Bericht
interessanter Bericht über Nachwuchsspieler des SV Weiden

 

Die Weidener Wasserballer genießen schon seit Jahren ein öffentliches Interesse und regelmäßige Pressepräsenz im Raum Weiden. Es vergeht kaum eine Woche, ohne Bericht über die Wasserballer in der Weidener Presse.
Nicht selten sind in der Saison 3 und sogar 4 Wasserballberichte in einer Woche zu lesen.
Berichte, die häufig im Umfang mit Fußball (Regionalliga-Aufsteiger) gleich einzustufen sind und meist vor Eishockey- und Basketballberichten platziert werden. Kein Wunder, dass die Bundesligawasserballer aus der Max-Reger-Stadt schon zwei Mal in Folge zur „Mannschaft des Jahres“ vom Medienhaus „Der neue Tag“ gekürt wurde.
Auch in der spielfreien Zeit äßt das Interesse nicht nach, heute erschien ein interessanter Bericht über Nachwuchsspieler des SV Weiden. Verfasst wurde er vom DNT-Sportredakteur Josef Maier.
 
Weiden. (mr) Bei den Weidener Wasserballern gibt es eine Quelle, eine Talentquelle. Und die sprudelt reichlich. Die Bundesligamannschaft ist eh schon eine der jüngsten in Deutschlands Eliteliga. Doch der Altersschnitt sinkt und sinkt weiter. 
 
Aber nicht, weil die Weidener Verantwortlichen damit irgendwelche Rekorde aufstellen wollen, sondern weil die jungen Spieler einfach zielstrebig nach oben drängen. „Das sind die vier, in die wir im Moment die größten Hoffnungen setzen“, sagt Trainer Irek Luczak über ein Quartett, das schon in der abgelaufenen Saison einige Erstligaeinsätze hatte. 

Noch keine Leistungsträger 
Markus Glass (17 Jahre), Johannes Kellner (18), Thomas Ingel (17) und Sebastian Roßmann (16) nehmen den Konkurrenzkampf mit den Etablierten an. „Natürlich können sie noch keine Leistungsträger sein“, betont Luczak, „aber jeder von ihnen ist ein vollwertiges Mitglied der Mannschaft.“ In den Zweitligapartien der „Zweiten“ von Coach Gerhard Wodarz haben sie sich zuletzt ihre Wettkampfhärte geholt, eine Klasse höher geht es natürlich noch schärfer zu. 

Markus Glass ist hinter Stammtorhüter Vladimir Srajer die neue Nummer zwei im Tor des SV. Da Julian Wirth für ein Jahr seinen Zivildienst in Ecuador absolviert, rückt der 17-Jährige aus Meerbodenreuth nach. Natürlich kann er vom tschechischen Nationalkeeper im Training noch viele lernen, „aber jeder Torwart hat auch seine eigene Technik“, sagt Glass. Vor neun Jahren begann er mit dem Wasserball spielen. „Ich war übergewichtig und wollte abnehmen.“ Jetzt ist er wie die anderen total durchtrainiert und hat auch nie bereut, sich ins Tor gestellt zu haben. „Obwohl, manchmal habe ich schon Sehnsucht nach dem Spielfeld“, sagt er grinsend. In der Jugend durfte er auch ab und an im Feld ran – und war brandgefährlicher Torjäger.
 
Immer im Feld ist Johannes Kellner dabei, als Konter- und Aufbauspieler. „Er müsste seine schwimmerische Stärke noch mehr einsetzen“, fordert der Coach vom Rothenstädter. Der arbeitet aber fleißig an sich. „Neben Wasserball bleibt in der Freizeit kaum Zeit für etwas anderes“, sagt er. Seit fünf Jahren spielt er für den SV und ist auch von der Harmonie im Club beeindruckt: „Die Älteren bemühen sich um uns, helfen.“ Sein Ziel formuliert er ganz einfach: „Ich will immer das Beste herausholen.“
 
Das Klima im Team lobt auch Thomas Ingel. Und Team und Trainer sind froh, dass sie ihn haben. „Er ist ein Allrounder, solche Leute brauche ich auch“, beschreibt Luczak den 17-Jährigen, der eigentlich aus einer Leichathletikfamilie stammt. „Irgendwann muste ich mich entscheiden: Wasserball oder Leichtathletik“, erzählt er. „Ich habe mich für Wasserball entschieden, weil es eine Mannschaftssportart ist.“ Eine gute Entscheidung. „Es macht riesig Spaß, es war die richtige Entscheidung.“ 

Bisschen Psychologie 
Sebastian Roßmann hatte Anfang des Jahres leicht gezweifelt, ob die Entscheidung für Wasserball die richtige war. Mit sechs Jahren hatte er beim SV begonnen, jetzt zehn Jahre später wurde ihm alles ein bisschen zu viel. Da war dann auch Psychologie beim Trainerteam gefragt. Luczak: „Aber wir haben keinen Druck gemacht.“ Sebastian kam selbst zurück: „Nach zwei Monaten fehlte mir auch etwas“, meint Roßmann, dessen Vater und Opa schon Wasserballer waren. Er ist Centerverteidiger, wie auch die beiden Kick-Brüder Thomas und Stefan, die schon internationale Spiele absolviert haben. „Da kann man sich natürlich auch etwas von deren Technik abschauen.“ 

Über 80 Schüler und Jugendliche 
Etwa 80 Schüler und Jugendliche spielen derzeit für den SV in den Juniorteams. „Ich hoffe natürlich auch, dass diese vier ein bisschen Vorbilder für die Kleinen sind“, sagt Luczak, der mit seinem Trainerteam fleißig weiter arbeiten will – damit die Talentquelle niemals versiegt. 
 
Anbei Bild des Jung-Quartets und der beiden Trainer
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DWL-Jug2009
  

 

Mehr Infos unter: http://www.sv-weiden-wasserball.de

 

 

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