Jugend A
U18-Wasserball-Junioren des SV Weiden mit Bronze von der Süddeutschen

 

Eine Medaille trotz mäßiger Leistung

(prg) Kunststücke wurden von der jungen A-Jugendmannschaft des SV Weiden
wahrlich nicht erwartet und auch mit der Leistung war Trainer Luczak
unzufrieden, doch es reichte trotzdem für eine Medaille. Am vergangenen
Wochenende eröffneten die A-Jugendlichen (U18) in Esslingen (Stuttgart) die
Serie um die Süddeutsche Jugendmeisterschaften. Der Lokalmatador SSV
Esslingen bestätigte seine Vorherrschaft im Süden der Republik, gab den
Konkurrenten keine Chance und wurde souverän Süddeutscher Meister 2009. Die
Vize-Meisterschaft ging überraschend an den zweiten Bayerischen Vertreter SV
Würzburg 05. Beide Teams qualifizierten sich damit für die Vorrunde der
Deutschen Meisterschaft. Der SV Weiden wurde dritter, nachdem die
punktgleichen WF Fulda deutlich schlechtere Tordifferenz aufwies. Den fünften
Platz belegte, der zum ersten mal vertretener PSV Stuttgart ohne Punkte.

Schon im ersten Spiel ging es gegen den Erzrivalen SV Würzburg 05 um die
Revanche für die Bayerische Meisterschaft (Weiden wurde zweite hinter
Würzburg wegen eines Tores). Die Würzburger traten stark dezimiert an,
lediglich sieben Akteure hatte Trainer Jaro Marton anzubieten – eine äußerst
gefährliche Angelegenheit, denn bei drei Wasserverweisen eines Spielers,
würden die Unterfranken das Spiel20in Unterzahl bestreiten müssen. Doch dazu
kam es zum Glück des SVW05 im gesamten Turnier nicht. Auch gegen Weiden
überstanden die Würzburger das Spiel und überraschten die Oberpfälzer mit
einer soliden und geschlossenen Mannschaftsleistung, die am Ende zum 11:9
Sieg der Würzburger über die Weidener führte. Die Weidener, personell auch
nicht optimal aufgestellt schafften es nicht ganz die Schwachpunkte in der
Aufstellung zu kompensieren und fingen sich dadurch immer wieder unnötige
Gegentreffer und auch im Angriff fehlte die entscheidende Durchschlagskraft
gänzlich.

In ihrem zweiten Spiel trafen die Weidener auf die Hessische Wasserfreunde
Fulda um den Trainer Prof. Andreas Hohmann. Das Spiel verlief überwiegend auf
einem relativ niedrigen Niveau, beide Mannschaften zeigten Schwächen im
Abschluss und nutzten dadurch selten die so selten erspielte Torchancen. Das
Spiel verlief sehr ereignisarm und endete mit 5:5. Ein Unentschieden, das
wahrscheinlich den dritten Platz bis Ende des Turniers offen halten sollte.

Das erste Sonntagsspiel gegen den PSV Stuttgart absolvierten die
Max-Reger-Städter nicht überraschend deutlich zu ihren Gunsten und gewannen
nach einer einseitigen Begegnung mit 27:1 Toren. Nachdem der Gastgeber des
Turniers SSV Esslingen ein bis dato souveränes Turnier spielte, war nur die
Höhe der Weidener Niederlage in ihrem letzten Spiel zu ermitteln, außerdem
wussten die Weidener, daß
jedes Gegentor die Bronzemedaille auf Spiel setzten
könnte. Geschwächt durch den verletzungsbedingten Ausfall ihres
Centerverteidigers Sebastian Roßmann gingen die Weidener trotzdem motiviert
zur Sache und begannen die Begegnung zum Staunen der Zuschauer mit 2:0
Führung. Doch die Schwaben fanden sich langsam aber sicher im Spiel wieder
und zogen nach und nach davon. Vor allem mit den gefährlichen und
blitzschnellen Konterangriffen waren die Oberpfälzer phasenweise überfordert
und mussten zusehend das Spiel an die Esslinger übergeben.
19:7 am Ende war deutlich genug, doch nach der 3:34 Fulda-Niederlage gegen den
Süddeutschen Meister war damit die Bronzemedaille für die Weidener praktisch
sicher.

„Wir haben eine sehr junge Mannschaft, doch wir müssen die Entwicklung der
Esslinger anerkennen und uns im Moment als Maßstab setzten. Ich vermisse ein
bisschen Kampfgeist und Engagement. Die Jungs wussten, dass sie hier nicht
viel holen können und so verhielten sie sich teilweise – vielleicht waren sie
schon mit Gedanken eine Woche später – bei ihrer B-Jugend Süddeutschen“
resümiert Trainer Luczak das Turnier

Sie werden tatsächlich am nächsten Wochenende gefragt. Als amtierender
Deutscher Vizemeister in dieser Altersklasse haben sie eine Aufgabe, die
schwer werden könnte. Schon vor zwei Jahren unterlagen die Schützlinge des
Trainers Gerhard Wodarz deutlich der Mannschaft des SS
V Esslingen und wurden
Süddeutscher Vizemeister hinter den Schwaben, die dann völlig überraschend in
der Vorrunde der Deutschen ausgeschieden sind. Auch diese Süddeutsche findet
in Esslingen statt und auch hier ist der SSV hoch favorisiert. Für die
Mannschaft des SV Weiden geht es also um Verteidigung zwei Silbermedaillen,
doch dafür musst die erste her, sonst ist die Teilnahme an der Deutschen auch futsch.


SV Weiden spielte mit:
Markus Glass im Tor, Michael Trottmann (10 Tore), Thomas Ingel (4), Alexander Luth (5),
Kilian Müller (1), Stephan Schirdewahn (1), Hermann Groz (5), Peter Bronold (2),
Johannes Kellner (14) und Sebastian Roßmann (1)


Ergebnisse
SSV Esslingen - PSV Stuttgart 44:2 

SV Würzburg 05 - SV Weiden 11:9

SC Wasserfreunde Fulda - SSV Esslingen 3:31

PSV Stuttgart - SV Würzburg 05 3:30

SV Weiden - SC Wasserfreunde Fulda 5:5

SSV Esslingen - SV Würzburg 05 24:12

PSV Stuttgart - SV Weiden 1:27

SC Wasserfreunde Fulda - SV Würzburg 05 9:13

SV Weiden - SSV Esslingen 7:19

PSV Stuttgart - SC Wasserfreunde Fulda 6:21


Endstand
1. SSV Esslingen 116:24 8:0

2. SV Würzburg 05 66:44 6:2

3. SV Weiden 47:36 3:5

4. SC Wasserfreunde
Fulda 38:55 3:5

5. PSV Stuttgart 12:120 0:8

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Mehr Infos unter: http://www.sv-weiden-wasserball.de

 

 

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