Herren I

2. Wasserball-Bundesliga

Saison 2018 / 2019

28.4.2019
Ein Teilerfolg in Krefeld
Weidener 17 Sekunden vom Glück entfernt  
 
(prg) Das erste Auswärtsspiel der Weidener Wasserballer in der Abstiegsrunde der Deutschen Wasserball-Liga ist Geschichte. Die Oberpfälzer erreichen ein Remis beim SV Krefeld 72 und verpassen dabei um gerademal  17 Sekunden den Sieg. Nachdem die Aigner-Schützlinge über die gesamte Spieldauer einen 2 bis 3 Tore-Rückstand hinterher schwammen, glichen sie zum ersten Mal 3 Minuten vor Spielende aus und gingen sogar 30 Sekunden vor Abpfiff der Partie in Führung. Doch das Glück dauerte nicht lange. 17 Sekunden vor Schluss traf der "Spieler des Tages" Kristof Hulmann zum 6. Mal in der Partie zum 10:10 Endstand. Ein wichtiger Punktgewinn aber auch eben ein Punktverlust. Was dieses Remis wert ist, wird sich erst am Ende der Runde zeigen. Die Weidener haben aber alles noch in der, den Ligaverbleib aus eigener Kraft zu schaffen.
 
Ein Punkt, trotz zweier Ausfälle
In Anbetracht der Tatsache, dass die Weidener auf zwei sehr wichtige Spieler in Krefeld verzichten mussten, ist der Punkt ein großer Erfolg. Der Routinier Andreas Jahn war beruflich verhindert und Center Jakob Ströll musste wegen einer Sprunggelenkverletzung passen. "Während Marek Janecek seinen Centerjob hervorragend ausübte, haben wir Andreas schmerzlich vermisst, der Hulmann macht uns sicher keine sechs Tore, wenn Leo dabei gewesen wäre. In Weiden sieht es sicher anders aus" erklärt Thomas Aigner die Ausfälle.
 
Das erste Freibadspiel des Jahres, bei einer verregneten und kalten Witterung im Vereinsbad an der Palmstraße, ging noch ziemlich zaghaft los. Das erste Viertel ging sogar Torlos aus. Die Gäste aus der Oberpfalz hatten noch mit der Umstellung zu tun und die Hausherren fanden offensichtlich keine passende Mitteln gegen die Weidener Verteidigung. Im zweiten Viertel gelang dem Krefelder Center Hulmann ein Lumpenreines Hattrick und die Westdeutschen gingen mit 3:0 in Führung. Doch die Weidener lie0en sich nicht richtig beeindrucken, Robert Reichert und Philipp Sertl verkürzten rasch auf 2:3, doch es war wiederholt Hulmann mit seinem vierten Treffer, der den 4:2 Zwischenstand markierte, eher Michael Trottmann zum 4:3 Halbzeitstand in Überzahl einlochte. In dieser Form ging das Spiel auch nach dem Seitenwechsel weiter. Krefeld traf und Weiden musste reagieren. Eine schwache Überzahlausbeute erlaubte es den Gästen aus der Max-Reger-Stadt die ganze Zeit nicht auszugleichen, sie kamen immer wieder auf ein Tor heran und kassierten das nächste wieder. So gingen die Kontrahenten mit 8:6 aus Krefelder Sicht in die letzte Viertelpause.
 
Weiden mit längerem Atem
Die hochmotivierten und sehr couragierten SV-ler sammelten sich nochmals und lagen alle verfügbare Kräfte in das Schlussviertel ein. Der Einsatz lohnte sich auch, drei Minuten vor Spielende glich Nikolaj Neumann in Unterzahl (!) aus. Die Aigner-Schützlinge wehrten sogar noch eine weitere Unterzahl aus, eher der erste Weidener Führungstreffer fiel. Marek Janecek konterte und traf zu 10:9 für sein Team. Ganze 31 Sekunden hatten die Hausherren noch, um den Punkt zu retten und sie nutzten die Chance tatsächlich. Es war wieder Kristof Hulmann, der aus Centerposition seinen sechsten Treffer markierte. Die verbleibende 17 Sekunden konnten die Gäste dagegen nicht zu einem Siegestreffer ummünzen. 10:10 Unentschieden war das Endergebnis: "Die Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen, einen Sieg hätten sich die Jungs auf jeden Fall auch verdient, aber es hat eben nicht seien sollen. Matze Kreiner hat uns im letzten Viertel richtig ins Spiel gebracht. Marek Janecek hat sich mit seinem Einsatz richtig viel Kredit bei der Mannschaft erspielt. Auch der jüngste in unseren Reihen Andreas Widiker (16) trug aktiv zu dem Punktgewinn bei. Wir hätten hier auch gewinnen können, aber das 10:10 geht so in Ordnung. Wir haben noch alles selbst in der Hand" kommentierte Trainer Aigner die Leistung seines Teams.
 
Die Mannschaft hat jetzt noch vier Wochen Zeit, um sich auf die letzten Aufgaben vorzubereiten. In der Zwischenzeit können die Weidener entspannt zusehen, wie die Partien der Konkurrenten untereinander ausgehen, eher sie selbst am 25.Mai nach Berlin reisen und am 1.Juni den SVK72 im Schätzlerbad empfangen.
 
SV Krefeld 72 - SV Weiden 10:10 (0:0, 4:3, 4:3, 2:4)
Wasserverweise: Krefeld 9, Weiden 9
Schiedsrichter: Mirko Arntzen und Christoph Zielosko
DWL-Spielbeobachter: Günther Schmelzger
"Spieler des Tages": Kristof Hulmann (Krefeld)
 
SV Weiden spielte mit Matthias Kreiner im Tor,
Nikolaj Neumann (2 Treffer), Alexander Hinz, Michael Trottmann (1), Thomas Kick, Denis Reichert, Robert Reichert (2), Marek Janecek (1), Sean Ryder (2), Andreas Widiker und Philipp Sertl (2)
Trainer Thomas Aigner


26.4.2019
Jetzt zählen nur Siege
Weidener Wasserballer wollen bei SV Krefeld 72 nachlegen
 
(prg) Bereits vor Beginn der Abstiegsrunde mussten die Weidener Wasserballer mit dem unglücklichen Spielmodus hadern und gingen mit vier Punkten Rückstand an den Start. Der erste Sieg wurde vor zwei Wochen in Weiden gegen SC Wedding eingefahren und der Rückstand damit auf zwei Zähler verkürzt. Sollte es den Oberpfälzer gelingen, in Krefeld zu gewinnen, so wären sie mit einem Bein auf dem rettenden Ufer. Ein Sieg würde dann noch fehlen (am 01.06. findet das Rückspiel im Schätzlerbad statt), um den Verbleib in der Deutschen Wasserball-Liga zu sichern. Die Aufgabe in Krefeld ist alles andere als einfach, dennoch reisen die SV-ler optimistisch und durch den Auftaktsieg motiviert nach Krefeld.
 
Die Mannschaftsleitung hat beschlossen, bereits am Freitag gen Westen zu reisen (das Spiel beginnt am Samstag um 16.00 Uhr), um die Reisestrapazen über die Nacht auszumerzen und erholt, voll konzentriert das wichtige Spiel im SVK-Vereinseigenem Freibad anzugehen. „Das Spiel ist uns zu wichtig, um die Risiken und Nachteile einer langen Anreise anzugehen, wir wollen ja gewinnen, nur das zählt jetzt. Wir fühlen uns auf einem großen Spielfeld eigentlich ganz wohl, allerdings ist es der erste Einsatz im Freibad dieses Jahr und das ist ungewöhnlich früh für uns. Die Wetterprognosen sind nicht so berauschend, wir hoffen, uns gut zu Recht zu finden“ erklärt Trainer Thomas Aigner die Ausrichtung vor dem Spiel in Krefeld.
 
Das letzte Spiel in Krefeld verloren die Weidener Ende letztes Jahres ganz knapp (8:9) und ziemlich unglücklich: „Wir haben uns weiterentwickelt, da ist auf jeden Fall ein Sieg am Samstag im Rahmen unserer Möglichkeiten“ so Kapitän Thomas Kick. Die Mannschaft hat, nach eigenen Angaben, sehr gut gearbeitet und alle, bis auf Jakob Ströll (Fussgelenkprobleme), sind in einer sehr guten Verfassung. Gute Kondition wird auf jeden Fall bei frischer Luft im Freibad nötig sein, um die Punkte in die Oberpfalz zu entführen. Am Samstagvormittag ist noch eine kleine Angewöhnungseinheit geplant, um das richtige Gefühl vor dem Spiel zu bekommen. Nichts wollen die Aigner-Schützlinge unversucht lassen, um die Chance zu nutzen, dem Saisonziel schon am Samstag näher zu kommen, und sie versprechen, ihre ganze Leidenschaft in den Kampf zu bringen: „Wir fahren keine 600 km hin, um die Punkte abzugeben und 600 km zurückzufahren, wir fahren dahin, um zu siegen“ hörte man aus den Mannschaftsreihen vor dem Abschlusstraining am Donnerstag.
 
Das nächste Spiel findet am 25. Mai bei SC Wedding Berlin statt, ehe das letzte Rundenspiel am 1.Juni in Weiden über die Bühne gehen wird. Sollten die Weidener es nicht schaffen, den letzten Tabellenplatz abzugeben, werden sie das Relegationsturnier Ende Juni bestreiten müssen. 
 
Die SV-Mannschaft für Samstag
Matthias Kreiner im Tor, Nikolaj Neumann, Alexander Hinz, Michael Trottmann, Thomas Kick, Denis Reochert, Jakob Ströll, Robert Reichert, Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder, Andreas Widiker und Philipp Sertl
Trainer Thomas Aigner 


14.4.2019
Weidener liefern in der Thermenwelt ab
Ein verdienter Sieg zum Auftakt der Abstiegsrunde

(prg) Es ist noch zu früh, um euphorisch zu sein, aber der erste, ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt ist mal getan. Die Weidener Wasserballer, um den Interimstrainer Irek Luczak gewannen ihr erstes Spiel der Abstiegsrunde in der Deutschen Wasserball-Liga, deutlich mit 14:10 Toren gegen SC Wedding Berlin und verkürzten damit den Rückstand im Kampf um den Ligaverbleib auf zwei Punkte. Beide Heimspiele und eine Auswärtspartie zu gewinnen, bleibt die Zielsetzung der Oberpfälzer und alles bleibt noch möglich.

Die Hausherren begannen voll motiviert und kontrollierten das Spiel vom Beginn an, konnten es aber nicht mit genügend Treffern untermauern und sich rechtzeitig abzusetzen. Es ging dagegen stets hin und her und die ersten zwei Tore machten die Gäste. Die SV-ler sammelten sich schnell, konterten mit zwei Treffern und gingen zuversichtlich in die erste Pause.
Im zweiten Abschnitt stellten die Oberpfälzer ihr Spielwaren immer besser auf den Gegner ab und gingen mit 5:4 Führung in die Halbzeitpause.
Im dritten Viertel zahlte sich nicht, neben deutlich besseren Verfassung, auch die Spieldiszyplin und Leidenschaft der Weidener aus. Mit 5:2 schafften die Max-Reger-Städter eine kleine Vorentscheidung vor der letzten Viertelpause.
Eine Sekunde vor dem Abpfiff des vorletzten Viertel lochte und Kapitän Thomas Kick in doppelter Überzahl zum 10:6 Zwischenstand, der später zum »Spieler des Tages« gekürt wurde. Die Führung war komfortabel aber keineswegs sicher, das wussten die Hausherren ganz genau.
Nachlegen und Ergebnis sichern, verlangte Trainer Luczak, der an diesem Abend den gesperrten Thomas Aigner vertrat.


Zum Beginn des Schlussabschnittes zitterten die Zuschauer noch kurz, doch spätestens der Treffer von Sean Ryder zu 11:7 Führung stimmte die Gemüter zuversichtlich. Es ging zwar noch gut zur Sache im Becken, der Sieg schien aber an diesem Abend den Weidener nicht mehr zu nehmen. Ein Strafwurf in letzter Spielsekunde und der 14:10 Sieg war perfekt.

»Der erste Schritt ist getan, das tut schon mal ganz gut, jetzt müssen wir weiterarbeiten und kämpfen, alles ist noch möglich« erklärt sichtlich erleichterter Kapitän Kick direkt nach der Partie. Die ja ja nächste Aufgabe und eine Chance richtig vorzulegen bekommen die Mannen um Trainer Thomas Aigner in zwei Wochen in Krefeld. Eine schwierige Angelegenheit aber auf jeden Fall machbar für die Oberpfälzer.

SV Weiden - SC Wedding Berlin 14:10 (2:2, 3:2, 5:2, 4:4)
Wasserverweise: Weiden 13, Wedding 14 +1 Strafwurf + Spielzeitstrafe
Schiedsrichter: Rüdiger Frommer und Evgenyi Belov
DWL-Spielbeobachter: Wolfgang Rühl
Spieler des Tages: Thomas Kick (SV Weiden)
Zuschauer: 85

SV Weiden spielte mit Matthias Kreiner im Tor,
Nikolaj Neumann, Alexander Hinz (1 Treffer), Michael Trottmann (2), Thomas Kick (2), Denis Reichert (1), Jakob Ströll (2), Robert Reichert, Marek Janecek (1), Andreas Jahn, Sean Ryder (4), Andreas Widiker und Philipp Sertl (1)
Trainer Irek Luczak


11.4.2019
Weidener Wasserballer mit Rücken zur Wand
Irek Luczak beim Heimspiel gegen Berlin wieder am Beckenrad
 
(prg/von ta)  Nach dem 7. Platz in der Hauptrunde der Gruppe B in der Deutschen Wasserball-Liga stehen die Weidener Wasserballer in den abschließenden 4 Partien sprichwörtlich mit dem Rücken zur Wand. Sowohl der SV Krefeld als auch der zweite Kontrahent der Abstiegsrunde SC Wedding Berlin haben jeweils vier Punkte mehr als die Mannschaft um Kapitän Thomas Kick auf dem Konto. So schwierig die Ausgangslage ist, so klar ist die Aufgabe für die Mannschaft. Aus den verbleibenden 4 Spielen müssen mindestens 6 Punkte erreicht werden, um noch die Chance zu haben, einen Platz nach oben zu klettern. Insbesondere die beiden Heimspiele müssen unbedingt gewonnen werden, sonst ist das Ticket für das Relegationsturnier  vorzeitig gebucht. Am kommenden Samstag gastiert der SC Wedding Berlin in der Thermenwelt zum ersten Spiel der Abstiegsrunde.
 
"Wir sind uns absolut bewusst wie schwierig die Aufgabe in den nächsten vier Spielen wird, wir vertrauen aber auf unsere Stärken und nehmen die Herausforderung zu 100% an. Dafür sind wir hier", so der Weidener Torjäger Sean Ryder. Der erste Schritt für die Mammut-Aufgabe steht am Samstag um 18:00 beim Heimspiel gegen den SC Wedding an. Die Weidener verloren zwar das erste Ligaspiel in der Hauptstadt deutlich, holten sich aber in einem hart umkämpften Rückspiel in Weiden die zwei Punkte. Gerade im Hinblick auf die Entwicklung der jungen Spieler wie Robert und Dennis Reichert während der Saison sind die zwei Punkte für das junge Team durchaus realistisch. Ein weiterer Trumpf für Weiden könnte am Samstag Top-Torwart Matthias Kreiner werden, der nach seinen universitären Verpflichtungen während des Semesters nun wieder voll mit der Mannschaft trainieren kann und schon während der bisherigen Saison seine Extraklasse unter Beweis stellte.
 
Nach der roten Karte für Trainer Thomas Aigner im letzten Auswärtsspiel und der damit verbundenen Sperre kommt es Samstag zu einem überraschenden Kurz-Comeback von Irek Luczak. Der Name des jahrelangen Erfolgstrainers steht wie kein zweiter für die Erfolge des Schwimmvereins mit Aufstiegen bis in die erste Bundesliga und der Teilnahme am Europapokal. Auf Bitte der Mannschaft erklärte sich der jetzige Wasserballwart bereit, die Mannschaft für das erste Heimspiel der Abstiegsrunde zu übernehmen. "Irek wird uns mit seiner Erfahrung und Ausstrahlung am Samstag sicher zusätzlich motivieren. Wir sind froh, dass er mit an Bord ist und wollen ihn mit 2 Punkten belohnen", so Kapitän Thomas Kick vor dem Abschlusstraining. "Das ist kein Comeback, das ist ein Freundschaftsdienst. Wenn die Freunde mich brauchen, dann bin ich da, das ist Ehrensache. Es soll aber eine einmalige Angelegenheit bleiben..." erklärt Luczak seinen Einsatz am Samstag, "...die Mannschaft macht einen sehr guten Eindruck, ich freue mich auf Samstag" ergänzte er nach Abschlusstraining am Donnerstag.
 
Der Gegner am Samstag tritt mit seinem Vier-Punkte Vorsprung die Reise in die Oberpfalz sicher optimistisch an. Bei einem Sieg wäre ihnen ein Platz vor Weiden faktisch nicht mehr zu nehmen. Letztendlich wird wohl die mentale Stärke entscheiden, wer von den beiden absolut ebenbürtigen Mannschaften als Sieger aus dem Becken steigt. Dafür bauen die Max-Reger-Städter auch auf die Unterstützung ihrer Fans und hoffen auf ein volles Haus. Einlass ist ab 17:30, Mannschaftsvorstellung um 17:50.
 
Die SV-Mannschaft für Samstag
Matthias Kreiner im Tor, Nikolaj Neumann, Alexander Hinz, Michael Trottmann, Thomas Kick, Denis Reochert, Jakob Ströll, Robert Reichert, Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder, Andreas Widiker und Philipp Sertl
Trainer Irek Luczak

18.3.2019
Nichts zu holen in Uerdingen
Dezimierte Weidener verlieren deutlich das letzte Hauptrundenspiel
 
(prg) Sie wussten, dass es in Uerdingen ganz schwer ist, zu gewinnen, gehofft haben sie dennoch auf einen versöhnlichen Abschluss der Hauptrunde. Getrübt wurden die Minen der Max-Reger-Städter jedoch schon, bevor sie losgefahren sind. In den letzten Stunden vor der Abreise erfuhr Trainer Aigner von drei Ausfällen seiner Leistungsträger. Jakob Ströll und Robert Reichert erkrankten und Routinier Andreas Jahn musste überraschend den beruflichen Dienst antreten. Damit verloren die Oberpfälzer drei wichtige Akteure und damit einiges an Durchschlagskraft. Mit 18:7 Toren ging die Partie sehr deutlich an die Hausherren. Viel zu hoch, nach dem Geschmack der Weidener.
 
Das Bayer-Team, gespickt mit erfahrenen internationalen Kräften ließ sich es nicht nehmen, mit der dezimierten SV-Truppe einen kurzen Prozess zu machen. Von Anfang an bekamen die Aigner-Schützlinge den starken Center Sven Roeßing nicht richtig in den Griff und ließen neben Lazar Kilibarda auch zwei weiteren Internationalen ihre Erfahrung ausspielen und nach und nach davonziehen. Spätestens nach dem dritten Wasserverweis des Weidener Centerverteidigers Thomas Kick und Platzverweis des Trainers, war die Partie im Aquadome am Waldsee endgültig entschieden. Trainer Aigner war mit seiner roten Karte gar nicht einverstanden und äußerte sich verärgert: „Solche Situationen erlebt man in jedem Spiel, wenn ein Trainer den Ball ins Spielfeld wirft und dabei nicht präzise die Stelle erwischt, dafür rot zu zeigen ist weit überzogen. Die Erklärung des Schiedsrichters hat mir dann den Rest gegeben. Trotzdem, müssen wir anerkennen, dass wir hier nichts zu bestellen hatten, vor allem nicht so geschwächt, wie wir anreisen mussten“ 
 
Die Weidener schließen die Hauptrunde auf dem letzten Tabellenrang ab und wollen die Zwischenphase, ehe die Abstiegsrunde beginnt durcharbeiten, um die weitere Chance auf den direkten Klassenerhalt noch zu suchen. Der Spielplan wird in den nächsten Tagen veröffentlicht. Die Gegner der Oberpfälzer in der Abstiegsrunde sind die Mannschaften SV Krefeld 72 und Wedding Berlin. Wegen der bereits diskutierten Punkt-Mitnahme-Regelung liegen die Weidener mit 5 Punkten hinter Wedding und Krefeld (je 9 Punkte) in einer schwierigen Ausgangsposition, wollen sich aber nicht vorzeitig geschlagen geben. Sollte die rote Laterne bis Ende der Runde in Weiden bleiben, müssen die SV-ler im Aufstiegsturnier um den Ligaverbleib kämpfen. Die Saison kann also für die Weidener noch länger dauern.
 
SV Bayer 08 Uerdingen – SV Weiden 18:7 (5:1, 3:1, 4:3, 6:2)
Wasserverweise: Uerdingen 4 + Strafwurf   , Weiden 7 + 3 Strafwürfe
Schiedsrichter: Aurel Tiz und Gerrit Koschmieder
DWL-Spielbeobachter: Jürgen Hausche
„Spieler des Tages“: Sven Roesing (Bayer)
 
SV Weiden spielte mit Matthias Kreiner im Tor,
Nikolaj Neumann, Michael Trottmann (1 Tor), Thomas Kick, Denis Reichert (2), Marek Janecek (2), Philipp Sertl (2), Sean Ryder, Andreas Widiker, Toni Hinz
Trainer Thomas Aigner
 
Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
Hauptrunde Pro B – Ergebnisse
 
SV Ludwigsburg 08 - SV Krefeld 1972 22:9
SGW Rhenania/BW Poseidon Köln - White Sharks Hannover 8:11
SV Bayer Uerdingen 08 - SV Weiden 1921 18:7
 
Tabelle Pro B
Hauptrundenabschluss
 
1. White Sharks Hannover 167:104 +63 21:3
2. SV Ludwigsburg 08 184:114 +70 18:6
3. SV Bayer Uerdingen 08 131:123 +8 12:12
4. SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 108:142 -34 10:14
5. SC Wedding 1929 - direkter Vergleich: 1. (Spiele: 1:0) 126:142 -16 9:15
6. SV Krefeld 1972 - direkter Vergleich: 2. 105:137 -32 9:15
7. SV Weiden 1921 103:162 -59 5:19


14.3.2019
Bayer Uerdinger letzter Hauptrundengegner
Weidener Wasserballer wollen versöhnlichen Abschluss

 (prg) Am kommenden Samstag haben die Weidener Wasserballer eine Reise nach Niederrhein zu absolvieren. Im letzten Spiel der Hauptrunde bekommen die Aigner-Schützlinge mit dem Tabellenvierten SV Bayer 08 Uerdingen zu tun. Der letzte Tabellenplatz ist für die Oberpfälzer zwar nicht mehr abzuwenden, sie wollen aber eine gute Vorstellung abliefern und versuchen, etwas Zählbares doch noch aus dem letzten Hauptrundenspieltag mitzunehmen. Eine ganz schwierige Aufgabe, denn die Westdeutschen sind eben noch nicht ganz durch am rettenden Ufer und brauchen dringend die Punkte.

Verärgert über System
Die Oberpfälzer haben bereits vor längere Zeit ihre Befürchtungen geäußert, die Regelung der Punktemitnahme nach der Hauptrunde könnte eine gewisse Wettbewerbverzerrung hervorrufen. Es ist tatsächlich soweit gekommen, dass die Punkteteilung in den letzten Hauptrundenspielen überraschend ausfiel. Einen Bärendienst für den Schwimmverein Weiden erwiesen dabei die bisher souveränen Ludwigsburger, die in den letzten Spielen fleißig Punkte verschenkten und damit die Ausgangsposition der Weidener in der Abstiegsrunde um einiges schwerer machten. "Wir sind weit davon entfernt, irgendjemand unsportliche Absichten zu unterstellen. Das Problem sind nicht die Mannschaften, sondern das System. Wenn du einen gesicherten Tabellenplatz hast und nach der Hauptrunde die Punkte nicht mitnehmen musst, hast du gar nichts zu verlieren. Die Motivation ist ganz anders, die Spannung fällt ab, selbst das Training wird umgestellt und der Schwerpunkt verlagert, das ist ganz normal. Dann verlierst du eben Spiele, die du sonst eher nicht verlieren würdest. Der Gegner freut sich, denn er kann dagegen die Punkte gut gebrauchen. Das prekäre dabei, diese nimmt er sogar noch mit in die Abstiegsrunde und das ist dann eben nicht richtig. Entweder nehmen alle ihre Punkte mit, oder nach der Teilung der Gruppe nur die, die untereinander ausgespielt wurden. Diese Regel wird in anderen Sportarten häufig praktiziert" hadert Mannschaftsleiter Irek Luczak mit den Durchführungsbestimmungen.
"Es hilft aber jetzt nicht zu jammern, wir hatten keinen Einfluss auf die Bestimmungen und ändern können wir sie auch nicht. Wir müssen jetzt das Beste draus machen, dann sehen wir, wo die Reise hingeht. Die zuständigen Gremien sollen sich dann unbedingt mehr Gedanken für die nächste Saison machen, die hoffentlich wieder mit unserer Beteiligung gespielt wird" ergänzt der Wasserballwart.

Die Mannschaft versucht unbeeindruckt von den letzten Ergebnissen ihre Hausaufgaben zu machen und arbeitet weiter, um für die letzte und alles entscheidende Partien in der bestmöglichen Verfassung zu sein und alles versuchen, die Relegation noch abzuwenden. In Uerdingen zu punkten wir ungleich schwer sein für die Aigner-Schützlinge. Das Bayer-Team ist noch nicht ganz aus der Abstiegsrunde raus. Sollten sie verlieren und parallel SV Krefeld in Ludwigsburg gewinnen, so wären sie auf ein Mal mitten drin im Abstiegskampf. Das werden die Sekulic-Schätzlinge sicherlich vermeiden wollen und alles für einen Heimsieg geben.

Trainer Aigner kann zumindest auf alle seine Akteure zurückgreifen und reist mit seiner aktuell stärksten Mannschaft gen Westen der Republik. Das erste Spiel der Abstiegsrunde ist auf den 6. April angesetzt, der Spielplan folgt nach Abschluss der Hauptrunde, nächste Woche.


Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
Hauptrunde Pro B - Spielansetzungen
SV Ludwigsburg 08 - SV Krefeld 1972
SGW Rhenania/BW Poseidon Köln - White Sharks Hannover
SV Bayer Uerdingen 08 - SV Weiden 1921

Tabelle
1 . White Sharks Hannover 156:96 +60 19:3
2 . SV Ludwigsburg 08 162:105 +57 16:6
3 . SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 100:131 -31 10:12
4 . SV Bayer Uerdingen 08 113:116 -3 10:12
5 . SV Krefeld 1972 96:115 -19 9:13
6 . SC Wedding 1929 126:142 -16 9:15
7 . SV Weiden 1921 96:144 -48 5:17

17.2.2019
Ludwigsburg zu stark für den SV
Weidener verlieren hoch beim Favoriten

(prg) So hoch musste es nicht unbedingt sein. Die Wasserbaler des Schwimmvereines Weiden unterliegen mit 20:8 Toren dem Favoriten SV Ludwigsburg und haben kaum noch Chancen den letzten Platz in der Hauptrundentabelle noch zu verlassen. Krefeld schlägt überraschend Bayer Uerdingen und bringt einiges in der Tabelle durcheinander. Letztes Spiel mit letzter Chance erst am 16. März in Uerdingen.

Überraschend gut begannen die Max-Reger-Städter ihre Auswärtsaufgabe im Schwabenland und gingen nach den Treffern vom Kapitän Thomas Kick und Youngstar Robert Reichert schnell mit 2:0 in Führung. Die Hausherren ließen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und glichen noch vor der Pause zum 2:2 Pausenstand aus. Die Ludwigsburger eröffneten den zweiten Abschnitt mit einem Doppelpack zum 4:2, Weiden verkürzte noch auf 4:3, ehe die Gastgeber mit einem Tripple ihre Favoritenrolle bestätigten und mit 7:3 den Halbzeitstand fixierten. Die Aigner-Schützlinge versuchten sich im dritten Viertel noch zu wehren, um eine deutliche Niederlage zu vermeiden, jedoch vergebens.

Mit zunehmender Spieldauer verloren die Oberpfälzer immer mehr den Anschluss und ließen viel zu häufig einfache Gegentore zu. Nach 5:2 im dritten und sogar 8:3 im vierten Viertel ging das Spiel 20:8 am Ende aus, mit dem aus Weidener Sicht unnötig, höchsten Ergebnis der Saison.
"Die Ludwigsburger spielten ihre ganze Routine in effektivster Manier aus, wir hatten zu wenig entgegen zu setzen und mussten am Ende ihre Überlegenheit anerkennen, auch wenn das Ergebnis, für meine Begriffe zu hoch ausfiel. Schade, der einzige Lichtblich heute war unser 15-jähriger Andreas Widiker, der mit seinen zwei Toren gute Leistungen lieferte. Jetzt haben wir vier Wochen Zeit, uns auf das letzte Hauptrundenspiel in Uerdingen vorzubereiten, wir werden alles versuchen" resümiert Trainer Aigner die Partie in Ludwigsburg.

Tückisches Spielsystem
"Die Regel, alle Punkte aus der Hauptrunde in die Abstiegsrunde "mitzunehmen" ist sehr außergewöhnlich, das Spielsystem kann so auf Dauer nicht bestehen, dies muss dringend korrigiert werden" beschwert sich Kapitän Kick im Hinblick auf die Bayer-Niederlage gegen SV Krefeld. Es ist in solchen Spielsystemen üblich, dass nur die Punkte mitgehen, die direkt unter der Beteiligten der nächsten Runde entstanden, alle Punkte mitzunehmen öffne Wettbewerbverzerrung Tür und Tore, meinen die Weidener, die als erste unter dieser Regelung zu leiden scheinen.

SV Ludwigsburg - SV Weiden 20:8 (2:2, 5:1, 5:2, 8:3)
Wasserverweise: Ludwigsburg 7, Weiden 9
Schiedsrichter: Rainer Spiegel und Alvin Müller
DWL-Spielbeobachter: Armin Süßenbach
"Spieler des Tages": Domagoj Mijatovic

SV Weiden spielte mit Matthias Kreiner im Tor,
Toni Hinz, Michael Trottmann, Thomas Kick (2 Treffer), Denis Reichert, Jakob Ströll, Robert Reichert (2), Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder (2) und Andreas Widiker
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
Pro B - Ergebnisse

White Sharks Hannover - SC Wedding 1929 14:8
SV Bayer Uerdingen 08 - SV Krefeld 1972 10:11
SV Ludwigsburg 08 - SV Weiden 1921 20:8

Pro B - Tabelle
1 . White Sharks Hannover 137:88 +49 17:3
2 . SV Ludwigsburg 08 144:79 +65 16:2
3 . SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 77:108 -31 8:10
4 . SV Bayer Uerdingen 08 98:105 -7 8:12
5 . SV Krefeld 1972 70:79 -9 7:9
6 . SC Wedding 1929 110:129 -19 7:15
7 . SV Weiden 1921 96:144 -48 5:17


14.2.2019
Gibt es eine Chance in Ludwigsburg?
Weidener Wasserballer vor einer der größten Herausforderungen der Saison

(prg) Die gute Serie der letzten Heimspiele (5 Punkte aus 3 Spielen) auf die Auswärtsaufgaben zu übertragen, dies wäre die Traumvorstellung der Weidener Wasserballer. Doch die Chancen dafür sind eher gering, vor allem wenn es sich um die Partie am kommenden Samstag in Ludwigsburg handelt. Die Schwaben bezwangen am vergangenen Wochenende sogar den Tabellenführer White Sharks aus Hannover und stehen damit mit einem einzigen Punkt Rückstand auf dem zweiten Tabellenrang. Mit soviel Selbstvertrauen und Motivation, die Tabellenführung zu erobern, wird es ungleich schwer für die Oberpfälzer, etwas Zählbares aus dem Schwabenland zu entführen. Es wäre aber kein Sport, wenn es vor dem Spiel schon entscheiden wäre und die Weidener wären keine Sportler, wenn sie nicht mit dem Vorsatz zu punkten auf die Reise gehen würden.

Die Weidener bräuchten noch den einen oder anderen Punkt aus den verbleibenden zwei Auswärtspartien in Ludwigsburg und Uerdingen, um den letzten Tabellenrang, aus eigener Kraft noch verlassen zu können, ehe die Abstiegsrunde beginnt. Mit fünf Punkten sind sie dennoch in der Position, am Ende der Runde den Relegationsplatz zu vermeiden und den direkten Klassenverbleib unter Dach und Fach zu bringen. Zuerst wollen die Aigner-Schützlinge sich weiterentwickeln und sich vor allem im Bereich Chancenausbeute steigern. In diesem Bereich bring die junge Mannschaft jedes Spiel ein Stückchen weiter und Spiele gegen starke Gegner sind hier besonders wertvoll: „Wir fahren als klarer Außenseiter nach Ludwigsburg, das sollte uns aber nicht verunsichern, ganz im Gegenteil, wenn einer liefern muss, dass sind es die Schwaben, wir können es und werden auch liefern wollen. Wir wollen ein gutes Spiel machen, auf unseren Defiziten weiterarbeiten und uns weiterentwickeln, dieses Motto verfolgen wir schon die ganze Saison und es wird sich so schnell nicht ändern. Wenn alles funktioniert und wir einen sehr guten Tag erwischen, sind wir auch für eine Sensation gut genug, davon bin ich überzeugt“ beschreibt Trainer Aigner die Lage vor der nächsten Auswärtsaufgabe.

Zum nächsten und letzten Hauptrundenspiel erwartet der SV Bayer 08 Uerdingen die Max-Reger-Städter am 16. März.

Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
Spielansetzungen Pro B

White Sharks Hannover - SC Wedding 1929
SV Bayer Uerdingen 08 - SV Krefeld 1972
SV Ludwigsburg 08 - SV Weiden 1921
SGW Rhenania/BW Poseidon Köln - SV Krefeld 1972 (19.02.)


Tabelle Pro B

1. White Sharks Hannover 123:80 +43 15:3
2. SV Ludwigsburg 08 124:71 +53 14:2
3. SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 77:108 -31 8:10
4. SV Bayer Uerdingen 08 88:94 -6 8:10
5. SC Wedding 1929 102:115 -13 7:13
6. SV Weiden 1921 88:124 -36 5:15
7. SV Krefeld 1972 59:69 -10 5:9



10.2.2019
Wieder Jubel in der Therme
Rote Laterne vorläufig in Krefeld

(prg) Weidener Wasserballer feierten am letzten Samstagabend den zweiten Saisonsieg und verlassen vorläufig das Tabellenende. Nach dem 12:10 Sieg übergaben die Oberpfälzer die rote Laterne der Pro B Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga an die Gäste aus Krefeld, die einen Tag später erneut mit 12:10 beim SC Wedding Berlin unterlagen. In Anbetracht der Restprogramme der Konkurrenten, könnte es noch ganz schwierig für die SV-ler werden, den vorletzten Tabellenrang zu verteidigen, die Punkte können dafür noch eine sehr große Bedeutung in der Endabrechnung spielen.

Die Hausherren eröffneten die Partie sehr konzentriert und gingen durch Kapitän Thomas Kick und Routinier Andreas Jahn schnell mit 2:0 in Führung. Die Krefelder verkürzten noch vor der ersten Viertelpause, wobei erneut schlechte Chancenausbeute der Weidener die Runde machte und deutlichere Führung vermied. Zum Beginn des zweiten Abschnittes glichen die Gäste 2:2 aus, ehe Weiden mit einem Doppelpack die 4:2 Führung erreichte und über 4:3 weiter auf 6:3 und 7:3 davonzog. Kurz vor Seitenwechsel verkürzte SVK noch auf 7:4 in letzter Überzahl des zweiten Viertels, die Führung der Aigner-Schützlinge gab dennoch Gründe zur Zuversicht der lautstarken Weidener Fans.

Im dritten Viertel erhöhten die Hausherren das Tempo, zwangen die Gäste zu weitern Fehlern und einigen Wasserverweisen, die letztendlich viel Kraft kosteten und mit 10:5 zur letzten Viertelpause für die scheinbar Vorentscheidung sorgten. Kaum einer glaubte noch in der Halle, die SV-ler könnten das Spiel aus der Hand geben, es wurde aber dennoch spannend. Drei Gegentreffer in Folge kassierten die Aigner-Schützlinge in den ersten drei Minuten des Schlussabschnittes und brachten sich selbst in die Lage, um die sicher geglaubten Punkte noch zittern zu müssen. Sean Ryder erhöhte kurz danach auf 11:8, SVK nutzte aber prompt die nächste Überzahl und kam wieder auf 11:9 heran. Eine turbulente Schlussphase, mit zwei Überzahlchancen auf Seite des Schwimmvereines Weiden brachte zunächst keine Vorentscheidung in der Thermenwelt, die Zeit wurde jedoch für die Gäste immer knapper. 24 Sekunden vor Spielende gelang es den Westdeutschen einen Treffer der letzten Hoffnung zu erzielen. Weiden im Ballbesitz, verwaltete gekonnt die letzten Spielsekunden, ehe ein Wasserausschluss und ein weiterer persönlicher Fehler eines Krefelder zum Strafwurf für Weiden führte. Trainer Aigner hatte die Wahl, im Ballbesitz zu bleiben, oder den Strafwurf auszuführen zu lassen und er entschied sich für die letztere Option. Eine risikobehaftete aber mute und effektvolle Entscheidung. Sean Ryder locht zum fünften Mal in dem Spiel ein und machte damit den zweite Sieg seiner Mannschaft in der Saison perfekt.

Die verbleibende Spiele der Hauptrunde , beide auswärts, bei Bayer Uerdingen und Tabellenführerbezwinger Ludwigsburg, lassen nicht viele Hoffnungen auf weitere Zähler zu. Es wird sich am Ende zeigen, was die direkten Kontrahenten aus dem Restprogramm machen, bevor die Abstiegsrunde der letzten drei der Tabelle startet.

"Der Sieg ist das wichtigste, was jetzt zählt. Das es wieder so spannend wird, das muss ich nicht unbedingt haben. Wir kommen durch unsere spielerische Überlegenheit zu vielen Überzahlchancen, investieren viel in unser Spiel und scheitern dann einfach zu oft im Abschluss, das ist einfach Schade für die Mannschaft, die hätte sich nämlich den einen oder anderen Punkt mehr verdient. Ich hoffe, dass der Aufwärtstrend bestehen bleibt und wir können uns im Abschluss verbessern, dann sind wir aber auf jeden Fall voll im Geschäft" äußert sich Mannschaftsleiter Irek Luczak erfreut und optimistisch.

SV Weiden - SV Krefeld 12:10 (1:1, 5:3, 3:1, 2:5)
Wasserverweise: Weiden 12 + Strafwurf, Krefeld 18+Spielzeitstrafe+Strafwurf
Schiedsrichter: Jens Boysen und Evgeny Belov
DWL-Spielbeobachter: Winfried Horsch
"Spieler des Tages": Thomas Kick (Weiden)
Zuschauer: 105

SV Weiden spielte mit
Matthias Kreiner im Tor, Toni Hinz, Alexander Hinz, Michael Trottmann (2 Tore), , Thomas Kick (1), Denis Reichert (1), Jakob Ströll, Robert Reichert (1), Marek Janecek (1), Andreas Jahn (1), Sean Ryder (5), Alex Schäfer und Andreas Widiker
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
Pro B - Ergebnisse
SV Bayer Uerdingen 08 - SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 8:9
SV Weiden 1921 - SV Krefeld 1972 12:10
SV Ludwigsburg 08 - White Sharks Hannover 13:10
SC Wedding 1929 - SV Krefeld 1972 12:10

Pro B - Tabelle
1. White Sharks Hannover 123:80 +43 15:3
2. SV Ludwigsburg 08 124:71 +53 14:2
3. SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 77:108 -31 8:10
4. SV Bayer Uerdingen 08 88:94 -6 8:10
5. SC Wedding 1929 102:115 -13 7:13
6. SV Weiden 1921 88:124 -36 5:15
7. SV Krefeld 1972 59:69 -10 5:9



7.2.2019
Es ist noch alles drin
Weidener empfangen Direktkonkurrent Krefeld

(prg) Der Plan, die rote Laterne in Köln abzustellen ist letzten Sonntag leider nicht aufgegangen. Die Chance besteht am kommenden Samstag leider nicht mehr, mit einem Sieg könnten die Oberpfälzer jedoch punktetechnisch mit Krefeld und Wedding gleichziehen und sich damit gut für die Abstiegsrunde positionieren. Das Spiel beginnt um 18.00 Uhr.

Das Spiel in Krefeld ging zwar mit 8:7 Toren, denkbar knapp an die Krefelder. Die Weidener haben, aufgrund schlechterer Chancenausbeute, den möglichen Sieg aus der Hand gegeben und wollen sich jetzt in Weiden revanchieren. Die Erfahrungen des letzten Wochenendes mit zwei Niederlagen beflügeln sicher wenig, dennoch wollen die Oberpfälzer den Kopf nicht in den Sand stecken, ganz im Gegenteil: "Besonders die Niederlage in Köln ist ärgerlich und könnte in der Endabrechnung, ähnlich wie der Punktverlust in Weiden, uns noch wehtun. Wir wollen aber nicht jammern, wir werden weiter kämpfen und versuchen jede Chance zu ergreifen, den siebten Platz in der Endabrechnung noch zu vermeiden" beschreibt Kapitän Thomas Kick die Gemüter im Team, "Es bleibt dabei, wenn wir unsere Chancen effektiver nutzen, können wir jeden, von unseren direkten Konkurrenten schlagen, dazu gehört auch Krefeld" ergänzt Trainer Thomas Aigner.

Die Gäste aus der Seidenstadt mussten in den letzten Wochen und Monaten mit massiven Problemen mit ihrer Trainings- und Spielstätte kämpfen und bestritten am 1. Dezember letztes Jahres ihr letztes Punktspiel. Hier wäre Weiden deutlich im Vorteil, in diesem Zeitraum spielten sie 6 Punktspiele uns absolvierten im Januar ein Trainingslager mit einem Trainingspartner auf Gran Canaria.

Der Wille, weitere Punkte einzufahren, die so wichtig für die Endabrechnung sind, die Heimstärke und die genannten Vorteile sollen die Weidener Mannschaft zum zweiten Saisonsieg treiben. Wenn die Anhänger der SV-ler zahlreich in der Therme erscheinen, um ihre Wasserballer zu unterstützen, könnten sie sogar als "achter" Mann die entscheidende Rolle am Samstag spielen.
Die Verantwortlichen wissen um die Stärken der Gäste, die vor der Saison aktiv auf dem Transfermarkt und zuversichtlich in die neue Runde starteten. Aktuell bleiben die ambitionierten Krefelder weit hinter ihren Erwartungen zurück, was allerdings die Aufgabe für die Weidener nicht unbedingt leichter macht. Eins scheint sicher, Spannung und Emotionen sind in der Therme vorprogrammiert. Besuch lohnt sich auf jeden Fall.


Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
Spielansetzungen, Pro B
SV Bayer Uerdingen 08 - SGW Rhenania/BW Poseidon Köln
SV Weiden 1921 - SV Krefeld 1972
SV Ludwigsburg 08 - White Sharks Hannover
SC Wedding 1929 - SV Krefeld 1972 (Sonntag)

Tabelle, Pro B
1 . White Sharks Hannover 113:67 +46 15:1
2 . SV Ludwigsburg 08 111:61 +50 12:2
3 . SV Bayer Uerdingen 08 80:85 -5 8:8
4 . SGW Rhenania Köln 68:100 -32 6:10
5 . SC Wedding 1929 90:105 -15 5:13
6 . SV Krefeld 1972 39:45 -6 5:5
7 . SV Weiden 1921 76:114 -38 3:15



4.2.2019
Rote Laterne immer noch in Weiden
Weidener gehen in Hannover und Köln leer aus
 
(prg) Nach den letzten zwei Spieltagen mit drei Punkten wuchs der Appetit in Weiden auf weitere Punkte in der Pro B der Deutschen Wasserball-Liga. Die Mannen um Trainer Aigner witterten sogar die Chance, die rote Laterne in Köln losbringen zu können. Daraus wurde jedoch nichts. Während die 10:4 Niederlage am Samstag in Hannover zu erwarten war, kam die nächste in Köln mit 10:5 Toren enttäuschend hinzu. Am kommenden Wochenende müssten die Oberpfälzer zuhause gegen Krefeld wieder punkten, sonst wird es immer schwerer, den direkten Klassenverbleib noch zu erreichen.
 
Ersatzgeschwächt schlugen sich die SV-ler anfangs noch relativ munter bei den White-Sharks in Hannover. Gingen zwar mit 3:1 zur ersten Viertelpause, kamen dann aber noch auf 5:3 zur Halbzeit und 6:4 direkt nach dem Seitenwechsel heran, verpassten aber den Anschlusstreffer in Überzahl zu erzielen und mussten nach und nach die Überlegenheit der Hausherren anerkennen. Matthias Kreiner hielt zwar seine Mannschaft lange im Spiel, am Ende fehlten jedoch die Wechselmöglichkeiten, um das Spiel enger zu gestalten. „Wir waren nicht zwingend genug, um hier was mitnehmen zu können, die Punkte bleiben verdient in Hannover“ erklärte Trainer Thomas Aigner kurz nach dem Samstagsspiel.
 
Am Sonntag in Köln waren die Hoffnungen schon viel größer, etwas Zählbares mitzunehmen, es gab schließlich auch die direkte Chance, die rote Laterne den Kölnern zu überlassen aber leider blieb es nur bei der Hoffnung. Das Spiel verlief ähnlich wie das am Vortag in Hannover.
Die Weidener verschliefen ein wenig den Beginn (1:3), rappelten sich wieder im zweiten Abschnitt, kamen auf 6:4 zur Halbzeit heran, verpassten aber wiederholt im dritten Abschnitt, das Spiel umzubiegen, diverse Chancen in Überzahl und ein Strafwurf wurden vergeben, den Anschluss zu bekommen.
Zum Beginn des dritten Viertels handelte sich der Routinier Sean Ryder eine Spielzeitstrafe und spätestens zu diesem Zeitpunkt war es klar, dass es auch in Köln nichts mitzunehmen geben wird, zumindest nichts, was sich in der Tabelle auswirken könnte. „Ein erneut starker Matthias Kreiner im Tor und die Leistung der jungen Rechert-Brüder und Andreas Widiker sind das Positive, das wir mitnehmen müssen“ lobte der SV-Coach die Youngsters Abteilung seines Kaders.

 
Am kommenden Samstag gastiert der nächste, potenzielle Kontrahent der Oberpfälzer, um die Plätze 5-7 in der Abstiegsrunde SV Krefeld 72 in Weiden. Wollen die SV-ler noch die rettenden Plätze 5 und 6 in ihrer Reichweite behalten und damit die Relegation vermeiden, müssen sie gegen Krefeld punkten. Die Heimstärke der Max-Reger-Straße ist bekannt, die Hoffnung bleibt also bestehen.
 
Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
Pro B – Ergebnisse
 
White Sharks Hannover – SV Weiden 10:4 (3:1, 2:2, 3:1, 2:0)
Wasserverweise: Hannover 6 + Spielzeitstrafe + Strafwurf, Weiden 10
„Spieler des Tages“: Niclas Schipper (Hannover)
 
SGW Rhenania/BW Poseidon Köln – SV Weiden 10:5 (3:1, 3:3, 3:0, 1:1)
Wasserverweise: Köln 7, Weiden 3 + Spielzeitstrafe + Strafwurf
„Spieler des Tages“: Spencer Hamby (Köln)
 
Die Weidener spielten mit Matthias Kreiner im Tor,
Felix Glaß, Michael Trottmann, Thomas Kick (1 Tor in Hannover / 1 Tor in Köln), Denis Reichert (1/1), Jakob Ströll, Robert Reichert (-/2), Marek Janecek (1/-), Andreas Jahn (-/1), Sean Ryder (1/-) und Andreas Widiker
Trainer Thomas Aigner
 
SC Wedding Berlin – SV Ludwigsburg 10:11
 
Pro B – Tabelle
 
1. White Sharks Hannover 113:67 +46 15:1
2. SV Ludwigsburg 08 111:61 +50 12:2
3. SV Bayer Uerdingen 08 80:85 -5 8:8
4. SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 68:100 -32 6:10
5. SC Wedding 1929 90:105 -15 5:13
6. SV Krefeld 1972 39:45 -6 5:5
7. SV Weiden 1921 76:114 -38 3:15


31.1.2019
Nach der Pflicht in Hannover soll die Kür in Köln folgen
SV-Weiden vor einem schweren Doppelspieltag

(prg) Drei Punkte aus den letzten zwei Spielen, so könnte es weitergehen, wenn es nach Geschmack der Weidener Wasserballer ginge. Auch wenn die Mannschaft um Trainer Thomas Aigner, sich mit Rückenwind ausgestattet am kommenden Wochenende auf die Reise macht, ist es ihr bewusst, dass die Ausbeute eher nur begrenzt möglich ist. Am Samstag, beim Tabellenführer White Sharks Hannover, werden dem SV Weiden kaum Chancen eingeräumt, während im Spiel am Sonntag beim Tabellennachbarn Rhenania Köln sicherlich alles möglich ist. Sollte es in Köln mit einem Sieg der Oberpfälzer klappen, würden sie endlich die rote Laterne der Liga abgeben.

Die weißen Haie aus Hannover beißen so richtig in der laufenden Saison und steuern, bisher ungeschlagen, direkt auf die Meisterschaft der Pro B Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga zu. Vor dem Spiel gegen Weiden vermelden die Niedersachsen die Vollständigkeit des Kaders und wollen, den Punktverlust aus dem letzten Spieltag unbedingt wieder gutmachen. Für die Oberpfälzer sind die Haie in voller Besetzung in heimischen Gewässern wohl eine Nummer zu groß, deshalb heißt es für die SV-ler "ein gutes Spiel machen und verletzungsfrei nach Köln reisen, um dort für so wichtige Punkte zu kämpfen".

Auch in Köln sind die Gäste aus der Max-Reger-Stadt sicherlich nicht favorisiert, allerdings auch nicht ganz chancenlos. Noch beim Aufstiegsturnier im Juli verloren die Aigner-Schützlinge das Spiel gegen die Rheinländer. Vor zwei Wochen patzten die Weidener drei Sekunden vor Spielende und gaben, den bereits sicher geglaubten Sieg aus der Hand. Jetzt ist die Zeit also reif, um den ersten Sieg einzufahren.
 
"Die Kölner sind auf jeden Fall in unserer Reichweite und will wollen endlich auch Auswärtspunkte holen. In der Hauptrunde ist es wahrscheinlich die letzte Chance und deshalb gilt es mit höchste Konzentration und voller Leidenschaft diese Begegnung anzugehen" beschreibt Trainer Aigner sein Vorhaben in der Domstadt. Bisher stehen dem Trainer alle Spieler, bis auf den langverletzten Nikolaj Neumann, zur Verfügung.
"Unsere U18-Fraktion macht aktuell mit riesen Schritten eine tolle Entwicklung, das hilft uns einzelne Ausfälle gut zu kompensieren. Wir blicken zuversichtlich der Aufgabe in Köln entgegen. Wenn wir unsere Spiellinie auflegen und verfolgen, sowie die Chancenausbeute verbessern, sind wir gut im Geschäft"
ergänz der Weidener Coach.

Deutsche Wasserbal-Liga 2018/2019
Spielansetzungen Pro B

White Sharks Hannover - SV Weiden 1921
SC Wedding 1929 - SV Ludwigsburg 08
SGW Rhenania/BW Poseidon Köln - SV Weiden 1921 (Sonntag)

Tabelle Pro B

1. White Sharks Hannover 103:63 +40 13:1
2. SV Ludwigsburg 08 100:51 +49 10:2
3. SV Bayer Uerdingen 08 80:85 -5 8:8
4. SC Wedding 1929 80:94 -14 5:11
5. SV Krefeld 1972 39:45 -6 5:5
6. SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 58:95 -37 4:10
7. SV Weiden 1921 67:94 -27 3:11


27.1.2019
Ein Krimi mit Happy-End in der Therme
Weidener machen den ersten Sieg perfekt

(prg) Was Spannung anbetrifft, lassen die Wasserballer des Schwimmvereines Weiden ihren Anhängern nichts vermissen und jetzt lieferten sie endlich auch noch den ersten Sieg dazu. Nach einer wiederholt dramatischen Partie, am vergangenen Samstag in der Thermenwelt, stiegen die Weidener endlich als Sieger aus dem Becken, nachdem Sie mit 13:10 Toren gegen SC Wedding Berlin den ersten 2-Punkte Erfolg der Bundesligasaison unter Dach und Fach brachten.

Die Mannen um den Kapitän Thomas Kick starteten sehr konzentriert und voller Leidenschaft in die Partie. Die Gäste aus der Bundeshauptstadt schienen große Probleme mit den schnellen Angriffen der Hausherren zu haben, gingen aggressiv zur Sache und zahlten mit 10(!) Wasserverweisen allein im ersten Viertel einen großen Preis für ihre harte Linie. Die Weidener spielten ihre Überzahlen zwar besser, als in den vergangenen Spielen aus und führten zur ersten Pause mit 5:2, auch wenn die Ausbeute immer noch nicht ganz optimal zu bewerten war. Gleich zum Beginn des zweiten Abschnittes eröffnete sich für die Oberpfälzer die große Chance, das Spiel sogar vorzeitig zu entscheiden. Nach einer, als Tätlichkeit eingestufter Handlung wurde ein Berliner zum Ende des Spiels des Wassers verwiesen, obendrauf gab es noch einen Strafwurf und vier Minuten Überzahl für die Weidener. Den Strafwurf verwandelte Jakob Ströll, aus der Überzahlzeit konnten die Aigner-Schützlinge allerdings gar keinen Kapital schlagen. Die vier Minuten gingen gerade mal mit 1:1 aus und die Berliner schaften es sogar, nach ihrer Unterzahlphase, sogar auf 7:5 zur Halbzeit zu verkürzen.

Nachdem die Gäste direkt nach dem Seitenwechsel zum 7:6 Anschluss trafen und kurze Zeit später sogar den 7:7 Ausgleich erzielten, drohte das Spiel endgültig zu kippen. Doch die Zuschauer in der Thermenwelt gaben ihre SV-ler genau so wenig, wie auch Trainer Aigner auf. Nachdem Aigner seine taktische Auszeit nutzte, um sein Team zu mobilisieren, peitschten die Fans die Reger-Städter lautstark nach vorne. Die Maßnahmen wirkten tatsächlich. Die Weidener gingen sichtlich konzentrierter durch Marek Janecek mit 8:7 in Führung zur letzten Viertelpause. Gleich zu Beginn des Schlussabschnittes war es wieder Janecek, der in Überzahl einlochte (9:7), ehe der Weidener Youngster Robert Reichert auf 10:7 erhöhte und den Hexenkessel WTW endgültig zum kochen brachte. Doch so leicht gaben auch die Gäste nicht auf, sie fighteten und fighteten, es ging heiß aber fair, ständig hin und her. Die Berliner kamen auf 10:9 heran und Janecek konterte mit seinem 11:9 Treffer. Auf die Berliner Antwort musste man nicht lange warten und es stand, knappe Minute vorm Schluss, nur noch 11:10 für die Hausherren. Philipp Sertl traf in seinem Comeback auf 12:10 und erzielte damit die lange ersehnte Vorentscheidung. In der turbulenten Schlussphase nutzte nochmals Michael Trottmann die Möglichkeit, mit seinem zweiten Treffer in der Partie, den Endstand auf 13:10 zu erhöhen. Damit war es amtlich, die Weidener fuhren den ersten Sieg der Saison ein.

Im Großen und Ganzen geht der überfällige Sieg der Weidener völlig in Ordnung, zu bemängeln bleibt allerdings schon wieder die Chancenausbeute: "Wir haben schon im ersten Viertel zu wenig aus der Schwächephase des Gegners gemacht, es war aber noch nicht dramatisch. Nach dem Wasserverweis, während der vier Minuten in Überzahl müssen, wir aber das Spiel entscheiden und das ist schon sehr ärgerlich. Wir schaffen es nicht, uns entscheidend abzusetzen und lassen später sogar den Ausgelich zu. Umso mehr muss ich aber auf der anderen Seite die Moral der Mannschaft unterstreichen. Wie sie nach dem Gleichstand wieder gekommen sind, das war Klasse. Zuerst freuen wir uns über die zwei Punkte und arbeiten weiter, damit die nicht die letzten bleiben" so das kurze Fazit des SV-Trainers nach der Partie.

Nächste Woche erwartet die Weidener ein schweres Auswärtswochenende. Am Samstag haben sie ein schweres Spiel beim Tabellenführer White Sharks Hannover zu bestreiten und am Tag drauf geht es zum Tabellennachbarn Rhenania nach Köln. Während die Erfolgschancen am Samstag sehr bescheiden sind, ist in dem Spiel in Köln alles möglich. Ein Sieg der Weidener würde den Wechsel am Tabellenende bringen und wäre fundamental wichtig für die Abstiegsrunde.

SV Weiden - SC Wedding Berlin 13:10 (5:2, 2:3, 1:2, 5:3)
Wasserverweise: Weiden 15, Berlin 17+Spielzeitstrafe+Spielzeitstrafe mit Strafwurf und 4 Minuten
Schiedsrichter: Michael Staehle und Dasch Barber
DWL-Spielbeobachter: Olaf Kremmin
"Spieler des Tages": Robert Reichert (Weiden)
Zuschauer: 90

SV Weiden spielte mit
Matthias Kreiner im Tor, Andreas Widiker, Felix Glaß, Michael Trottmann (2 Tore), , Thomas Kick (1), Denis Reichert, Jakob Ströll (2), Robert Reichert (2), Marek Janecek (3), Andreas Jahn, Sean Ryder (1), Alex Schäfer (1) und Philipp Sertl (1)
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
Pro B - Tabelle

1. White Sharks Hannover 103:63 +40 13:1
2. SV Ludwigsburg 08 100:51 +49 10:2
3. SV Bayer Uerdingen 08 80:85 -5 8:8
4. SC Wedding 1929 80:94 -14 5:11
5. SV Krefeld 1972 39:45 -6 5:5
6. SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 58:95 -37 4:10
7. SV Weiden 1921 67:94 -27 3:11


24.1.2019
Nächste Herausforderung in der Therme  
SV-Wasserballer bleiben auch gegen Wedding kämpferisch
 
(prg) Mit dem Unentschieden vom vergangenen Sonntag gegen Köln waren die Wasserballer des Schwimmvereines Weiden nicht zufrieden, zumal der Punktverlust äußerst ärgerlich, drei Sekunden vorm Spielende passierte. So gesehen haben sie bisher nicht viel gewonnen, aber auch nichts verloren. Mit dem, am kommenden Samstag in der Therme gastierenden Tabellenvierten SC Wedding (Anpfiff um 18.00 Uhr), wird die Aufgabe alles andere als einfacher. Geschlagen geben wollen sie sich die Weidener aber noch lange nicht,
 
Gleich im ersten Saisonspiel mussten die Max-Reger-Städter eine deutliche 13:5 Niederlage in Berlin einstecken. Auch, wenn es bei diesem Ergebnis nicht danach scheint, waren sie mit ihrem Spiel gar nicht unzufrieden, die Chancenverwertung war damals das größte Problem. Dieses Manko scheint die Aigner-Schützlinge bis heute zu verfolgen. Ganz deutlich wurde es auch im letzten Spiel gegen Köln. Die Weidener spielen sehenswerte Angriffe heraus, spielen in jedem Spiel über weite Strecken absolut ebenbürtig, scheitern aber noch zu oft im Abschluss. Dass der Gegner auf der anderen Seite in den Schlüsselphasen zu leicht zu seinen Toren kommt, schmerzt umso mehr und spiegelt sich meist negativ im Ergebnis wider.

Laut Trainer Aigner hat es auch mit dem relativ jungem Altersdurchschnitt seiner Truppe zu tun: "Wir haben zwar einige erfahrene Akteure in unseren Reihen, einige sind aber dafür noch sehr jung und müssen, in ihrem jungen Alter, immer häufiger die Verantwortung übernehmen. Das machen sie auch sehr gut, aber in Anbetracht der Stärke des Gegners in der Bundesliga geht es manchmal eben schiff. Wir müssen weiter daran arbeiten, im Abschluss effektiver zu werden und die Nerven dabei stärken, damit wir uns, für unsere Mühen öfter mit Toren belohnen" erklärt Thomas Aigner. "Warum eigentlich nicht am Samstag damit anfangen, dafür ist es nie zu früh. Die Zuschauer haben es sich schon längst verdient, uns siegen zu sehen" ergänzt er und hofft auf wiederholt guten Zuschauerbesuch am Samstag.

 
Die Berliner, die eigentlich ihre Mannschaft noch vor dem Saisonbeginn aus dem Spielbetrieb ziehen wollten, liegen zwar völlig im Soll in der Tabelle, mit vier Punkten ist aber der Abstand für Weiden nicht unerreichbar: "Wir müssen definitiv gegen Köln, Wedding und Krefeld unsere Chancen suchen, zwei davon treffen wir sicher in der Abstiegsrunde, deshalb sind die Begegnungen so wichtig für uns" erläutert Mannschaftsleiter Irek Luczak die Lage in der Tabelle. Die Weddinger gelten zwar als heimstark, überraschten aber Angang Dezember mit einem 15:4 Kantersieg in Köln. Das mag eine Warnung sein, Quervergleiche sind aber im Wasserball sehr tückisch, deshalb wollen sich die Oberpfälzer auf das Spiel konzentrieren, um ihre beste Leistung abrufen zu können. Das könnte dann endlich zum ersten Saisonsieg reichen.
 
Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
 
Tabelle Pro-B
1. White Sharks Hannover 103:63 +40 13:1  
2. SV Ludwigsburg 08 100:51 +49 10:2  
3. SV Bayer Uerdingen 08 80:85 -5 8:8  
4. SC Wedding 1929 70:81 -11 5:9  
5. SV Krefeld 1972 39:45 -6 5:5  
6. SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 58:95 -37 4:10  
7. SV Weiden 1921 54:84 -30 1:11  


21.1.2019
Ein Remis der unglücklichen Sorte   
Drei Sekunden fehlten SV Weiden zum ersten Saisonsieg
 
(prg) Es gibt Unentschieden, die freuen und auch welche, die ärgern. Das letzte Remis der Weidener Wasserballer am vergangenen Sonntag ist eins von den schmerzhaften. Drei Sekunden vor Spielende führten die SV-ler noch mit 13:12, ein folgenschwerer Fehler zog einen Strafwurf gegen die Hausherren nach sich, den die Gäste aus Köln nutzten und ein Remis in der Thermenwelt retteten.
 
Eine sehenswerte, sehr unterhaltsame Partie zweier Tabellennachbarn konnten, trotz der ungewöhnlichen Spielzeit, zahlreich erschienenen Anhänger des Weidener Wasserballsportes am Sonntagmittag in der Thermenwelt erleben. Die Weidener gaben das Spieltempo vor und erspielten sich vom Beginn an sehr viele Überzahlchancen, die über die gesamte Spieldauer einfach zu selten genutzt wurden; "Wenn wir eine Überzahlquote von 25 Prozent spielen, brauchen wir uns eigentlich nicht wundern, wenn es am Ende eng wird. Mit besserer Ausbeute müssten wir der unglücklichen Aktion am Ende des Spiels gar keine Beachtung schenken, das Spiel hätte viel früher entschieden werden müssen. Uns unterliefen insgesamt viel zu viele persönliche Fehler. Du kannst üben, was das Zeug hält, am Ende machst Du nichts daraus, wenn so viele Einzelfehler passieren. Wir könnten wir uns über diesen Punkt freuen, leider überwiegt aktuell das Gefühl des verlorenen Zähler. Wir hoffen, es nächste Woche gegen Wedding besser zu machen. Es wird aber sicherlich nicht einfacher" haderte Trainer Thomas Aigner direkt nach dem Abpfiff mit dem unglücklichen Punktverlust.
 
So nah an einem Sieg waren die Oberpfälzer in dieser Saison in der Tat noch nicht. Die Einstellung und die körperliche Verfassung schienen zu stimmen, doch die Treffsicherheit und einige falsche Entscheidungen hielten die Gäste dauerhaft im Spiel. Nach dem 2:1 Zwischenstand im ersten Viertel ging die SV-ler das ganze Spiel lang nicht mehr in Führung, obwohl sie eine ganze Reihe von Chancen stets auf der Hand hatten. Sogar eine doppelte Überzahl wurde vergeben und so spielte es sich meiste Zeit ab. Der 10:10 Zwischenstand in der letzten Viertelpause ließ alle Optionen offen, für beide Teams. So gingen die Weidener zuerst in Führung, ließen sich aber mit einem Doppelpack des Gegners wieder die Butter vom Brot nehmen, doch diesmal wurden die Überzahlen gekonnt ausgespielt und der Routinier Andreas Jahn erzielte in der letzten Minute die lange ersehnte Führung. Die Kölner verpasstes es im darauffolgenden Angriff eine gefährliche Szene zu gestalten und die Weidener erkämpften sich, zur Freude ihrer Anhänger den Ball wieder. Die Zuschauer jubelten, sahen den ersten Sieg der Weidener bereits sicher und glaubten ihren Augen nicht, als drei Sekunden vor Ertönen der Endsirene ein Strafwurf gegen die Hausherren verhängt wurde. Einem Stürmerfoul, folgte eine unüberlegte und als unsportlich eingestufte Handlung eines Weidener Spielers, die der Schiedsrichter mit einem Strafwurf sanktionierte. Die Kölner nutzten die Chance und retteten am Ende nicht ganz unverdient einen Punkt in der Oberpfalz.
 
Die Weidener müssen weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Nächsten Samstag gastiert der SC Wedding Berlin in der Thermenwelt, kein leichtere Gegner als die Kölner, aber sicherlich im Rahmen der Weidener Möglichkeiten. Anpfiff ist um 18.00 Uhr.
 
SV Weiden -  SGW Rhenania/BW Poseidon Köln  13:13 (3:4, 4:3, 3:3, 3:3)
Wasserverweise: Weiden 8 + Strafwurf + Spielzeitstrafe, Köln 16 + Strafwurf
Schiedsrichter: Rainer Spiegel, Ulrich Spiegel
DWL-Beobachter: Kurt Heidmann
"Spieler des Tages": Spencer Hamby (Köln)
Zuschauer: 115
 
SV Weiden spielte mit Matthias Kreiner im Tor,
Andreas Widiker, Feix Glaß, Michael Trottmann, Thomas Kick (1 Treffer), Denis Reichert (4), Jakob Ströll (4), Robert Reichert, Marek Janecek (1), Andreas Jahn (2), Sean Ryder (1), Alex Schäfer und Fabio Guarino
Trainer Thomas Aigner
 
Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
Pro B - Ergebnisse
SV Bayer Uerdingen 08 - White Sharks Hannover 11:11
SV Ludwigsburg 08 - SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 19:7
SV Weiden 1921 - SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 13:13
 
Pro B - Tabell
1 . White Sharks Hannover 103:63 +40 13:1
2 . SV Ludwigsburg 08 100:51 +49 10:2
3 . SV Bayer Uerdingen 08 80:85 -5 8:8
4 . SC Wedding 1929 70:81 -11 5:9
5 . SV Krefeld 1972 39:45 -6 5:5
6 . SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 58:95 -37 4:10
7 . SV Weiden 1921 54:84 -30 1:11


17.1.2019
Dieses Spiel zählt doppelt  
Weidner Wasserballer empfangen Tabellennachbarn Köln
 
(prg) Wenn der Tabellennachbar des Schwimmvereines Weiden in der Thermenwelt gastiert, wird über einem 4-Punkte Spiel gesprochen. Nach dem neuen Spielsystem werden die Hauptrundenpunkte in die Abstiegsrunde mitgenommen und es ist davon auszugehen, dass sowohl Weiden als auch Köln in diese Runde zu spielen hat. Die Weidener sind nicht komplett und nicht alle Spieler ganz fit, sie bleiben aber trotz des Ausfalls von Niko Neumann kämpferisch und wollen unbedingt ihre ersten Punkte einfahren. Das Spiel findet ungewöhnlich am Sonntag um 11.30 Uhr statt.
 
Torwart Matthias Kreiner konnte in den letzten zwei Wochen nicht trainieren, ist jedoch wieder gesund und wird spielen können. Jakob Ströll ist nach einer Entzündung noch ein wenig geschwächt und Nikolaj Neumann wird nach dem offenen Daumenbruch mehrere Wochen ausfallen. Diese Nachrichten sorgen sicherlich nicht für Euphorie in den Reihen der Weidener, dennoch bleiben die Oberpfälzer optimistisch.

Letzte Woche absolvierte die Mannschaft um Trainer Thomas Aigner eine sehr interessante Trainingsmaßnahme auf Gran Canaria und versucht jetzt aus den gesammelten Erfahrungen Kraft und Zuversicht zu gewinnen. Es wurden sechs intensive Trainingseinheiten in vier Tagen mit vielen taktischen Einheiten beim anspruchsvollen Trainingspartner auf der Insel absolviert und sehr viel für den Zusammenhalt und Mannschaftsgeist getan. Trainer Aigner berichtet von sehr wertvollen Tagen. "Wir werden mit der gleichen Mannschaft spielen, die letzte Woche im Traingslager zusammentrainierte und dazu kommt noch Matze. Dann können wir sehen, was wir verbessern konnten. Alle haben sehr gut gearbeitet und hatten sichtlich viel Spaß miteinander, das bringt uns auf jeden Fall weiter und ich hoffe, es zahlt sich schon am Sonntag aus", so der SV-Coach. Die Punkte können die Oberpfälzer sicherlich gut gebrauchen, einfach wird es aber auch nicht und das wissen sie.

 
Die Kölner überraschten zu Beginn der Saison mit einem Sieg gegen SV Krefeld und einem Remis gegen Bayer Uerdingen, liegen aber immer noch in greifbarer Nähe, direkt vor SV Weiden in der Tabelle. Bereits am 1. Juli, im Abschlussspiel des Aufstiegsturniers begegneten sich die beiden Kontrahenten. Der SV Weiden verlor damals im Schätzlerbad mit 11:14 Toren, allerdings war dem SV Weiden, nach zwei Siegen Tags davor, der Aufstieg bereits sicher und die Spannung sichtlich entwichen. Aber auch dies haben die Weidener nicht vergessen und brennen auf die Revanche. Wederholt appellieren die SV-ler an ihre Anhänger, zahlreich in der Therme zu erscheinen und ihnen helfen, die bestmögliche Leistungen mit starker Kulisse abzuliefern, auch wenn das Spiel ungewöhnlich am Sonntag stattfindet.
 
Die erwartete Aufstellung der Weidener am Sonntag
Matthias Kreiner im Tor, Toni Hinz, Felix Glaß, Michael Trotmann, Thomas Kick, Dennis Reichert, Jakob Ströll, Robert Reichert, Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder, Fabio-Leonardo Guarino und Alex Schäfer
 
Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
Spielansetzungen Pro-B
SV Bayer Uerdingen 08 - White Sharks Hannover
SV Ludwigsburg 08 - SGW Rhenania/BW Poseidon Köln
SV Weiden 1921 - SGW Rhenania/BW Poseidon Köln (So)
 
Tabelle Pro-B
1. White Sharks Hannover 92:52 +40 12:0
2. SV Ludwigsburg 08 81:44 +37 8:2
3. SV Bayer Uerdingen 08 69:74 -5 7:7
4. SC Wedding 1929 70:81 -11 5:9
5. SV Krefeld 1972 39:45 -6 5:5
6. SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 38:63 -25 3:7
7. SV Weiden 1921 41:71 -30 0:10
 
Anbei Bild (prg): Gran Canaria, Januar 2019

gran canaria

9.1.2019
Wasserballer wieder auf Gran Canaria
Schmerzhafte Ausfälle trüben die Stimmung

(prg) Nach einer kurzen Weihnachtspause geht es bei den Weidener Wasserballern mit der laufenden Saison weiter. Aufgrund der alten Kontakte des Trainers Thomas Aigner mit dem Kanarischen Klub CN Metropole Las Palmas kommt es wiederholt zu einer gemeinsamen Trainingsmaßnahme auf Gran Canaria, die Weidener Wasserballer gastieren von 10.01. bis 13.01. auf der Insel.

Bereits im Herbst 2009 trainierten die SV-ler in Las Palmas. Thomas Aigner absolvierte damals, kurz davor, sein Auslandssemester auf Gran Canaria und knöpfte viele Kontakte in der Wasserballszene der Insel. Es kam schnell zu einer Vorbereitungsmaßnahme, die damals gehörige Früchte trug. Die Weidener stiegen in der damaligen Saison in die Gruppe A der Deutschen Wasserball-Liga und platzierten sich am Ende auf dem historischen Rang sechs der höchsten Deutschen Spielklasse, was letztendlich auch die Teilnahme im Europa-Cup (Kotor 2010) ermöglichte. Letztes Jahr wurden die Kontakte erfrischt und eine weitere Maßnahme auf der Insel erfolgreich absolviert. „Wir haben gute Erinnerungen an Las Palmas und hoffen, mit dieser Maßnahme einen zusätzlichen Schub in die Mannschaft zu bekommen“ sagte Trainer Aigner damals, „Sieben bis acht Trainingseinheiten mit einem anspruchsvollen Gegner bringen uns sicherlich weiter. Außerdem wollen wir in der gemeinsamen Zeit weiter zusammenwachsen. Ich freue mich sehr, dass es wieder klappt“ freut sich Trainer Aigner auch diesmal auf die vielversprechende Maßnahme. Seine Freude hält sich jedoch aktuell in Grenzen, denn die jüngsten Ereignisse trüben seine Stimmung gewaltig.

Neumann fällt länger aus, Kreiner bleibt zuhause, Strölls Teilnahme ungewiss.
Anfang der Woche wurde beim Torwart Matthias Kreiner eine Lungeninfektion diagnostiziert und die Teilnahme im Trainingslager durch die Ärzte untersagt. Am Dienstag zog sich Nikolaj Neumann im Training einen offenen Bruch des linken Daumens zu. Nicht nur im Trainingslager, sondern mehrere Wochen wird er jetzt ausfallen. Auch die Mitreise des Centers Jakob Ströll bleibt ungewiss, er laboriert immer noch an seiner Entzündung, die er sich zwischen den Feiertagen einhandelte. „Das Jahr beginnt gar nicht gut für uns und wir haben uns so auf das Trainingslager gefreut. Nikos Verletzung ist sehr ärgerlich, den werden wir länger vermissen müssen. Wir hoffen, dass Matze und Jakob bald wieder im Training sind. Am 20. Januar geht es wieder los, das Spiel gegen Köln ist für uns richtungsweisend“ erklärt Kapitän Thomas Kick. Trainer und Mannschaft bleiben auf jeden Fall entschlossen, trotz der Rückschläge, für gute Stimmung zu sorgen und geschlossen weiterabreiten: „Die Spielerdecke ist nicht besonders Dick, jeder Ausfall tut uns weh, aber jammern hilft auch nichts“.


17.12.2018
Doch keine Bescherung in der Therme
Bayer Uerdingen am Ende zu stark für die Weidener

(prg) Drei Viertel lang waren die Weidener mindestens auf der Augenhöhe mit den Gästen aus Uerdingen, aber eben nur gute drei Viertel und nicht das ganze Spiel lang. Am Ende entschieden die Seidenstädter die Partie doch noch sehr deutlich für sich und vermasselten den SV-lern die erhoffte Bescherung sogar noch mit 17:10 Toren. Damit bleiben die Oberpfälzer ohne Punkte Tabellenschlusslicht und müssen weiter auf die ersten Punkte in der Deutschen Wasserball-Liga warten.

Das Spiel eröffneten die Gäste mit der 1:0 Führung, ehe die Hausherren mit dem ersten verschossenen Strafwurf, die Serie der vergebenen Chancen begannen. Hart umkämpft lieferten sich die Kontrahenten ein sehr intensives und spannendes Spiel. Die Gäste investierten viel Kraft und riskierten mit einer aufwändigen Pressdeckung hohe Foulbelastung. Die Weidener bekamen dann die Chancen, sich in Überzahl zu revanchieren, die blieben aber leider meist ungenutzt. Nicht nur zwei Strafwürfe, sondern auch sieben von zwölf Überzahlen ließen die Weidener liegen, in dem sie meist das Aluminium trafen, anstatt in die Maschen des gegnerischen Tores einzuwerfen. Mit 2:2 im ersten und 3:3 im zweiten Viertel waren die Krefelder eigentlich noch gut bedient. Zum Beginn der zweiten Halbzeit gingen die Max-Reger-Städter sogar noch in die erste Führung in dieser Partie, die allerdings auch die einzige an diesem Abend blieb.

War der Zwischenstand vor dem Schlussviertel mit 7:8 Toren noch vielversprechend, entwickelten sich die letzten Minuten der Partie doch noch schmerzhaft für die Weidener. Sehr couragiert gingen sie bis zum 10:10 Zwischenstand, gute vier Minuten vor Spielende zu Sache, was dann geschah, erstarrte allerdings die bisher begeisterten Zuschauer. Die Gäste nutzten die schwächere Schlussphase der Weidener und präsentierten mit sieben Toren in Folgen ihre spielerische Stärke. „Das ist bitter, aber wenn Du nicht aufpasst, geht es eben so schnell. Bei Spieler dieser Qualität, wie beispielweise Lazar Kilibarda, kann man sich kaum Nachlässigkeiten erlauben, die werden sofort bestraft. Diesmal konnten wir sogar fast das ganze Spiel mithalten, lediglich die letzten vier Minuten müssen wir schnell vergessen. Hätten wir früher unsere Chancen genutzt, wäre das Spiel sicher ganz anders ausgegangen, es ist einfach schade“ haderte Kapitän Thomas Kick nach dem Spiel mit den vergebenen Chancen seines Teams.

Eine Woche wollen die SV-ler nach trainieren, dann gibt es eine knappe Woche Weihnachtspause. Anfang Januar werden die Aigner-Schützlinge ein Trainingslager auf Gran Canaria absolvieren, um sich einen weiteren Schliff für die Restsaison zu verpassen. Mit Köln am 20. Und Wedding am 26. Januar kommen die weiteren Gegner und mit ihnen die Chance, die ersten Punkte einzufahren.

SV Weiden – SV Bayer 08 Uerdingen 10:17 (2:2, 3:3, 2:3, 3:9)
Wasserverweise: Weiden 12+Strafwurf, Uerdingen 12+2 Strafwürfe
Schiedsrichter: Rüdiger Trommer und Peter Schneider
DWL-Beobachter: Manfred Vater
Spieler des Tages: Aleks Sekulic (Uerdingen)
Zuschauer: 95

SV Weiden spielte mit Matthias Kreiner im Tor, Nikolaj Neumann (1 Tor), Felix Glaß (1), Michael Trottmann (1), Thomas Kick (2), Denis Reichert, Jakob Ströll (1), Robert Reichert, Marek Janecek (1), Andreas Jahn, Sean Ryder (3), Andreas Widiker, Fabio Guarino
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
Ergebnisse Pro-B



White Sharks Hannover - SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 18:7



SV Weiden 1921 - SV Bayer Uerdingen 08 10:17

Tabelle Pro-B
1. White Sharks Hannover 92:52 +40 12:0
2. SV Ludwigsburg 08 81:44 +37 8:2
3. SC Wedding 1929 65:65 0 5:7
4. SV Bayer Uerdingen 08 53:69 -16 5:7
5. SV Krefeld 1972 39:45 -6 5:5
6. SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 38:63 -25 3:7
7. SV Weiden 1921 41:71 -30 0:10


13.12.2018
Bereit zu punkten
Weidener Wasserballer empfangen Bayer 08 Uerdingen

(prg) Es hätte rein nominell auch einfachere Gegner für die Weidener gegeben, als der Pro-A-Absteiger SV Bayer 08 Uerdingen. Dennoch brennen die Aigner-Schützlinge auf ihre ersten Punkte in der laufenden Bundesligasaison. Bereits vor zwei Wochen, bei der SV Krefeld waren sie nämlich schon kurz davor (7:8 Niederlage) und wollen jetzt ihre gute Entwicklung, mit der Heimstärke vermischt nutzen, um direkt vor Weihnachten die ersten Punkte einzufahren. Das Spiel beginnt am Samstag um 18.00 Uhr in der WTW.

Schon der Abstieg der Uerdinger aus der Top-Acht letzte Saison war eine große Enttäuschung des traditionsreichen Vereines, jetzt hängen sie auch in der Tabelle der B-Gruppe, für ihre Verhältnisse abgeschlagen und bleiben weit von ihren eigenen Erwartungen entfernt zurück. An sich sind es keine schlechten Voraussetzungen auch für die Weidener, gegen die angeschlagene Truppe zu punkten, wäre da nicht der letzte, klarer Sieg im Deutschen Pokal gegen den Lokalrivalen, Duisburger SV98. Überraschend klar setzten sich die Sekulic-Schützlinge am letzten Samstag gegen den Pro-A Vertreter aus Duisburg und dürften dabei eine gute Portion an Selbstvertrauen vor der Partie in der Oberpfalz tanken.

Doch die Weidener wollen sich damit nicht beschäftigen, sondern selbst aus eigenen Kräften schöpfen und die gute Entwicklung der letzten Wochen mit einem Sieg zuhause krönen. „Wir hatten bis jetzt mit den stärksten der Gruppe zu tun, haben vor zwei Wochen in Krefeld gesehen, dass wir durchaus konkurrenzfähig sind und jetzt wollen wir endlich punkten. Wir wollen uns mit keinen Quervergleichen beschäftigen, Bayer ist nominell stärker als wir, es muss aber unser klarer Anspruch sein, endlich zu gewinnen. Die Truppe hat es drauf“ beschreibt Trainer Thomas Aigner seine Erwartungen. Die Mannschaft brenne auf das letzte Spiel des Jahres und wolle sich selbst bescheren: „Wir gehen direkt nach dem Spiel zu unserer Weihnachtsfeier und möchten uns selbst beschenken. Das wäre wirklich sehr schön“ ergänzt er noch.

Bisher steht dem Trainer der gesamte Kader zur Verfügung. Er ist mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden und hofft mit der gesamten Mannschaft, trotz Vorweihnachtszeit, auf rege Zuschauerunterstützung.
Die voraussichtliche Aufstellung für das Spiel gegen Uerdingen:
Matthias Kreiner im Tor, Nikolaj Neumann, Felix Glaß, Michael Trottmann, Thomas Kick, Denis Reichert, Jakob Ströll, Robert Reichert, Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder, Andreas Widiker, Fabio Guarino/Toni Hinz
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019

Spielansetzungen Pro-B
White Sharks Hannover
  • SGW Rhenania/BW Poseidon Köln
SV Weiden 1921
  • SV Bayer Uerdingen 08

Tabelle Pro-B
1. White Sharks Hannover 74:45 +29 10:0
2. SV Ludwigsburg 08 81:44 +37 8:2
3. SC Wedding 1929 65:65 0 5:7
4. SV Krefeld 1972 39:45 -6 5:5
5. SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 31:45 -14 3:5
6. SV Bayer Uerdingen 08 36:59 -23 3:7
7. SV Weiden 1921 31:54 -23 0:8



2.12.2018
Tolle Vorstellung nicht belohnt
Weidner Wasserballer stark in Krefeld - Punkte kommen immer näher

(prg) Es mag schon teilweise grotesk klingeln, aber die immer noch punktlosen Wasserballer kehren mit einer weiteren Niederlage im Gepäck aus Niederrhein zufrieden heim. Nur knapp, mit 7:8 Toren verpassten die Oberpfälzer am vergangenen Samstag bei der SV Krefeld ihren ersten Punktgewinn. "Schade, Mit einer besseren Chancenverwertung war sogar mehr als ein Punkt drin" war die erste Reaktion des SV-Trainer Thomas Aigner. Ein deutlicher Aufwärtstrend ist auf jeden Fall erkennbar, vielleicht gelingt es endlich in zwei Wochen bei dem letzten Spiel des Jahres, gegen den Tabellennachbarn SV Bayer 08 Uerdingen... Verdient hätten es sich die jungen Sportler allemal.

Die Hausherren gingen zwar schnell mit 2:0 in Führung, so einfach machten die Gäste ihnen jedoch nicht. Man merkte den unbedingten Siegeswillen der Max-Reger-Städter, die in keiner Phase des Spiels zurücksteckten und stets geschlossen und engagiert dagegenhielten. Mit großem Einsatz und sehr couragiert gelang es den Mannen um Kapitän Thomas Kick, den Anschluss noch vor der ersten Viertelpause zu erzielen. Der Kapitän selbst traf zum 1:2 im ersten Viertel. Direkt nach der Pause sorgte der DWL-Debütant Felix Glaß mit einem astreinen Doppelpack für die erste Führung der Weidener in Badezentrum Bockum. In dem hartumkämpften, aber immer fair geführten Abschnitt, schafften die Krefelder noch den 3:3 Ausgleich zum Seitenwechsel.

In der zweiten Halbzeit ging es mit dem Schlagaustausch munter weiter. Die Krefelder setzten sich zunächst auf 5:3 ab, die Weidener konterten, kamen auf 6:5 heran und verpassten bei 7:6 sogar noch eine Überzahlchance, um wiederholt den Ausgleich zu erzielen. Mit einem Tor Rückstand waren alle Optionen des Spielausgangs noch offen und der toller Kampf ging spannend weiter. Zum Beginn des Schlussabschnitts kassierten die Gäste zunächst einen Dämpfer durch einen Strafwurf, doch Nikolaj Neumann nahm das Heft in die Hand und verkürzte keine 20 Sekunden später auf 8:7. In den letzten vier Spielminuten gab es noch einige Chancen auf beiden Seiten. Die Krefelder verpassten es, in einer Überzahl das Spiel endgültig zu entscheiden und die Weidener vergaben ihre Chancen, einen Punkt noch zu retten. Unterm Strich geht der Sieg verdient an die Hausherren, die sich allerdings auch nicht groß beschweren dürften, wenn sie einen Punkt an die Oberpfälzer an diesem Abend abgeben müssten.

"Das Spiel heute war wirklich gut. Wir haben ohne Ende zusammengearbeitet und nie aufgegeben. Bei besserer Chancenverwertung wäre mindestens ein Punkt drin gewesen. Die Schiedsrichter waren echt gut, hielten ihre klare Linie durchgängig, darauf konnten wir uns gut einstellen. Die Mannschaft hat geschlossen gearbeitet und hatte mit Matze Kreiner wiederholt einen starken Rückhalt. Die Weiterentwicklung war wiederholt zu erkennen, die Punkte kommen immer näher" äußerte sich zufriedener Aigner, "Schade, dass wir heute nichts mitnehmen, die Jungs hätten es sich verdient, gar keine Frage" fügte noch hinzu.

Jetzt wollen die Weidener die nächsten zwei Wochen nutzen, um weiter auf den erkannten Defiziten zu arbeiten, um die nächste Chance, die Punkte gegen den Tabellennachbar Bayer Uerdingen, im letzten Spiel des Jahres zu holen. Das Spiel geht am Samstag, den 15. Dezember ab 18:00 Uhr in der Thermenwelt über die Bühne.

SV Krefeld 72 - SV Weiden 8:7 (2:1, 1:2, 4:3, 1:1)
Wasserverweise: Krefeld 9, Weiden 11+Strafwurf
Schiedsrichter: Möller, Schliekmann
DWL-Beobachter: Dieter Rohbeck
"Spieler des Tages": Matthias Kreiner (Weiden)

SV Weiden spielte mit Matthias Kreiner im Tor,
Nikolaj Neumann (1 Tor), Felix Glaß (2), Michael Trottmann (1), Thomas Kick (1), Denis Rechert, Jakob Stöll, Robert Reichert, Marek Janecek, Toni Hinz, Sean Ryder (2), Andreas Widiker und Fabio Guarino
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 208/2019
Ergebnisse Pro-A
SSV Esslingen - OSC Potsdam 10:5
ASC Duisburg - Duisburger SV 1898 17:6
Wfr. Spandau 04 - Wassersportfreunde von 1898 Hannover 5:6
SG Neukölln Berlin - SVV Plauen 6:11

Ergebnisse Pro-B
SV Krefeld 1972 - SV Weiden 1921 8:7
SGW Rhenania/BW Poseidon Köln - SC Wedding 1929 5:14
SV Ludwigsburg 08 - SV Bayer Uerdingen 08 17:7

Tabelle Pro-B
1. White Sharks Hannover 74:45 +29 10:0
2. SV Ludwigsburg 08 81:44 +37 8:2
3. SC Wedding 1929 65:65 0 5:7
4. SV Krefeld 1972 39:45 -6 5:5
5. SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 31:45 -14 3:5
6. SV Bayer Uerdingen 08 36:59 -23 3:7
7. SV Weiden 1921 31:54 -23 0:8

Bilder (prg): Felix Glaß mit Doppelpack, Matthias Kreiner - Spieler des Tages

felix matze


30.11.2018
Letzte Reise des Jahres
Weidener Wasserballer bei SV Krefeld 72 zu Gast

(prg) Bisher blieben die Weidener Wasserballer in der neuen Bundesligasaison, nach drei Spielen zwar immer noch punktlos, die Köpfe in den Sand zu stecken, das ist aber keine Option für die junge und ehrgeizige Truppe um den Kapitän Thomas Kick. Am kommenden Samstag gastieren die Oberpfälzer bei einem Konkurrenten aus dem unteren Tabellenbereich SV Krefeld 72, aber auch dort werden ihnen höchstens Außenseiterchancen eingeräumt. Die Krefelder nehmen zudem noch einiges an Selbstvertrauen, nach dem überzeugenden 7:3 Sieg im Stadtderby über dem Pro-A-Absteiger SV Bayer 08 Uerdingen mit. „Wir haben nichts zu verlieren und wollen einfach geduldig weiter an unserem Spiel arbeiten. Bisher konnten wir in jedem Spiel zumindest phasenweise überzeugen, das gibt Mut und damit ist auch eine Überraschung jederzeit möglich“ sagt Kick zu der Gemütslage seines Teams.

Die bisherigen Ergebnisse der Max-Reger-Städter sehen auf den ersten Blick zwar nicht besonders gut aus, vom Spielverlauf her, sind die Verantwortlichen sich aber einig, dass es wirklich nur noch in Nuancen liegt, um sich in der DWL-Pro-B etablieren zu können. Was sich noch zeigt und was sich nicht so schnell ändern wird, ist auch die Tatsache, dass die Gegner allesamt über größere und ausgeglichenere Kader verfügen. „Das wir einen kleineren und nicht so stark ausgeglichenen Kader haben, als alle anderen in der Liga, das war uns bewusst. Wir haben uns für diesen Weg entschieden und damit haben wir auch zu leben. Wir arbeiten an unseren eigenen Qualitäten, an unserem eigenen Nachwuchs, das wird sich auch auszahlen“, bestätigt Trainer Aigner, die im Verein gewählte Route. „Potenziell sind die Krefelder für uns, vor allem auswärts, zu stark. Dennoch versuchen wir mit Engagement und Leidenschaft einiges zu kompensieren. Aus der Historie heraus, war meist was zu holen in Krefeld, dies versuchen wir auf jeden Fall auch am Samstag“ ergänzt Mannschaftsleiter Irek Luczak, der selbst als Trainer einige Fights in Krefeld gewinnen konnte. „Die Kräfteverhältnisse haben sich in der Zeit natürlich verändert, aber wir nehmen alles mit, was uns Mut gibt und Krefeld war bisher ein gutes Pflaster für uns“ fügt er hinzu.

Zwei Wochen später, am letzten Samstag vor Weihnachten, empfangen die SV-ler den Tabellennachbarn SV Bayer 08 Uerdingen in der Thermenwelt. Vielleicht machen sich die Weidener selbst ein Weihnachtsgeschenk, ehe eine kurze Weihnachtspause eingelegt wird.

Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
Spielansetzungen Pro-B

SV Krefeld 1972
  • SV Weiden 1921
SGW Rhenania/BW Poseidon Köln
  • SC Wedding 1929
SV Ludwigsburg 08
  • SV Bayer Uerdingen 08

Tabelle Pro-B

1. White Sharks Hannover 74:45 +29 10:0
2. SV Ludwigsburg 08 64:37 +27 6:2
3. SC Wedding 1929 51:60 -9 3:7
4. SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 26:31 -5 3:3
5. SV Bayer Uerdingen 08 29:42 -13 3:5
6. SV Krefeld 1972 31:38 -7 3:5
7. SV Weiden 1921 24:46 -22 0:6


25.11.2018
Auch Ludwigsburg zu stark
Engagierte Weidener gehen wieder leer aus

(prg) Es ist ohne Zweifel sehr unterhaltsam und couragiert, was die Weidener Wasserballer in der neuen Bundesligasaison ihren Zuschauern bieten. Am Ende reicht es aber wiederholt nicht, um nicht nur die Anhänger, sondern auch das Punktekonto zufrieden zu stellen. Am vergangenen Wochenende unterlagen die Reger-Städter den mit Halbprofis gespickten Favoriten aus Ludwigsburg mit 8:16 Toren, am Ende zu deutlich. Die Oberpfälzer haben mit der Niederlage gerechnet, einzig schmerzhaft, die drohende Sperre ihres Centers Jakob Ströll.

Die Partie am Samstagsabend eröffnete Ströll schnell, nach 14 Sekunden, mit der ersten Führung der Hausherren in der Weidener Therme. Nationalspieler Timo van der Bosch glich eine gute Minute später aus und brachte seine Mannschaft bald, nach der ersten Überzahlsituation des Spiels in Führung. Auch die Weidener antworteten couragiert mit zwei Gegenschlägen. Nikolaj Neumann und Kapitän Thomas Kick stellten erneut die Führung der SV-ler mit 3:2 her. Dies soll jedoch die letzte Führung der Weidener an diesem Abend sein. Mit 3:3 trennten sich die Teams zu der ersten Viertelpause.

Gleich am Anfang des zweiten Abschnittes, genau 20 Sekunden nach Wiederbeginn, unterlief dem Weidener Center eine unglückliche Zweikampfszene, die durch die Unparteiischen als übertriebene Härte geahndet wurde und einen Spielzeit-Ausschluss für Jakob Ströll nach sich zog. Die Gäste nutzten die Verunsicherung der Weidener und schlugen mit einem Doppelpack zum 3:5 Zwischenstand zu. Kurz vor der Halbzeit nutzte Trainer Aigner seine taktische Auszeit, um seine Mannen auf den folgenden Überzahlangriff einzustellen. Es fruchtete und eine sehr schön ausgespielte Kombination brachte das Tor zum 4:5 und viel Hoffnung in die Zuschauerreihen.

Im dritten Viertel ging es mit dem Schlagabtausch munter weiter: 4:6, 5:6, 5:7, 6:7, diese Trefferfolge sagte einiges über den spannenden Verlauf aus. Leider gelang es den Aigner-Schützlingen nicht, bis zur letzten Pause gegenzuhalten. Die cleveren Ludwigsburger nutzten einige einfache Fehler der Hausherren und bestrafften sie mit drei Treffern in Folge. Der 6:10 Zwischenstand vor dem Schlussabschnitt machte keine großen Hoffnungen mehr, zumal die Gäste über längere und erfahrenere Bank verfügten. Die Sorgen bestätigten sich, mit 6:2 erhöhten die Schwaben das Endergebnis auf 8:16, das zwar zweifelsohne verdient, aber nach der gebotenen Leistung der Weidener viel zu hoch ausfiel.

"Das war ein sehr intensives Spiel, wir haben hervorragend gegengehalten und es wäre auch mehr drin gewesen, wenn wir am Ende nicht so viele einfache Gegentore kassierten. Andererseits, hätten wir unseren Matthias nicht zwischen den Pfosten, hätten die Gäste das Spiel schon früher entscheiden können, er war sehr stark heute. Ich bin überzeugt, wir werden noch viel Spaß in dieser Saison haben, die Jüngsten entwickeln sich richtig gut und sorgten heute wieder für Lichtblicke" erklärte Trainer Aigner nach dem Spiel, "Wir haben schnell unseren Center verloren und trafen gefühlte fünfzig Mal das Aluminium heute, das ist ärgerlich. Ich hoffe, der Schiedsrichterbericht führt zu keiner Sperre Jakobs, es war unglücklich aber definitiv keine Tätlichkeit" ergänzt er. Wenn die Schiedsrichter nämlich nach dem Spiel einen Bericht zum Spielzeit-Ausschluss im Protokoll ankündigen, droht eine Spielsperre. Am kommenden Samstag geht es nach Krefeld, bei der Schwimm-Vereinigung Krefeld 72 wäre ein Spiel ohne etatmäßigen Center ein äußerst schweres Unterfangen für die Oberpfälzer.

SV Weiden - SV 08 Ludwigsburg 8:16 (3:3, 1:2, 2:, 2:6)
Wasserverweise: Weiden 13 + 2 Spielzeitstrafen, Ludwigsburg 8 + Strafwurf + Spielzeitstrafe
Schiedsrichter: Rüdiger Trommer (Coburg) und Alwin Müller (Ingolstadt)
DWL-Spielbeobachter: Winfried Horsch (Schweinfurt)
"Spieler des Tages": Timo van der Bosch (Ludwigsburg)
Zuschauer: 110

SV Weiden spielte mit Matthias Kreiner im Tor,
Nikolaj Neumann (1 Tor), Felix Glaß, Michael Trottmann, Thomas Kick (1), Denis Reichert, Jakob Ströll (1), Robert Reichert, Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder (2), Andreas Widiker und Fabio Guarino (2)
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
Ergebnisse Pro-B
SV Krefeld 1972 - SV Bayer Uerdingen 08 7:3
SC Wedding 1929 - White Sharks Hannover 10:12
SV Weiden 1921 - SV Ludwigsburg 08 8:16

Tabelle Pro-B
1. White Sharks Hannover


74:45 +29 10:0
2. SV Ludwigsburg 08


64:37 +27 6:2
3. SC Wedding 1929


51:60 -9 3:7
4. SGW Rhenania/BW Poseidon Köln


26:31 -5 3:3
5. SV Bayer Uerdingen 08


29:42 -13 3:5
6. SV Krefeld 1972


31:38 -7 3:5
7. SV Weiden 1921


24:46 -22 0:6



23.11.2018
Wiederholt hohe Hürde in der Therme
Weidener Wasserballer empfangen Ludwigsburg

(prg) Dass es nicht leicht sein wird, dass wussten die Weidener Wasserballer bereits direkt nach dem Aufstieg in die Deutsche Wasserball-Liga und jetzt müssen sie es das eine um andere Mal an eigener Haut erfahren. Die Konkurrenz ist stark, die meisten Vereine haben sich in der Transferzeit zusätzlich verstärkt, die Weidener blieben dabei bescheiden und setzten auf eigene Nachwuchskräfte. Das ist ehrenwürdig aber auch schwierig, konkurrenzfähig zu bleiben und mit den anderen mitzuhalten. Am kommenden Samstag kommt ein weiterer Kontrahent, der seine Reihen mit einigen neuen Spielern verstärkte. Der SV Ludwigsburg wird nicht nur mit seinem Nationalspieler Timo van der Bosch, sondern mit einigen ausländischen Namen auf seiner Spielerliste, als ein heißer Favorit für die Spitzenplatzierung der Pro-B gehandelt. Jetzt muss sich die Mannschaft des Schwimmvereines Weiden mit dem haushohen Favoriten in der Thermenwelt messen. Der Anpfiff ist um 18:00 Uhr.

Bisher verloren die Weidener ihre beiden Spiele, mussten sich aber mit ihrer Leistung nicht verstecken. Spielerisch sei man auf der Höhe, auch die konditionelle Verfassung stimme, einzig Chancenverwertung und die Einschränkungen in der Kaderbreite gaben den Ausschlag für die Niederlagen. „Wenn wir unsere Chancen besser nutzen und aufmerksamer in der Abwehr agieren, sind wir auch in der Lage in der Gruppe zu punkten. In Weiden lassen wir uns so und so nicht einfach schlagen und werden versuchen auch die Ludwigsburger zu ärgern. Wir haben nicht viel zu verlieren, wollen uns einfach weiterentwickeln, engagiert und leidenschaftlich arbeiten, dann werden wir dafür auch belohnt. Die Stimmung passt, alle ziehen mit und bilden ein eingeschworenes Gebilde, das macht Spaß und das ist das wichtigste im Moment“ meint Trainer Aigner, der höchstwahrscheinlich auf alle seine Akteure am Samstag zurückgreifen kann.

„Wir wussten, dass es schwer wird, müssen jetzt Geduld üben und die Mannschaft in ruhe arbeiten lassen. Die Zuschauer haben uns vor zwei Wochen gezeigt, dass sie auch bei Niederlagen begeisterungsfähig sind. Wir hoffen, das Spiel wird wieder gut besucht und wir können ein schönes Spiel präsentieren“ erklärt Mannschaftsleiter Irek Luczak ergänzend. Auch wenn der Mannen um Kapitän Thomas Kick nur Außenseiterchancen eingeräumt werden, wollen sie wiederholt alles probieren, um eventuell eine Überraschung zu liefern.

Als nächstes müssen die Oberpfälzer in Richtung Niederrhein reisen, am 1. Dezember wartet der Tabellennachbar SV Krefeld 72 (6.) auf die Weidener. Am 15. Dezember steigt das nächste und zugleich das letzte Heimspiel des Jahres, Gegner ist dann der Pro-A Absteiger SV Bayer 08 Uerdingen (5.), der bisher, ähnlich wie der Nachbar aus Krefeld zunächst hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
Spielansetzungen Pro-B

SV Krefeld 1972
  • SV Bayer Uerdingen 08
SC Wedding 1929
  • White Sharks Hannover
SV Weiden 1921
  • SV Ludwigsburg 08

Tabelle Pro-B

1. White Sharks Hannover 62:35 +27 8:0
2. SV Ludwigsburg 08 48:29 +19 4:2
3. SC Wedding 1929 41:48 -7 3:5
4. SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 26:31 -5 3:3
5. SV Bayer Uerdingen 08 26:35 -9 3:3
6. SV Krefeld 1972 24:35 -11 1:5
7. SV Weiden 1921 16:30 -14 0:4

11.11.2018
Furioser Start reicht nicht aus
White Sharks zu stark für die Weidener

(prg) Über zwei Jahre lang mussten die Weidener Wasserballanhänger warten, um wieder, wie in den Jahren 2007-2016, Wasserball-Bundesliga live zu sehen zu bekommen. Am vergangenen Samstag war es endlich soweit, am Abend gastierte der Tabellenführer der Pro-B Gruppe der Deutschen Wasserall-Liga in der Weidener Thermenwelt. Trotz eines furiosen Starts der Oberpfälzer und einer soliden Leistung reichte es nicht, den Pro-A Absteiger zu bezwingen. Am Ende verloren die SV-ler doch ein wenig zu deutlich mit 11:17 Toren.

Die motivierten Hausherren legten, nach eine Schweigeminute, zu Ehren des kürzlich verstorbenen Freund, Vater, Weggefährten und Sponsor Ballou Ströll, wie die Feuerwehr los. Die Zuschauer konnten es kaum glauben, wie schnell die ersten drei Tore der SVler fielen. Es dauerte keine zwei Minuten und es stand bereits 3:0 aus Sicht des Aufsteigers. Der Gästetrainer Milan Sagat, vom Verlauf des Spielbeginns sichtlich überrascht, nahm seine erste taktische Auszeit, um seine Mannen wach zu rütteln und es wirkte.
Deutlich geordneter gingen die Gäste, nach der Auszeit zur Werke, erarbeiteten sich prompt drei Überzahlen in Folge, die sie allersamt in Tore zu umwandeln wussten und glichen schon am Ende der vierten Spielminute 3:3 aus. Der Druck ließ auch nach dem Ausgleich nicht nach, die Mannen um den Kapitän Thomas Kick kassierten auch das vierte Gegentor in Folge (3:4), ehe Sean Ryder, der am Ende des Spiels zum Spieler des Tages gekürt wurde, den 4:4 Ausgleichstreffer erzielte. Die Zuschauer sahen ein sehr intensives, körperbetonntes aber stets ein faires Wasserballspiel, in dem die Gäste immer wieder mit sehr schnellen Konterangriffen die Weidener an ihre Grenzen brachten.
Die Weidener hielten sehr gut mit, sehr engagiert und bemüht im Angriff wurden sie nicht immer durch einen Treffer gelohnt, da waren die Sharks auf der anderen Seite meist effektiver.

Nach 4:6 im ersten und 2:3 im zweiten Viertel wechselten die Teams mit 6:9 die Seiten. Auch im dritten Viertel überzeugten die SV-ler mit einem sehr ordentlichen Spiel, auch wenn sie es nicht schaften, zu verkürzen. Es ging 3:3 im dritten Abschnitt aus und es stand 9:12 zur letzten Viertelpause. Den Anfang des Schlussviertels verschliefen die Reger-Sädter ein wenig, kassierten wiederholt drei Gegentore in Folge (9:15) und begruben damit alle Chancen, das Spiel noch zu drehen. Trotzdem kämpften sich die Aigner-Schützlinge couragiert ins Spiel zurück und boten den Zuschauern einen sehr beachtenswerten, ordentlichen Spielabschluss. Am Ende, wie erwähnt, mit 11:17 ein wenig zu deutlich aber verdient, stiegen die Gäste aus Niedersachsen als Sieger aus dem Becken. Die Zuschauer bedankten sich trotzdem mit stehenden Ovationen für das spannende Wasserballspiel.


"Wir waren sehr bemüht und engagiert vorne, müssten vielleicht die eine oder andere Chance mehr verwandeln, das war aber schon gut. In der Verteidigung dafür leisteten wir uns zu viele einfache Fehler und kassierten die Gegentore viel zu leicht, das war heute entscheidend. Dennoch können wir mit der Leistung zufrieden sein, darauf lässt sich bauen. Das macht Spaß, zu sehen, dass die Zuschauer, trotz unserer Niederlage mitziehen und begeistert dabei sind, dafür möchten wir uns auch besonders bedanken. In engen Spielen kann es den oft Ausschlag geben, Spiele für uns zu entscheiden" erklärt zufriedene Trainer Aigner nach dem Spiel.

Das nächste Heimspiel findet in zwei Wochen statt und es kommt kein leichterer Gegner nach Weiden. Auch gegen den SV Ludwigsburg werden den Weidenern höchstens Außenseiterchancen eingeräumt. Die SV-ler versprechen jedoch zu kämpfen und wieder einen Spektakel ihren Anhängern bieten.

SV Weiden - White Sharks Hannover 11:17 (4:6, 2:3, 3:3, 2:5)
Schiedsrichter: Peter Schneider und Benjamin Kaiser
DWL-Beobachter: Olaf Kremmin
Wasserverweise: Weiden8+Strafwurf, Hannover 10
"Spieler des Tages": Sean Ryder (Weiden)

SV Weiden spielte mit
Matthias Kreiner im Tor, Nikolaj Neumann (1 Tor), Felix Glaß, Michael Trottmann (1), Thomas Kick (2), Denis Reichert, Andreas Widiker, Toni Hinz, Jakob Ströll (1), Marek Janecek, Andreas Jahn, Robert Reichert (1) und Sean Ryder (5)
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
Spielergebnisse

Pro B
SGW Rhenania/BW Poseidon Köln - SV Krefeld 1972 10:9
SV Ludwigsburg 08 - SC Wedding 1929 25:11
SV Weiden 1921 - White Sharks Hannover 11:17


Tabelle, Pro B
1. White Sharks Hannover 52:26 +26 6:0
2. SV Ludwigsburg 08 39:19 +20 4:0
3. SC Wedding 1929 33:40 -7 2:4
4. SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 18:23 -5 2:2
5. SV Bayer Uerdingen 08 18:27 -9 2:2
6. SV Krefeld 1972 16:27 -11 0:4
7. SV Weiden 1921 16:30 -14 0:4



8.11.2018
Wasserballer vor einer ganz schweren Aufgabe
White Sharks Hannover zu Gast in der Thermenwelt

(prg) Nach zwei Jahren Abwesenheit starteten die Weidener Wasserballer vor zwei Wochen mit einer Niederlage bei Wedding Berlin in ihre insgesamt 10. Bundesligasaison. Am kommenden Samstag kommt es endlich zum Auftakt in heimischen Gewässern und es kommt gleich ein ganz schwieriger Gegner nach Weiden. Mit White Sharks Hannover bekommt der SV Weiden mit dem Tabellenführer der DWL-Gruppe B in der Thermenwelt zu tun. Der Pro-A Absteiger der vergangenen Saison startete glänzend in die neue Saison, schlug ganz klar sowohl den SV Krefeld (17:7) als auch den SV Bayer Uerdingen (18:8) zuhause und sicherte sich damit gleich zum Beginn der Runde souverän die Tabellenführung. Anpfiff ist um 18:00 Uhr.

Die Oberpfälzer sind sich der Schwere der Aufgabe sehr wohl bewusst, wollen aber so gut wie möglich gegenhalten und an weiterer Spielentwicklung arbeiten. Wenn die Hannoveraner weiterhin in der Verfassung von den ersten zwei Spieltagen auftreten, sind den Weidener höchstens Außenseiterchancen einzuräumen. Wie es aussieht, kann Trainer Aigner, anders als noch in Berlin, auf den gesamten Kader zurückgreifen: "Wir haben eigentlich ein gutes Spiel in Berlin gespielt, vergaben aber zu viele Chancen und brachten nicht genügend Druck nach vorne, allerdings haben wir unseren Center Jakob Ströll dabei schmerzlich vermisst. Am Samstag sind wir komplett und wollen auf jeden Fall den starken Gast ärgern, wir werden sehen, was geht" erklärt Aigner sportlich optimistisch und wiederholt, dass er sich mit einer jungen Mannschaft im Erstehungsprozess befände und dabei viel Geduld zu üben sei: "Wenn wir richtig arbeiten, werden wir uns weiterentwickeln, dafür müssen wir vertrauen und geschlossene Disziplin leben, das ist der Weg, den wir gehen wollen".

Man hört aus den Reihen der Mannschaft, dass nicht nur die Stimmung sehr gut sei, sondern auch die Leistungsbereitschaft stimmt. Die Oberpfälzer haben sich, im Gegensatz zu der Konkurrenz, in der Transferzeit nicht verstärkt und konzentriert sich weiterhin auf den eigenen Nachwuchs. Die Entscheidung, den Weg in die Bundesliga anzustreben war wohl überlegt, auch wenn der Leistungssprung von der 2. Liga in die DWLB bekannt hoch ist. Die Verantwortlichen wollen die Mannschaft konsolidieren und mit viel Fleiß und Kampfgeist prägen. Dabei hoffen die SV-ler, die bewährte und in den letzten Jahren vermisste Unterstützung Ihrer Anhänger bei den Heimspielen: "Mit unserem achten Mann im Rücken sind wir immer schwer zu schlagen in Weiden, deshalb hoffen und wünschen uns wir sehr, dass jetzt wieder mehr Zuschauer den Weg in die Therme finden" so der Mannschaftskapitän Thomas Kick.

Weiden spielt am Samstag voraussichtlich in folgender Aufstellung:
Matthias Kreiner im Tor, Nikolaj Neumann, Felix Glaß, Michael Trottmann, Thomas Kick, Denis Reichert, Andreas Widiker, Toni Hinz, Jakob Ströll, Marek Janecek, Andreas Jahn, Robert Reichert und Sean Ryder
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
Spielansetzungen

Pro A


Wf Spandau 04 Berlin - OSC Potsdam
ASC Duisburg - SSV Esslingen
SVV Plauen - Waspo 98 Hannover
Duisburger SV 98 - SG Neukölln Berlin

Pro B
SV Ludwigsburg - SC Wedding Berlin
SGW Rh./Pos. Köln - SV Krefeld 72
SV Weiden - White Sharks Hannover



28.10.2018
Auftaktniederlage kein Beinbruch
SV-Wasserballer verlieren 5:13 bei Wedding Berlin

(prg) Die Wasserballer des Schwimmvereins Weiden kehrten am Samstag Abend mit einer Niederlage von ihrem Bundesliga-Auftakt nach Hause: 5:13 (0:3, 1:3, 2:3, 2:4) unterlag die Mannschaft um Trainer Thomas Aigner beim SC Wedding Berlin, wobei insbesondere der schlechte Torabschluss ein besseres Ergebnis verhinderte.

Nach zwei Jahren Abwesenheit starteten die Wasserballer des Schwimmvereins Weiden am vergangenen Samstag in das Abenteuer 1. Wasserball-Bundesliga. Bereits vor dem Spiel war den Verantwortlichen bewusst, dass es in Berlin kein leichtes Unterfangen werden würde, auch wenn die Hauptstädter vor der Saison mit einigen organisatorischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Am Ende blieb den Weddingern dennoch der Kern des Teams erhalten und der Weidener Mannschaft um Kapitän Thomas Kick somit ein schwerer Auftaktgegner mit sehr langer Erstligaerfahrung.

Bereits der Start verlief dann leider nicht so wie gewünscht: Weiden kassierte in der 3. Spielminute das erste Gegentor, im Laufe des ersten Spielviertels folgten dann noch zwei weitere, sodass der SVW mit einem 0:3 Rückstand in die erste Pause gehen musste. Auch im zweiten Spielabschnitt lief es hier nicht besser aus Sicht der Gäste: Der starke Berliner Yannick Arnhold markierte hier auf Seiten der Hausherren bereits drei Tore und ließ Wedding bis auf 6:1 zur Halbzeit davonziehen. Dies bedeutete bereits die Vorentscheidung, den Reger-Städter war klar, dass solch ein Rückstand bei den heimstarken Berlinern nur äußerst schwer wieder umzukehren war. „Wir haben die Situationen eigentlich gut ausgespielt und kein schlechtes Spiel gemacht, wenn man dieses nur bis zum Torabschluss betrachtet. Der Abschluss selbst war aber leider sehr schlecht, wir haben sehr viele Chancen vergeben und uns somit selbst um ein besseres Ergebnis gebracht“ haderte Coach Thomas Aigner nach dem Spiel. Tatsächlich sah der junge, engagierte Wasserball-Trainer auch viel Gutes und wollte die Niederlage nicht allzu negativ werten

Dies bekräftigte dann auch die zweite Spielhälfte, in der die Weidener das Spiel zwar nicht mehr drehen konnten, die Partie aber deutlich knapper gestalteten und immer wieder auch sehr gute Ansätze zeigten. Mit 2:3 und 2:4 gingen jedoch auch diese Spielabschnitte verloren. Mit 5:13 musste der SVW dann die Heimreise antreten. „Ich bin gar nicht so unzufrieden mit dem Spiel und habe auch viele gute Ansätze gesehen“ so der Weidener Trainer nach dem Spiel, „die jungen Spieler, allen voran die Brüder Robert und Denis Reichert, machten ihre Sache heute wirklich ausgesprochen gut“ so der Coach weiter über die erst 17 jährigen Jungspieler.

Nun werden die Verantwortlichen diese Niederlage aber vor allem die Spielsituationen analysieren, ehe bereits am kommenden Wochenende das erste Heimspiel ansteht: Es wird dann kein geringerer als der Tabellenführer und Absteiger aus der spielstärkeren „Pro A“ White Sharks Hannover erwartet, der sich vor der Saison mit einigen sehr erfahrenen Spielern verstärken konnte und bislang zwei hohe Siege gegen die SV Krefeld 72 sowie den weiteren „Pro A“ Absteiger Bayer Uerdingen erringen konnte. Anpfiff in der Weidener Thermenwelt ist um 18 Uhr.

1. Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
1. Spieltag am Samstag, 27. Oktober 2018

Wedding Berlin – SV Weiden 13:5 (3:0, 3:1, 3:2, 4:2)
Wedding: Lis – Arnhold (4 Tore), Isensee, Schlegelmilch (1), Hurpin, Burde, Hübscher, Sulitze (2), Cecarini, Meißner Mo. (1), Langner (1), Donner (1), Meißner Me. (3), Trainer Sven Marschalek
Weiden: Kreiner – Neumann (1), Glaß, Trottmann, Kick, Reichert D., Reichter R. (1), Janecek, Jahn (2), Ryder (1), Guarini, Trainer Thomas Aigner

Schiedsrichter: Uhlrich, Müller
Zeitstrafen: Wedding 14, Weiden 7 + 2 Strafwürfe
Spieler des Tages: Lagner (Wedding)


Pro A
SSV Esslingen – Spandau Berlin 4:17
ASC Duisburg – SVV Plauen 21:9
OSC Potsdam – Duisburger SV 98 15:8

Pro B
White Sharks Hannover – Bayer Uerdingen 18:8
Wedding Berlin – SV Weiden 13:5
SGW Köln – SV Ludwigsburg 8:14

Tabelle Pro A
1. ASC Duisburg 4:0 Punkte
2. Spandau Berlin 4:0 Punkte
3. Waspo Hannover 2:0 Punkte
4. OSC Potsdam 2:2 Punkte
5. SSV Esslingen 2:2 Punkte
6. Duisburger SV 98 0:4 Punkte
7. Neukölln Berlin 0:2 Punkte
8. SVV Plauen 0:4 Punkte

Tabelle Pro B
1. White Sharks Hannover 4:0 Punkte
2. Wedding Berlin 2:2 Punkte
3. SV Ludwigsburg 08 2:0 Punkte
4. Bayer Uerdingen 2:2 Punkte
5. SGW Köln 0:2 Punkte
6. SV Weiden 0:2 Punkte
7. SV Krefeld 72 0:2 Punkte


25.10.2018
Weidener Wasserballer starten ihre 10. Bundesligasaison
Auftaktspiel in der Hauptstadt

(prg) Nach zwei Jahren Abwesenheit starten die Weidener Wasserballer am kommenden Samstag in ihre insgesamt 10. Bundesligasaison. Nachdem die Oberpfälzer am ersten Spieltag letzte Woche spielfrei hatten, müssen sie am Samstag in Berlin gegen den SC Wedding antreten. Nach einer langen Vorbereitung freuen sich die SV-ler, dass es endlich losgehen kann und alle sind gespannt, wie konkurrenzfähig die verjüngte Mannschaft überhaupt ist.

Den spielfreien Tag nutzten die Max-Reger-Städter um gegen einen anspruchsvollen Gegner zu testen. Gegen Stepp Prag absolvierten die Aigner-Schützlinge zwei Testspiele und konnten sich damit ein Bild über die aktuelle Verfassung machen. Während das erste Spiel mit 20:10 sehr überzeugend absolviert wurde, zeigten sich im zweiten (13:12) einige Unsicherheiten in der Defensive und leichte Defizite im Abschluss. Alles in einem konnte Trainer Thomas Aigner jedoch mit der Maßnahme zufrieden sein, alle Akteure einsetzen und einiges ausprobieren, um die letzten Erkenntnisse für die letzte Trainingswoche zu gewinnen.

Wedding Berlin wird als einer der direkten Kontrahenten gegen den Abstieg gehandelt. Nach der Hauptrunde wird die B-Gruppe in eine Aufstiegs- und eine Abstiegsgruppe unterteilt und in Weiden geht man davon aus, dass man in der unteren Gruppe gegen die Relegation zu spielen hat. Die Ergebnisse der Hauptrunde werden dabei "mitgenommen" und deshalb ist es wichtig, gegen potenzielle Direktkonkurrenten zu punkten: "Wir wissen noch gar nicht, wo wir stehen, wissen aber, dass Wedding mit einigen personellen Problemen zu kämpfen hat und hoffen, dass wir in der Hauptstadt punkten können. Allerdings zeigten sich die Berliner in ihrem ersten Heimspiel achtungsvoll und verloren gegen Uerdingen nur knapp. Das war überraschend, es wird sicher nicht einfach werden, dort um Punkte zu kämpfen" erklärt Thomas Aigner. Wie es scheint, haben die Berliner einiges in ihren Strukturen ordnen können, nachdem Sie noch im Frühsommer gefürchtet haben, ihre Mannschaft aus dem Bundesligabetrieb sogar zurückziehen zu müssen. Es bleibt auf jeden Fall spannend, wie die Weidener mit ihrer jungen Truppe in der DWL zurechtkommt. Die SV-ler sind sich sicher, sie werden sich in Laufe der Saison weiterentwickeln und hoffen, in der entscheidenden Saisonphase genügend Erfahrung gesammelt zu haben, um letztendlich den Klassenerhalt zu schaffen. "Wir müssen geduldig bleiben, uns vom Spiel zum Spiel stärken, geschlossen und diszipliniert weiterarbeiten, dann wird es schon funktionieren" ergänzt der Trainer gewöhnlich optimistisch.

Leider ohne Ströll in die Hauptstadt
Die Mannschaft um den Kapitän Thomas Kick kann leider nicht aus dem vollen schöpfen. Center Jakob Ströll wird aus privaten Gründen nicht mitreisen können. Es ist ein Ausfall, der nicht ganz einfach kompensiert werden kann. Ströll steht sehr stabil auf der Centerposition, bindet immer einige Teile der gegnerischen Abwehr und sorgt stets für Gefahr für den Gegner; "Das ist sehr schade, wir müssen aber damit leben. Wir hatten in der Vergangenheit häufig unsere Probleme mit Konterangriffen der Weddinger, von daher gesehen, könnte es uns eventuell entgegenkommen, weniger über den Center spielen zu müssen" auch hier findet Aigner etwas positives heraus.

Weiden spielt in Berlin voraussichtlich in folgender Aufstellung:
Matthias Kreiner im Tor, Nikolaj Neumann, Felix Glaß, Michael Trottmann, Thomas Kick, Denis Reichert, Marek Janecek, Andreas Jahn, Robert Reichert und Sean Ryder
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019
Spielansetzungen


Pro A

SSV Esslingen

- Wfr. Spandau 04

ASC Duisburg

- SVV Plauen

OSC Potsdam

- Duisburger SV 1898

Waspo 1898 Hannover

- Duisburger SV 1898


Pro B

White Sharks Hannover

- SV Bayer Uerdingen 08

SC Wedding 1929

- SV Weiden 1921

SGW Rhenania/BW Poseidon Köln

- SV Ludwigsburg 08




30.9.2018
Endstation in der ersten Pokalrunde
SV Weiden scheitert an eigener Chancenverwertung in Laatzen

(prg) Geschwächt aber zuversichtlich und vor allem neugierig reisten die Weidener Wasserballer am vergangenen Sonntag zum ersten Pflichtspiel der Saison nach Laatzen. In der ersten Runde des Deutschen Wasserball-Pokals unterlagen die SV-ler dem Zweitligisten aus der Hannoverschen Vorstadt mit 11:12 Toren und beenden damit Ihr Pokalabenteuer früh. Jetzt zählt die gesamte Konzentration auf die Vorbereitung für den Ligaauftakt am 27. Oktober beim Wedding Berlin.

Es war klar, dass Thomas Kick in den Abwehrreihen und Jakob Ströll im Sturm, kaum zu ersetzen sind und das Spiel der Weidener instabil werden könnte. Das hat sich in der Tat bestätig, obwohl das taktische und spielerische Verhalten der Oberpfälzer überraschend reif wirkte, wenn man den Zeitpunkt Mitten in der Vorbereitungsphase betrachtet.
Das Spiel begann mit einer Weidener Führung und lief bis zum Abpfiff mit ständig wechselnder Führung. Keine der Kontrahenten schaffte es, sich auf mehr als ein Tor abzusetzen. Die Gäste aus der Oberpfalz spielten gut auf und kreierten deutlich mehr Torchancen als die Hausherren.

Leider wussten die SV-ler an diesem Abend nicht oft genug, die teilweise hochkarätigen Chancen, in Tore umzumünzen. In der Chancenverwertung waren die Laatzener dagegen effektiver und profitierten zum Teil von der wackeligen Weidener Abwehr und auch die top Verfassung des Weidener Keepers Matthias Kreiner änderte nichts dabei:
"Wenn wir nur ansatzweise so effektiv wie der Gegner unsere Chancen genutzt hätten, hätten wir einen deutlichen Sieg einfahren können, negativ waren auch die einfacheren Tore, die wir bekamen, hier haben wir das Fehlen von Thomas Kick besonders schmerzhaft gemerkt. Für das erste Spiel der Saison war es aber im spielerischen Bereich überraschend gut, vor allem der Spielaufbau und das Zusammenspiel waren schon gut" analysierte Trainer Aigner direkt nach dem Pokalfight in Laatzen, "Laatzen hat gekämpft und einfache Tore gemacht, während wir zu viel verballert haben, aber unser Fitness war top. Das sind wichtige Erkenntnisse, die für unsere weitere Vorbereitung auf die DWL-Saison einbeziehen müssen" ergänzte er mit dem Hinweis auf die sehr dünne Spielerdecke in Laatzen.

Für die Weidener sind es noch vier Wochen zum Ligastart in Berlin. Während der erste DWL-Spieltag bereits am 20. Oktober über die Bühne geht, genießen die Oberpfälzer einen spielfreien Tag und wollen das letzte Wochenende für intensive Trainingsmaßnahmen mit vielen taktischen Elementen nützen.

Deutscher Waserball-Pokal 2019, 1.Runde

SpVg Laatzen - SV Weiden 12:11 (2:2, 2:1, 4:5, 4:3)
Wasserverweise: Laatzen 7, Weiden 5 + Strafwurf
Schiedsrichter: Karsten Kula und Marc Zirzow (beide Hannover)

SV Weiden spielte mit Matthias Kreiner im Tor,
Nikolaj Neumann (3 Tore), Alexander Hinz, Michael Trottmann, Alexander Erhardt (2), Denis Reichert (1), Robert Reichert (1), Marek Janecek (1), Andreas Jahn, Sean Ryder (2) und Felix Glaß (1)
Trainer Thomas Aigner


27.9.2018
SV Wasserballer vor Ihrem ersten Pflichtspiel der Saison
Stark dezimiert nach Laatzen zum Deutschen Pokal
 
(prg) Die Vorbereitungen für die kommende Saison verlaufen gut, die Mannschaft ist motiviert und arbeitet engagiert, um sich optimal für die schwere Bundesliga-Saison 2018/2019 vorzubereiten. Der Ligabetrieb beginnt offiziell am 20.Oktober, wobei SV Weiden an diesem Tag spielfrei hat und zwei Testspiele mit Stepp Prag in der Thermenwelt zu absolvieren vereinbarte. Die erste Partie der neuen DWL-Saison haben die Oberpfälzer um Trainer Thomas Aigner am 27.10. bei Wedding Berlin zu bestreiten, das erste Heimspiel steigt am 10.November um 18:00 Uhr gegen die White-Sharks Hannover in der Weidener Thermenwelt. Ein detaillierter Bericht über den DWL-Spielbetrieb folgt in den nächsten Tagen, sobald der Spielplan durch die Rundenleitung bestätigt wird. Zuerst aber, und eigentlich aus dem Trainingsbetrieb heraus, müssen die SV-ler in der ersten Runde um den Deutschen in Laatzen ran.
 
Mit einer personell stark dezimierten Mannschaft ist die Aufgabe in der Hannoverschen Vorstadt ganz und gar nicht leicht. Einige Spieler sind aus verschiedenen Gründen am kommenden Samstag nicht verfügbar. Mit Jakob Ströll, Thomas Kick und Alexander Hinz fehlen Stammkräfte, die im Weidener Spiel bisher Schlüsselrollen spielen, adäquate Alternativen nach Belieben gibt es in Weiden leider nicht, damit ist die Spielstärke der SV-ler sowohl in der Verteidigung, als auch in der Offensive enorm eingeschränkt. „Wir müssen Prioritäten setzen und die sind definitiv auf den Ligabetreib fokussiert, die erste Pokalrunde kommt direkt in der Vorbereitungsphase und erwischt uns außerdem an einem schweren Wochenende. Dennoch werden wir das beste geben und müssen das Spiel jetzt als Teil unserer Saisonvorbereitung sehen“ erklärte Trainer Aigner nüchtern die Lage.
 
Zuerst Abschied nehmen, dann auf die Reise
Am Samstag, bevor die Reise nach Niedersachsen startet, wollen die Weidener Wasserballer noch von Ihrem guten Freund, langjährigen Begleiter und Sponsor „Ballou“ Ströll Abschied nehmen: „Das war der Mannschaft sehr wichtig, noch am Gottesdienst teilzunehmen. Wir bedanken uns bei den Laatzener für Ihr Entgegenkommen mit der Verschiebung des Spielbeginns, damit wir unserem Freund „Ballou“ gemeinsam die letzte Ehre erweisen können“ so Mannschaftsleiter Irek Luczak zum traurigen Anlass der Spielzeitverschiebung, „Die traurige Nachricht erschütterte nicht nur unsere Wasserballabteilung und wird sicherlich auch in Reihen der Mannschaft ihre Spuren hinterlassen, damit relativieren sich vielleicht auch die Sorgen um die Spielerdecke, das ist jetzt einfach nicht das, was uns bewegt“ ergänzt er betroffen und voller Trauer.
 
Deutscher Wasserball Pokal 2019, 1.Runde
SpVg Laatzen 1894
- SV Weiden 1921 (verschoben auf 18:00 Uhr)
SV Zwickau von 1904
- Düsseldorfer SC 1898
Aachener SV 06
- SGW Brandenburg
SC Chemnitz 1892
- SV Blau-Weiß Bochum
SV Würzburg 05
- SG Schöneberg Berlin
SV Lünen 08
- PSV Stuttgart
Hamburger TB von 1862
- HSC Hellas-1899 Hildesheim


1.7.2018
SV-Wasserballer wieder erstklassig!
Zum zweiten Mal nach 2007 schafft der SVW zuhause den Aufstieg in die DWL

(prg) Es ist die Krönung einer langen aber insbesondere erfolgreichen Saison und macht wieder richtig Lust auf Erstliga-Wasserball in Weiden: Nach der Meisterschaft in der 2. Wasserball-Liga Süd sowie dem Gewinn des süddeutschen Pokals haben sich die Wasserballer des Schwimmvereins Weiden das zweite Mal nach 2007 wieder mit Heimvorteil im Weidener Schätzlerbad den Aufstieg in die 1. Deutsche Wasserball-Liga gesichert. Bereits am Samstagabend war durch Siege gegen die SpVg Laatzen sowie den Düsseldorfer SC der Aufstieg in die Elite-Liga vorzeitig perfekt und ließ die Aigner-Schützlinge jubeln.

Das macht absolut Spaß die Mannschaft als solch eine Einheit und eingeschworene Gemeinschaft zu sehen! Thomas [Aigner, Trainer des SVW, Anm.d.R] hat wahnsinnig tolle Arbeit geleistet und ein super Team geformt. Die Wasserball-Abteilung und der gesamte Verein sind stolz auf diese Jungs!“ so ein begeisterter Wasserball-Abteilungsleiter Irek Luczak, der 2007 noch als Trainer den ersten Aufstieg gefeiert hatte.

Der Verein hat derzeit wahrlich Grund zur Freude, denn die Mannschaft um Trainer Thomas Aigner hatte trotz des Doppelerfolgs der laufenden Saison nicht die Spannung verloren und war von Beginn an hellwach beim heimischen Aufstiegsturnier: Im ersten Spiel gegen den Nordvertreter SpVg Laatzen legte das Team direkt hoch motiviert los, führte nach zwölf Minuten bereits mit 5:1 und ließ sich durch eine routinierte Spielweise den Sieg nicht mehr abringen. Weiden spielte sehr diszipliniert in der Verteidigung und effektiv im Angriff und machte es den Laatzenern unheimlich schwer Zählbares aus dieser Partie herauszuholen. Am Ende stand ein 11:8-Erfolg und die ersten beiden Zähler zu Buche, ehe es keine sechs Stunden später bereits gegen den Meister der 2. Wasserball-Liga West Düsseldorfer SC bereits um die nächsten Punkte ging.

Da im Vorfeld die SGW Köln als Vorletzter der 1. Deutschen Wasserball-Liga (DWL) der abgelaufenen Saison gegen die Düsseldorfer gewann und sich mit der SpVg Laatzen 5:5 unentschieden trennte, war bereits vor Anpfiff der Weidener Begegnung klar, dass den Weidenern in dieser Partie ein Sieg für den sicheren Aufstieg in die DWL reichen sollte. Dementsprechend motiviert ging die Mannschaft um Kapitän Thomas Kick zu Werke und lag auch diesmal direkt zu Beginn vorentscheidend in Führung: Nach nur zehn Spielminuten stand es bereits 4:1 für die Hausherren. Durch eine Weidener Schwächephase im zweiten Spielviertel mit gleich vier Gegentoren konnten die Landeshauptstädter aus Nordrhein-Westfalen das Spiel sogar noch ausgeglichen gestalten, nur 5:4 hieß es zwischenzeitlich für den SVW und mit einer Weidener 7:5-Führung wechselte man die Seiten. Der SV machte es sich hier unnötig schwer, kam auch im dritten Spielabschnitt nicht über ein 1:1 hinaus und ging mit einer 8:6-Führung in den letzten Spielabschnitt. Wie auch in der gesamten Saison zeigte sich hier einmal mehr der britische Olympionike von 2012 Sean Ryder von einer sehr routinierten und exzellenten Seite und ebnete mit seinem zweiten und dritten Treffer den Weg für den Sieg seiner Mannschaft. Mit 11:6 ging auch dieses Spiel am Ende doch überzeugend an den SVW, der bereits als erstes Team den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse feiern konnte.

Passend zu der Disziplin der Mannschaft über die gesamte Saison wurde auch die Aufstiegsfeier jedoch noch um einige Stunden nach hinten verschoben, denn bereits am nächsten Morgen um 11:30 Uhr wartete das letzte Spiel gegen den Bundesliga-Vertreter SGW Köln. Auch hier bekamen die zahlreichen Zuschauer im Weidener Schätzlerbad ein sehr unterhaltsames und spannendes Spiel geboten: Die Kölner zeigten sich an diesem Wochenende von einer sehr positiven Seite, schienen die lange spielfreie Zeit nach der Bundesliga-Hauptrunde gut kompensiert zu haben. Es entwickelte sich ein hartes und robustes aber keineswegs unfaires Spiel beider Mannschaften. Die ausgeglichene Partie ging mit einer 8:5-Führung für die Gäste aus dem Westen in die Halbzeitpause. Für Köln stand hier deutlich mehr auf dem Spiel als für die bereits aufgestiegenen Weidener, durch das Unentschieden gegen Laatzen waren die beiden sicheren Aufstiegsplätze Eins und Zwei plötzlich für die Westdeutschen in Gefahr. Weiden schaffte es, trotz eines erneut bestens aufgelegten Sean Ryder mit fünf Treffern und der Turnier-Torjäger-Krone mit zwölf Treffern, nicht den Drei-Tore-Rückstand aufzuholen und verlor dieses Spiel am Ende mit 11:14. „Glückwunsch an die Kölner, verdient gewonnen und die Klasse gehalten“ hieß es von Kapitän Thomas Kick, der sich mit seinem Mannschaftkameraden die Freude über diese enorm erfolgreiche Saison und den Aufstieg dennoch nicht vermiesen ließ.

Geschlossen feierte die Mannschaft im Anschluss in der Vereinsgaststätte bei und mit der 1. Vorsitzenden Ilona Forster und mit ihrem Coach Thomas Aigner, der zugleich auch als Sportwart im Verein ehrenamtlich tätig ist. Sein Name wird im Zusammenhang mit dem aktuellen positiven Trend des Wasserball-Teams immer wieder genannt: Als Rekordtorschütze in der Geschichte des SV Weiden erzielte Aigner als Spieler von 2000 bis 2016 stolze 475 Treffer in den Punktspielen von der Verbandsliga Bayern bis in die 1. Deutsche Wasserball-Liga, durchlief zuvor seit einem Alter von fünf Jahren alle Altersklassen für den SVW. Von 2003 bis 2013 war er zudem zehn Jahre lang Kapitän der ersten Mannschaft und war an allen Aufstiegen seines Vereins beteiligt. Nun formte er als Trainer eine große Mannschaft, die die erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte feiern konnte. Im Anschluss an diesen Erfolg will Aigner mit seinem Team noch eine Woche „austrainieren“, ehe es in die wohlverdiente Pause geht.

Die Planung für die 1. Deutsche Wasserball-Liga laufen bereits, Abteilungsleiter Irek Luczak sieht die Mannschaft trotz „keiner großen finanziellen Sprünge“ gut aufgestellt für die höchste deutsche Spielklasse. Die Vorbereitungen für die Saison 2018/2019 wird das Team im August wieder aufnehmen, ehe ab Oktober oder November endlich wieder Erstliga-Wasserball in Weiden geboten wird.


Aufstiegsturnier zur 1. Deutschen Wasserball-Liga 2018/2019
Samstag, 30. Juni und Sonntag, 1. Juli 2018 in Weiden

Ergebnisse
Düsseldorfer SC - SGW Köln 6:9
SV Weiden - SpVg Laatzen 11:8
SGW Köln - SpVg Laatzen 5:5
SV Weiden - Düsseldorfer SC 11:6
Düsseldorfer SC - SpVg Laatzen 6:8
SV Weiden - SGW Köln 11:14

Endstand
1. SGW Köln - Verbleib in DWL - 5:1 Punkte 28:22 Tore
2. SV Weiden - Aufstieg in DWL - 4:2 33:28
3. SpVg Laatzen 3:3 21:22
4. Düsseldorfer SC 0:6 18:28

Top-Torschützen
1. Sean Ryder SV Weiden 12 Treffer
2. Bohumil Ondraska SGW Köln 6
3. Christian Winkelmolen SGW Köln 5
3. Robin Toth SGW Köln 5
3. Jens Möller SpVg Laatzen 5

Der SV Weiden spielte mit
Matthias Kreiner im Tor, Nikolaj Neumann (1 Tor gegen Laatzen, 2 Tore gegen Düsseldorf, 1 Tor gegen Köln), Alexander Hinz (-,2,1), Michael Trottmann (-,1,1), Thomas Kick (1,-,1), Denis Reichert (-,-,1), Jakob Ströll (2,2,-), Robert Reichert (-,1,1), Marek Janecek (1,-,-), Andreas Jahn (2,-,-), Sean Ryder (4,3,5), Andreas Widiker, Toni Hinz
Trainer: Thomas Aigner




Herren I