Jugend
Süddeutsche C-Jugend Meisterschaft in Weiden

Weidener C-Jugend Wasserballer sind Süddeutscher Vizemeister und qualifizieren sich für die Deutsche Meisterschaft 2007.

 

(prg) "Mit blauem Auge davon gekommen", könnte man den Auftritt der C-Jugend Mannschaft des Schwimmvereines Weiden bei der Süddeutschen Meisterschaft bezeichnen. Im vereinseigenem Schätzlerbad holten die Schützlinge des Trainer Gerhard Wodarz am vergangenen Wochenende die Silbermedaille und damit auch die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft 2007. Der Meistertitel ging diesmal an den Verein der Stunde (Bronze Medaille der Herren in der Deutschen Wasserball-Liga, Gold der D-Jugend bei der Süddeutschen in Fulda), SSV Esslingen. Im Entscheidungsspielen besiegten die Schwaben von der Neckar die Oberpfälzer schmerzhaft deutlich mit 12:5 Toren und den SSV Freiburg mit 10:8.

 

Ein Wechselbad der Gefühle mussten die Verantwortlichen und Anhänger des Schwimmvereines Weiden über sich ergehen lassen. Deutliche Siege über SV Würzburg (28:5) und WF Fulda (16:10) am ersten Turniertag ließen alle Chancen offen und die Hoffnungen auf den Meistertitel nicht unbegründet.

Doch am Sonntag Vormittag ist es anders als erwartet gekommen. Die Weidener begannen sehr zurückhaltend und pomadig und verloren die ersten zwei Viertel mit 1:2 und 0:3. Nicht zuletzt der beunruhigende 1:5 Halbzeit erzeugte Zweifel am Erfolg in dieser Partie. Die Esslinger Mannschaft machte einen aufgeweckten Eindruck, nutzte konsequenter ihre Chancen und profitierte aus ihrer körperlichen Überlegenheit. Doch die Max-Reger-Städter legten einen Gang zu und machten die Partie noch vor der letzten Viertelpause spannend. Den dritten Abschnitt gewannen sie mit 3:1 und weckte erneut Hoffnungen.  Diese wurden jedoch relativ schnell begraben, nachdem die Württembergischen Gäste innerhalb einer Minute eine 4:9 Vorentscheidung erzielen konnten.

Das letzte Viertel verlief unter drückender Überlegenheit der Gäste, die das Spiel schließlich verdient ermaßen mit 12:5 Toren gewannen. Das letzte Spiel des neuen Süddeutschen Meister war nur noch Formsache. Mit einem schrecklich deutlichen 21:0 Sieg über den zweiten Bayernvertreter SV Würzburg 05 präsentierte der SSV seine Macht.

 

Für die Weidener war zwar der Titel futsch, doch es ging noch um die Silbermedaille und vielmehr um den zweiten Qualifikationsplatz zur Deutschen Meisterschaften. Das letzte Spiel des Turniers sollte die Entscheidung bringen. Es standen sich die Mannschaften des Gastgebers SV Weiden und des Freiburger SSV gegenüber. Nach einem ereignisarmen ersten Viertel stand es noch torlos zur ersten Pause. Im zweiten Viertel lief das Spiel der Weidener schon ganz anders, die Konterangriffe gelangen wieder, die Chancenausbeute stieg deutlich. Das Ergebnis dessen war ein vielversprechender 5:1 Halbzeitstand. Wer sich schon jetzt gefreut hat, hat sich jedoch geirrt, es wurde noch mal richtig spannend. Die Wodarz Schützlinge „vergeigten“ gänzlich den dritten Spielabschnitt und mussten mit magerem 5:4 in der letzten Pause noch um den Sieg zittern. Mit vielen vergebenen Chancen auf beiden Seiten wurden die letzten Spielminuten zu einem Krimi. Das Unentschieden hätte den Weidener zum Silber nicht gereicht (Torverhältnis) und es stand tatsächlich 5:5 schon am Anfang des letzten Viertels auf der Spielanzeige. Doch die bisher einzige Überzahl der Weidener in diesem Abschnitt krönte Stephan Schirdewahn mit einem erlösenden Treffer zum 6:5 Endstand. Auch der Wasserverweis des Weideners Sebastian Roßmann eine Sekunde vor der Schlusssirene änderte nichts mehr daran. Weiden gewann am Ende verdient die Silbermedaille.

 

Ein emotionsreiches Turnier haben die Oberpfälzer hinter sich, das Minimalziel wurde durch ein Photofinish erreicht, zurücklehnen dürfen sich die SV-ler dennoch nicht. Weder die Spieler noch die Verantwortlichen haben einen Grund zur Zufriedenheit. Die Entwicklung der letzten Jahre gibt den Weidener zu denken, es ist die magerste Medaillenausbeute seit 2000 und gerade dieser Jahrgangsgruppe bleib noch im April dieses Jahres in Süddeutschland ungeschlagen. „Die Niederlage gegen Esslingen ist schmerzhaft, das Ergebnis ernüchternd. Wir müssen uns Gedanken über die Gründe machen und versuchen unsere Defizite schnellstmöglich abzuarbeiten, wenn wir bei der Deutschen mithalten wollen“ äußerte sich Trainer Wodarz zur Sache. „Vor zwei Jahren noch Bronzemedaille bei der Deutschen, das berechtigt zur  höheren Erwartungen. Man muss sich immer die Entwicklung gegenüber anderen vor Augen halten, sonst verliert man schnell am Boden“ fügte Abteilungsleiter Irek Luczak zu. Es bleibt zu hoffen, dass es keine Trendwende sondern ein Durchhänger der erfolgreichen Jugendarbeit im Schwimmverein ist. Die Maße ist nach Informationen der Abteilung da, alle Trainingsgruppen sind gut gefüllt, jetzt wird man sich mehr an die Qualität machen müssen.

 

Die Turnierergebnisse:

SV Würzburg 05 - SV Weiden

5 : 28

Wf Fulda - SSV Esslingen

15 : 27

SSV Freiburg - SV Würzburg 05

25 : 4

SV Weiden - Wf Fulda

16 : 10

SSV Esslingen - SSV Freiburg

10 : 8

SV Würzburg 05 - Wf Fulda

12 : 22

SV Weiden - SSV Esslingen

5 : 12

SSV Freiburg - Wf Fulda

22 : 13

SSV Esslingen - SV Würzburg 05

21 : 0

SV Weiden - SSV Freiburg

6 : 5

 

Abschlusstabelle:

1.

SSV Esslingen

70 : 28

8 : 0

2.

SV Weiden

55 : 32

6 : 2

3.

SSV Freiburg

60 : 33

4 : 4

4.

Wf Fulda

60 : 77

2 : 6

5.

SV Würzburg 05

21 : 96

0 : 8

 

Die Weidener Mannschaft:

Markus Glass im Tor, Michael Trottmann (3 Tore), Thomas Ingel (18), Alexander Luth (6), Stephan Schirdewahn (8), Daghan Küpür (1), Hermann Groz (4), Michael Roßmann (5), Sebastian Rossmann (8), Lukas Wechsler (2) und Philipp Weidhas

 

 

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