Herren
Torfestival gegen Freiburg

Schmerzhafte Freiburger Erfahrung in Weiden.

27:4 nach Torfestival in der Thermenwelt.

 

(prg) Aufsteiger gegen Titelaspiranten, eine klare Rolleverteilung. Diese wussten die Weidener Wasserballer auch zu bekräftigen und schleuderten die junge Freiburger Mannschaft aus dem Becken der Weidener Thermenwelt. Mit 27:4 Toren fertigten die Oberpfälzer den badischen Aufsteiger ab und bleiben immer noch im Rennen um die Meisterschaft der 2. Wasserball-Liga Süd. 

 

Schweigeminute für Fred.

Das Spiel begann außergewöhnlich ruhig, die Weidener Wasserballer hielten eine Gedenkminute für den vor kurzem verstorbenen Alfred Merl. Merl war über Jahrzehnte ein aktiver Wasserballer , Schiedsrichter und treuer Anhänger des Weidener Wasserballs. Noch vor drei Wochen fieberte er mit, beim letzten Heimspiel der Zweitligisten, er war ein beliebter Anhänger des Weidener Wasserballs. Den Verlust wollten die Wasserballer mit einer Ruhpause, direkt nach dem Spielbeginn deutlich machen. Ein Gänsehauterlebnis erlebten die Zuschauer, nachdem die Spieler ihre Spielkappen abnahmen und sich dem Trauer beugten.

 

Aus für verletzten Srajer.

Schon von Anfang des Spiels übernahmen die Gastgeber die Oberhand und gingen keine drei Minuten nach Anpfiff des Spiels mit einem Schäfer-Hattrick mit 3:0 in Führung. Durch eine kompakte Pressdeckung ließen die SV-ler die Gäste aus Baden gar nicht ins Spiel kommen und erhöhten durch zwei Tor des Kapitäns Thomas Aigner auf 5:0 bevor Sie einen der weniger Gegentreffer einstecken mussten. Mit 8:1 nach dem ersten Viertel mussten die Gastgeber den tschechischen Nationaltorhüter Vladimir Srajer nach einer Verletzung auswechseln. Dieser Verlust schien jedoch die Mannen um den Trainer Irek Luczak wenig zu beeindrucken. Mit 14:1 im zweiten Viertel überließen die ambitionierten Weidener keinen Zweifel mehr an Kräfteverhältnissen in dem Spiel und lieferten den begeisterten Zuschauern ein richtiges Torefestival ab. Dabei hielt der junge Weidener Torwart Julian Wirth alles, was er zu halten hatte und vertrat würdig seinen verletzten Kollegen.

 

Die zweite Spielhälfte begann zwar mit einem Gegentreffer für die Hausherren , dennoch konnten sich die Max-Reger-Städter weiter absetzen und stellten einen mehr als komfortablen 18:2 Zwischenstand zur letzten Pause her.

 

Dogdu mit Spielsperre.

Dennoch ergab sich eine bittere und sowohl für den Trainer als auch für die gesamte Mannschaft ärgeliche Situation. Center Dogdu reklamierte nach einem Misslungenen Angriff die Entscheidung des Schiedsrichters, bekam zuerst eine Zeitstrafe und als er sich weiterhin mit dem Urteil nicht anfreuen konnten, kassierte er eine Spielzeitstrafe. Alles halb so schlimm bei diesem Spielstand, aber gerade eben bei diesem Spielstand ist ein unsportliches Verhalten unverantwortlich zu bewerten. Serkan Dogdu handelte sich nämmlich mit dieser Aktion eine Spielsperre, die das Spiel gegen den Tabellenführer SC Neustadt betrifft. "Es war keineswegs schlimm, was Serkan abgeliefert hat, dennoch ist die Entscheidung des Schiedsrichters vertretbar. Wenn man sich bei diesem Spielstand, vor vielleicht dem wichtigsten Spiel der Saison nicht beherrschen kann, ist Dummheit" äußerte sich der sichtbar verärgerter Trainer Luczak zur Sache. "Ihc habe noch vor dem Spiel davor gewarnt, als ob ich es gesprührt hätte" fügte er hinzu.

 

Im letzten Spielviertel kamen die Oberpfälzer nochmals richtig in ein Torrausch, spielten viele schnelle Angriffe effektiv aus und gewannen den Schlussabschnitt mit 9:2, was einen verdienten 27:4 Sieg am Ende besiegelte. Ein überzeugender Sieg, der am Ende Sorgenfalten dem Trainer verpasste. "Ich hoffe, Vladimir kann nächste Woche in Dänemark das Tschechische Tor bei der B-EM hütten und vor allem, dass er in drei Wochen wieder fit ist" hörte man von Luczak. Denn in drei Wochen nämlich kommt es zu einem Highlight im Doppelpack. Am 31.03. empfangen die Weidener den SC Neustadt zum Spitzenspiel der Liga und am 01.04. müssen sich dem gleichen Gegner gegenüber stellen, diesmal im Viertelfinale des Süddeutschen Pokals. Ein großer Vorteil: beide Spiele werden in Weiden ausgetragen. Die Wasserballer des Schwimmvereins Weiden hoffen auf eine reiche Zuschauer Kulisse, die schon häufig das Team beflügelte und wollen mit einem Doppelerfolg im Rennen um beide Titel bleiben.

 
SV Weiden - SSV Freiburg 27:4 (8:1, 6:0, 4:1, 9:2)
 
Schiedsrichter: Horsch und Winkler
 
Zeitstrafen:
Weiden 8 + Spielzeitsperre
Freiburg: 6 + 3 Strafwürfe
 
SV Weiden:
Vladimir Srajer (0-8) und Julian Wirth (9-32) im Tor,
Thomas Aigner (4 Tore), Stefan Kick (3), Sven Luczak (2), Thomas Kick (2), Paul Kosiba (3), Hans-Christoph Aigner (1), Rico Horlbeck (2), Serkan Dogdu (3), Andreas Jahn (1), Klaus Bronold (2) und Alex Schäfer (4)
 
2. Wasserball-Liga Süd, Spieltagerbebnisse:
 
1. FC Nürnberg - SC Neustadt/Weinstraße 5:11
SGW Frankf. /OF - SGW Leimen/Ma. 5:9
SV Weiden - SSV Freiburg 27:4
SCW Fulda - VfB Friedberg 9:5
SV Ludwigsburg - SV Würzburg 05 II 7:9
SCW Fulda - 1. FC Nürnberg Sonntag
SV Würzburg 05 II - SSV Freiburg Sonntag
 
Tabelle (vor den Sonnatgsspielen)
 
1. SC Neustadt/Weinstraße 10 149:55 20:0
2. SV Weiden 11 176:82 20:2
3. SGW Leimen/Ma. 14 172:119 20:8
4. SCW Fulda 9 90:110 9:9
5. SV Ludwigsburg 8 73:80 7:9
6. WV Darmstadt 9 107:118 7:11
7. 1. FC Nürnberg 9 84:95 6:12
8. SSV Freiburg 9 78:126 6:12
9. SV Würzburg 05 II 10 83:136 6:14
10. SGW Frankf. /OF 8 62:105 3:13
11. VfB Friedberg 9 63:111 2:16


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