Herren
Wasserball - 2. Liga Süd - letzter Spieltag des SV Weiden

Wasserballer wollen Fans entschädigen.

Immer noch rechnerische Chance auf den Titel.

 

(prg) Die Weidener Wasserballer können zwar den Titel in der 2. Wasserball-Liga Süd nicht mehr aus eigener Kraft holen, doch sie wollen den Zuschauern zu ihrem letzten Spieltag der Liga ein schönes Wasserballspiel bieten und zuhause über die gesamte Ligazeit ungeschlagen bleiben.

 

Das letzte Unglückswochenende ist Geschichte, jetzt wollen sie Werbung in eigener Sache für das DWL -Aufstiegsturnier am 14/15.Juli betreiben.

Wir haben die besten Fans der Liga, die sich immer ein vernünftiges Wasserballspiel verdienen. Das ist eine Verpflichtung für uns und dieser müssen wir auch am letzten Spieltag nachgehen“ äußert sich Trainer Luczak, der seinen Ärger von Leimen offensichtlich gut verarbeitet hat: „Das ist jetzt egal, das Spiel von Leimen ist Geschichte. Sehr positiv ist das Verhalten der Mannschaft zu bewerten, solche Erfahrungen schweißen zusammen und das zählt für mich mehr als der Titel. Ich bin stolz auf die Jungs“ fügte er hinzu.

Die Weidener konnten in der Tat die Anerkennung der mitgereisten Fans und der anwesenden Fachwelt am letzten Wochenende genießen. Sie ließen sich durch die enormen Emotionen nicht aus der Fassung bringen und auch wenn es spielerisch in Leimen nicht so gut gelaufen ist, erwiesen sie sich als wahre Sportler und ein geschlossenes Team.

 

Am kommenden Samstag gastiert zwar ein weniger anspruchsvoller Gegner als die Teams von vor eine Woche in Weiden, doch die Oberpfälzer unterschätzen keinen Gegner und werden versuchen den Abstand der fast gesamten Tabelle zwischen den beiden Kontrahenten als berechtigt zu beweisen. Die Mannschaft der SGWO Frankfurt/Offenbach um den Trainer Janusz Gogola und den ex polnischen Nationalspieler Andrzej Szczurkiewicz steht zwar auf dem vorletzten Tabellenplatz, überraschte dennoch mit dem Sieg über den SV Ludwigsburg vor einigen Wochen. Eine Mischung aus erfahrenen Routiniers und jungen Spieler macht das Team doch unberechenbar. Die Max-Reger-Städter verloren jedoch noch gar kein Ligaspiel zuhause und können wieder Mal aus dem gesamten Kader schöpfen.

Gefährlichster Torschütze bei der SGWFO, die im vergangenen Jahr noch als WBC80 Frankfurt den 10. Rang in der Regionalliga Süd holte, ist der ehemalige polnische Nationalspieler Andrzej Szczurkiewicz. Der Ausnahmeathlet, der vor Jahren für den SC Neustadt in der 1. Bundesliga aktiv war, ist bereits 40 Jahre alt, bringt seine Gegner dennoch ein ums andere Mal zur Verzweiflung.

Sowohl mit dem Trainer der Frankfurter als auch mit seinem besten Spieler kommt es am Samstag zu einem Treffen besonderer Art. Der Weidener Trainer Irek Luczak spielte nämlich mit beiden Wasserball, mit Janusz Gogola in Vereinsmannschaft und Nationalteam, mit Andrzej Szczurkiewicz in diversen polnischen Auswahlmannschaften von Jugend über Junioren bis hin zur A-Nationalmannschaft.

Es ist immer schön, alte Wasserballfreunde zu treffen, zu verschenken haben wir trotzdem nichts“ so Luczak lächelnd.

Wenn die Verfassung beider Teams im „normalen“ Bereich bleibt, dürfte es keine größere Probleme mit dem nächsten Heimsieg der Oberpfälzer geben. Außerdem wollen sie ein gutes Spielgefühl in die letzte Vorbereitungen zur Aufstiegsrunde mitnehmen.

 

Der SC Neustadt muss am kommenden Wochenende gegen Würzburg zuhause (Samstag) und in Fulda (Sonntag) den 1-Punkt Vorsprung verteidigen, um den Titel zum zweiten Mal in Folge in die Pfalz zu holen. Sollten sie zwei Punkte aus diesen letzten zwei Spielen verlieren, würden sich die Weidener bei einem Sieg gegen Frankfurt/Offenbach doch noch die Krone aufsetzten können.

Auch wenn es sehr unwahrscheinlich scheint, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt .

 

Der Anpfiff ist um 18,30 Uhr im Schätzlerbad. Die Weidener Wasserballer hoffen den Ligaabschluss mit vielen Zuscheuern zu erleben.

 

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