles klar. Den Reger-Städtern gelang es in 
der Defensive hervorragend die Sportliche Vereinigung aus Laatzen zu 
kontrollieren und ein bei seinem Debüt glänzend aufgelegter Torhüter 
Vladimir Srajer konnte auch die wenigen Laatzener Chancen abwehren.
In Überzahl überzeugte der SVW auch diesmal und zog ein ums andere Tor 
davon.
 
"Eigentlich hatten wir das Spiel zur Halbzeit schon gut in Griff. Ein 
weiteres gutes drittes Viertel und ein 9:3 -Zwischenstand ließ nur noch 
wenige zweifeln. Leider ließen sich dann einige meine Spieler vom 
hektischen Spiel anstecken und wurden auch etwas unsicher. Besonders 
ärgerlich sind für mich die Spieldauerstrafen für Paul Kosiba und 
Hans-Christoph Aigner, da wir auf sie nächste Woche verzichten müssen" so Luczak.
Sowohl Kosiba als auch Aigner mussten wegen ungebührlichen Verhaltens 
vorzeitig duschen gehen. 
 
Dennoch entschieden die Hausherren mit einem 3:1 im letzten 
Spielabschnitt das Spiel vollkommen verdient und auch in dieser Höhe 
gerechtfertigt mit 12:4 für sich.
Nicht nur beim Schlußpfiff entwickelte sich in der Weidener Thermenwelt 
eine atemberaubende Atmosphäre (Luczak: "Wir haben die besten Fans der 
Liga."). 
 
Mit diesem Sieg gab der SV Weiden zum ersten Mal in der Saison die rote 
Laterne ab und schob sich auf Rang 10 vor. Sowohl der SV Ludwigsburg 
als auch Poseidon Hamburg kassierten in ihren Begegnungen Niederlagen und 
ermöglichten dem SVW somit einen Sprung nach oben.
"Von der Leistung her sind wir jetzt genau da wo wir seien wollten. Die 
Mannschaft ist derzeit gut drauf." resümierte der Trainer nach dem 
Spiel. Bereits jetzt sagten die SV-Wasserballer den Freien Schwimmern 
Hannover, bei denen die Weidener nächste Woche ran müssen, den Kampf an: 
"Wir werden auch in Hannover bis zur 32. Minute kämpfen." 
 
Das Spiel in der Statistik:
 
SV Weiden - SpVg Laatzen 12:4 (2:0, 4:2, 3:1, 3:1)
 
Weiden: Srajer (16. Modl) -
Aigner T., Fijalkowski, Luczak, Fries, Kosiba, Aigner H.-C., Horlbeck, 
Dogdu, Jahn, Bronold, Schäfer
 
Laatzen: Baier -
Hehne, Jünemann, Politze, Peper, Sporleder, Platschek, Traue, Müller, 
Dohle, Kidschnick, Möller
 
Torfolge:
1:0 (5.) Aigner T., 2:0 (8.) Schäfer, 3:0 (10.) Dogdu, 3:1 (12.) Dohle, 
4:1 (12.) Schäfer, 4:2 (13.) Sporleder, 5:2 (14.) Fries, 6:2 (16.) 
Aigner T., 6:3 (17.) Möller, 7:3 (17.) Aigner T., 8:3 (17.) Luczak, 9:3 
(20.) Schäfer, 10:3 (25.) Aigner H.-C., 11:3 (32.) Horlbeck, 12:3 (32.) 
Aigner T., 12:4 (32.) Jünemann
 
Zeitstrafen: Weiden 10 + 2 Spieldauerstrafen, Laatzen 15 + Strafwurf
 
Schiedsrichter: U. Spiegel und R. Spiegel
 

Zuschauer: 180


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