Herren I
Unnötiger Punktverlust in NRW

 

Weidener Wasserballer retten einen Punkt im schwachen Spiel.

Eine erwartete Niederlage und ein unnötiger Punktverlust bei NRW-Trip.

                       

(prg). Das haben sie sich anders vorgestellt, die Weidener Bundesligawasserballer. Das die Partie bei Gruppen-Topfavorit Bayer Uerdingen verloren gehen wird, war zu erwarten, doch der Punktverlust am Sonntag beim SV Brambauer 50 schmerzt und kann über Endplatzierung noch eine entscheidende Rolle spielen.

 

Das erste Spiel des Wochenende im Westen der Republik begann dabei sehr vielversprechend. Die Oberpfälzer gewannen das erste Spielviertel bei Tabellenführer Uerdingen mit 2:1 Toren und verkauften sich dabei mehr als ordentlich. Doch im zweiten Viertel sprang die Tormaschine, Bayer Uerdingen ein. Zuerst drei und dann nochmals drei Tore in Folge konnte die Werksieben erzielen und nur einen Gegentreffer kassieren. Damit wurden die Kräfteverhältnisse wiederhergestellt und der Gastgeber erspielte sich eine komfortable 7:3 Führung zur Halbzeitpause. Das dritte Viertel verlief  schon ausgeglichener, doch die Hausherren machten mehr aus ihrer Chancen als die Gäste aus der Oberpfalz und gewannen auch diesen Abschnitt mit 4:2 Toren. Im letzten Viertel wechselten beide Trainer häufiger die Akteure aus und es wurde offensichtlicher, dass für beide Teams am darauffolgenden Tag die wichtigen Spiele folgen. Das 15:6 (1:2, 6:1, 4:2, 4:1) Endergebnis fiel aus Sicht der Weidener zu deutlich aus. Trainer Luczak: „Wir konnten über lange Strecken gut gegenhalten und stellten einen ernstzunehmenden Gegner dar, doch wie schon in Weiden, entschied die Abgeklärtheit und Routine der Krefelder innerhalb weniger Minuten über der Höhe der Niederlage. Eigentlich Schade, wir hätten wiederholt ein besseres Ergebnis einfahren können ohne, dass sich der Gegner beschweren müsste“

 

Am nächsten Tag ging die Reise nach Kamen weiter. Dort haben sich die Weidener mehr vorgenommen und wollten unbedingt zwei, für die Hauptrunde wertvolle Punkte, dem SV Brambauer 50 entführen. Die Zuversicht war nach den bisherigen DWL-Vorstellungen beider Teams groß auf der Weidener Seite, doch die Zuversicht allein reicht bekanntlich nicht. Auch für die gute Vorstellungen während der anderen Spiele kann man sich nichts kaufen, ein Spiel muss nämlich hier und jetzt gespielt werden und dies ist den Luczak-Schützlingen nicht ganz gelungen. Relativ harmlose Angriffe des Gegners wurden mit noch weniger gefährlichen Angriffen beantwortet. Drei Zeitstrafen auf  beiden Seiten wurde besser durch den Gastgeber genutzt und die 2:0 Führung zur ersten Pause erspielt. Auch nach der Pause ging das Trauerspiel weiter. Die Weidener spielten zwar konzentrierter in der Verteidigung, doch sie blieben blass im Angriff. Trotz vier Unterzahlen und keiner Überzahlsituation, gelang es den Max-Reger-Städtern immerhin mit 2:1 auf 2:3 zur Halbzeit zu verkürzen. Ein offener Schlagabtausch mit wenig Wirkung fand im dritten Abschluß statt. Zwei Zeitstrafen gegen die Gäste und ein Tor für die Weidener, waren die einzigen drei Protokolleintragungen in diesem Viertel. Dafür verlief der Schlussabschnitt sehr Ereignissreich. Die Hausherren gingen nach zweimaliger Überzahl mit 5:3 in Führung, ehe die Weidener ihre erste Überzahl seit über 20 Spielminuten spielen dürften (dagegen gingen in dieser Zeit sieben Wasserverweise auf das Konto der Weidener) und verkürzten durch den Treffer des 16-jährigen Thomas Ingel auf 5:4. Doch erneut in Überzahl setzten sie die Brambauer 3,5 Minuten vor dem Spielende auf 6:4 ab. Den Sack zu zumachen schafften sie dennoch nicht, 76 Sekunden vor Abpfiff der Partie verkürzte der Weidener Center Alex Schäfer auf 6:5. Den nächsten Angriff der Gäste konnten die Oberpfälzer geschickt verteidigen und schafften es, 37 Sekunden vor Spielende noch eine Überzahlsituation zu erspielen. Nach einer Auszeit des Weidener Trainers, wurde das Vertrauen wiederholt in den jüngsten im Becken, Thomas Ingel gesetzt. Er bedankte sich mit einem Ausgleichstreffer 16 Sekunden vor der Schlusssirene. Die Spannung in der Halle war kurze Zeit später nicht mehr zu überbieten, als die Gäste sieben Sekunden vor Spielende wiederholt in Ballbesitz kamen, ihre zweite Auszeit nahmen und in der letzten Spielsekunde einen direkten Freiwurf erzwangen. Doch der Treffer blieb aus und das 6:6 Unentschieden stand leistungsgerecht auf der Anzeige. „Ich habe heute mehr erwartet. Wir waren zu harmlos, verhielten uns zu pomadig im Angriff, mussten oft in Unterzahl verteidigen und nutzten unsere eigene Chancen nicht. Wir sind drei Minuten vorm Spielende wach geworden, dass ist zu spät um zu gewinnen. Jeder Gegner ist ernst zu nehmen, egal wie gut man davor gespielt hat, das hat sich heute bestätigt und daran werden wir bis Ende der Saison denken müssen, wenn uns es nicht wieder passieren soll. Ich hoffe, der Punkt fehlt uns nicht am Ende der Runde. Wir werden alles daran setzten, uns für diesen Punktverlust im Rückspiel zu revanchieren“ sagte Luczak nach dem Sonntagsspiel.

 

Mit der Revanche ist es bereits am kommenden Samstag in der Thermenwelt so weit. Um 17,30 Uhr empfängt SV Weiden den SV Brambauer am Samstag und um 14,00 Uhr geht am Sonntag gegen SG Neukölln Berlin weiter.

 

 

SV Bayer Uerdingen – SV Weiden 15:6 (1:2, 6:1, 4:2, 4:1)

 

Zeitstrafen: Uerdingen 7 + 2 Strafwürfe, Weiden 8 + 1 Strafwurf

 

Schiedsrichter: Tiz und Arntzen

 

SV Weiden: Vladimir Srajer und Christopher Klein im Tor,

Thomas Ingel, Simon Fijalkowski, Sven Luczak (2 Tore), Thomas Kick (2), Hans-Christoph Aigner, Rico Horlbeck, Serkan Dogdu (1), Andreas Jahn, Florian Bronold, Alex Schäfer (1) und Sebastian Roßmann

 

 

 

SV Brambauer 50 – SV Weiden 6:6 (2:0, 1:2, 0:1, 3:3)

 

Zeitstrafen: Brambauer 7, Weiden 11

 

Schiedsrichter: Hahn und Hausche

 

SV Weiden: Vladimir Srajer und Christopher Klein im Tor,

Thomas Ingel (2) , Paul Kosiba, Sven Luczak, Thomas Kick, Hans-Christoph Aigner, Rico Horlbeck, Serkan Dogdu (2), Andreas Jahn, Florian Bronold, Alex Schäfer (2) und Sebastian Roßmann

 

zurück