Herren I
Überraschung knapp verpasst gegen Wedding Berlin

 

Überraschung knapp verpasst

SV Weiden betreibt Werbung für Wasserball

 

(prg) „Das war gute Werbung für unsere Sportart“ äußerte sich Trainer Luczak, nachdem er mit seinem Team knapp an einer Überraschung schrammte. Erst nach Verlängerung mussten sich die Weidener Wasserballer den ambitionierten (4. Platz in der Tabelle der Meisterrunde) Berlinern vom SC Wedding geschlagen geben und lieferten davor eine atemraubende Partie im Viertelfinale des Deutschen Wasserball Pokals.

 

Die Weidener Thermenwelt wurde, wie des Öfteren auch am Samstag zum Hexenkessel. Die Zuschauer konnten ein Wasserballspiel sehen, das an Spannung kaum zu überbieten war. Es begann alles ziemlich unglücklich für die Weidener. Sie verspielten zwei dicke Chancen gleich zum Beginn der Partie, kassierten dafür einen Unterzahltreffer und mussten den Rückstand hinterher schwimmen. Doch auch die erste Überzahl auf Seiten des Gastgebers konnte Paul Kosiba nach einem schnellen Spielzug verwandelt werden. Wiederholt war es Danilo Scekic, der auf 1:2 mit seinem Freiwurftor erhöhte. Center Serkan Dogdu glich eine Minute später aus, doch die nächste Überzahl und noch eine gute Chance konnten die Oberpfälzer nicht nutzen um in Führung gehen zu können. Dafür kassierten sie kurz vor Viertelende, unglücklich ein Eigentor des Kapitäns Thomas Aigner, nach er einen Querpass in Unterzahl verhindern wollte und den Ball ins eigene Tor lenkte. Damit gingen die Gäste mit 3:2 Führung in die erste Pause und nicht die optisch überlegenen Hausherren.

„Wir hätten mit zwei bis drei Toren das erste Viertel gewinnen müssen“ so Luczak

 

Sehr konzentriert, mit einer starken Abwehrarbeit gingen die Weidener im zweiten Vioertel zur Sache. Keinen Gegentreffer zu zulassen kostete offensichtlich die Chancenausbeute im Angriff, nur ein Centertor des erfahrenen Alex Schäfer führte zum Gleichstand zur Halbzeit.

 

Im dritten Viertel verschliefen die SV-ler die Schlussphase und kassierten zwei unnötige Tore zum bedrohenden 4:6 Zwischenstand. Doch die Mannschaft des Jahres 2008 (Medienhaus „Der neue Tag“) bewies Moral im Schlussvierten. Rico Horlbeck nahm das Heft in die Hand und traf entschlossen zwei Mal, zwei Tore die seine Truppe in die Verlängerung retteten. Drei Unterzahlen konnten die Luczak-Schützlinge in diesem Abschnitt abwehren und ließen wiederholt keinen Gegentreffer zu.

 

Zwei Mal drei Minuten dauert eine Verlängerung im Wasserball. Nach einem Verteidigungsfehler gelang den Gästen ein Tor im ersten Abschnitt. Beim Spielstand 6:7 und 19 Sekunden vor Ende der Verlängerung kassierten die Gäste die einzige Zeitstrafe der Nachspielzeit. Eine große Chance ergab sich damit überraschend für die Max-Reger-Städter.

Doch die Auszeit und konkrete Vorgaben des Trainers trugen diesmal keine Früchte, der Ball ging neben Weddinger Tor ins aus und der Sieger des dramatischen Spiels hieß SC Wedding Berlin.

 

„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft, die Vorgaben in der Verteidigung wurden meist perfekt umgesetzt. Die Jungs haben so viel in Abwehr gearbeitet, dass es nach vorne weniger gelang. Wedding ist eine starke Mannschaft, die im Moment zu den besten in Deutschland zählt und wir schafften es zwei Viertel ohne Gegentor zu spielen, ein Kompliment an meine Mannschaft. Wir können uns jetzt umso motivierter den nächsten Aufgaben in der Bundesliga widmen“ so der Weidener Trainer, dessen Enttäuschung sich sichtlich in Grenzen hielt.

 

SV Weiden – SC Wedding Berlin 6:7 (2:3, 1:0, 1:3, 2:0, 0:1, 0:0)

 

Zeitstrafen: SV Weiden 10, SC Wedding 10

 

Schiedsrichter: Gerrit Fester

 

Zuschauer: 150

 

SV Weiden: Vladimir Srajer,

Thomas Aigner, Stefan Kick, Sven Luczak, Thomas Kick, Paul Kosiba (1 Tor), Thomas Ingel, Rico Horlbeck (2), Serkan Dogdu (2), Andreas Jahn, Florian Bronold, Alex Schäfer (1) und Julian Wirth

 

SC Wedding Berlin: Lefevre Dominik im Tor,

Philipp Hebisch, Danilo Scekic (3), Ulrich Häntschel, Cartsen Schulz, Marcel Pierry (2), Philip Reid, Phil Spataru, Marcus Janz, Holger Jochen, Dennis Wieder, Marco Tscheschlok, und Kai-Marcus Schmitt

 

Turbo-Cups 2008/2009 (37. Deutscher Wasserball-Pokal der Männer)

Ergebnisse Achtelfinale


Duisburg 98 - ASC Duisburg 7:27

SC Rote Erde Hamm - SG W98/Waspo Hannover 3:17

SG Neukölln - SV Würzburg 05 11:6

SSV Esslingen - SV Bayer 08 Uerdingen 7:9

SC Neustadt - SSF Aegir 07 Uerdingen 14:13
SV Weiden - SC Wedding 6:7 (2:3, 1:0, 1:3, 2:.
SV Krefeld 72 - Wasserfreunde Spandau 04 4:21
SGW Leimen/Mannheim - SGW WU Magdeburg/SC Magdeburg 7:20

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