Herren I

2. Wasserball-Bundesliga

Saison 2019 / 2020

17.2.2020
Weidens Licht und Schatten im Westen
Zwei Niederlagen und Lichtblicke aus Köln im Gepäck
 
(prg) Mit zwei Niederlagen und einer ordentlichen Packung Gegentore im Gepäck kehren die Weidener Wasserballer enttäuscht aus dem NRW-Trip zurück. Die schwache Vorstellung am Samstag bei Tabellennachbarn in Duisburg (20:10 Niederlage) folgten phasenweise gute Ansätze am Sonntag beim Spitzenreiter Köln (14:10 für die Domstädter) und bringen damit wenig Licht und viel Schatten: „Wenn man mit dieser Redewendung unseren Einsatz im Westen beschreiben soll, war es mir in der Summe deutlich zu schattig“ so das Resümee von Irek Luczak, der den verhinderten Thomas Aigner am Beckenrand vertrat.

Verteidigung versagt in Duisburg
Das Spiel am Samstag begann schon sehr bitter für die Oberpfälzer. Die Mannschaft vor dem Kasten der Weidener, der wiederholt durch Christopher Klein gehütet wurde, bekam die starken Centerspieler der Westdeutschen nicht in den Griff und kassierte die ersten vier Tore des Spiels zum 4:0 Zwischenstand nach guten vier Minuten. Nikolaj Neumann verkürzte zwar in Überzahl, doch die Hausherren trafen erneut und gingen mit 5:1 im Rücken in die erste Viertelpause. Nachdem die Weidener die Centerverteidigung umstellten, folgte das nächste Problem, die Duisburger trafen nämlich aus dem Rückraum nach Belieben und brachten mit dem 11:2 Halbzeitstand die Gäste aus der Max-Reger-Stadt beinahe zu Verzweiflung. In der zweiten Halbzeit sammelten sich die SV-ler ein wenig, gestalteten das Spiel offener, verteidigten konzentrierter und kamen selbst zu einigen Chancen, das Desaster noch zu vermeiden. Die Weidener gewannen das dritte Viertel mit 5:4 und bekamen noch einige Chancen im Schlussviertel, Ergebniskosmetik zu betreiben, vergaben jedoch wiederholt zu viele Möglichkeiten und verloren am Ende mit 20:10, nach ihrem Geschmack viel zu hoch. „Zehn Tore auswärts zu erzielen ist schon Mal gar nicht so schlecht, dafür zwanzig zu kassieren, das ist entschieden zu viel, beschriebt aber treffend die Abwehrleistung in dieser Partie“ lautete die kurze Analyse nach dem Spiel. Mit dieser Niederlage vergaben die Weidener auch die Chance, die Duisburger in der Tabelle hinter sich zu lassen. Auch wenn sie, nach Tabellenbereinigung immer noch einen Punkt Vorteil haben, wird es jetzt noch enger im Kampf um den direkten Klassenerhalt, zumal die Würzburger mit ihrem sensationellen Sieg gegen Hamburg einen richtigen Lauf haben.

Spitzenreiter wiederholt geärgert
Die Mannen um Kapitän Thomas Kick schienen gut geschlafen und die Niederlage richtig verarbeitet zu haben, wenn man die erste Halbzeit beim Tabellenführer Köln betrachtet. Die Oberpfälzer überraschten die Domstädter mit einem Blitzstart (1:5 im ersten Viertel) und einer weiterhin soliden Leistung mit 5:4 im zweiten Viertel und 6:9 zur Halbzeit. Bis zum Seitenwechsel arbeiteten die Gäste sehr konzentriert in der Verteidigung und nutzten endlich ihre gut ausgespielten Chancen im Angriff. Die überraschende Zwischenstände waren zu dieser Spielzeit völlig verdient und die Weidener kämpften tapfer, obwohl ihr Abwehrchef Thomas Kick schnell mit zwei Wasserverweisen vorbestraft und damit eingeschränkt wurde. „Die Mannschaft verstand es, die Verantwortung in der Verteidigung aufzuteilen und überzeugte in dieser Phase mit vorbildlicher Mannschaftsleistung“ lobte Luczak. Diese Anstrengungen hatten aber ihren Preis, die Hausherren gaben nicht auf und hielten das Spieltempo hoch, das für die SV-ler langsam nicht mehr zu halten war. Trotz nachlassender Kräfte erarbeiteten sich die Weidener noch genügend Chancen, um das Spiel über die Zeit zu retten. Die Müdigkeit machte sich aber, vor allem im Abschluss breit und deutlich und die Partie rutschte ihnen aus der Hand. Am Ende gewannen die Kölner das sportlich faire Spiel mit 14:10 verdient aber ein wenig zu hoch. Dennoch konnten die Weidener einige positive Erfahrungen mit nach Hause nehmen: „Ich habe mir ein couragiertes Spiel gewünscht und das haben die Jungs geliefert, das war phasenweise schon sehr ordentlich. Am Ende vergaben wir zu viele Chancen und auch hier kassierten wir zu viele Gegentore, aber auf dieser Leistung lässt es sich weiter bauen und die geschlossene Mannschaftsleistung gibt uns Mut“ mit diesem Worten schließ Irek Luczak seinen Wochenendeinsatz ab.

Duisburger SV – SV Weiden (5:1, 6:1, 4:5, 5:3)
Wasserverweise: Duisburg 13, Weiden 12+3 Strafwürfe
Schiedsrichter: Aurel Tiz und Roman Reek
DWL-Beobachter: Jürgen Hausche
Spieler des Tages“: Ulf Cornelius Ranta (Duisburg)


Poseidon/Rhenania Köln – SV Weiden 14:10 (1:5, 5:4, 4:0, 4:1)
Wasserverweise: Köln 6+1 Strafwurf, Weiden 9+3
Schiedsrichter: Mirko Arntzen und Carolin Nischwitz
DWL-Beaobachter: Ralf Talaga
Spieler des Tages“: Istvan Keresztes (Köln)
 
Weiden spielte mit
Christopher Klein im Tor, Nikolaj Neumann (2 Tore am Samstag/3 am Sonntag), Philipp Sertl (2/0), Michael Trottmann (1/1), Thomas Kick (2/1), Denis Reichert, Jakob Ströll (0/1), Robert Reichert (1/0), Marek Janecek (1/2), Andreas Jahn, Sean Ryder (1/2), Andreas Widiker und Fabio Guarino
Trainer Irek Luczak

Deutsche Wasserball-Liga 2019/2020
Ergebisse Pro-B

SV Bayer Uerdingen 08 - Düsseldorfer SC 1898 13:7
Duisburger SV 1898 - SV Weiden 1921 20:10
SV Würzburg 05 - SV Poseidon Hamburg 12:11
SV Krefeld 1972 - SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 12:14
SGW Rhenania/BW Poseidon Köln - SV Weiden 1921 14:10


13.2.2020
Weidener Wasserballer in Duisburg und Köln gefordert
Luczak vertritt Aigner im Westen
 
(prg) Die vergangene 3-er Heimspielserie der Wasserballer des Schwimmvereines Weiden fiel nicht ganz wie erhofft und eher durchwachsen aus. Ein Sieg gegen Düsseldorf, ein Remis als Achtungserfolg gegen Hamburg und die schmerzhafte Niederlage im Derby gegen Würzburg, das haben sich die SV-ler sicher anders vorgestellt. Vor allem die letzte Niederlage am vergangenen Samstag kann in der Abstiegsrunde noch negative Auswirkungen in der Endabrechnung bringen. Umso wichtiger ist das kommende Spiel beim Tabellennachbarn Duisburg zu bewerten.
Mit einem Sieg im Schwimmstadion Wedau könnten sich die Oberpfälzer auf den fünften Tabellenplatz hieven und in der bereinigten Tabelle gleich drei Punkte von den Duisburgern absetzen. Das zweite Spiel des Doppelspieltages, am Sonntag in Köln, ist dagegen als weniger wichtig einzustufen (Köln wird mit der Abstiegsrunde nichts zu tun haben), wird aber mit einer gewissen Brisanz belegt, nach den Tumulten aus dem Heimspiel in der Thermenwelt.


Luczak übernimmt
Wir wollen die bestmögliche Leistung in Duisburg abliefern, erst dann werden wir uns mit der Partie in Köln beschäftigen. Eins steht für uns aber jetzt schon fest, wir wollen einen sauberen und fairen Wasserballsport, was in Weiden ablief soll sich nicht weiderholen und wir sollen unvoreingenommen das Spiel in Köln angehen. Wenn sich beide Teams einfach nur an das wesentliche konzentrieren, steht einem guten Spiel nichts mehr im Wege. In diesem Bereich haben wir, die am Beckenrand für das Spiel verantwortlich sind, auch einen Auftrag zu erfüllen“ erklärt Mannschaftsleiter Irek Luczak, der am Wochenende den Trainer Thomas Aigner am Beckenrand vertreten wird.
Aigner ist in den nächsten Tagen aus familiären Gründen verhindert und so kommt es zu dem Kurz-Comeback von Irek Luczak.
Bereits im April letzten Jahres vertrat Luczak den damals rot-gesperrten Aigner und auch jetzt betont er:
"Das ist kein Comeback, das ist ein Freundschaftsdienst. Wenn die Freunde mich brauchen, dann bin ich da, das ist Ehrensache. Es soll aber eine Ausnahme bleiben..." erklärt er seinen Einsatz am Wochenende. Damals gewannen die SV-ler das Heimspiel mit 14:10 Toren gegen Wedding. Vielleicht ein gutes Omen für die Max-Reger-Städter.

Wieder ein vier-Punkte-Spiel
Nach Abschluss der Hauptrunde wird die Pro-B der Deutschen Wasserball-Liga in zwei Gruppen geteilt. Die Tabellenplätze 1-4 kämpfen um den Aufstieg in die Pro-A und die Mannschaften auf den Plätzen 5-8 gegen den Abstieg in die 2.Liga. In die Abstiegsrunde werden nur die Punkte der Hauptrunde, die zwischen den beteiligten Teams untereinander ausgespielt wurden, in die Wertung übernommen. Die Teilnahme von Duisburg und von Weiden in der Abstiegsrunde ist jetzt schon sicher, damit steigt also die Bedeutung des Spiels enorm. Ähnlich, wie gegen Würzburg wird das Spiel als vier-Punkte-Spiel ausgerufen, aber diesmal wollen die Mannen um Kapitän Thomas Kick auch „kassieren“.

Aigner vertraut
Wir vertrauen weiterhin auf die Qualität, die in der Mannschaft steckt. Irgendwann muss der Knoten platzen und die erhofften Ergebnisse folgen. Wir tun alles dafür, dass es schnellstmöglich soweit ist, am Besten schon am Samstag in Duisburg. Ich bin froh, dass Irek uns aushilft. Er genießt in der Mannschaft immer noch großen Respekt und kann mit seiner Erfahrung sicher zum Erfolg beitragen“ so der Coach Thomas Aigner nach dem Abschlusstraining.

Außer Rekonvaleszenten Matthias Kreiner, der durch Christopher Klein zwischen den Weidener Pfosten vertreten wird, scheint der gesamte Kader der Mannschaft zur Verfügung zu stehen. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Mannschaft die Reisestrapazen gut verkraftet und am Sonntag mit etwas zählbarem im Gepäck und unverletzt heimkehren wird.
 
Die SV-Mannschaft fürs Wochenende
Christopher Klein im Tor, Nikolaj Neumann, Philipp Sertl, Michael Trottmann, Thomas Kick, Denis Reichert, Jakob Ströll, Robert Reichert, Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder, Andreas Widiker und Fabio Guarino
Trainer Irek Luczak

Deutsche Wasserball-Liga 2019/2020
Spielansetzungen Pro-B

SV Bayer Uerdingen 08 - Düsseldorfer SC 1898

Duisburger SV 1898 - SV Weiden 1921

SV Würzburg 05 - SV Poseidon Hamburg

SV Krefeld 1972 - SGW Rhenania/BW Poseidon Köln

SGW Rhenania/BW Poseidon Köln - SV Weiden 1921 (Sonntag)



9.2.2020
Weiden verspielt Derby
Würzburger Leidenschaft belohnt

(prg) Das war ein ganz wichtiges Spiel für die Weidener Wasserballer, es ging nicht nur um das traditionelle Derbyprestige, es ging vor allem aber auch um die wichtigen Punkte, die am Ende im Kampf um den Ligaverbleib entscheiden können. Die Weidener haben die Begegnung sogar als ein 4-Punkte-Spiel ausgerufen, leider ging es für die Oberpfälzer nicht gut aus. Sie vergaben eine ganze Reihe von hochkarätigen Chancen, schwammen die meiste Spielzeit dem Rückstand hinterher und verloren am Ende gegen die leidenschaftliche Unterfranken mit 11:13 Toren. In der Endabrechnung kann sich die Niederlage noch sehr schmerzhaft auswirken, am kommenden Samstag brauchen die Aigner-Schützlinge dringend Punkte gegen Duisburg, um sich nicht weiter von den Nichtabstiegsplätzen zu entfernen. Es war ein sehr mitreißendes, hochintensives aber stets faires Derbyspiel. Die Zuschauer sind voll auf Ihre Kosten gekommen, auch wenn der erhoffte Sieg ihrer Anhänger ausblieb.

Die Weidener kassierten zunächst das erste Tor des Spiels, konnten aber schnell kontern, glichen aus und bauten immer wieder gefährliche Angriffe auf, die jedoch meist mit schlechten Abschlüssen endeten. Somit versäumten die Hausherren ihre Überlegenheit in der Anfangsphase in Führung umzumünzen und mussten dagegen immer wieder auf Führungstreffer der Gäste reagieren.
Nach 1:1 im ersten und 4:4 im zweiten Viertel wechselten die Teams mit 5:5 Halbzeitstand die Seiten. Im dritten Viertel verloren zunächst die Aigner-Schützlinge ihren Kapitän Thomas Kick, der nach seinem dritten Wasserverweis das Spiel vorzeitig beenden musste. Gegen die geschwächte Weidener Verteidigung erkämpften sich die leidenschaftliche Würzburger endgültig ihre Überlegenheit, bestrafften zudem die Nachlässigkeiten der Max-Reger-Städter mit 4:2 Toren und erzielten die 7:9 Führung vor der letzten Viertelpause.
Im letzten Viertel bekamen die Weidener tatsächlich noch einige Chancen, den Anschluss zu erzielen, doch auch hier scheiterten sie nachlässig im Abschluss. Die Unterfranken spielten sich engagiert Angriff für Angriff immer stärker in ihre Entschlossenheit, zwei Punkte aus der Thermenwelt zu entführen und es gelang ihnen am Ende auch.

Unterm Strich bleibt es den Weidenern die 11:13 Niederlage einfach nur anzuerkennen:
"Den größten Unterschied hat heute die Einstellung ausgemacht. Die Würzburger haben, was die Leidenschaft anbetrifft, den besseren Eindruck gemacht und wir waren einfach zu harmlos im Angriff. Die hohe Foulbelastung hat es uns sicher nicht leichter gemacht, es wäre aber fatal, hierfür die Schiedsrichter anzuzweifeln. Die Gäste waren aktiver, agiler und erspielten sich damit ihre Überzahlen. Die Mannschaft muss es endlich erkennen, wie eng es in der Runde zugeht und mehr Leidenschaft ins Spiel bringen, sonst wird es für uns sehr eng in der Abstiegsrunde werden" ärgerte sich Mannschaftsleiter Irek Luczak nach dem Derby.

Am kommenden Wochenende geht es für die Aigner-Schützlinge zu einem Doppelspieltag gen Westen. Am Samstag gastieren die SV-ler in Duisburg und am Sonntag in Köln. Während die Sonntagsbegegnung eher nur für die Statistik wichtig sei, wäre mindestens ein Punkt in Duisburg dagegen Gold wert.

SV Weiden - SV Würzburg 11:13 (1:1, 4:4, 2:4, 4:4)
Wasserverweise: Weiden 14 + 1 Strafwurf, Würzburg 10
Schiedsrichter: Frank Rohleder und Viktor Schilling
DW-Beobachter: Wolfgang Rühl (Günzburg)
"Spieler des Tages": Benjamin Flammersberger (Würzburg)

SV Weiden spielte mit
Christopher Klein im Tor, Nikolaj Neumann (2 Treffer), Philipp Sertl, Michael Trottmann, Thomas Kick (1), Denis Reichert (1), Alex Schäfer (1), Robert Reichert (2), Marek Janecek (1), Andreas Jahn, Sean Ryder (1), Andreas Widiker (2) und Fabio Guarino
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 2019/2020
Ergebnisse Pro A
OSC Potsdam - SV Ludwigsburg 08 16:9
White Sharks Hannover - ASC Duisburg 9:11
Waspo 1898 Hannover - SG Neukölln Berlin 20:12

Ergebnisse Pro B
SV Poseidon Hamburg - Duisburger SV 1898 19:13
SV Weiden 1921 - SV Würzburg 05 11:13
SGW Rhenania/BW Poseidon Köln - SV Bayer Uerdingen 08 14:15
Düsseldorfer SC 1898 - SV Krefeld 1972 10:14



7.2.2020
Endlich wieder ein Bayernderby in der Therme
Traditionsduell Weiden gegen Würzburg im 4-Punkte-Spiel

(prg) Um die Jahrtausendwende begann die spannende Geschichte der Bayerischen Derbys zwischen den Schwimmvereinen aus Würzburg und Weiden. Der traditionsreiche SV Würzburg 05 spielte davor immer hochklassiger als der Schwimmverein Weiden. Ein Neuaufbau der Wasserballabteilung in Weiden, der 1993 begann, trug aber überraschend schnell Früchte und schon in den letzten Jahren der vergangenen Jahrhunderts begann die Rivalität auf Augenhöhe beider Klubs. Zunächst im Jugendbereich, später im Herrenbereich und bis in die Bundesliga konkurrierten die befreundete Vereine und lieferten sich unzählige, spannende Derbys, die immer hart aber ausnahmenlos fair ausgetragen wurden. Das letzte Derby ging im Sommer 2018, noch in der 2. Wasserball-Liga Süd über die Bühne. Die Weidener gewannen damals im Schätzlerbad mit 9:3. Noch im gleichen Jahr stiegen die Oberpfälzer in die Deutsche Wasserball-Liga auf, die Unterfraken folgten ein Jahr später. Am kommenden Samstag beginnt die mit Spannung erwartete Derby-Neuauflage um 18.00 Uhr in der Thermenwelt.

Försch kämpferisch
"Wir wollen da punkten! Weiden ist immer eine extra Herausforderung, wir müssen uns umstellen und schnell an die Umstände gewöhnen. Die Abwehr muss aggressiv arbeiten und offensiv müssen wir es auch im kleinen Becken schaffen, das Spiel breit zu machen und konzentriert zu agieren. Gelingt uns das, dann bin ich optimistisch, dass wir auch dort punkten können.
Wir haben ein gutes und respektvolles Verhältnis zum SV Weiden, viele Spieler kennen sich seit frühester Jugend. Klar ist aber auch, das Derby hat eine lange Tradition und sobald wir ins Wasser springen, herrscht eine gesunde sportliche Rivalität. Das ist immer eine besondere Atmosphäre, viele Zuschauer, enges Bad und hart umkämpfte Spiele. Wir haben letzte Woche Selbstvertrauen getankt und gesehen, dass wir auch auswärts jeden Gegner schlagen können. Dafür müssen wir wie letzte Woche viel Engagement, Leidenschaft und Energie an den Tag legen." gibt der Würzburger Trainer Matthias Försch die Route für die Begegnung in Weiden vor.

"Wir freuen uns auf das Derby und natürlich wollen wir das Spiel auch gewinnen. Wenn wir die Leistung vor Wochenfrist, aus dem Spiel gegen Hamburg wiederholen können, werden wir es auch schaffen. Wir waren nur kurz davor, die Hanseaten zu schlagen, das brachte endlich mal einen Schwung in unsere Reihen. Die Mannschaft ist heiß. Das Derby kann kommen" so die Einstellung des Weidener Kapitäns Thomas Kick.

Ströll gesperrt
Der Weidener Center Jakob Ströll muss ausgerechnet gegen Würzburg seine Disziplinarsperre "absitzen". Die Disziplinarkommission will in den Videoaufnahmen aus dem Heimspiel gegen Köln die Absicht einer unsportlichen Handlung des Weideners erkannt haben. Nachdem ein Kölner Spieler die Fassung verlor und auf einen Weidener Spieler schlug, kam es zu Rudenbildung und chaotischen Vorkommnissen. Der Weidener Center habe versucht sich bei einer Aktion zu beteiligen und wurde dafür vom Verband nachträglich sanktioniert. "Wir haben von einem Einspruch gegen dieser Maßnahme, nach langen Überlegungen abgesehen. Wir stehen für sauberen Sport und wollen stets fairen Wasserball sehen. Die Sperre nehmen wir als eine Signalwirkung für diszipliniertes Verhalten im Becken an" erklärt Mannschaftsleiter Irek Luczak die Hintergrunde der Sanktion.

Die Abwesenheit Strölls ist sicherlich ein Rückschlag für das Aigner-Team. Doch die Mannschaft sei, nach Angaben des Trainer, jederzeit in der Lage, einzelne Ausfälle zu kompensieren und kann es mit erhöhter Leistungsbereitschaft und Leidenschaft wegstecken. Es passiert schließlich auch während des Spiels, dass Spieler vorzeitig den Einsatz beenden müssen und es muss weiter gehen. Mit geschlossener Mannschaftsleistung ist der SV Weiden auch ohne Jakob Ströll, die Würzburger zu schlagen. Die Mannschaft um den Keeper Christopher Klein, der immer noch den verletzten Matthias Kreiner vertritt, hofft außerdem auf rege Unterstützung aus den Zuschauerrängen: "Wann, wenn nicht zum Derby?" lautet seine rhetorische Frage an die Anhänger. Das Spiel verspricht jedenfalls viel Spannung.

Voraussichtliche Aufstellung für Samstag
Christopher Klein im Tor, Nikolaj Neumann, Philipp Sertl, Michael Trottmann, Thomas Kick, Denis Reichert, Robert Reichert, Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder, Andreas Widiker, Toni Hinz und Fabio Guarino
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 2019/2020
Spielansetzungen Pro B
SV Poseidon Hamburg - Duisburger SV 1898



SV Weiden 1921 - SV Würzburg 05



SGW Rhenania/BW Poseidon Köln - SV Bayer Uerdingen 08



Düsseldorfer SC 1898 - SV Krefeld 1972





2.2.2020
SV deutlich verbessert
Weidener Wasserballer ärgern Tabellenführer und holen einen Punkt

(prg) Endlich eine Leistung, die auf Anstieg der Formkurve deuten könnte. Die Weidener Wasserballer präsentierten sich am vergangenen Samstag in der Thermenwelt deutlich stärker, als in den letzten Partien und brachten den Tabellenführer aus Hamburg an Rande einer Niederlage. In einer dramatischen Schlussphase vergaben die Aigner-Schützlinge sogar eine 4-Tore-Führung, die sie sich noch vor der letzten Pause erspielt haben, können aber am Ende mit dem 17:17 Unentschieden zufrieden sein. Auf dieser Leistung lässt sich letztendlich gut aufbauen, um das Bayern-Derby am kommenden Samstag gegen Würzburg selbstbewusst anzugehen.

Die Oberpfälzer zeigten vom Beginn des Spiels an, dass sie nicht gewillt sind, den Gästen an diesem Abend etwas zu schenken und präsentierten sich als absolut ebenwürdiger Gegner. Mit viel Überzeugung, sehr beweglich und schließlich auch sicherer im Abschluss gestalteten die Hausherren die interessante, torreiche und harte aber stets faire Begegnung. Mit dem 5:5 Zwischenstand zur ersten Viertelpause konnten eigentlich die Gäste noch zufrieden sein. Im zweiten Viertel (5:4) lief es noch ein bisschen effektiver in Reihen der Max-Reger-Städter und das dritte Viertel (5:2) brachte den relativ komfortablen 15:11 Zwischenstand vor dem Schlussviertel. Die Mannen um den später als "Spieler des Tages" gekürten Torwart Christopher Klein, der den verletzten Matthias Kreiner zwischen den Pfosten vertrat, wussten, dass die Partie noch nicht in trocken Tüchern ist und dennoch schafften sie es nicht, die Aufholjagd der Norddeutschen zu bremsen. Mit einem Dreierpack kamen die Hanseaten noch vier Minuten vor dem Spielende auf 15:14 heran und die Partie drohte den Hausherren aus der Hand zu gleiten. Robert Rechert sorgte sogar noch mit seinem Doppelpack zum 17:14 für zwischenzeitliche Entspannung, ehe die Gäste zum Endspurt ausholten. Der Ex-Nationalspieler Hannes Glaser mit seinen zwei Treffern und der Südamerikaner Sven Bach schaften es, noch vor der letzten Spielminute den 17:17 Ausgleich zu erzielen. In der letzten Spielminute hatten beide Teams noch ihre Möglichkeiten den Siegestreffer zu erzielen, doch dazu kam es nicht mehr. Auch die letzte Überzahl der Weidener blieb ohne Torerfolg und die Partie endete schließlich mit einem Remis, mit dem beide Teams zufrieden sein dürften, auch wenn die Aigner-Schützlinge dem Sieg näher waren, als die Gäste.

"Schade, dass es am Ende nicht gereicht hat, den Sieg hätten wir eigentlich nach Hause fahren müssen, aber die Leistung der Mannschaft stimmte wieder und das ist für mich die wichtigste Erkenntnis des heutigen Abend. Wir haben uns in allen Belangen enorm steigern können und darauf lässt es sich für die nächsten Spiele gut bauen. Jetzt sind wir heiß auf das Derby" kommentierte sichtlich erleichterte Coach Thomas Aigner nach dem Abpfiff.

Am kommenden Samstag (Anpfiff um 18.00 Uhr) stiegt das lange erwartete Derby gegen SV Würzburg 05. Die Oberpfälzer müssen zwar auf den gesperrten Center Jakob Ströll in dieser Partie verzichten, bleiben aber kämpferisch und zuversichtlich: "Die Derbys haben sehr lange Tradition, es ging in diesen Spielen schon immer heiß zur Sache. Hart aber fair war bisher die Regel und so soll es auch bleiben. Das Spiel heute hat uns gut getan, dieses Gefühl wollen wir mitnehmen und mit unseren Zuschauern im Rücken einen weiteren Sieg gegen Würzburg einfahren. Das ist eins der 4-Punkte Spiele, es geht jetzt nur mit Leidenschaft und Geschlossenheit" gibt der Kapitän Thomas Kick vor.

SV Weiden - SV Poseidon Hamburg 17:17 (5:5, 5:4, 5:2, 2:6)
Wasserverweise: Weiden 11 + 1 Strafwurf, Hamburg 16
Schiedsrichter: Rüdiger Trommer (Coburg), Alwin Müller (Ingolstadt)
DWL-Spielbeobachter: Winfired Horsch (Schweinfurt)
"Spieler des Tages": Christopher Klein (Weiden)
Zuschauer: 95

SV Weiden spielte mit
Christopher Klein im Tor, Nikolaj Neumann (2 Tore), Philipp Sertl, Michael Trottmann, Thomas Kick (2), Denis Reichert (1), Jakob Ströll (2), Robert Reichert (3), Marek Janecek (2), Andreas Jahn (1), Sean Ryder (4), Andreas Widiker und Fabio Guarino
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 2019/2020
Spielergebnisse Pro B



SV Bayer Uerdingen 08 - Duisburger SV 1898 14:14
SGW Rhenania/BW Poseidon Köln - Düsseldorfer SC 1898 16:8
SV Weiden 1921 - SV Poseidon Hamburg 17:17
SV Krefeld 1972 - SV Würzburg 05 13:10
Duisburger SV 1898 - SV Würzburg 05 9:9


31.1.2020
Steigerung dringend nötig
SV-Wasserballer empfangen Tabellenführer aus Hamburg

(prg) Am kommenden Samstag kommt es zum zweiten Heimspiel einer 3er Serie für die Wasserballer des Schwimmvereines Weiden in der Weidener Thermenwelt. Vor einer Woche besiegte die Truppe um Trainer Aigner den Aufsteiger Düsseldorfer SC mit wenig Glanz, jetzt kommt mit Poseidon Hamburg ein weiterer Liganeuling nach Weiden, allerdings einer der besten in der Geschichte. Hamburg verlor bisher nur ein Spiel gegen den Tabellennachbar aus Köln und gilt nach dem neusten 17:9 Erfolg über die Kölner als einer der Kandidaten für den Aufstieg in die Pro-A. Um diesem Team Paroli bieten zu können dürfte es für die Weidener nicht nur ein wenig Leistungssteigerung vonnöten sein, sie müssten sich enorm verbessern und dazu noch einen sehr guten Tag erwischen. Anpfiff ist um 18.00 Uhr.

Die Hanseaten verstärkten in der Transferzeit ganz ordentlich und wie es aussieht, hatten sie auch ein glückliches Hänchen mit der Wahl ihrer Sportler und Trainer. Der griechischer Coach Zafeirios Chalas führt sein Team vom Sieg zum Sieg und scheint aus der neubesetzten Truppe ein gut funktionierendes Team gebildet zu haben. Die Hamburger wurden direkt, nachdem der Aufstieg besiegelt wurde, auf dem Markt aktiv und vermeldeten eine Neuverpflichtung nach der anderen. Es wurden zwar keine großen Namen unter Vertrag genommen, die Anzahl von bundesligatauglichen Sportlern macht jedoch aktuell den Unterschied. In Weiden ist es anders, die SV-ler blieben bekanntlich gänzlich ohne Transfers in der Wechselphase und versuchen ihre eigenen Kräfte weiterzuentwickeln.

Das Spiel gegen Hamburg zählt, aufgrund der Tabellensituation, nicht unbedingt zu den „vier Punkte“ Partien, wie zum Beispiel das Derby gegen Würzburg, das eine Woche später in Weiden stattfindet. Dennoch: „Wir wollen uns aus dem gefühlten Tal herausspielen. Das kann auch funktionieren, wenn man gegen starken Gegner ein gutes Spiel liefert, auch wenn kein Sieg dabei herausspringen sollte. Es wird nämlich verdammt schwer gegen Hamburg zu bestehen. Vor allem, wenn wir es nicht schaffen, unsere Chancenverwertung der letzten Spiele deutlich zu verbessern. Wir wollen endlich bessere Leistungen abliefern, das erlernte in Torerfolge umwandeln, um uns für die entscheidende Partien stärker aufzustellen“ beschreibt Trainer Thomas Aigner die kommende Heimspielaufgabe.

 
„Wir dürfen die Geduld nicht verlieren, unsere Ziele sind immer noch in unserer Reichweite. Wir müssen konsequent weiterarbeiten und an unsere Stärken glauben“ ergänzt er und bleibt optimistisch. Die letzten Pflichtspiele der Oberpfälzer waren geprägt durch individuelle Fehler, die vor allem im Abschluss für die schlechte Statistiken verantwortlich sind.

„Eine gut ausgespielte Überzahl wird eben als eine Nullnummer verzeichnet, wenn sie nicht mit Torerfolg gekrönt wird, die bringt nämlich auch Null. Wir müssen im Abschluss besser werden, das ist im Moment unser größtes Problem“
erklärt Kapitän Thomas Kick.

Die voraussichtliche Aufstellung für Düsseldorf
Christopher Klein im Tor, Nikolaj Neumann, Alexander Hinz, Michael Trottmann, Thomas Kick, Denis Reichert, Jakob Ströll, Robert Reichert, Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder, Andreas Widiker und Fabio Guarino
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 2019/2020
Spielansetzungen Pro B

SV Bayer Uerdingen 08 - Duisburger SV 1898
SGW Rhenania/BW Poseidon Köln - Düsseldorfer SC 1898
SV Weiden 1921 - SV Poseidon Hamburg, 18.00 Uhr
SV Krefeld 1972 - SV Würzburg 05
Duisburger SV 1898 - SV Würzburg 05 (Sonntag)


26.1.2020
Glanzloser Sieg bringt zwei wichtige Punkte
SV-Wasserballer gelingt Revanche gegen Düsseldorf

(prg) Die erwartete und vom Trainer verlangte Trotzreaktion ist am Samstag in der Weidener Thermenwelt leider ausgeblieben. Bis auf die ersten drei furiosen Spielminuten präsentierten sich die Aigner-Schützlinge wenig überzeugend und ziemlich leidenschaftslos. Am Ende konnten die Weidener einen sehr wichtigen Sieg einfahren, der jedoch mehr auf Schwächen des Gegners, als auf eigene Stärken zurückzuführen ist. Mit 16:14 Toren gegen den Düsseldorfer SC erreichen die SV-ler gerade so das Soll und hoffen auf einen richtigen Ruck für die nächsten zwei Heimspielen gegen Tabellenführer Hamburg und Aufsteiger Würzburg.

Der Start in das Spiel war das Beste, was die Zuschauer an diesem Abend in der Weidener Thermenwelt zu sehen bekamen. Mit 4:0 gingen die Hausherren schon nach drei Minuten in Führung. Die ersten Angriffe wurden allersamt schnell und präzise durchgeführt und ließen schnell auf ein Schützenfest der Gastgeber hoffen. Doch es kam anders, die Oberpfälzer verloren abrupt ihre Linie, die Spannung ließ scheinbar nach und die Verunsicherung machte sich nach und nach in den Reihen des Weidner Teams breit. Anstatt mit mindestens 5 bis 6 Toren im Front in die erste Pause zu gehen, bekamen die SV-ler drei Treffer in Folge und verspielten damit den komfortablen Vorsprung aus den ersten Spielminuten. Nach 4:3 im ersten nahm das Spiel im zweiten Viertel ähnlichen Verlauf. Die Hauherren vergaben etliche Chancen und schafften es nicht, leichte Gegentore zu vermeiden. Die geschwächt aufgestellten Westdeutschen glichen zunächst 4:4 aus und gingen dann, noch im zweiten Viertel zum ersten Mal (5:6) in Führung. Es folgte noch der zwischenzeitige 6:7 Spielstand, ehe die Reger-Städter mit einem Hattrick den 9:7 Halbzeitstand einstellen konnten. Nicht gerade sehr sehenswert, aber schon solider als davor gewannen die SV-ler das dritte Viertel mit 4:2 und setzten sich damit vorentscheidend mit 13:9 vor erster Pause ab. Nachdem auch die ersten zwei Treffer des Schlussviertels den Hausherren gehörten, war die Partie knappe fünf Minuten vor Ende (15:9) bereits entschieden. In den letzten Spielminuten erlebten die Zuschauer einen wiederholten Spannungsabfall in Reihen des Teams um den guten Torwart Christopher Klein, der am Ende zu dem knappen 16:14 Ergebnis führte.

Mit diesem Sieg wurden ganz wichtige Punkte eingefahren, damit bleiben die Weidener gut im Geschäft und immer noch im Soll. Allerdings sind die Verantwortlichen mit der Art und Weise der Vorstellung nicht zufrieden: "16 Tore in Angriff sind zuerst mal gut, aber 14 zu bekommen war viel zu viel und es lag hauptsächlich an individuellen Fehlern und schlechter Kommunikation. Die Einstellung stimmte heute nicht ganz, die Jungs haben das Spiel zu früh in den Köpfen schon gewonnen. Wir dürfen nicht alles auf das junge Alter schieben. Wir wissen was die Nachwuchsfraktion spielen kann und dadurch haben wir einen anderen Anspruch, den wir nicht zurückschrauben wollen, nur weil es gerade nicht richtig rund läuft. Unterm Strich zählt heute der Sieg, wir hatten jetzt zwei wenig überzeugende Spiele hinter uns und werden alles daran setzten, dass es gegen Hamburg und vor allem in zwei Wochen gegen Würzburg besser aussieht" so der nachdenklicher Trainer Aigner nach dem Spielabpfiff. Seine Mannen müssen unbedingt nachlegen und besser werden, wenn sie noch rechtzeitig die Kurve kriegen wollen. "Der Gegner war nicht sonderlich stark aufgestellt heute, den müssen wir eigentlich aus der Halle schießen, das war zu uneffektiv, die Chancenausbeute muss besser werden" ärgerte sich Kapitän Thomas Kick.

Am nächsten Samstag gibt der Aufsteiger und Tabellenführer Hamburg in der Thermenwelt seine Visitenkarte ab. Eine Woche später, am 8. Februar gastiert der zweite Aufsteiger Würzburg in Weiden zu einer weiteren Auflage der Bayernderbys in der Deutschen Wasserball-Liga.

SV Weiden - Düsseldorfer SC 1898 16:14 (4:3, 5:4, 4:2, 3:5)
Wasserverweise: Weiden 13 + 3 Strafwürfe + Spieldauerstrafe, 16 + 1 Strafwurf
Schiedsrichter: Rüdiger Trommer (Coburg), Robert Kovács (Ludiwgsburg)
DWL-Spielbeobachter: Wolfgang Rühl (Günzburg)
"Spieler des Tages": Sean Ryder (Weiden)
Zuschauer: 85

SV Weiden spielte mit
Christopher Klein im Tor, Nikolaj Neumann (3 Tore), Philipp Sertl (1), Michael Trottmann (1), Thomas Kick (1), Denis Reichert, Jakob Ströll (1), Robert Reichert (3), Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder (5), Andreas Widiker (1) und Fabio Guarino
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 2019/2020
Spielergebnisse Pro B
SV Bayer Uerdingen 08 - SV Würzburg 05 10:6
SV Poseidon Hamburg - SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 17:9
SV Krefeld 1972 - Duisburger SV 1898 10:11
SV Weiden 1921 - Düsseldorfer SC 1898 16:14



24.1.2020
Aigner verlangt Trotzreaktion
SV-Wasserballer heiß auf Revanche und Wiedergutmachung

(prg) Während die Pro A immer noch, aufgrund der Europameisterschaften in Budapest pausiert, geht es bei der Pro B der Deutschen Wasserball-Liga mit dem Spielbetrieb mutig weiter. Die Weidener Wasserballer wollen am kommenden Samstag die 4:9 Pleite von Wochenfrist in Düsseldorf wiedergutmachen. Der Aufsteiger vom Rhein gastiert zum Rückspiel in der Thermenwelt. Spielbeginn ist um 18.00 Uhr. Das Spiel ist enorm wichtig für die SV-ler, wenn sie ihre Ausgangsposition für die Abstiegsrunde nicht weiter verschlechtern wollen. Außerdem wollen die Aigner-Schützlinge endlich in die Erfolgsspur zurückkehren.

Trainer Aigner findet dafür deutliche Worte und verlangt eine Trotzreaktion, "die sich gewaschen hat", "Dass so viele Spieler so einen schlechten Tag gleichzeitig haben, kommt selten vor. Das wird in Weiden nicht mehr passieren, aber dafür müssen wir alle sehr konzentriert auftreten und unsere Chancen im Spiel endlich effektiver nutzen" erklärt er weiter. Den Ausfall des verletzten Stammgoalies Kreiner will der Coach nicht als Grund der Pleite von Düsseldorf vorschieben, ganz im Gegenteil: "Christopher hielt sehr gut in Düsseldorf, an ihm lag es sicher nicht. Er macht sein Job richtig gut. Wir sind alle froh, dass er Matthias würdig vertritt" so seine Erläuterung des Torwartproblems.

Für die Oberpfälzer geht es jetzt mit voller Kraft in Richtung neuer Aufgaben. Mit dem Spiel am Samstag gegen Düsseldorf beginnt eine 3-er Heimspielserie. Am 1. Februar gastiert der Tabellenzweite Hamburg in Weiden und am 8. Februar steigt eine neue Auflage der traditionell heißumkämpften Bayernderbys Weiden vs. Würzburg. "Wir freuen uns auf die Derbys, das sind Highlights mit Tradition. Wir haben freundschaftliches Verhältnis zu den Unterfranken, zu verschenken haben wir uns aber wahrlich nichts und das beruht definitiv auf Gegenseitigkeit. Schön dass die Würzburger wieder dabei sind. Aber zuerst müssen wir Düsseldorf bezwingen und dann bereiten wir uns auf den nächsten Gegner vor. Wir alle wollen endlich Punkte, dafür müssen wir einfach effizienter Spielen" so der Ausblick und die Vorstellungen des Mannschaftsleiters Irek Luczak.

Die Verantwortlichen und die Mannschaft hoffen auf rege Unterstützung ihre Anhänger und versprechen Spannung und Leidenschaft in eigenen Reihen als Gegenleistung für zahlreiches Erscheinen in der Thermenwelt. "Es ist einfach schöner, in voller Halle zu spielen und die Kraft, die wir aus den Reihen unserer Fans schöpfen ist nicht zu unterschätzen" beschwört Kapitän Thomas Kick. Die Mannschaft habe mit ihrem "achten Mann", wie die Fans gerne genannt werden, in Vergangenheit sogar schon größere Kaliber in Weiden schlagen können. "Wir brauchen die Unterstützung jetzt mehr denn je" ergänzt Kick.

Die voraussichtliche Aufstellung für Düsseldorf
Christopher Klein im Tor, Nikolaj Neumann, Alexander Hinz, Michael Trottmann, Thomas Kick, Denis Reichert, Jakob Ströll, Robert Reichert, Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder, Andreas Widiker und Toni Hinz/Fabio Guarino
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 2019/2020
Spielansetzungen Pro B

SV Bayer Uerdingen 08 - SV Würzburg 05
SV Poseidon Hamburg - SGW Rhenania/BW Poseidon Köln
SV Krefeld 1972 - Duisburger SV 1898
SV Weiden 1921 - Düsseldorfer SC 1898

20.1.2020
Chancenverwertung und Gegenkonter kosten den Sieg
SV-Wasserballer mit schmerzlicher 4:9-Schlappe in Düsseldorf
 
(prg) Rabenschwarzer Spieltag für die Wasserballer des Schwimmvereins Weiden: Beim Aufsteiger Düsseldorfer SC nutzten die Reger-Städter vorne ihre Chancen nicht und kassierten immer wieder unnötige Gegenkonter der Hausherren, sodass am Ende eine 4:9-Niederlage (1:2, 0:4, 0:1, 3:2) die lange Heimreise in die Oberpfalz einläutete.

Es sollten die ersten Punkte in einer Reihe von „4-Punkte-Spielen“ werden (die Punkte werden in die Abstiegsrunde übernommen), von diesem Vorhaben konnte sich die Weidener Mannschaft um Trainer Thomas Aigner aber eigentlich bereits nach den ersten 16 Minuten wieder verabschieden: Bis zur Halbzeit stand es nämlich bereits 6:1 für die Düsseldorfer Hausherren und der SVW hatte hier lediglich das 1:1 in der 3. Spielminute durch Sean Ryder entgegen zu setzen. Selbst das dritte Spielviertel, in welchem die Weidener aufgrund einer Tätlichkeit eines Düsseldorfer Spielers ganze vier Minuten in Überzahl agierten, wurde noch mit einem 0:1 zum vorentscheidenden 1:7-Zwischenstand an den DSC abgegeben.
 
Wir haben im Angriff viel zu leichtfertig unsere Chancen vergeben und sind dann unnötig in die Gegenkonter gelaufen. Das war äußerst ärgerlich und führte am Ende zu einer verdienten Niederlage“ äußerte sich Kapitän Thomas Kick nach der Partie. Erneut machte sich die schwache Überzahlquote des SVW bemerkbar, auch dies jedoch zumeist begründet in einem schwachen Abschluss in die Komfortzone des gegnerischen Torwarts.
 
Trainer Thomas Aigner konnte einzig der kurzfristigen Vertretung des Stammgoalies Kreiner durch Ersatzkeeper Christopher Klein etwas positives abverlangen. Letzterer konnte bereits in den letzten Trainingswochen eine aufsteigende Formkurve aufweisen, machte auch bei dieser Feuertaufe seine Sache gut und sorgte dafür, dass diese Niederlage zumindest nicht im Ausfall Kreiners begründet lag.
 
Die junge Weidener Mannschaft war sich bereits wenige Minuten nach Spielschluss ihrer stark unterdurchschnittlichen Leistung bewusst und sah bereits die zu verbessernden Schwachstellen für den kommenden Spieltag: bereits am kommenden Samstag ab 18 Uhr in der Weidener Thermenwelt gegen den Düsseldorfer SC – eine perfekte Chance die verlorenen Punkte und schwache Vorstellung im Rheinland wieder wett zu machen.
 
Düsseldorfer SC – SV Weiden 9:4 (2:1, 4:0, 1:0, 2:3)
Wasserverweise: Düsseldorf 12 + Strafwurf + Ausschluss ohne Ersatz, Weiden 12 + 2 Strafwürfe
Schiedsrichter: Svenja Knillmann, Stefan Allendorf
DWL-Beobachter: Ralf Talaga
Spieler des Tages: Thomas Manley (Düsseldorf)
 
SV Weiden spielte mit:
Christopher Klein im Tor, Nikolaj Neumann, Michael Trottmann, Thomas Kick (1 Treffer), Denis Reichert, Jakob Ströll (1), Robert Reichert, Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder (1), Andreas Widiker (1), Fabio-Leonardo Guarino
Trainer: Thomas Aigner
 
1. Deutsche Wasserball-Liga 2019/2020
 
Ergebnisse Pro B
SV Krefeld- 72 – Bayer Uerdingen 11:10
Düsseldorfer SC – Poseidon Hamburg 6:9
Düsseldorfer SC – SV Weiden 9:4
 
Tabelle Pro B
1. SGW Köln                      14:00 Punkte
2. Poseidon Hamburg     10:02
3. SV Krefeld 72                10:04
4. Bayer Uerdingen         06:10
5. Düsseldorfer SC           04:08
6. SV Würzburg 05           04:08
7. SV Weiden                    02:08
8. Duisburger SV 98         02:12


17.1.2020
Jetzt geht´s ins Eingemachte
Wichtige Saisonphase für SV-Wasserballer. Keeper Kreiner fällt bis Ende Januar aus.

(prg) Während die Pro A immer noch, aufgrund der Europameisterschaften in Budapest pausiert, geht es bei der Pro B der Deutschen Wasserball-Liga nach der Weihnachtspause mit dem Spielbetrieb weiter. Kurz vor Weihnachten mussten die Weidener zwei Heimniederlagen einstecken, die allerdings am Ende der Hauptrunde, möglicherweise keine Rolle spielen werden. Es ist zu erwarten, dass sowohl Krefeld, als auch Köln in der Aufstiegs- und Weiden dagegen in der Abstiegsrunde, nach Abschluss der Hauptrunde zu finden sein werden. Der künftige Sonntagsgegner, Aufsteiger Düsseldorfer SC 1898 wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Gegner der Oberpfälzer in auch der Abstiegsrunde bleiben und damit werden die Spiele als enorm wichtig eingestuft, denn die Ergebnisse werden nach der Hauptrunde "mitgenommen".

Am kommenden Sonntag gastiert zunächst Weiden in Düsseldorf, knappe Woche später kommt es zum Rückspiel in der Weidener Thermenwelt. Diese Spiele wollen die Weidener gegen die hochmotivierte Westdeutschen gewinnen, um sich so gut wie möglich in der zweiten Tabellenhälfte vor der spannenden Saisonphase zu positionieren.

Handbruch vor Weihnachten, Kreiner fällt bis Ende Januar aus.
Die Verantwortlichen des Schwimmvereines wurden vor Weihnachten mit einer weiteren Hiobsbotschaft konfrontiert. Der Weidener Keeper Matthias Kreiner brach sich bei einem Sturz einen Mittelhandknochen und muss bis mindestens Ende Januar pausieren. "Matze war in einer sehr guten Verfassung und gut im Training, das traf uns zuerst Mal richtig heftig und wir hoffen, er kann bald wieder ins Tor zurückkehren. Aus dieser Situation ergibt sich die Chance für Christopher Klein, der sehr stark aufgeholt hat in letzter Zeit. Mit ihm und einer starken Abwehrleistung dürfte es keine größeren Probleme geben. Wir müssen nur hoffen, dass der Rest der Truppe unverletzt gut im Schuss bleibt und die entsprechende Leistungen abrufen kann, dann werden wir in den nächsten Spieltagen auch punkten können" erklärt Trainer Thomas Aigner.

Aigner ist auch mit der Trainingsleistung und mit den, letzte Woche absolvierten Trainingsspielen gegen SVV Plauen und Stepp Prag sehr zufrieden. Die Einheit in Plauen, auf dem großen Spielfeld habe der Mannschaft wichtige Erkenntnisse für das Spiel Düsseldorf gebracht und das Trainingspiel gegen Prag in Weiden sei dagegen eine gute Generalprobe für die folgenden Heimspiele gewesen. Auf jeden Fall, ist die SV-Truppe, auch wenn nicht vollständig, nach eigenen Aussagen bereit für den Kampf um die optimale Ausgangsposition für die Abstiegsrunde, die nur noch rein theoretisch zu vermeiden ist. "Duisburg, Düsseldorf und Würzburg erwarten wir als Gegner in der Abschlussrunde, diese Spiele zählen für uns jetzt doppelt, vor allem auf die müssen wir uns jetzt fokussieren. Weitere Punkte nehmen wir natürlich auch gerne mit, es hat sich aber gezeigt, dass die drei da vorne in der Tabelle (Hamburg, Köln und Krefeld) nicht mehr in unserer Reichweite sind" erläutert Kapitän Thomas Kick.

Die voraussichtliche Aufstellung für Düsseldorf
Christopher Klein im Tor, Nikolaj Neumann, Alexander Hinz, Michael Trottmann, Thomas Kick, Denis Reichert, Jakob Ströll, Robert Reichert, Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder, Andreas Widiker und Toni Hinz/Fabio Guarino
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 2019/2020
Spielansetzungen Pro B

SV Krefeld 1972 - SV Bayer Uerdingen 08 (Sa)
Düsseldorfer SC 1898 - SV Poseidon Hamburg (Sa)
Düsseldorfer SC 1898 - SV Weiden 1921 (So)


15.12.2019
Eigenes Überzahlspiel größter Gegner der Weidener
Ein Null-Wochenende mit dramatischen Szenen am Sonntag

(prg) Den Doppelspieltag zum Abschluss des Sportjahres 2019 haben sich die Weidener Wasserballer sicherlich anders vorgestellt. Aus der anvisierten Revanche für die Pokalniederlage gegen SV Krefeld 72 wurde am Samstag leider nichts und auch am Sonntag gelang die Sensation gegen den Tabellenführer nicht, obwohl die Chance dafür erstaunlich nahe lag. Am Samstag unterlagen die Weidener den Gästen vom Niederrhein mit 6:9 Toren, am Sonntag folgte die 12:14 Niederlage gegen die Domstädter. Jetzt folgt eine 5-wöchige Spielpause, ehe der Ligabetrieb zunächst in Düsseldorf fortzusetzen ist.

Überzahlschwäche entscheidet die nächste Partie
Mit dem Pokalspiel, vor zwei Wochen, vergaben die Weidener Wasserballer in der Summe alle 22 Überzahlspiele in beiden Begegnungen gegen Krefeld. Mit dieser Quote ist schlicht und ergreifend kein Blumentopf zu gewinnen. Die Oberpfälzer kamen auch in der Ligapartie am Samstagabend spielerisch zu ihren Chancen, wurden für ihre Aktivität im Spiel häufig mit einem Überzahlspiel belohnt, doch konnten sie daraus kein Kapital schlagen. Ganz im Gegenteil, die Krefelder waren es, die konsequent ihre Chancen in Tore verwandelten. So begann auch die Partie. Weiden vergab zwei Überzahlen, Krefeld konterte mit Gegentreffer, dann schafften die SV-ler zwar zwei weitere Unterzahlen abzuwehren, doch die Westdeutschen lochten im dritten Anlauf doch noch zum 0:2 ein. Es folgte eine weitere ungenutzte Überzahl der Weidener, ehe die Gäste in nummerischer Überlegenheit zum 0:3 Spielstand vor der ersten Viertelpause trafen. Auch im zweiten Viertel gelang es den Aigner-Schützlingen nicht, den Spielverlauf zu ihren Gunsten zu verändern. 1:3 im zweiten und damit 1:6 zum Seitenwechsel, das ließ nur wenige Hoffnungen auf Erfolg in den Zuschauerreihen zu. Doch es dauerte keine drei Minuten und die Weidener kamen mit einem Dreierpack auf 4:6 heran und auch die Hoffnungen wurden in der Halle wieder erweckt. Doch eine weitere Chance landete am Pfosten des gegnerischen Tores und eine weitere Überzahl wurde nicht genutzt, um die Partie tatsächlich noch drehen zu können, Dagegen trafen die Gäste zum 4:7 Zwischenstand und begruben wiederholt Weidener Hoffnungen. Auch im Schlussviertel gäbe es Anfang noch die eine oder andere Chance ranzukommen, doch unterm Strich waren die Hauherren an diesem Abend im Abschluss zu harmlos, um dem Gegner noch Paroli bieten zu können. Am Ende mussten die Max-Reger-Städter eine verdiente Niederlage mit 6:9 verbuchen.

"Die Überzahlquote und unsere Chancenverwertung ist im Moment erschreckend schlecht, wir müssen sehen, wie wir es abstellen können. Was mich positiv stimmt, ist die körperliche Verfassung aber vor allem die Disziplin der Truppe. Auch, wenn alle so massiv unter Druck stehen, überwiegt Geschlossenheit und Disziplin" ärgerte sich Trainer Aigner nach der Samstagspartie.

Turbulente Szenen am Sonntag
Kaum konnte die Niederlage von Samstag verdaut werden, wartete mit dem Tabellenführer aus Köln schon wenige Stunden später die nächste, ganz schwere Aufgabe auf die Oberpfälzer. Erstaunlich selbstbewusst begannen die Hauherren die Sonntagspartie, auch von Verunsicherung war wenig zu sehen. Die Weidener hielten stark gegen die aggressive Gangart der Gäste. Sie kassierten zwar das erste Tor des Spiels zum 0:1, steckten aber keineswegs zurück und lieferten sich einen heißen Kampf gegen die Domstädter. Das ganze Auftaktviertel war geprägt durch Wasserverweise auf beiden Seiten, doch die SV-ler waren es, die diesen Umstand besser zu verkraften schienen und die Nerven behielten. Mit 4:2 gingen die Mannen um Kapitän Thomas Kick zur ersten Viertelpause. Im zweiten Viertel ging es nicht nur im Becken noch turbulenter zur Sache. Nach dem zwischenzeitlichen 5:3 Führungstreffer vom Robert Reichert und einem Wasserverweis gegen Nikolaj Neumann, verlor ein Kölner gänzlich die Fassung und erlaubte sich eine tätliche Handlung. Die fliegenden Fäuste im Wasser führten zu turbulenten Szenen im und um das Becken und einer längeren Spielunterbrechung. Nachdem das Spiel wieder aufgenommen wurde, vergaben die Weidener den verhängten Strafwurf und konnten nur bedingt die 4-minutige Überzahl nutzen. Kurz vor der Halbzeitpause war es mit Andreas Widiker der Jüngste im Becken, der mit seinem 8:5 Treffer den 3-Tore Vorsprung wiederherstellte. Mit weiteren Turbulenzen, unnötiger Härte im Wasser mit vielen Wasserverweisen und überflüssigen Unruhen am Beckenrand ging die Partie weiter. Das dritte Viertel verloren die SV-ler mit 2:3 lagen aber zur letzten Viertelpause mit 10:8 noch in Führung. Im Schlussviertel gingen beiden Mannschaften aufgrund der Foulbelastung die Wechselspieler aus, was letztendlich die Gäste besser verkrafteten. 2:6 im letzten und damit die 12:14 Niederlage nach Ablauf der Spielzeit war die Folge aus Sicht der Weidener und die Sensation blieb damit leider aus.

"Wir sind zuerst Mal froh, dass wir unverletzt blieben und das Spiel überhaupt zu noch Ende spielen konnten. Das war heute leider keine Werbung für unsere Sportart, solche Szenen haben sowohl im Becken als auch am Beckenrand beim Wasserball nichts zu suchen. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Als jüngere und körperlich unterlegene Mannschaft haben sich die Spieler nicht einschüchtern aber auch nicht provozieren lassen und sind sehr diszipliniert geblieben. Wenn ein 16-jähriger Andreas Widiker so ein Spiel besteht und sogar vier wichtige Treffer beisteuert, das ist einfach beeindruckend. Solche Spiele sind zwar nicht schön, aber auch diese Erfahrungen brauchen unsere Jungs für ihre Entwicklung" analysierte Trainer Aigner direkt nach dem Spiel.

SV Weiden - SV Krefeld 6:9 (0:3, 1:3, 3:2, 2:1)
Wasserverweise: Weiden 15, Krefeld 9+Strafwurf
Schiedsrichter: Robert Kovacs und Daniel Waas
DWL-Spielbeobachter: Armin Süßenbach
Spieler des Tages: Leo Vogel (Torwart Krefeld)
Zuschauer: 110

SV Weiden - SGW Köln 12:14 (4:2, 4:3, 2:3, 2:6)
Wasserverweise: Weiden 17+Spieldauerstrafe, Köln 14+Spieldauerstrafe+Spiedauerstrafe mit 4 Minuten
Schiedsrichter: Rüdiger Trommer und Peter Schneider
DWL-Spielbeobachter: Wolfgang Rühl
Spieler des Tages: Bohumil Ondraska (Köln)
Zuschauer: 80

SV Weiden spielte mit
Matthias Kreiner im Tor, Nikolaj Neumann (2+2 Tore), Alexander Hinz, Toni Hinz, Michael Trottmann, Thomas Kick, Denis Reichert, Jakob Ströll (0+1), Robert Reichert (3+3), Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder (1+2), Andreas Widiker (0+4), Fabio Guarino und Christopher Klein
Trainer Thomas Aigner


13.12.2019
Revanche fest im Visier. Kommt am Sonntag die Kür?
Weidener Wasserballer empfangen Krefeld und Köln zum Doppelspieltag in der Thermenwelt

(prg) Nach der Pokalniederlage, vor zwei Wochen gegen Krefeld, fiebern die Weidener Wasserballer förmlich nach einer Revanche in der Liga. Am kommenden Samstag bekommen die Aigner-Schützlinge die Chance, die Pokalpleite in der Liga gutmachen zu können. Am Sonntag kommt der immer noch ungeschlagener Tabellenführer aus Köln nach Weiden. Ein vier Punkte Wochenende wäre scheint sehr schwierig, aber sicher nicht unmöglich. Die Oberpfälzer wollen jedenfalls beide Spiele für sich entscheiden, um den Schwung mit in die Weihnachtspause zu nehmen. Am Samstag beginnt das Spiel um 18.00 Uhr, am Sonntag ist um 11.30 Uhr der Anpfiff.

Nach der ausführlichen Analyse des Pokalspiels sind die Verantwortlichen geschlossen der Meinung, dass so eine schlechte Chancenausbeute nicht noch ein Mal kommen darf und mit geringfügig besserer Quote das Spiel gegen Krefeld ganz sicher zu gewinnen war. Die Weidener, diesmal, wie es scheint komplett, wollen die Fehler nicht wiederholen und die wichtigen Ligapunkte einfahren. "Krefeld ist und bleibt auf unserer Augenhöhe, wir werden es aber am Samstag besser machen, als vor zwei Wochen, dann ist ein Sieg in unserer Reichweite. Davon bin ich überzeugt und ich glaube an die Mannschaft. Alles haben sehr gut gearbeitet, man merkt, dass sie heiß sind" erläutert Trainer Thomas Aigner die Aufgabe für Samstag. "Die Runde scheint sehr ausgeglichen und es könnte sehr eng am Ende zugehen. Wir brauchen jeden Punkt und müssen unsere Heimspiele gewinnen, sonst wird es wieder so eine Zitterpartie geben, wie letzte Saison. Es bleibt auf jeden Fall spannend" ergänzt der Coach.

Am Sonntag werden die Max-Reger-Städter mit dem aktuellen und immer noch ungeschlagenen Tabellenführer Köln zu tun bekommen. Die Domstädter, die mit fünf Siegen aus fünf Spielen einen richtigen Lauf haben, werden ganz schwer zu knacken sein. Die Kölner Mannschaft verstärkte sich enorm in der Transferzeit und sorgt mit Ihrem US-Amerikanischen Topschützen Spencer Hamby (19 Tore in fünf Spielen) aktuell fürs Aufsehen in der Pro-B der Deutschen Wasserball-Liga. Neben Hamby sind drei weitere Spieler aus den Reihen der Kölner unter den Top 10 der Torschützenliste zu finden, die früher in anderen Klubs der Pro-A erfolgreich gespielt haben. "Die Kölner sind körperlich stark und sehr torgefährlich, worauf selbst die +20 Tordifferenz schon hindeutet. Wir müssen einen sehr guten Tag erwischen und diszipliniert unser Spiel durchziehen, nur dann können wir gegen sie punkten. Aber das trauen wir uns auf jeden Fall zu, vor allem, mit Unterstützung unserer Fans in eigener Halle" so die Kampfansage des Kapitäns Thomas Kick.

Die Saison ist noch relativ früh, aber es zeichnet sich bereits ab, dass die Krefelder, anders als die Kölner, zu Mitkonkurrenten der Weidener in der Abstiegsrunde werden könnten. Aus dieser Einschätzung heraus, könnte das Spiel am Samstag als "wichtiger" eigenstuft werden, als die Sonntagspartie, auch wenn man in Reihen der SV-ler nichts von hören will. Dennoch, die Punkte, die untereinander ausgespielt werden, werden in die Abstiegsrunde übernommen, in die Aufstiegsrunde dagegen nicht, die beginnt wieder mit Null. Die Weidener wollen jedoch nicht hinter sich blicken, sondern versuchen, sich immer nach vorne zu richten. Damit bleibt das erklärte Ziel des Doppelspieltages für die Oberpfälzer klar, zwei Siege sollen her. "Vier Punkte aus dem Wochenende, das wäre absolut sensationell, die vorgezogene Bescherung. Dann würde ich auf weitere Geschenke verzichten" verspricht Spartenleiter Irek Luczak.

Die Aufstellung fürs Wochenende:
Matthias Kreiner im Tor, Nikolaj Neumann, Alexander Hinz, Michael Trottmann, Thomas Kick, Denis Reichert, Jakob Ströll, Robert Reichert, Marek Janecek, Sean Ryder, Andreas Widiker, Fabio Guarino, Toni Hinz/Christopher Klein
Trainer Thomas Aigner
Deutsche Wasserball-Liga 2019/2020
Spielansetzungen:

Pro A
13.12.19, 19:00 White Sharks Hannover - Wassersportfreunde von 1898 Hannover
15.12.19, 13:00 ASC Duisburg - White Sharks Hannover

Pro B
14.12.19, 16:30 SV Würzburg 05 - SGW Rhenania/BW Poseidon Köln
14.12.19, 18:00 SV Weiden 1921 - SV Krefeld 1972
14.12.19, 18:00 Düsseldorfer SC 1898 - SV Bayer Uerdingen 08
15.12.19, 11:30 SV Weiden 1921 - SGW Rhenania/BW Poseidon Köln
15.12.19, 14:00 SV Würzburg 05 - SV Krefeld 1972
15.12.19, 16:00 Duisburger SV 1898 - SV Bayer Uerdingen 08


1.12.2019
Aus im Pokal. Weiden scheitert an Krefeld und Überzahlspiel
Revanche in zwei Wochen angepeilt

(prg) Es kam anders als erhofft. Im Achtelfinale des Deutschen Wasserballpokals schied der Schwimmverein Weiden nach der 13:15 Niederlage gegen den SV Krefeld 72 aus und hofft jetzt auf eine Revanche in zwei Wochen in der Liga. Die Weidener unterlagen dem körperlich überlegenden Gegner, obwohl bei besserem Überzahlspiel ein Sieg durchaus in der Reichweite war. Am 14. Dezember gastieren die Krefelder erneut in der Thermenwelt, diesmal in Spielbetrieb der Deutschen Wasserball-Liga.

Die Gäste aus Krefeld schienen ihre lange Anreise gut weggesteckt zu haben und gingen schnell in Führung. Im ersten Viertel boten die Hausherren immerhin einen ebenwürdigen Kampf. Der Abschnitt ging am Ende mit 4:4 Gleichstand aus. Im zweiten Viertel zeigte sich bereits die Tendenz des Spiels ab. Die Gäste erhärteten den Gang und konnten ihre körperliche Überlegenheit im Zweikampf einsetzten, die Hausherren vergaben dagegen ihre Chancen, vor allem im schwer erarbeiteten Überzahlspiel. Das zweite Viertel ging mit 4:6 an die Krefelder und man wechselte mit 8:10 die Seten.

Auch im Viertel drei spielten sich ähnliche Szenen, wie im Viertel zwei ab. Erschwerend für die Oberpfälzer kam der dritte Wasserverweis des sicheren Torschützen Nikolaj Neumann direkt zum Beginn des dritten Abschnittes und auch dieses Viertel ging mit 1:3, zum 9:13 Zwischenstand vor letzter Pause, verloren.

Vier Tore Rückstand an diesem Abend gut machen zu können, daran hat kaum jemand ernsthaft geglaubt, dennoch bemühten sich die Spieler um Kapitän Thomas Kick, so gut wie es an diesem Abend eben nur ging. Dem 10:13 direkt zum Beginn des letzten Viertels folgte bald das 11:13 und die Hoffnungen wurden erneut erweckt. Krefeld konterte zwar auf 11:14, bevor Weiden eine vorentscheidende Überzahl vergab, um vier Minuten vor Abpfiff den Anschluss noch zu halten. Statt zu verkürzen, kassierten die SV-ler einen Kontertreffer zum 11:15 Zwischenstand und verabschiedeten sich damit vom Pokalwettbewerb. Was noch folgte, war alles nur von statistischer Bedeutung. Am Ende verloren die Weidener mit 13:15.

"Wir bekamen vom Anfang an einige Probleme im Zweikampf mit dem körperlich starken Gegner und hatten mit sehr hohen Foulbelastung zu tun. Unsere Unterzahl verteidigten wir nicht gut genug, um unsere Schwächen im eigenen Überzahlspiel kompensieren zu können. Die Niederlage müssen wir jetzt in den nächsten zwei Wochen abarbeiten, um es in im Ligaspiel besser zu machen" beschreibt Kapitän Thomas Kick die Niederlage

"Das Überzahlspiel war heute eine Katastrophe, uns sind unzählige individuelle Fehler passiert, die alle taktischen Vorhaben im Überzahlspiel vernichteten. Somit war die Niederlage leider nicht mehr abzuwenden. Es ist aber nicht so, dass die Krefelder für uns nicht zu schlagen sind, das wollen wir in zwei Wochen beweisen. Ab sofort werden wir uns intensiv mit der Revanche beschäftigen" ärgerte sich Trainer Aigner nach dem Spiel.

Die Weidener konnten gerademal ein Tor aus 13 Überzahlspielen erzielen, während die Krefelder 6 aus 15 nutzten. Beide Werte sind gar nicht gut, die fünf Tore machten dennoch am Ende den Unterschied.


SV Weiden - SV Krefeld 13:15 (4:4, 4:6, 1:3, 4:2)
Wasserverweise: Weiden 16+Strafwurf, Krefeld 14+Strafwurf
Schiedsrichter: Robert Kovacs (Ludwigsburg) und Karsten Kula (Hannover)
Zuschauer: 120

SV Weiden spielte mit
Matthias Kreiner im Tor, Nikolaj Neumann (2 Tore), Alexander Hinz, Michael Trottmann (3), Thomas Kick (2), Denis Reichert (1), Jakob Ströll (4), Robert Reichert, Marek Janecek (1), Andreas Jahn, Toni Hinz, Andreas Widiker und Fabio Guarino
Trainer Thomas Aigner

Deutscher Wasserball-Pokal 2020
Achtelfinale - Ergebnisse:

Düsseldorfer SC 1898 - Wfr. Spandau 04 1:28
SV Poseidon Hamburg - SV Bayer Uerdingen 08 15:5
White Sharks Hannover - SSV Esslingen 12:9
SV Weiden 1921 - SV Krefeld 1972 13:15
SG Neukölln Berlin - ASC Duisburg 10:15
Duisburger SV 1898 - Waspo von 1898 Hannover 7:27
SGW Rhenania/Poseidon Köln - SV Ludwigsburg 08 10:13
VfB Friedberg - OSC Potsdam 8:22



29.11.2019
Krefelder Tage in der Thermenwelt
Weiden im Achtelfinale des Deutschen Wasserballpokals gegen SV Krefeld 72

(prg) Nach einer 5-wöchigen Spielpause kehren die Weidener Wasserballer in den Spielbetrieb zurück. In den nächsten zwei Pflichtspielen erwarten die Aigner-Schützlinge den gleichen Gegner in der Weidener Thermnenwelt. Am kommenden Samstag gastiert der SV Krefeld 72 im Achtelfinale des Deutschen Wasserballpokals und zwei Wochen später, am 14. Dezember zum Bundesligaspiel. Das Pokalspiel am Samstag beginnt um 16.00 Uhr.
 
Die Mannschaft ist nach eigener Aussage voll motiviert und hungrig. Trainer Thomas Aigner ist mit der Trainingsleistung äußerst zufrieden und hofft auf eine gelungene Vorweihnachtszeit. Außer Topscorer Sean Ryder (private Verpflichtungen) stehen Aigner alle Kaderathleten zur Verfügung. „Die Mannschaft ist heiß und alle sind in bester Verfassung. Es ist schade, dass Sean nicht zur Verfügung steht, das müssen wir aber in der Lage sein zu kompensieren. Damit ergeben sich Chancen für jüngere Spieler, sich ins Spiel zu bringen“ erklärt der SV Trainer.
 
Das Pokalspiel sei wichtig, aber der Focus lege auf Bundesliga. „Es ist uns bewusst, dass wir spätestens im Halbfinale einen Großkaliber erwischen, deshalb wollen wir das Pokalspiel dafür nutzen, uns die Krefelder für das Spiel in zwei Wochen zu Recht zu legen. Es sind nämlich nur die Ligaspiele, die am Ende über den Saisonausgang für uns von Bedeutung sind“ beschreibt Kapitän Thomas Kick die nächsten Pflichtaufgaben seines Teams. „Das soll aber nicht heißen, dass uns das Spiel nicht wichtig ist, wir werden mit voller Leidenschaft ins Becken springen und wollen unseren Zuschauern wiederholt eine erfolgreiche Weidener Mannschaft präsentieren“ ergänzt er.
 
Die Krefelder seien, nach Einschätzung der Oberpfälzer auf gleicher Augenhöhe, wie sie selbst. Schon in der letzten Saison waren alle Spiele gegen Krefeld hart umkämpft, aber am Ende verzeichneten die Weidener eine bessere Bilanz mit 2 Siegen einer Niederlage und einem Remis. So ähnlich werden die Kräfteverhältnisse auch in dieser Runde eingeschätzt. Die Max-Reger-Städter rechnen mit einem hartnäckigen Gegner, den wollen sie aber auf jeden Fall kommenden Samstag und unbedingt in zwei Wochen hier in Weiden schlagen.
„In unserer Halle, motiviert, voller Leidenschaft und Teamgeist sind wir für keinen Gegner eine leichte Kost, unser Ziel ist es bis Ende des Jahres alle Spiel zu gewinnen und damit erklärt sich auch das Ziel für Samstag von selbst“ so die Kampfansage des Weidener Keepers Matthias Kreiner, der sich nach Aussage des Trainers in einer bestehenden Form befindet.
 
Der Kader für Samstag:
Matthias Kreiner im Tor, Nikolaj Neumann, Alexander Hinz, Michael Trottmann, Thomas Kick, Denis Reichert, Jakob Ströll, Robert Reichert, Marek Janecek, Andreas Jahn, Andreas Widiker, Toni Hinz, Fabio Guarino/Christopher Klein
Trainer Thomas Aigner
 
Deutscher Wasserball-Pokal 2020, Achtelfinale
 
Düsseldorfer SC 1898
- Wfr. Spandau 04
1:28
White Sharks Hannover
- SSV Esslingen
 
Duisburger SV 1898
- Wassersportfreunde von 1898 Hannover
 
SG Neukölln Berlin
- ASC Duisburg
 
SV Weiden 1921
- SV Krefeld 1972
 
SGW Rhenania/BW Poseidon Köln
- SV Ludwigsburg 08
 
SV Poseidon Hamburg
- SV Bayer Uerdingen 08
 
VfB Friedberg
- OSC Potsdam
 
 

27.10.2019
Sieg in letzter Sekunde
Weiden bezwingt Duisburg und holt die ersten Punkte

(prg) Ende gut, alles gut! So könnte man auch das erste Heimspiel der Weidener Wasserballer am letzten Samstag in der Thermenwelt beschreiben. Jakob Ströll gelang der Siegtreffer in der letzten Spielsekunde und die Max-Reger-Städter gewannen mit 10:9 Toren ihr erstes Heimspiel der Saison. Ein spannendes Spiel in toller Atmosphäre, gekrönt mit einem Sieg, ein Auftakt nach Maß für die Zuschauer und die Mannschaft um den Trainer Thomas Aigner.

Das Spiel begann mit der frühen Führung der Gäste. Keine drei Minuten dauerte es und es stand schon 0:2 aus Sicht der Hausherren. Doch die SV-ler ließen sich dadurch nicht verunsichern und glichen durch die Treffer von Nikolaj Neumann und Denis Reichert kurze Zeit später aus. Das erste Viertel ging mit 4:4 Toren unentschieden aus.
Im zweiten Abschnitt gelang den Oberpfälzern ein Hattrick zum 7:4 Zwischenstand. Den bequemen Vorsprung verloren die Weidener jedoch kurz vor der Halbzeitpause, kassierten zwei Gegentreffer und wechselten demzufolge mit einer bescheidenen 7:6 Führung die Seiten.
Im dritten Viertel konnte sich keine der beiden Mannschaften richtig in Szene setzen. Die Weidener versuchten es mit viel Beweglichkeit und guter Schwimmleistung, während die körperlich überlegenen Gegner mit härterer Gangart und mehr Kraftaufwand aber stets fair dagegenhielten. Fünf Sekunden vor der letzten Viertelpause stellte Niko Neumann den ein-Tor-Vorteil der Weidener wieder her.

Das letzte Viertel verlief ausgeglichen und dramatisch. Zuerst schafften es die Hausherren nicht, sich in Überzahl abzusetzen, dann verpassten es auch die Gäste, ihr Überzahlspiel zu nutzen. 40 Sekunden vor dem Spielende scheiterten die Duisburger gleich zwei Mal am Weidener Torwart. Weiden kam beim 9:9 Gleichstand in den Ballbesitz und es blieben ganze 11 Sekunden, um das Siegestor zu erzielen. Aigner nahm seine zweite Auszeit, stellte seine Mannschaft auf ihren letzten Angriff ein und es klappte tatsächlich: Aus einem Eckball spielte der Routinier Andreas Jahn den Center Jakob Ströll an und er lochte zu Begeisterung der lautstarken Fans ein.
10:9 für Weiden und der erste Saisonsieg war in trockenen Tüchern.


Das war definitiv ein verdienter Sieg für uns, weil wir über die Spieldauer besser aber auch leidenschaftlicher waren als der Gegner. Wir hätten es früher entscheiden müssen, dann käme es nicht zu diesem Krimi am Ende. Die Chancen hatten wir, ließen sie aber allesamt liegen. Am Ende war es auch Glück und Matzes Superleistung“ beschrieb Trainer Aigner sichtlich zufrieden den Spielausgang und hob die Leistung seines Torhüters hervor. „Selbst in der letzten Unterzahl hat er uns mit seinen zwei Paraden gerettet, war aber auch zu jeder engen Spielphase da. Hätten die Gäste mehr aus ihren Chancen gemacht, so hätte es auch schief gehen können“ ergänzte er.

Jetzt erwartet die Weidener eine 5-wöchige Herbst-Spielpause, ehe am 30. November zum Achtelfinale des Deutschen Wasserballpokals SV Krefeld 72 in der Thermenwelt zu Gast sein wird.

SV Weiden – Duisburger SV 1898 10:9 (4:4, 3:2, 2:2, 1:1)
Wasserverweise: Weiden 9+2 Strafwürfe, Duisburg 9+1 Strafwurf
Schiedsrichter: Richard Uhlich und Ralf Müller
DWL-Spielbeobachter: Wolfgang Rühl
Spieler des Tages“: Nikolaj Neumann (Weiden)
SV Weiden spielte mit Matthias Kreiner im Tor,
Nikolaj Neumann (4 Tore), Alexander Hinz, Michael Trottmann, Thomas Kick (1), Denis Reichert (1), Jakob Ströll (1), Robert Reichert, Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder (3), Alex Schäfer und Fabio-Leonadro Guarino
Trainer Thomas Aigner

Deutsche Wasserball-Liga 2019/2020
Pro A – Ergebnisse



SG Neukölln Berlin
  • SSV Esslingen
13:12



SV Ludwigsburg 08
  • OSC Potsdam
12:14



Waspo Hannover
  • Wfr. Spandau 04
11:12

Pro B – Ergebnisse



SV Weiden 1921
  • Duisburger SV 1898
10:9



SGW Poseidon Köln
  • SV Krefeld 1972
10:9



SV Poseidon Hamburg
  • SV Würzburg 05
16:9

Pro B – Tabelle

1. SV Poseidon Hamburg



44:26 +18 6:0
2. SGW Rhenania/BW Poseidon Köln



22:19 +3 4:0
3. SV Bayer Uerdingen 08



24:26 -2 2:2
4. SV Weiden 1921



20:26 -6 2:2
5. Duisburger SV 1898



19:22 -3 0:4
6. Düsseldorfer SC 1898



0:0 0 0:0
7. SV Krefeld 1972



19:22 -3 0:4
8. SV Würzburg 05



9:16 -7 0:2



24.10.2019
Harter Brocken in der Thermenwelt
Schwimmverein-Wasserballer vor ihrem ersten Heimspiel der Saison

(prg) Der Ligaauftakt in Uerdingen vor zwei Wochen misslang, der Pokalauftritt in Solingen gelang dagegen ganz gut. Jetzt kommt mit dem Duisburger SV 98 eine der besten Mannschaften der Pro B Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga nach Weiden. Die Aigner-Schützlinge wollen auch in der neuen Saison ihre Heimstärke bestätigen und am kommenden Samstag die ersten Punkte einfahren. Wenn nichts unerwartetes passiert, werden die Weidener wohl zum ersten Mal in Komplettbesetzung auftreten. Anpfiff ist um 18.00 Uhr.

Die Duisburger verloren zwar auch ihr erstes Ligaspiel mit 12:10 in Köln, zählen aber dennoch und ganz sicher zu den Kandidaten für die Aufstiegsrunde (Plätze 1-4 der Pro B). Die Westdeutschen spielen mit einer relativ jungen aber durchaus bundesligaerfahrenen Mannschaft. Die Spieler in den Duisburger-Reihen spielten in verschiedenen Westdeutschen Vereinen bereits einige Jahre in der Bundesliga, als besonders Torgefährlich gilt der Center Ben Boffen, der beim ex-Weidener Bartek Luczak (damals Jugendtrainer bei Bayer) in Uerdingen sein Abenteuer Wasserball begann.

Die Weidener wissen die Gäste einzuschätzen, wollen sich aber keinesfalls verstecken und versprechen einen ambitionierten Kampf.
"Trotz der deutlichen Niederlage in Krefeld, bleibt die Gruppe sehr ausgeglichen und uns zuhause zu schlagen wird keinem in der Runde leichtfallen. Wir müssen unsere Leistung abrufen und unsere Heimstärke ausspielen, dann ist ein Sieg auf jeden Fall drin. Wir müssen aber engagiert und mit geschlossener Disziplin spielen, um Duisburg zu schlagen" so Trainer Thomas Aigner. Der zum ersten Mal, wie es scheint, aus dem Vollen schöpfen kann: "In Uerdingen vermissten wir Sean Ryder, in Solingen spielten wir ohne Jakob Ströll, ich hoffe, Sean schafft es rechtzeitig zu kommen, dann sind wir endlich komplett" erläutert Kapitän Thomas Kick.

Sean Ryder befindet sich bis Samstag noch wegen familiären Verpflichtungen in England und soll gerade mal eine Stunde vor Spielbeginn in Weiden eintreffen.
"Wir hoffen, dass sowohl die Airlines, als auch die Bahn, uns am Samstag das Spiel nicht vermasselt" ergänzt Kick. Ryder sorgt immer für Torgefahr und bindet Aufmerksamkeit der gegnerischen Abwehrreihen, was wiederum dem Centerspiel Strölls entgegen kommt, in dem er mehr Raum bekommt. Wenn das Team komplett ist, greifen alle geübten Abläufe besser, also hoffen die Verantwortlichen, am Samstag alle Akteure im Wasser sehen zu können.


Mögliche Aufstellung für Samstag:
Matthias Kreiner, Nikolaj Neumann, Alexander Hinz, Michael Trottmann, Thomas Kick, Denis Reichert, Jakob Ströll, Marek Janecek, Andreas Jahn, Robert Reichert, Andreas Widiker, Sean Ryder, Toni Hinz/Philipp Sertl/Fabio Guarino 
Trainer Thomas Aigner


Deutsche Wasserball-Liga 2019/2020
Spielansetzungen

Pro A
SG Neukölln Berlin - SSV Esslingen
SV Ludwigsburg 08 - OSC Potsdam
Waspo von 1898 Hannover - Wfr. Spandau 04

Pro B
SV Weiden 1921 - Duisburger SV 1898
SGW Rhenania/BW Poseidon Köln - SV Krefeld 1972
SV Poseidon Hamburg - SV Würzburg 05



20.10.2019
Klare Sache in Solingen
Weidener Wasserballer erreichen dritte Pokalrunde. Neumann in Torrausch

(prg) In der zweiten Runde des Deutschen Wasserball-Pokals fuhren die Wasserballer des Schwimmvereines Weiden einen klaren 17:7 Sieg beim Westdeutschen Vizemeister SGW Solingen/Wuppertal und erreichen damit das Pokal-Achtelfinale. Der nächste Gegner ist der Ligakontrahent SV Krefeld 72. SV Weiden bekam in der Auslosung Heimrecht, das Spiel findet voraussichtlich am 30. November in der Weidener Thermenwelt statt.

Die Oberpfälzer schienen die lange Anreise am Samstagvormittag gut verkraftet zu haben und lieferten in der Klingenhalle in Solingen mit der 4:0 Führung zur ersten Viertelpause einen Blitzstart ab. Gleich zum Beginn des zweiten Abschnittes erhöhten die Gäste auf 6:0 und schafften damit früh eine Vorentscheidung. Die Spannung ließ bei den Aigner-Schützlingen dann sichtlich nach und die Hauherren schienen wiedererwacht, in dem sie das zweite Viertel tatsächlich noch mit 4:3 gewannen und den Halbzeitstand auf 4:7 korrigierten. Lange dauerte es jedoch nicht, bis die SV-ler zurück zu ihrer Linie fanden und das Spiel erneut dominierten. Die Westdeutschen wurden ruppigerer, handelten sich einige Wasserverweise und eine Spielzeitstrafe ein und verloren damit gänzlich die letzten Chancen, die Partie ausgeglichener zu gestallten. Nach 6:2 im dritten Abschnitt und 13:6 zur letzten Pause folgte mit 4:1 das Schlussviertel mit einer Tätlichkeitsstrafe und vier Minuten Weidener Überzahl. Einzig diese Überzahlphase müsste effizienter ausgespielt werden. Ohne Treffer schlossen die Max-Reger-Städter vier Überzahlspiele ab, stiegen dennoch mit 17:7 Toren als verdiente Sieger aus dem Becken. Der Weidener Niko Neumann erwies sich wiederholt torgefährlich und erzielte allein so viele Treffer (7), wie alle gegnerischen Spieler zusammen. "Wir können mit der Leistung wirklich zufrieden sein. An der Effizienz im Überzahlspiel müssen wir auf jeden Fall noch arbeiten, aber die Richtung stimmt" erklärte Trainer Aigner nach Abpfiff. "Besonders hervorheben müssten wir heute Niko und den jüngsten in unseren Reihen Andreas Widiker (16) aber ein besonderes Dankeschön gehört auf jeden Fall Sean Ryder, der sich bereits zehn Tage nach der Knochenmarkspende dem Team zur Verfügung stellte" ergänzte Aigner.

Der Sieg in Solingen war wichtig für das Selbstvertrauen der Weidener. Nächsten Samstag gastiert mit Duisburger SV 98 kein einfacher Gegner in der Thermenwelt und die Weidener hoffen, in zweitem Ligaspiel die ersten Punkte einfahren zu können. Spielbeginn ist um 18:00 Uhr.

Deutscher Wasserball-Pokal 2020, 2.Runde




SpVg Laatzen 1894 - SV Bayer Uerdingen 08 13:14



SGW SC Solingen/Wfr. Wuppertal - SV Weiden 1921 7:17



SV Poseidon Hamburg - SVV Plauen 14:11



SV Würzburg 05 - SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 11:13



SC Wedding 1929 - SV Krefeld 1972 12:17



SG Stadtwerke München - Düsseldorfer SC 1898 9:12



VfB Friedberg - HSG TH Leipzig 18:7



Aachener SV 06 - Duisburger SV 1898

SGW SC Solingen/Wfr. Wuppertal - SV Weiden 7:17 (0:4, 4:3, 2:6, 1:4)
Wasserverweise: Solingen/Wuppertal 13+Strafwurf+ 2 Spielzeitstrafen,
Weiden 7+Strafwurf
Schiedsrichter: Andreas Hiltmann, Caro Nischwitz
SV Weiden spielte mit Matthias Kreiner im Tor,
Nikolaj Neumann (7 Tore), Alexander Hinz (2), Michael Trottmann (1), Thomas Kick, Denis Reichert (1), Robert Reichert (1), Marek Janecek (1), Andreas Jahn (1), Sean Ryder (2), Andreas Widiker (1), Toni Hinz
Trainer Thomas Aigner

Viertelfinale 30.11.2019

White Sharks Hannover – SSV Esslingen
SV Poseidon Hamburg – SV Bayer Uerdingen 08
SGW Rhenania Köln/BW Poseidon Köln – SV Ludwigsburg
Düsseldorfer SC – Wasserfreunde Spandau 04
Sieger Aachen 06/Duisburger SV 98 – Waspo 98 Hannover
VfB Friedberg – OSC Potsdam
SG Neukölln – ASC Duisburg
SV Weiden – SV Krefeld 72


18.10.2019
Solingen/Wuppertal nicht auf die leichte Schulter nehmen
Weidener Wasserballer steigen in die 2. Runde des Deutschen Pokals ein

(prg) Nach der ersten Saisonniederlage, letzte Woche bei Bayer 08 Uerdingen, geht es diesen Samstag für die Oberpfälzer wiederholt gen Westen. Der erste Gegner der Max-Reger-Städter im Deutschen Wasserball-Pokal ist der Vizemeister der 2. Wasserball-Liga West SGW SC Solingen/Wuppertal. Das Spiel beginnt um 15,00 Uhr in der Klingenhalle in Solingen.

Die Oberpfälzer müssen immer noch auf ihren top Torschützen Sean Ryder verzichten, reisen dennoch zuversichtlich, auch wenn konzentriert, nach Solingen. Trainer Aigner ist mit der bisherigen Trainingsleistung seiner Mannschaft zufrieden, den Gegner schätzt er als ambitioniert und schwierig: „Auswärts im Pokal ist es immer besonders schwierig und die Spielgemeinschaft macht einen sehr ambitionierten Eindruck. Letzte Saison lieferten sie respektable Leistungen in der zweiten Wasserball-Liga West ab und wurden verdient Vizemeister. Wir dürfen die Aufgabe nicht auf die leichte Schulter nehmen, wenn wir die nächste Runde erreichen wollen“ so seine Einschätzung, „Sie haben zwei sehr starke Torschützen in ihren Reihen, wir müssen in der Verteidigung aufpassen und unsere Chancen vorne besser als in Uerdingen nutzen, dann dürfte es auf jeden Fall mit der dritten Runde funktionieren“ ergänzt Aigner.

Ob die aktuelle Mischung der SV-Mannschaft aus routinierten DWL-Spielern und bundesligaunerfahrenen Nachwuchskräften für die Aufgabe in Solingen reicht, das wird sich erst zeigen. Mit der Spielgemeinschaft gab es zuletzt 2013 eine Begegnung im Pokal. Damals gewannen dezimierte Weidener auswärts mit 9:6. Die Weidener stehen sicher vor keiner leichten Aufgabe und die könnte sich auch für die nächsten Bundesligaspiele auswirken. Die SV-Veratwortlichen hoffen auf jeden Fall auf einen Sieg, um mit einem Erfolgserlebnis im Rücken das nächste DWL-Spiel am nächsten Samstag in Weiden gegen Duisburg angehen zu können. Eine Niederlage könnte für Verunsicherung in den Reihen der Weidener sorgen und ihrem Image womöglich einen kleinen Kratzer verpassen.


Mögliche Aufstellung für Samstag:
Matthias Kreiner und Christopher Klein im Tor, Nikolaj Neumann, Alexander Hinz, Michael Trottmann, Thomas Kick, Denis Reichert, Jakob Ströll, Marek Janecek, Andreas Jahn, Robert Reichert, Andreas Widiker, Toni Hinz, Philipp Sertl/Fabio Guarino 
Trainer Thomas Aigner



13.10.2019
Ein holpriger Ligastart
Weiden verliert Auftakt in Uerdingen
 
(prg) Die Weidener Wasserballer kassieren im ersten Saisonspiel eine herbe Niederlage bei Bayer 08 Uerdingen. Mit 10:17 gingen die Aigner-Schützlinge zum Saisonauftakt leer aus. Nächste Woche reisen die SV-ler wiederholt gen Westen, um gegen SGW Sollingen/Wuppertal die 2.Runde im Deutschen Pokal zu bestreiten, in zwei Wochen gastiert Duisburg in der Thermenwelt.

"Die Niederlage ist definitiv zu hoch ausgefallen, wir haben den Beginn verschlafen und mussten ständig dem Rückstand hinterher schwimmen, Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft nicht ganz unzufrieden, vieles hat ganz gut geklappt, vor allem in der zweiten Spielhälfte. Mit Sean vorne (Ryder fehlte in Uerdingen) bekommen wir mehr Durschlagkraft, dann sind wir auf jeden Fall gefährlicher" so das knappe Fazit des Weidener Trainers Thomas Aigner direkt nach der Partie.

Das Spiel in "Aquadom" am Krefelder Waldsee eröffneten die Hausherren mit früher Führung, Weiden konnte noch ausgeleichen aber die zweite Hälfte des Auftaktviertels gehörte deutlich Bayer (4:2). Noch vor der ersten Pause kassierte Weidener Centerverteidiger und Kapitän Thomas Kick bereits zwei Wasserverweise und musste damit mit reduzierten Risiko, vorsichtiger spielen, um nicht vorzeitig duschen zu müssen, was bei einigen körperlich sehr starken Gegnern Probleme in Reihen des SV-Teams bereitete.
Somit bestimmten die Mannen um ex-Nationalcenter Sven Rößing auch den zweiten Viertel, gewannen ihn mit 6:2 Toren und erspielten sich damit eine komfortable und vorentscheidende 10:4 Führung zum Seitenwechsel. Die Halbzeitpause nutzte Trainer Aigner, um seine Mannschaft zu ordnen und entsprechend der Spielsituation einzustellen und, wie es sich im weiteren Spielverlauf zeigte, hat er es auch richtig gut gemacht. Das Spiel wurde ausgeglichener, teileweise sogar mit leichten Vorteilen auf Seite der Gäste. Bei besseren Chancenverwertung wäre ein weniger deutliches Ergebnis auf jeden möglich gewesen. Nach 2:3 im dritten und 4:4 im Schlussviertel kassierten die Oberpfälzer eine deutliche 10:17 Niederlage im ersten Spiel der Bundesligasaison 2019/2020.


In einer Woche geht die Reise wiederholt nach NRW, wo die SGW Solingen/Wuppertal die Weidener in der zweiten Runde um den Deutschen Pokal empfängt. In dieser Begegnung dürfen die diesmal die Favoritenrolle übernehmen, anders als im zweiten Ligaspiel, wenn der Duisburger SV in der Weidener Thermenwelt seine Visitenkarte abzugeben hat.

DWL 2019/2020, Pro B
SV Bayer 08 Uerdingen - SV Weiden 17:10 (4:2, 6:2, 3:2, 4:4)
Wasserverweise: Uerdingen 8 + 1 Strafwurf, Weiden 10 + 3 Strafwürfe
Schiedsrichter: K.Melis, A.Tiz
DWL-Spielbeobachter: Dieter Rohbeck
"Spieler des Tages": Lazar Killibarda (Bayer)

SV Weiden spielte mit
Matthias Kreiner im Tor, Nico Neumann (5 Tore), Alexander Hinz, Michael Trottmann (1), Thomas Kick (1), Denis Reichert (1), Jakob Ströll, Robert Reichert (1), Marek Janecek (1), Andreas Jahn, Toni Hinz, Andreas Widiker und Fabio Guarino
Trainer Thomas Aigner


U12 Süddeutscher Meister
Deutlich besser als die erste Mannschaft machten es die U12-Jugendlichen am vergangenen Wochenende.
Die Schützlinge des früheren SV-Centers Alex Schäfer gewannen in Nürnberg die Süsseutsche Meisterschaft 2019. Die Weidener schlugen in der Vorrunde den Serienmeister SSV Esslingen mit 15:11 Toren, bezwangen SV Cannstatt 24:5 im Halbfinale und siegten schließlich 10:8 im Endspiel gegen den Lokalrivalen 1.FCN Schwimmen. Ein großer Erfolg, der die SV-Verantwortlichen auf jeden Fall positiv stimmen dürfte.

Süddeutscher Meister 2019 - U12 - SV Weiden
Anton Feldmann im Tor, Daniel Malsam, Henrik Zillmann, Alexander Prips, Alexander Leichter, Christiano Goncalves, Dustin Schmidt, Daniel Held, Dietrich Hermann, Lars-Nikolas Westfal, Matthes Zillmann und Miron Schäfer
Trainer Alex Schäfer


10.10.2019
Weiden startet zum 11. Mal in die Bundesligasaison
Auftakt bei Bayer Uerdingen. "Spender" Ryder fehlt in den ersten Partien.
 
(prg) Nur zwei Jahren fehlten die Weidener Wasserballer in der Deutschen Wasserball-Liga, nach ihrem Aufstieg 2006. Am kommenden Samstag beginnt ihre insgesamt 11. Bundesligasaison. Nachdem die Oberpfälzer am ersten Spieltag letzte Woche spielfrei hatten, müssen sie am Samstag in Krefeld gegen den SV Bayer 08 Uerdingen antreten. Nach einer langen Vorbereitung freuen sich die SV-ler, dass es endlich losgehen kann und alle sind gespannt, wie konkurrenzfähig die immer noch junge und zur letzten Saison unveränderte Mannschaft in dieser Saison ist. 
 
Den spielfreien Tag nutzten die Max-Reger-Städter um gegen einen anspruchsvollen Gegner zu testen. Gegen den Lokalrivalen SV Würzburg 05 absolvierten die Aigner-Schützlinge eine gemeinsame Trainingseinheit und ein Testspiel und konnten sich damit ein Bild über die aktuelle Verfassung machen. Trainer Aigner lobte die Trainingseinheit und war insgesamt auch mit dem Spiel seiner Schützlinge zufrieden. Die Mannschaft konnte sich nochmals auf die veränderte Spielregeln einstellen, Aigner konnte fast alle seine Sportler (Center Jakob Ströll fehlte) einsetzen und einiges ausprobieren, um die letzten Erkenntnisse für die letzte Trainingswoche zu gewinnen. "Das Spiel ist leicht verändert, wurde schneller und es ergeben sich neue Möglichkeiten mit den Regeländerungen. Das sind Chancen, die können wir aber nur nutzen, wenn wir daran arbeiten, die Möglichkeiten besser oder schneller als der Gegner einzusetzen. Das ist jetzt eine ganz wichtige Aufgabe für den Saisonstart" erklärt Aigner nach dem Trip nach Würzburg.
 
Bayer Uerdingen wird als einer der direkten Kontrahenten gegen den Abstieg gehandelt. Nach der Hauptrunde wird die B-Gruppe in eine Aufstiegs- und eine Abstiegsgruppe unterteilt und in Weiden rechnet man damit, dass die Teilnahme in der unteren Gruppe möglich ist. "Natürlich wollen wir die Abstiegsrunde vermeiden, die Chance ist auch da, aber wir müssen mit der Teilnahme in der unteren Gruppe rechnen". Die Ergebnisse der Hauptrunde aus den Direktspielen der beteiligten Teams werden "mitgenommen" und deshalb ist es wichtig, gegen potenzielle Direktkonkurrenten zu punkten: "Wir wissen noch gar nicht, wo wir stehen, wissen aber, dass Bayer mit einigen personellen Problemen zu kämpfen hat und hoffen, dass wir am Waldsee punkten können" sagt Kapitän Thomas Kick. Die Westdeutschen patzten bereits im ersten Spiel beim Aufsteiger in Hamburg (16:7). "Das war überraschend, es wird aber nicht unbedingt einfach werden, dort um Punkte zu kämpfen" ergänzt Kick. Wie es scheint, sind die Bayer-Verantwortlichen dabei, einiges in ihren Strukturen zu verändern und die Mannschaft ist stark verjüngt, aber zuhause können sie entsprechend ergänzen und sind immer ernst zu nehmen. Es bleibt auf jeden Fall spannend, wie die Weidener mit ihrer jungen Truppe in der DWL zurechtkommem. Die SV-ler sind sich sicher, sie werden sich in Laufe der Saison, ähnlich wie letztes Jahr, weiterentwickeln und hoffen, in der entscheidenden Saisonphase genügend Erfahrung gesammelt zu haben, um letztendlich den Klassenerhalt direkt zu schaffen. "Wir müssen Geduld üben, uns vom Spiel zum Spiel stärken, geschlossen und diszipliniert weiterarbeiten, dann wird es schon funktionieren" ergänzt der Trainer Aigner gewöhnlich optimistisch. Eine Platzierung unter den ersten vier der Pro B Gruppe soll der Weg sein, der zum Ziel Klassenerhalt führen soll. Nach diesem Credo gehen die Oberpfälzer ihr weiteres DWL-Abenteuer an.
 
Sean Ryder spendet Knochenmark und fehlt in ersten drei Spielen
Die Mannschaft um den Kapitän Thomas Kick kann leider nicht nur in Uerdingen aus dem vollen schöpfen. Der Routinier und Goalgetter in Reihen der Weidener Sean Ryder unterlag sich einer Knochenmarkspende für die DKMS und wird mindestens drei Partien fehlen. Nach der Typisierungsaktion im Jahre 2015, die durch die Weidener Wasserballer unter dem Motto "Robin will leben" organisiert wurde, befinden sich seine Daten in der DKMS-Datenbank. Jetzt stellte sich heraus, dass er alle Vorgaben erfüllte, für einen Patienten spenden zu können. Nach einer Reihe von Untersuchungen wurde die Knochenmarkentnahme vergangenen Mittwoch in Dresden durchgeführt. Für die SV-ler ist es ein Ausfall, der kaum kompensiert werden kann, aber: "Das ist für uns schade, aber es kann auf der anderen Seite so viel für einen Menschen bedeuten. Es gibt hier gar keine Diskussionen, es geht um Menschenleben und dagegen ist unser Wasserball absolut nebensächlich. Wir hoffen, dass alles gelingt und Sean dem Patienten helfen kann und sind einfach nur stolz auf ihn." erklärt Mannschaftsleiter Irek Luczak die Gefühlslage.
 
Die Aufstellung (außer Ryder) ist für das Auftaktspiel noch nicht bekannt, hier der gesamte Kader für die DWL-Saison 2019/2020

Matthias Kreiner und Christopher Klein im Tor, Nikolaj Neumann, Alexander Hinz, Michael Trottmann, Thomas Kick, Denis Reichert, Jakob Ströll, Marek Janecek, Andreas Jahn, Robert Reichert, Sean Ryder, Andreas Widiker, Toni Hinz, Philipp Sertl, Fabio Guarino 
Trainer Thomas Aigner
Am nächsten Wochenende (19.10.) spielen die SV-ler die zweite Runde des Deutschen Wasserball-Pokals auswärts gegen die SG Sollingen/Wuppertal. Am Samstag den 26.10. steigt das erste Heimspiel der Weidener in der WTW, Gegner ist Duisburger SV 1898, Spielbeginn 18.00 Uhr.

 
Deutsche Wasserball-Liga 2019/2020

Pro A

ASC Duisburg

SSV Esslingen

Wfr. Spandau 04

OSC Potsdam

SG Neukölln Berlin

SV Ludwigsburg 08

Wassersportfreunde von 1898 Hannover

White Sharks Hannover

Pro B
SGW Rhenania/BW Poseidon Köln
SV Poseidon Hamburg
Duisburger SV 1898
Düsseldorfer SC 1898
SV Bayer Uerdingen 08
SV Krefeld 1972
SV Weiden 1921
SV Würzburg 05

Pro B - Spielansetzungen




12.10. 17:00 SV Krefeld 1972 - SV Poseidon Hamburg
12.10. 18:00 SV Bayer Uerdingen 08 - SV Weiden 1921

26.10.

18:00

SGW Rhenania/BW Poseidon Köln

- SV Krefeld 1972
26.10. 18:00 SV Weiden 1921 - Duisburger SV 1898
27.10. 14:00 SV Poseidon Hamburg - SV Würzburg 05

weitere Spiele SV Weiden:
26.10.2019 SV Weiden - Duisburger SV 1898
16.11.2019 SV Poseidon Hamburg - SV Weiden
14.12.2019 SV Weiden - SV Krefeld 72, 18.00 Uhr
15.12.2019 SV Weiden - SGW Rhenania/Poseidon Köln, 11.30 Uhr (Sonntag)
19.01.2020 Düsseldorfer SC 1898 - SV Weiden
25.01.2020 SV Weiden - Düsseldorfer SC 1898, 18.00 Uhr
01.02.2020 SV Weiden - Poseidon Hamburg, 18.00 Uhr
08.02.2020 SV Weiden - SV Würzburg 05, 18.00 Uhr
15.02.2020 Duisburger SV 1898 - SV Weiden
16.02.2020 SGW Rhenania/Poseidon Köln - SV Würzburg
07.03.2020 SV Weiden - SV Bayer 08 Uerdingen, 18.00 Uhr
14.03.2020 SV Würzburg - SV Weiden
21.03.2020 SV Krefeld 72 - SV Weiden

In der Zeit von 11.04. bis 20.06.2020 werden alle Spiele der Ab- und Aufstiegsrunden ausgespielt.
Genauer Paarungen folgen nach Abschluss der Hauptrunde.

Herren I