Herren
Wasserball - 1. Deutsche Wasserball Liga - Aufsteiger

Traumerfüllung im Schätzlerbad.

Nächste Saison Bundesliga-Wasserball in Weiden.

 

(prg) Das warten hat ein Ende, die Aufsteiger zur ersten Deutschen Wasserball Liga stehen fest. Nach einem spannenden Aufstiegsturnier in der schwimmvereinseigenen Anlage "Schätzlerbad" sicherte sich die Mannschaft des SV Brambauer 50 neben dem Gastgeber SV Weiden den Einzug in das Oberhaus des Deutschen Wasserballs. Für die Stadt Weiden eine Sensation, für die Deutsche Wasserballwelt höchstens eine Überraschung. Die Weidener spielten schon 2005/06 eine gelungene Saison in der damals eingleisigen 2. Bundesliga, platzierten sich am Ende auf dem sensationellen 9. Platz mit nur einem Punkt Rückstand auf den sechsen Platz, der zur Relegation berechtigte. Doch aufgrund der Ligareform wurden die Weidener in die 2. Wasserball-Liga Süd "zwangsversetzt".

 

Beim fantastischen Wetter und einer berauschenden Zuschauerkulisse mit 350 und mehr Zuschauern verlief das spannende Turnier mit einigen "Krimis". Die Spiele verliefen auf einem sehr gutem Niveau mit vier ebenwürdigen Mannschaften, die sich mit der Einstellung und Ergeiz allesamt den Aufstieg verdienen würden. SVC Brambauer, OSC Potsdam, SV Poseidon Hamburg und SV Weiden bemühten sich um den ersehnten Aufstieg, doch nur zwei Teams dürften es schaffen.

Das Turnier begann schon mit einem Krimi. Brambauer schlug den OSC Potsdam mit 7:6 Toren. Im zweiten Spiel empfingen die Hausherren um den Trainer Irek Luczak die Hanseaten vom SV Poseidon Hamburg. Sehr überraschend verliefen die ersten 20 Minuten des Spiels. Die Weidener ließen den Norddeutschen nicht den Hauch einer Chance und führten kurz nach der Halbzeit mit 10:1, eher der Trainer das Tempo aus dem Spiel nahm, um die Kräfte für das nächste Spiel zu schonen. Am Ende 13:8 für die Weidener, mehr als verdient, auch wenn es das deutlichste Ergebnis des gesamten Turniers werden sollte.

Im dritten Spiel des Turniers kam es tatsächlich zu einem an Spannung kaum zu überbittenden Spiel mit einer phänomenalen Fankulisse. Die Potsdamer Fans kamen mit einem Reisebus nach Weiden und machten den gefürchteten Weidener Fans starke Konkurrenz. In einer sportlichen Atmosphäre und einem fairen Spiel zweie stark verteidigter Mannschaften ging das Krimi am Ende gerecht mit 5:5 unentschieden.

"Beide hätten sich einen Sieg verdient, deshalb ist das Ergebnis absolut in Ordnung. Es bleibt Spannend" - äußerte sich der Weidener Trainer vor laufender Kamera des regionalen Fernsehens. Was kaum jemand erwartet hat ist im letzten Spiel des Tages eingetreten. Die Hamburger rehabilitierten sich mit einem 11:11 Unentschieden gegen die favorisierten Brambauer. Der Ausgleichtreffer fiel sieben Sekunden vorm Schlusspfiff durch einen Strafwurf. Damit machten die Norddeutschen das Turnier bis zum letzten Spiel spannend.

 

Nachdem die Potsdamer am Sonntag Vormittag ihre Sache gegen Hamburg klar machten (11:8) mussten sie gespannt auf das Endergebnis des Spiels Weiden gegen Brambauer warten. Hamburg war bereits aus dem Rennen um die Aufstiegsplätze und Brambauer sicher qualifiziert (direkter Vergleich gegen Potsdam).

Die Weidener hätten sich sogar eine zwei Tore Niederlage leisten, um immer noch die bessere Tordifferenz als Potsdam aufweisen zu können. Ein Ergebnis 4:7 würde sogar ein Entscheidungsspiel mit sich bringen.

Doch die Weidener wollten siegen, gingen sehr konzentriert und Siegeswillens ins Spiel. Eine Begegnung in strahlender Mittagssonne, die jedem Beteiligten lange in Erinnerung bleiben wird. Beide Kontrahenten boten ein fantastisches Fight den begeisterten Zuschauer. Ein schnelles, hartes aber faires Wasserballspiel, das am Ende mit 5:4 Toren verdient an die Gastgeber ging. Auch die Gäste aus Brambauer erwiesen sich als gute Verlierer, beglückwünschten und erkannten den Weidener Sieg an. "Ich bin überrascht, wie sich die Westfallen verhalten haben. Sogar die angereiste Zuschauer gratulierten uns und machten einen zufriedenen Eindruck, ein tolles Turnier" konnte man vom Trainer der Weidener, kurz nach den Feierlichkeiten hören.

 

"Ich bin stolz auf die Mannschaft und dankbar allen, die uns unterstützen. Ohne diese Leute, die im Hintergrund mitarbeiten, Kuchen backen, grillen, verkaufen, kassieren, Kampfgericht betreiben oder uns anfeuern und auch ohne unsere Vorstandschaft, Stadt Weiden der Stadtwerke und unsere Sponsoren wäre dieser Erfolg gar nicht möglich - davon bin ich überzeugt und das ist ganz ehrlich gemeint !" so glücklicher Luczak.

 

Nach einer Abstimmung der Teilnehmer, Schiedsrichter und Turnierleiter wurden noch zwei Ehrungen vorgenommen:

 

Bester Torwart: Vladimir Srajer (Weiden)

Bester Spieler: Hartkopf Stephan (Potsdam) - 16 Jahre alt !!!

 

Die abschließende Worte sowie die Siegerehrung wurde durch den Schirmherrn des Turnier Herbert Tischler (1. Vorsitzender des Stadtverbandes für Leibesübungen) und die 1. Vereinsvorsitzende Ulla Albert vorgenommen.

 

Die Mannschaft des SV Weiden spielte in folgender Aufstellung:

Vladimir Srajer und Julian Wirth im Tor, Thomas Aigner, Simon Fijalkowski, Sven Luczak, Thomas Kick, Stefan Kick, Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner, Rico Horlbeck, Andreas Jahn, Serkan Dogdu, Florian Bronold, Klaus Bronold und Alex Schäfer.

 

Trainer: Irek Luczak

Betreuer: Bernhard Müller

Physiotherapeuten: Andreas Ehmann und Barbara Zwick-Ströll

 

Durch die Vorgruppen-Zuordnung treffen die Weidener als erster Aufsteiger in der nächsten auf folgende Gegner: ASC Duisburg (Deutscher Vizemeister), SC Magdeburg (7. Platz DWL 06/07),

und SSF Aegir Uerdingen (10. Platz). Der SV Brambauer muss sich mit dem Deutschen Rekordmeister, WF Spandau 04 Berlin begnügen,  SV Würzburg (8.) und SC Wedding  Berling (9.)
  

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