Herren I
Weidener Wasserballer legen mit Rang 11 neue Maßstäbe

 

29. Meistertitel für Spandau Berlin

 

(prg) Elftbestes Wasserball-Team Deutschlands. Das hört sich nicht nur gut an, sondern klang noch vor wenigen Jahren wie ein Märchen in Weiden. Inzwischen haben die Wasserballer des SVW genau diesen elften Rang in der 1. Deutschen Wasserball-Liga 2008/2009 geholt und wollen in der nächsten Spielzeit mehr. "Wir wollen jetzt höher hinaus. Unser Ziel ist die Meisterrunde" so SV-Coach Irek Luczak.

 

Zu genau dieser Runde fehlten in dieser Spielzeit freilich drei Ränge, doch der Abstand zur Top8 scheint zu schmelzen. Nur knapp verpassten die Reger-Städter am Ende die Pre-Play-Offs, welche um die Teilnahme am Viertelfinale entscheiden.

In den Entscheidungsspielen konnten sich in diesem Jahr dann zum 29. Mal die Wasserfreunde Spandau 04 Berlin durchsetzen und damit wie im Vorjahr den ASC Duisburg im Best-Of-Five-Finale in die Schranken weisen und den deutschen Meistertitel holen. Noch im letzten Moment auf das Treppchen springen konnte der SV Bayer 08 Uerdingen, der die SG Neukölln Berlin im Spiel um Rang 3 bezwingen konnte.

Während "ganz oben" die Sektkorken flogen und die Teilnahme am europäischen Wettbewerb ausgemacht wurde, gab es im Tabellenkeller so manch eine Träne. Der Vorjahres-Zehnte FS Hannover musste als Letzter der Aufstiegsrunde bereits vor den Play-Downs den Gang in die zweite Liga antreten, erst in den allerletzten Ausscheidungsspielen standen dann mit dem SV Brambauer 50 und Poseidon Hamburg die weiteren Absteiger fest.

"Ich bin sehr froh, dass wir uns früh eine sehr gute Ausgangsposition für die Play-Downs verschaffen und somit recht glatt den Klassenerhalt sichern konnten. Ich bin stolz auf meine Mannschaft" bilanziert Luczak.

 

Mit 39 Treffern konnte sein Verteidiger und U20-Nationalspieler Thomas Kick auch in der Offensive überzeugen und teilte sich am Ende mit Serkan Dogdu die mannschaftsinterne Torjägerkrone. Luczak: "Besonders Thomas macht derzeit eine riesen Entwicklung mit und ist ein sehr wertvoller Spieler aus der eigenen Jugend. Dennoch waren auch in dieser Saison unsere mannschaftliche Geschlossenheit und gute Stimmung die Erfolgsgaranten." Sicherlich ebenso wie die Heimstärke der Weidener Wasserballer, die nach der Gruppenphase kein Heimspiel mehr verloren und eine stolze Serie von sieben Heimspielen ohne Niederlage hinlegten.

 

In der neuen Saison werden die Karten dann neu gemischt: Im Vergleich zum Vorjahr entfällt die Gruppenphase, die ersten Acht der aktuellen Saison spielen in der Meisterrunde, die Ränge neun bis 14 sowie die beiden Aufsteiger aus den zweiten Ligen spielen in der Aufstiegsrunde. Relegationsspiele sollen nach den Hin- und Rückrunden die Durchlässigkeit garantieren und die Play-Off-Kandidaten erspielen.

"Ziel ist es dann also in der Aufstiegsrunde eine so gute Ausgangsposition wie möglich zu erspielen um sich noch für die Play-Offs und die Top8 zu qualifizieren" wissen die Verantwortlichen.

Diese basteln derzeit wieder akribisch an dem Kader für die neue Spielzeit, wollen aber wie in den vergangenen Jahren ausschließlich auf Eigengewächse und "eingelebte Wahl-Weidener" (Luczak) zurückgreifen. Gespräche gibt es derzeit mit nur wenigen ausgewählten Akteuren von außerhalb.

 

"Diese Saison waren 25 der 29 Bundes- oder Zweitliga-Akteuere des SVW Spieler, die in Weiden ihr Wasserball-Handwerk erlernten, alle 25 sogar waschechte und gebürtige Weidener. Einzig die vier DWL-Spieler Vladimir Srajer, Alex Schäfer, Rico Horlbeck und Andreas Jahn begannen ihre Wasserball-Karriere in anderen Klubs, sind aber alle schon seit mindestens vier Jahren dabei. Ich denke das beschreibt unsere Philosophie, an der sich nichts ändern wird, ganz gut" so Luczak. Der elfte Platz in diesem Jahr spricht sicherlich nicht gegen den SVW.

 

Statistik des SV Weiden für die Bundesliga-Saison 2008/2009:

Beruhend auf 22 Liga-Spielen

 

Heimspiele: 8 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen

Auswärtsspiele: 4 Siege, 3 Unentschieden, 4 Niederlagen

Gesamt: 12 Siege, 4 Unentschieden, 6 Niederlagen

längste Serie: 7 Heimspiele in Folge ungeschlagen (9. - 22. Spieltag)

höchster Sieg: 20:7 gegen FS Hannover

höchste Niederlage: 6:15 bei Bayer Uerdingen

"Spieler des Tages": 

Thomas Kick - 5 mal

Thomas Aigner - 3 mal

Vladimir Srajer - 2 mal

Serkan Dogdu - 2 mal

Alex Schäfer - 1 mal

 

 

Torschützen SVW:

1. Serkan Dogdu                    39

1. Thomas Kick                       39

3. Alex Schäfer                        33

4. Thomas Aigner                   30

5. Rico Horlbeck                     26

6. Sven Luczak                        14

7. Florian Bronold                    12

8. Paul Kosiba                          10

9. Thomas Ingel                          9

10. Andreas Jahn                       6

11. Stefan Kick                           4

12. Hans-Christoph Aigner       3

12. Simon Fijalkowski               3

außerdem im Einsatz waren: Vladimir Srajer, Julian Wirth, Christopher Klein, Markus Glass (Torhüter) sowie Sebastian Roßmann 

 

Endtabelle:

 

1. WF Spandau 04 Berlin        - Meister und Pokalsieger - qualifiziert für EuroLeague

2. ASC Duisburg                       - qualifiziert für EuroLeague

3. SV Bayer Uerdingen 08      - qualifiziert für LEN-Trophy

4. SG Neukölln                           - qualifiziert für LEN-Trophy

5. SV Würzburg 05

6. SC Wedding Berlin

7. SSV Esslingen

8. W98/Waspo Hannover         - die ersten acht Teams qualifizieren sich für die Meisterrunde 2009/2010

9. SV Krefeld 72                        - Ränge 9 bis 14 sowie die beiden Aufsteiger qualifizieren sich für die Aufstiegsrunde 2009/2010

10. OSC Potsdam

11. SV Weiden

12. SGW Magdeburg

13. ASC Brandenburg

14. Aegir Uerdingen

15. SV Brambauer 50              - Absteiger in die 2. Wasserball-Liga West

16. Poseidon Hamburg          - Absteiger in die 2. Wasserball-Liga Nord

17. FS Hannover                      - Absteiger in die 2. Wasserball-Liga Nord

 

Mehr Infos unter: http://www.sv-weiden-wasserball.de

 

zurück