Herren I
Unentschieden in Brandenburg - Tabellenführer der Aufstiegsrunde

 

Mit einem Punkt zufrieden.

SV-Wasserballer mit Tabellenführung in die Hauptrunde.

 

(prg) Die Bundesligawasserballer des SV Weiden kehrten zwar mit
1:3 Punkten vom Trip im Osten der Republik heim, dennoch können
sie sich auf die erste Tabellenführung der Aufstiegsrunde der
Deutschen Wasserball Liga freuen. Die Oberpfälzer retteten in
der letzten Spielminute noch einen Punkt in Brandenburg (7:7)
und lieferten eine ganz ordentliche Leistung beim Berliner
Favoriten, SG Neukölln Berlin mit 7:11 Toren ab.

 

Das Schlüsselspiel am Samstag an der Havel begann
vielversprechend für die Max-Reger-Städter. In der Partie um den
dritten Gruppenplatz, wichtige Punkte für die Hauptrunde, sowie
die psychologisch wichtige Tabellenführung der Hauptrunde,
gingen die G„ste mit zwei schnellen Treffern mit 2:0 in Führung,
ehe gegen Ende des Spiel ein Nachschusstreffer der Hausherren für
den 1:2 Anschluss zur ersten Pause sorgte. Das zweite Viertel
verlief zwar unter optischen Vorteilen für die Gäste aus Weiden,
doch die Tore machten die Gastgeber. Die Weidener scheiterten
mehrmals im Abschluss, wobei es mit vielen Latten- und
Pfostentreffern eher glücklos als unvermögend aussah. Dafür
trafen die Brandenburger Mischur-Brüder präzise das Weidener Tor
und führten mit 5:2 im zweiten Abschnitt ihre Kameraden in die
erhoffte Siegesstrasse und 6:4 Führung zur Halbzeit. Auch im
dritten Viertel konnten die an diesem Tag mit Glück wenig
verwöhnter Weidener denn Spieß nicht umdrehen. Mit 7:5 und zur
Freude der lautstarken und fairen Zuschauer, immer noch zwei
Toren Vorsprung gingen die Brandeburger ihre Gäste zur letzten
Pause. Taktische Umstellung und volle Konzentration war
notwendig, um dieses Spiel noch zu drehen. Dieses brachten die
Weidener tatsächlich nach der Pause mit. Konsequente
Pressdeckung und Angriffe mit Doppelcenter brachte die erhoffte
Durchschlagskraft. Durch die Treffer von Sven Luczak und Alex
Schäfer erzwangen die Oberpfälzer in den letzten Minuten des
Spiels noch das Unentschieden und erkämpften sich damit die
Tabellenführung der Aufstiegsrunde.

"Wir hatten heute viele Pech im Abschluss, die Überzahlquote ist
dadurch sehr schlecht geworden. Dafür trafen die Mischur-Brüder
heute alles, deshalb ist es so schwierig gewesen hier zu
punkten. Doch die Mannschaft zeigte wiederholt Moral, das Spiel
auswärts in den letzten Minuten noch rumzureißen ist ein
Erfolg, wir sind mit diesem Punkt zufrieden. Wir wollten als
Spitzenreiter in die Hauptrunde starten und das haben wir
erreicht." äußerte sich der zufriedener Trainer des SV Weiden, Irek
Luczak

 

Am Tag darauf mussten die Weidener zu einem "Streichspiel" bei
der SG Neukölln Berlin antreten. Nach dem die Platzierungen der
Vorrunde bereits feststanden, war es klar, dass die Wertung
dieses Spiels rein statistische Bedeutung und gar keinen
Einfluss mehr auf das weitere Ligageschehen mehr haben wird.
Doch beide Teams wollten Wasserball spielen und das Spiel als
für zusätzliche Spielpraxis vernünftig nutzen. Die sehr faire
und interessante Partie verlief anfangs ganz nach Erwartungen des
Gastgebers. Mit 3:0 und schließlich 4:2 Führung gingen die
Berliner zur ersten Pause. Die Weidener, mit den Kontertoren wie
wachgerüttelt, lieferten den Hausherren starke Gegenwehr im

zweiten Spielvierten und gewannen es mit 2:1 Toren zum 5:5 Halbzeitstand.

Auch das dritte Viertel konnten die Oberpfälzer sehr ausgeglichen
gestallten und boten den Neuköllner mit 1:2 Toren wiederholt
Paroli. Doch das letzte Viertel konnte der Europapokal-
Teilnehmer aus Berlin souverän mit 4:1 für sich entscheiden und das
Gesamtergebnis mit 11:7 Toren unter Dach und Fach bringen.

Viele kleine Fehler im Spielaufbau führten zu Ballverlusten und
eröffneten Kontermöglichkeiten für den Gegner, diese wiederum
wurden schnell mit Wasserverweisen auf Weidener Seite beendet.
Das Überzahlspiel beherrschten die Berliner sehr gut und
münzten es in Tore um. Die Weidener schließen damit zufrieden
die Gruppenphase der Bundesliga und freuen sich auf die
Herausforderung als Spitzenreiter die nächste Runde zu beginnen.

Nach zwei Wochen Pause geht es am 13. Dezember um 17.30 Uhr mit dem
nächsten Heimspiel weiter. SC Aegir Uerdinger ist dann zu Gast
in der Thermenwelt. Die nächste Begegnung und zugleich die
letzte des Jahres haben die SV-ler noch am 20. Dezember beim SC
Magdeburg zu absolvieren.

 

ASC Brandenburg - SV Weiden 7:7 (1:2, 5:2, 1:1, 2:0)

 

Zeitstrafen: Brandenburg 7 + Strafwurf, Weiden 4

 

Schiedsrichter: Häntschel und Henrici

Beobachter: Rolf Lüdecke

Zuschauer: 150

 

SV Weiden:

Vladimir Srajer und Julian Wirth im Tor,

Thomas Ingel, Simon Fijalkowski, Sven Luczak (1 Tor), Thomas Kick, Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner, Rico Horlbeck (1), Serkan Dogdu (1), Andreas Jahn, Florian Bronold (1) und Alex Schäfer (3)

 

 

 

SG Neukölln Berlin - SV Weiden 11:7 (4:3, 1:2, 2:1, 4:1)

 

Zeitstrafen: Berlin 6 + 2 Strafwürf, Weiden 10

 

Schiedsrichter: Bock und Schopp

Beobachter: Rolf Lüdecke

 

 

SV Weiden:

Julian Wirth und Vladimir Srajer im Tor,

Thomas Ingel, Simon Fijalkowski, Sven Luczak, Thomas Kick (2), Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner, Rico Horlbeck, Serkan Dogdu (4), Andreas Jahn, Florian Bronold, und Alex Schäfer (1)

 

 

Abschlusstabelle - Gruppe 4

1.Bay. Uerdingen    125:48   14:2
2.SG Neukölln       111:57   14:2
3.SV Weiden          72:86    6:10
4.Brandenburg        57:107   5:11
5.SV Brambauer     50:117   1:15
 

 

Tabelle-Abstiegsrunde:

 

1. SV Weiden             44:30  (+14)  6:2  

2. ASC Brandenburg    39:39  (0)     5:3

3. Poseidon Hamburg   19:13  (+6)   4:0

4. SV Krefeld 72          16:11  (+5)   4:0

5. OSC Potsdam         19:19  (0)     2:2

6. SC Magdeburg        19:19   (0)     2:2

7. SV Brambauer 50     30:44  (-14)  1:7

8. SC Aegir Uerdingen  11:16   (-5)   0:4

9. FS Hannover            13:19   (-6)   0:4

 

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