Herren I
SV-Wasserballer am Samstag mit schwieriger Aufgabe in Potsdam

 

Überraschungsmannschaft wartet

Angeschlagene SV-Wasserballer am Samstag mit schwieriger Aufgabe in Potsdam

 

(prg) "Jetzt zählen keine Ausreden mehr! Gegen Potsdam ist all unser Siegeswillen und Können gefragt!" Irek Luczak, Trainer der Wasserballer des Schwimmvereins Weiden, blickt einem der vorentscheidenden Spiele in der Aufstiegsrunde der 1. Deutschen Wasserball-Liga (DWL) entgegen. Wenn am Samstag ab 17 Uhr der Anpfiff im Potsdamer "Luftschiffhafen" gegen den OSC erfolgt, kommt es nicht nur zum Duell zweier Relegationskandidaten, sondern auch zu einem der bedeutendsten Duelle für den SV Weiden.

 

Dieser steht mit 12:4 Punkten derzeit nämlich auf dem vierten Rang der ungeraden Tabelle und damit nach Minuspunkten auf einem komfortablen dritten Platz. Sollte den Reger-Städtern beim diesjährigen Aufsteiger und der „Mannschaft der Stunde“ OSC Potsdam ein Sieg gelingen, wäre man im Rennen um die beiden ersten Plätze und somit um die Relegationsspiele um die Play-Offs.

 

Sieht man sich dieser Tage die Tabelle an, glaubt man seinen Augen kaum: Nicht, dass der Schwimmverein Weiden derzeit sehr gut da steht und man sich im oberen Tabellendrittel wiederfindet überrascht, eine ganz andere Mannschaft sorgt derzeit für Furore in der Aufstiegsrunde (Plätze neun bis 17): Der Aufsteiger OSC Potsdam, vor zwei Jahren nach am SV Weiden beim Vorhaben "Aufstieg" gescheitert, ist die einzige nach ungeschlagen Mannschaft. Allein zwei Unentschieden gegen die SGW Magdeburg schlagen den Brandenburgern negativ zu Buche, ansonsten läuft die Saison für die junge Truppe um Trainer André Laube perfekt. Gespickt mit einigen Junioren-Nationalspielern, die nun Einladungen zu A-Kader-Maßnahmen erhalten, kann der Potsdamer "Macher" auf eine blutjunge und äußerst austrainierte Mannschaft zurückgreifen.

 

All diese Superlative, Serien und wahrlich beeindruckende Fakten will der SV Weiden am Samstag beenden: "Wir reisen nach Potsdam um zwei Punkte mit nach Weiden zu nehmen" so Spielmacher Rico Horlbeck."Potsdam ist natürlich ein starker Gegner. Aber wenn wir vollkommen konzentriert in der Landeshauptstadt auflaufen, sind zwei Punkte drin." Doch der Optimismus der Weidener wurde in den letzten Tagen getrübt: Die Vorbereitung an sich verlief eigentlich nach Plan, doch Trainer Irek Luczak konnte nicht alle seinen Mannen auf das schwere Auswärtsduell mit den Potsdamern vorbereiten. Wie es bislang aussieht wird er zwar auf seinen kompletten Kader zurückgreifen können, doch einige seiner Schützlinge sind noch angeschlagen. Serkan Dogdu (Grippaler Infekt), Rico Horlbeck (Grippe) und Paul Kosiba (Auslandsreise) pausierten über eine Woche lang,

Kapitän Thomas Aigner laboriert an seiner Bizepssennenentzündung, Sven Luczak und Andreas Jahn leiden unter Schulterbeschwerden. „Hätten wir letzte Woche spielen müssen, wäre es ein Fiasko, jetzt sind wir komplett aber nicht alle sind fit“ kommentiert der Trainer.

 

"Unsere große Stärke ist in den letzten Jahren unsere Ausgeglichenheit geworden. Da ist eine richtige Entwicklung zu beobachten, doch die Potsdamer schliefen in der Zeit auch nicht und machten einen riesen Satz, ich ziehe den Hut vor dieser Leistung" weiß auch Luczak die Verhältnisse einzuschätzen und rechnet in Potsdam mit "einem äußerst spannenden und knappen Spiel mit dem besseren Ende für die Weidener."

 

Besonders aufpassen muss die SV-Abwehr um den tschechischen Nationaltorhüter Vladimir Srajer und Jung-Nationalspieler und Centerverteidiger Thomas Kick auf Tobias Lentz (18), der mit 38 Treffern aus 14 Partien derzeit auf Rang zwei der Torschützenliste der DWL rangiert, sowie auf Konterspieler Hannes Schulz (18), jüngst mit einer Einladung von Herren-Bundestrainer Hagen Stamm für seine guten Leistungen belohnt.

 

"Im Groß sollten wir routinierter und abgebrühter sein als die jungen Potsdamer, vielleicht holen wir uns über diesen Punkt den nötigen Vorteil" mutmaßt Srajer, der sich wie die gesamte Weidener Truppe auf ein spannendes Spitzenspiel freut. Ob der SV dann am Ende des Tages der Tabellenspitze näher gekommen ist oder sich eher davon entfernt hat, bleibt abzuwarten.

 

 

Das SV-Team für Samstag:

Vladimir Srajer im Tor, Thomas Aigner, Stefan Kick, Sven Luczak, Thomas Kick, Paul Kosiba, Hans-Christoph Aigner, Rico Horlbeck, Serkan Dogdu, Andreas Jahn, Florian Bronold, Thomas Ingel und Alex Schäfer

 

 

1. Deutsche Wasserball-Liga 2008/2009

9. Spieltag, Samstag, 21. Februar 2009

 

Meisterrunde

SV Würzburg 05 - SV Bayer 08 Uerdingen

SGW Hannover - Wedding Berlin

ASC Duisburg - SG Neukölln

SSV Esslingen - Spandau 04 Berlin

 

Aufstiegsrunde

Aegir Uerdingen - ASC Brandenburg

OSC Potsdam - SV Weiden (17 Uhr, Schwimmbad am Luftschiffhafen Potsdam)

SGW Magdeburg - SV Brambauer 50

SV Krefeld 72 - Poseidon Hamburg

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