Herren 
DSV-Pokal: Achtelfinale


Endestation Achtelfinale.

Weidener Wasserballer verlieren gegen Brambauer und verpassen das Viertelfinale.

 

(prg) Ein böses Erwachen gab es am vergangenen Samstag in der Thermenwelt für die Wasserballer des Schwimmvereines Weiden. Das mit Spannung aber zuversichtlich erwartete Achtelfinale ging mit 8:11 Toren an die Gäste des SV Brambauer 50 und das auch verdient. Die Luczak-Schützlinge erwischten einen rabenschwarzen Tag und mussten sich dem überraschend disziplinierten Ligakonkurrenten der letzten Saison geschlagen geben.

 

"Sie waren richtig heiß, überraschten uns vor allem mit diszipliniertem Spiel, dafür ist diese Mannschaft sicherlich nicht berühmt. Sie spielten besser Wasserball als wir und stehen zu Recht im Viertelfinale" so die Kurzfassung des Trainers direkt nach dem Spiel.

 

Das Spiel begann verheerend für die Hausherren. Schon im ersten Viertel vergaben die Weidener mehrere Torchancen und scheiterten meinst am Pfosten oder Latte. Der Gegner traf dafür alles und ging mit 4:0 in Führung. Erst die vierte numerische Überzahl der SV-ler brachte den ersten Torerfolg, Andreas Jahn lochte nach Vorlage des Kapitäns Thomas Aigner ein. Wie es sich ein wenig später rausstellte, brachte das Viertel die Vorentscheidung im Spiel. Die restlichen drei Viertel konnte schon ausgeglichen und mit optischer Überlegenheit der Weidener gestaltet werden, dennoch wurden viel zu viele Chancen vergeben um die ehrgeizigen Westfallen zum Sturz zu bringen. Es gelang einfach nicht näher als mit zwei Toren ran zu kommen. Das zweite Viertel ging 4:4 unentschieden aus, damit trennten sich die Kontrahenten mit 5:8 zur Halbzeitpause. Ein Zwischenspurt gelang den Weidener auch im dritten Viertel nicht, dafür setzten sich die Gäste mit 2:1 noch weiter auf 10:6 vor der letzten Pause ab. Mit drei Weidener Toren in Folge ist es doch noch spannend geworden. Die Weidener schienen das hohe Spieltempo besser verkraftet zu haben und drehten weiter auf, doch trotz vielen gelungenen Aktionen scheiterten sie zu häufig im Abschluss. Beim 9:10 ist das Spiel hektischer geworden, eine Minute vor Schluss kassierten die Max-Reger-Städter noch eine Zeitstrafe. Brambauer traf acht Sekunden später und entschied das Spiel für sich. 9:11 und aus der Traum, Schwimmverein Weiden wird nicht im Viertelfinale des Deutschen Wasserballpokals 2007 spielen.

 

"Wir sind weiter gekommen als erwartet und hatten eigentlich Losglück, um das Viertelfinale erreichen zu können, doch es wollte nicht klappen. Damit müssen und können wir leben, das ist nicht die Sorge. Viel mehr mache ich mir Sorgen um das nächste Ligaspiel in Ludwigsburg. Wir werden dort gefordert und brauchen klaren Kopf, die Niederlage eine Woche davor hilft nicht wirklich dabei ..." so der nachdenkliche Trainer Luczak.

Er sprach auch die jüngste Entwicklung an. Sehr gut haben seine Schützlinge gegen Berlin gespielt, schlechter gegen Leimen und noch schlechter gegen Nürnberg. Dass es dafür noch eine Steigerung gibt, habe er nicht erwartet. Er bleibt dennoch kämpferisch: "Jetzt ist es an der Zeit, eine Wende einzuleiten"

 
Die Spielstatistik:
 
SV Weiden - SV Brambauer 50    9:11 (1:4, 4:4, 1:2, 3:1)
 
Zeitstrafen:
Weiden 9, Brambauer nutzte 4 (44%)
Brambauer 14, Weiden verwandelte 3 (21%)
 
Schiedsrichter:
Hoffmann und Fester
 
Zuschauer: 110
 
Spielverlauf:
0:1 Mennes Daniel, 0:2 Mennes Mark, 0:3 Arsene, 0:4 Siemund, 1:4 Jahn, 2:4 Aigner Thomas, 2:5 Siemund, 2:6 Biermann, 3:6 Aigner Thomas, 3:7 Adler, 3:8 Biermann, 4:8 Witt, 5:8 Fijalkowski, 5:9 Mennes Daniel, 5:10 Adler, 6:10 Aigner Thomas, 7:10 Bronold Floran, 8:10 Horlbeck, 9:10 Bronold Florian, 9:11 Adler
 
Folgende Paarungen des Viertelfinals wurden in Hannover gelost:
SG Neukölln - ASC Duisburg
Wasserfreunde Spandau 04 - Sieger OSC Potsdam/SSV Esslingen
SV Brambauer - SG W98/Waspo Hannover
Sieger Würzburg 05/Bayer Uerdingen - SV Blau-Weiß Bochum
 


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