Herren 
Bitterer Abschied


Am vergangenen Wochenende wurde Dominik Fries nun offiziell von seiner Mannschaft und den Vereinsverantwortlichen verabschiedet, hier unser Bericht:
 

Bitterer Abschied

Dominik Fries verlässt nach neun Jahren die Wasserballer des SV Weiden - waschechtes Eigengewächs

 

(prg) Es ist kein ganz normaler Abschied. Einer der im Sport Saisonende für Saisonende immer wieder vorkommt. Die einen kommen - und die anderen gehen. Solch ein Abschied ist es jedoch nicht, wenn Dominik Fries, ein Vollblut-Wasserballer aus der Oberpfalz, den SV Weiden nach neun erfolgreichen Jahren verlässt.

Um seinem Physiotherapie-Studium und weiteren beruflichen Weg nachzugehen verschlägt es den 20jährigen nach Hessen, wo er sich dem Ligarivalen des SV Weiden in der 2. Wasserball-Liga Süd, dem Wasserball-Verein Darmstadt 70, anhängt.

 

"Es ist einer der schwierigsten Abschiede meiner Karriere, wenn nicht sogar meines Lebens" äußert sich SV-Coach Irek Luczak zum Abgang des bärenstarken Centerverteidigers. 1997 wechselte Fries aus der Schwimmabteilung des SV zur Wasserball -D-Jugend und bildete mit zwölf anderen Spielern seines Alters später die wohl erfolgreichste Mannschaft der SV-Wasserballer aller Zeiten - unter Trainer Irek Luczak. Die "86er" Mannschaft feierte, mit Dominik Fries als Kapitän, im Jahre 2000 die Silbermedaille bei der Deutschen C- Jugend Meisterschaft und darüber hinaus noch 2003 Bronze bei der B-Jugend. "Schon nach wenigen Trainingseinheiten zeichnete sich damals ab, dass Dominik ein starker Wasserballer mit Führungsqualitäten werden würde. Entgegen allen Erwartungen wurde aus einem Einzelsportler ein Mannschaftsdiener erster Klasse. Als Kapitän seiner Jahrgangsmannschaft führte er sie durch drei nationale Endrunden um die deutsche Meisterschaft und hatte entscheidenden Anteil an diesen tollen Erfolgen" erinnert sich Luczak. Insgesamt nahm Dominik Fries an sechs Endrunden um die Deutsche Jugendmeisterschaften teil.

 

Im Herren-Bereich erlebte Fries, der auch zwei Jugend-Länderspiele in Schwarz-Rot-Gold absolvierte, die gesamte Erfolgsstory des SVW. Aus der Verbands- über die Ober- und Regionalliga in die 2. Wasserball-Bundesliga war Fries bei jedem Aufstieg dabei und kann sich mit den Titeln des Verbandsliga-Meisters Bayern 2000 sowie Oberliga-Meisters Bayern 2001 schmücken. Des weiteren feierte Fries je zwei Mal den Gewinn des Bayerischen sowie Süddeutschen Wasserball-Pokals.

Als größte, spannendste und erfolgreichste Saison in der Karriere des Stammspielers kann man, obwohl dort kein Titel gewonnen werden konnte, ohne weiteres die Letzte anführen. Mit seinen Mannschaftskameraden wurde Fries, der in dieser Spielzeit auch noch sein Zivildienst absolvierte, Neunter in der 2. Bundesliga und erlebte ein Stück "Wasserball-Fieber" in Weiden mit.

 

Darüber hinaus betreute „Domi“, wie ihn seine Wasserballkumpels nennen, seit drei Jahren auch die Nachwuchsmannschaften des Vereines. Gemeinsam mit seinem Freund Thomas Aigner und Rico Horlbeck kümmerte sich der engagierte Sportler um die E- und D-Jugend. Und auch hier hinterlässt er eine schwer Lücke, die nur schwer zu schließen ist.

 

"Es ist keineswegs nur ein sportlicher Abschied. Nachdem ich mit Dominik von der D- über die C-, B- und A-Jugend bis in den Herrenbereich neun Jahre lang gearbeitet habe ist er mir auch menschlich ans Herz gewachsen. Leider verlässt uns ein toller Mensch der uns nicht nur im Wasser sehr fehlen wird." so der sichtlich gerührte SV-Coach Luczak.

 

In der neuen Saison wird der 20jährige eine große Verstärkung für den WV Darmstadt darstellen und zumindest zwei Mal in der 2. Wasserball-Liga Süd auf seine früheren Mannschaftskameraden treffen.

Dem SV Weiden dagegen bleibt nicht mehr als dem engagierten und aufrichtigen Fries viel Erfolg in seinem weiteren privaten sowie Berufs- und Sportleben zu wünschen und zu sagen: "Auf Wiedersehen Domi!"

 

Anbei Bilder aus Privatarchiv:

Dominik Fries:

  1. Stark im Angriff
  2. Eine Bank in der Abwehr

 


zurück