Herren
SV Weiden gegen Deutsche U20 Nationalmannschaft

Weidener Wasserballer unterliegen deutlich der U20-Nationalmannschaft.

Niederlage mit vielen Erkenntnissen.

 

(prg) Die Deutsche Wasserball U20-Nationalmannschaft präsentierte sich prächtig in Weiden und gewann eindrucksvoll mit 19:5 Toren gegen den SV Weiden.

 

Als vorletzte Trainingseinheit des WM-Vorbereitungslehrganges in Weiden einigten sich die Trainer Röhle und Pieske mit den Weidenern auf ein offizielles Testspiel am Samstag Abend und hängten anschließend aus Trainingsgründen noch zwei Spielabschnitte an, die erneut mit 9:6 für das Nationalteam ausgingen.

Anfangs konnten die Oberpfälzer die Begegnung vor ca. 180 Zuschauern noch recht ausgeglichen gestalten. Sie gingen zwar durch einen Strafwurf in der ersten Minute in Rückstand, konnten jedoch bereits im nächsten Viertel ausgleichen. Mit zwei Konter- und einem Überzahltor setzten sich die Auswahljunioren kurzfristig auf 4:1 ab, eher Hans-Christoph Aigner in der letzten Sekunde des ersten Viertels auf 2:4 verkürzte. Im zweiten Viertel kam der Einbruch ins Spiel der Gastgeber. Einige Unaufmerksamkeiten und Ballverluste im Spielaufbau wurden gnadenlos durch die Konterstarken Nationalspieler ausgenutzt und alle drei Überzahlen im zweiten Spielabschnitt in Tore verwandelt. Halbzeitstand 3:10. Eindrucksvoll effektiv agierten die allesamt Bundesligaerfahrene Akteure auch im dritten Viertel, sie konterten mutig weiter und nutzten wieder bis auf eine, alle ihre Überzahlszenen. Folgerdessen ging das dritte Viertel beeindrückend mit 0:6 an das Team Deutschland. Die Zuschauer waren begeistert und beeindruckt und die Weidener Spieler gaben nicht auf. Nach Umstellung in der Verteidigung boten die Max-Reger-Städter ein ganz passables Wasserballspiel im letzten, offiziellen Spielviertel mit 2:3 Toren und beendeten das reguläre Spiel mit 5:19 Toren. Die vereinbarte zwei "Viertel" mehr brachten dann wichtige Erkenntnisse über die konditionelle Verfassung beider Teams. Es war kaum zu erkennen, dass es schon der Vierte Trainingsabend mit intensiven Spielen in folge war. Beide Teams konnten noch die eine oder andere Überzahlvariante sowie verschiedene Aufstellungen im Spiel ausprobieren. Insgesamt eine gelungene Generalprobe für die Weidener Wasserballwelt eine Woche vor dem großen Event -Aufstiegsturnier zur ersten Deutschen Wasserball-Liga.

 

"Auf den ersten Blick möge das Ergebnis ernüchternd erscheinen, doch die vier Tage gemeinsames Training und auch dieses Spiel brachten für uns wertvolle Erkenntnisse und Erfahrungen. Das Nationalteam besteht aus lauter bundesligaerfahrenen Spielern, die zum Teil dem Stamm der besten Deutschen Teams angehören. Wenn wir gegen sie drei, vier Jugendliche zeitgleich einsetzen und verschiedenes ausprobieren wollen, bekommen wir einfach Gegentore, das ist normal und das wusste ich auch, aber dafür ist doch ein Testspiel. Die Mannschaft hielt alle sechs Viertel durch, wurde sogar mit der Zeit besser, das war für mich wichtig zu erkennen. Wir sehen jetzt wo der Schuh noch drückt und können die restliche Trainingseinheiten in Ruhe diesen Bereichen widmen" äußerte sich Trainer Luczak direkt nach dem Spiel. "Im Aufstiegsturnier sieht es ganz anders aus für Euch, ich bin mir sicher" machte Trainer Peter Röhle seinem jüngeren Kollegen aus Weiden Mut.

 

SV Weiden - Deutschland U20  5:19 (2:4, 1:6, 0:6, 2:3) + (3:3, 3:6)

 

Zeitstrafen:

Weiden 10 + 2 Strafwürfe

Deutschland 4 + 1 Strafwurf

 

Schiedsrichter:

Schneider und Däumler (beide Nürnberg)

 

SV Weiden:

Vladimir Srajer (I, III, V) und Julian Wirth (II, IV, VI) im Tor,

Thomas Aigner (2 Tore), Simon Fijalkowski, Sven Luczak, Thomas Kick, Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner (1), Rico Horlbeck (1), Andreas Jahn (1), Florian Bronold, Alex Schäfer, Stefan Kick und Klaus Bronold

 

Deutsche U20:

Matthias Försch, Tim Höhne und Moritz Schenkel im Tor,

Bartek Luczak, Julian Real (2), Julian Fleck (4), Till Rohe, Marcel Grylewicz (1), Tobias Gietz (3), Dennis Eidner, Maximilian Müller, Paul Schüller (3), Marco Stamm (4), Fabian Packenius (1)

und Holger Dammbrück (1)
 

 

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