Herren
Niederlage in Krefeld


Weidens Wasserballer unterliegen 10:7 Krefeld.

Sechs Centertore, Fries schmerzhaft vermisst.

 

(prg) Doppelschlag gegen Krefeld misslungen und direkter Anschluss an die Relegationsplätze verpasst.

 

Knappe Woche nach dem Heimspielerfolg (11:10) der Weidener Bundesligawasserballer reisten die Oberpfälzer zum Rückspiel nach Krefeld. Mit gemischten Gefühlen machten sich die SV-ler am Samstag morgen auf den Weg. Man wollte den Schwung von dem 4-Punkte Wochenende mit nach NRW mitnehmen, musste dennoch mit einigen ungünstigen Umständen rechnen. Zum ersten Mal in dieser Saison mussten die Max-Reger-Städter im Freibad spielen. Die Umstellung von Hallenbad ins Freiwasser bringt so einige Probleme mit sich, dazu kommt noch das größere Spielfeld. Ganz besonders bitter stellte sich jedoch die Sperre des Centerverteidigers, Dominik Fries heraus. Nach Angaben des Trainers ist Dominik einer der besten Centerverteidiger der Liga. Die Krefelder Center, Jünemann und Hengeler konnten zwar in Weiden, auch nach dem Ausschluss von Fries gut kontrolliert werden, das sollte jedoch in Krefeld anders kommen.

 

Nach einer abenteuerreichen, 8-stündingen Reise sprangen die Luczak-Schützlinge in das ungewöhnte Freiwasser im vereinseigenem SVK-Freibad. Gleich zum Beginn des Spiels machte sich deutlich, wie sehr Dominik Fries vermisst wird. Zwei Centertore in Folge sorgten für eine Blitzführung der Gastgeber. Christian Jünemann, der sehr aus seiner Körpergröße und Beckenbodenkontakt profitieren konnte, gewann seine ersten Zweikämpfe und zwang die Weidener zur sofortigen Unstellung der Verteidigung. Alex Schäfer verkürzte mit seinem Überzahltor kürzzeitig auf 2:1. Die Umstellung der Verteidigung schien einzuschlagen, ehe ein Abstimmungsfehler zum wiederholten Gegentreffer aus Centerposition führte, diesmal konnte sich Johannes Hengeler auf die Schützenliste eintragen lassen. Hans-Christoph Aigner schloss auch die zweite Überzahl der Gäste mit einem präzisen Treffer zum 3:2 Zwischenstand. Doch auch dieser Anschluss hielt nicht lange. Noch zwei Gegentreffer mussten die Gäste aus der Oberpfalz einstecken und gingen mit 5:2 in die erste Pause. Das zweite Viertel verlief deutlich ruhiger für die Weidener. Sie schienen, sich langsam von den Reisestrapazen erholt zu haben und verhinderten mit 1:1 weiteren Schaden. Das dritte Viertel gewannen die Weidener sogar mit 2:1 und vergaben noch einige Chancen, den Anschluss schon vor der letzen Pause zu schaffen. Dennoch sorgten zwei Blitzaktionen gleich zum Beginn des letzten Spielabschnittes für einen hoffnungsvollen 8:6 Zwischenstand. In dem die Gäste den Vorwärtsgang einlegten, um den Anschlusstreffer zu erzielen, schlug erneut der Center des Gegner. Jünemann traf in einem Doppelpack und stellte das vorentscheidende 10:6 knappe fünf Minuten vor dem Schlusspfiff. Die Zeit war zu knapp und die Umstände zu ungünstig, um diesen Rückstand noch gut zu machen und einen Punkt aus dem Spiel zu holen. Serkan Dogdu traf noch ein Mal und sorgte für Ergebniskosmetik und 10:7 Endstand. Der Sieg der Krefelder geht so in Ordnung, zu viele ungünstige Umstände nahmen auf das Weidener Spiel Einfluss, um in so einer schweren Auswärtspartie punkten zu können.

Positiv die Leistung des jungen Torhüters, Julian Wirth, der zwei Viertel lang gleichwertig mit Vladimir Srajer parierte und der kurze aber fehlerfreier Einsatz des Jugendnationalspielers, Thomas Kick. Beide 16 Jahre alt.

 

"Ich kann keine Wunder verlangen. Unangenehme acht Stunden Fahrt und zum ersten Mal in Freibad auf dem großen Feld ist schon schwierig genug, um eine Topleistung abzurufen. Noch schmerzhafter stellte sich die Sperre Dominiks heraus. Sechs Tore aus der Centerposition, vier trotz Raumdeckung, dass wäre mit Dominik niemals passiert. Wir verschliefen das erste Viertel, fanden langsam zum Spiel wieder, schlugen aber aus unserer guten Phasen im Spiel zu wenig Kapital. Viele individuelle Fehler führten zu dieser Niederlage, die Gründe hierfür habe ich schon erwähnt. Es wird nächste Woche besser, wir sind im Soll" äußerte sich der nachdenkliche aber keinesfalls enttäuschte Trainer, Irek Luczak direkt nach dem Spiel und sprach Anerkennung gegenüber der Krefelder und der Unparteiischen aus.

 

Schon am kommenden Wochenende beginnt die vielversprechende Heimspielserie des Aufsteiger aus der Max-Reger-Stadt. Fünf Spiele in Folge werden im heimischen Schätzlerbad ausgetragen. Am kommenden Samstag erwartet die SV-ler eine schwere Hürde mit dem Tabellenführer SSV Esslingen, am Sonntag gastiert Rhenania Köln in der Oberpfalz. Ein Vorbericht folgt.

 

SV Krefeld 72 - SV Weiden   10:7 ( 5:2, 1:1, 2:1, 2:3 )

 

Torfolge:

1:0 Jünemann, 2:0 Jünemann, 2:1 Schäfer, 3:1 Hengeler, 3:2 Hans-Chrsitoph Aigner, 4:2 Söhlke, 5:2 Lebens, 6:2 Packenius Tobias, 6:3 Horlbeck, 7:3 Jünemann, 7:4 Horlbeck, 8:4 Lebens, 8:5 Schäfer, 8:6 Luczak Sven, 9:6 Jünemann, 10:6 Jünemann, 10:7 Dogdu

 

Zeitstrafen:

Krefeld 9

Weiden 6

 

Schiedsrichter:

Ahlers und Rohde 

 

SV Weiden:

Vladimir Srajer (0-8 + 24-32 Min) und Julian Wirth (8-24 Min) im Tor,

Thomas Aigner, Simon Fijalkowski, Sven Luczak, Thomas Kick, Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner, Rico Horlbeck, Serkan Dogdu, Andreas Jahn, Florian Bronold und Alex Schäfer

 

Spieltagergebnisse:

SV Ludwigsburg

-

SV Poseidon Hamburg

10:7

SV Brambauer

-

SpVg Laatzen

6:8

SV Krefeld 72

-

SV Weiden

10:7

Aqua/Wedding

-

SV Duisburg 98

13:10

FS Hannover

-

Rhenania Köln

14:4

 

 

Tabelle:

1.

SSV Esslingen

15

199:119

28:2

2.

Würzburg 05

15

187:109

26:4

3.

SV Duisburg 98

16

193:149

24:8

4.

Aqua/Wedding

16

189:136

21:11

5.

FS Hannover

16

174:145

19:13

6.

SV Krefeld 72

16

156:166

14:18

7.

SpVg Laatzen

16

125:151

13:19

8.

Rhenania Köln

15

108:159

12:18

9.

SV Brambauer

16

138:176

11:21

10.

SV Weiden

16

151:171

8:24

11.

SV Ludwigsburg

15

118:173

6:24

12.

SV Poseidon Hamburg

16

126:210

6:26

 


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