Herren I
Samstags souverän - Sonntag mit Höhen und Tiefen

 

SV-Wasserballer am Samstag souverän

Am Sonntag mit Höhen und Tiefen

 

(prg) Das Ziel haben die SV Weiden-Bundesligawasserballer am vergangenen Wochenende erfüllt, doch für mehr hat es am Ende nicht gereicht. Nach einer souveräner Vorstellung am Samstag gegen SV Brambauer 50 (6:6 im Hinspiel) gewannen die Oberpfälzer mit 15:8 Toren.

Am Sonntag verpassten die Luczak-Schützlinge eine Überraschung gegen den Favoriten SG Neukälln Berlin und mussten mit 7:14 das Becken als Verlierer verlassen. Dabei verpassten die Weidener sogar eine vierminütige Überzahl zu ihren Gunsten zu nutzen.

 

Revanche war am Samstag angesagt und sie gelang. Trainer Luczak verlangte Wiedergutmachung nach dem Unentschieden in Kamen gegen die Schützlinge von Trainer Norbert Siemund.

Das Spiel dominierten die Max-Reger-Städter vom Anpfiff an und konnten sich Tor für Tor absetzten.

Mit 8:3 gingen die Kontrahenten in die Halbzeitpause. Zur letzten Viertelpause erhöhten die Weidener die Führung noch auf 10:4, wobei es ein schwaches Überzahlspiel zu bemängeln gab. Auch der letzter Spielabschnitt brachte keine Gefahr für die Hausherren, die das Spiel schließlich verdient in dieser Höhe für sich entschieden. „Mit besserem Überzahlspiel und höherer Chancenverwertungsquote hätten wir noch höher gewinnen können, doch die Leistung hat gestimmt, das Spiel haben wir ständig kontrolliert“ äußerte sich zufriedener Trainer am Samstag nach dem Spiel.

 

Tags darauf erwarteten die Weidener den haushohen Favoriten dieses Duells, SG Neukölln Berlin.

Die gut gelaunten und lautstarken Zuschauer erlebten diesmal ein wahres Wechselbad der Gefühle.

Das Spiel begannen die Hausherren zurückhaltend und unsicher. Einige Fehlpässe eröffneten den cleveren Berlinern die Kontermöglichkeiten und führten schon zum Beginn des Spiels zur klaren Führung der Gäste. Nach 2:4 im ersten und sogar 0:4 im zweiten Viertel gingen die Teams bei 2:8 in die Halbzeitpause. Nicht unter Wert verkaufen und besser mit eigenen Chancen umgehen, waren die Parolen der Halbzeitbesprechung der SV-ler. Vor allem das Überzahlspiel brachte keine Tore, das Hauptproblem der Weidener zur dieser Zeit. Doch es hat sich geändert. Sehr konzentriert gingen die Oberpfälzer nach der Halbzeit zur Sache, mussten noch einen Unterzahltreffer einstecken, ehe die Aufholjagd begann. Mit drei gut ausgespielten Überzahlen in Folge verkürzten die umjubelten Akteure auf  6:9 und dann passierten ganz kuriose Dinge. Der Berliner Center musste zwei Sekunden vor Ende des dritten Abschnittes für eine Tätlichkeit duschen gehen, die Weidener nutzten den verhängten Strafwurf zum 7:9 Zwischenstand zur letzten Pause. Vier Spielminuten in Überzahl hatten die Weidener die Chance, das Spiel noch zu drehen, diese wurde jedoch kläglich verspielt. Die Neuköllner erwachten zu einer Art Trotzreaktion und beantworteten mit einer soliden Unterzahlverteidigung und sehr engagierten Angriffen, die eine Zeitstrafe nach der anderen auf Weidener Seite brachten. Die SV-ler verpassten in der Überzahl ein Tor zu erzielen, kassierten dafür zwei Gegentore in der Überzahlzeit und mussten zusehen, wie der Gegner gestärkt mit einem 7:12 Zwischenstand wieder vollzählig aufstellte. Auch eine Ergebniskosmetik misslang, die Weidener verschossen völlig verunsichert noch zwei Strafwürfe und mussten am Ende mit 7:14 die Überlegenheit des Gegners anerkennen:

„Heute haben wir zwei Gesichter gezeigt, wir bewiesen im dritten Viertel, dass wir auch mit Mannschaften dieses Formats halten können und zeigten im letzten Abschnitt auch wie dumm wir uns anstellen können. Das dritte Viertel war sehr gut, jede Überzahl wurde genutzt, wir beherrschten sogar den Gegner, doch der letzte Abschnitt war eine Katastrophe. Wir hätten das Spiel noch drehen können, doch die Jungs wirkten wie gelähmt. Vielleicht ist die Chance doch zu überraschend gekommen...? Jetzt müssen wir uns wirklich auf die Aufgabe am kommenden Samstag in Brandenburg konzentrieren, dass ist alles was im Moment zählt“ äußerte sich der verärgerte Trainer Luczak nach der Partie.

 

In der Tat, geht es am Samstag um sehr viel in Brandenburgischen Marienbad. Es geht um den dritten Gruppenplatz und die erste Tabellenführung in der Hauptrunde. Die Weidner würden mit einem Sieg mit 7:1 Punkte in die Hauptrunde starten, die Brandenburger mit 6:2 Punkten, dies würde für beide die Tabellenführung bedeuten, denn diese Mannschaften nehmen ihre Punkte aus der einzigen 5er Gruppe der Liga mit und haben deshalb je zwei Spiele mehr als die anderen Mannschaften.

 

 

SV Weiden - SV Brambauer 50      15:8 (3:1, 5:2, 2:1, 5:4)

 

SV Weiden: Srajer und Glass im Tor,

Ingel (2 Treffer), Fijakowski, Luczak Sven, Kick Thomas (1), Kosiba Paul (1), Aigner H-Chr. (1), Horlbeck (2), Dogdu (4), Jahn (1), Bronold Florian, Schäfer (4)

 

Schiedsrichter: Lehn und Kluge

 

Zeitstrafen: SV Weiden 9, Brambauer 12 + 2 Strafwürfe + Spielzeitstrafe (mit Ersatz)

 

Spieler des Tages: Serkan Dogdu (SV Weiden)

 

Zuschauer: 140

 

 

 

SV Weiden - SG Neukölln Berlin   7:14 (2:4, 0:4, 5:1, 0:5)

 

Srajer und Klein im Tor,

Ingel, Luczak Sven (2), Kick Thomas (1), Kosiba, Aigner H-Ch. (1), Horlbeck, Dogdu (1), Jahn (1), Bronold Florian, Schäfer (1), Roßmann Sebastian

 

Schiedsrichter: Lehn und Kluge

 

Zeitstrafen: Weiden 13, Neukölln 14 + 3 Strafwürfe + Spielzeitstrafe (4 Min. ohne Ersatz)

 

Spieler des Tages: Völsch Sven (Torwart SG Neukölln)

 

Zuschauer: 110

 

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